Dienstag, 4. Dezember 2012

{Abgebrochen] Tausendschön von Kristina Ohlsson

So, durch dieses Buch versuche ich mich schon etwa eine Woche zu quälen und nun habe ich beschlossen es abzubrechen. Lesen soll ja in erster Linie Spaß machen und kein Zwang sein. Trotzdem werde ich zu meinen Erfahrungen ein klein wenig schreiben. Ich habe etwa 120 Seiten geschafft...

Zum Inhalt


Ein Kleines Mädchen wird am Mittsommerabend überfallen und vergewaltigt,  Jahre später wird ein Pfarrer und seine Frau erschossen, während ein anderer überfahren wird....


Meine Meinung


Mehr als diese paar Sätze wusste ich auch nicht, als ich das Buch angefangen habe zu lesen. Meine Erwartung: ein kluger schwedischer Thriller, der interessant und spannend geschrieben ist. Nach dem Prolog dachte ich auch tatsächlich, das dies der Fall ist, dieser ist sehr gut geschrieben, spannend und geheimnisvoll. Man will unbedingt wissen, wie das alles zusammenhängt, wer die "Gäste" sind und vor allem was danach mit dem Mädchen passiert ist.


Dann fängt jedoch die Story an und es ist geht alles sehr langsam voran. Man lernt die Polizeibeamten kennen, die sehr unsympatisch und irgendwie aufgesetzt wirken. Zudem erfährt man erst jetzt das Thema des Buches: Asylanten die nach Schweden kommen. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass man als Leser im Klappentext darauf hingewiesen wird. Zumal das Thema in den Buch sehr trocken erzählt wird. 


Die Charaktere


Das Buch wird aus verschiedenen Sichten erzählt. So zum Beispiel zu Beginn über den Pfarrer, der einen Vortrag hält und dann schwängt es zwischen seiner Tochter, die im Ausland irgendetwas herausgefunden hat, und den Ermittlern hin und her. Die Sicht der Tochter fand ich noch am interessantesten, denn man fragt sich, was genau sie heruas gefunden hat, denn es scheint Leute zu geben, die verhindern wollen, dass es herau kommt. Ansonsten sind die Charaktere sehr Oberflächlich gehalten, die Polizei wirkt irgendwie träge und man hat den Anschein, dass sie jeden noch so kleinen Schritt erst einmal bereden müssen. Hinzu kommt noch ein Polizeibeamter, der gerne mal junge Polizisten aufreißt und vor allem die Sache mit den Zimtröllchen fand ich total unstimmig. Ich hoffe bei Gott, dass die Polizei nicht wirklich so arbeitet!


Schreibstil


Der Schreibstil vom Prolog war wirklich sehr gut, bildlich und wunderschön. Dort kam auch Tausendschön vor und man konnte sich diesen einen Moment sehr gut vor stellen. Der Rest des Buches wirkt dagegen stumpf. Alles wird irgendwie heruntergerattert und man bekommt keine schönen Details mehr zu lesen. Oft versucht die Autorin auch eine Erklärung für etwas zu finden und verstrickt sich dann in unlogischen Handlungen. (Beispiel: Die Techniker der Polizei waren vor Ort und haben den ganzen Raum untersucht. Sie sagen, dass es vermutlich Selbstmord war. Ein Ermittler kommt und schaut zur Lampe und fragt: Kann die nicht bewegt worden sein? Techniker schaut hin, sieht Kratzer und meint "Ja kann". Warum haben sie es vorher nicht gesehen?) 


Fazit

Das Buchcover und der Name täuscht etwas. Ich habe ein tolles Buch mit einer grandiosen Geschichte erwartet. Bei "Tausendschön" habe ich sofort an ein Blumenmeer gedacht und ich habe mir vorgestellt, wie diese Blume eine Rolle in einem Thriller spielen würde. Leider kam bereits im Prolog diese vor und mir bleibt wohl auf ewig verwährt, wie diese sich in die restliche Geschichte noch einmal einfügt. Schade, das Cover sieht wirklich toll aus. Ich kann nur so weit bewerten wie ich gelesen hat. Vielleicht gibt es ja jemanden der das Buch ausgelesen hat und meine Bewertung wiederlegen kann? 


Wir vergeben für die ersten 120 Seiten 1 von 5 Käseratten.



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