Donnerstag, 11. September 2014

Marterpfahl - Stefan Melneczuk

Kinder können grausam sein. Grausamer als Erwachsene... Mit diesem Thema beschäftigt sich "Marterpfahl", ein Thriller von Stefan Melneczuk. Das Cover hatte mich sofort neugierig gemacht und auch der Klappentext hat eine Menge Spannung versprochen.

Inhalt

Roland, David und Thomas verbindet seit mehr als zwanzig Jahren ein dunkles Geheimnis. Nach einer verheerenden Mutprobe und unheimlichen Ereignissen stellen sie sich ihrer Schuld. Um Frieden zu finden, müssen die Männer ihre Angst bezwingen und noch einmal an den Ort ihrer schlimmsten Alpträume zurückkommen.

Charaktere

Die Charaktere haben mich ein klein wenig an jene aus "Es" von Stephen King erinnert. Die Jungs sind alle sehr hart, man merkt, dass ein männlicher Autor hinter der Geschichte steckt. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang etwas schwerer in das Buch hinein gekommen bin, da mir die Charaktere, die zu allererst in der heutigen Zeit beschrieben wurde, zu hart waren und sich zu sehr ähnelten. Das Buch bekommt jedoch eine weichere Seite, als die Geschehnisse der Vergangenheit geschildert werden. Wir lernen hier Roland, David und Thomas als Kinder kennen.... Sie sind sehr naiv in dieser Zeit, für sie gibt es nichts Schlimmes.... Ja, sie denken, dass sie Macht über alles und jeden haben. Aus diesem Grund kommt es zu einer Mutprobe, einer sehr grausamen Mutprobe...

Meine Meinung

Das Thema von "Marterpfahl" ist sicher nicht neu, aber ich finde, dass Stefan Melneczuk eine sehr spannende Geschichte konstruiert hat. Die Geschichte ist kein durchschnittlicher Thriller, nein, beim Lesen sollte man auf jeden Fall offen für verschiedene Denkweisen sein. Es geht vor allem um Schuld... Wie kann man diese loswerden? Wie kann man die Vergangenheit ungeschehen machen?

Es steht fest, dass jede der drei Jungen und auch Sonja eine riesige Schuld mit sich herum tragen. Eine Schuld, die sie nicht aushalten. "Marterpfahl" ist ein Buch, das zum nachdenken anregt. Mir hat es beim Lesen oftmals eine Gänsehaut erzeugt. Es ist grausam, wie erbarmungslos Kinder sein können, wie unendlich naiv sie mit Leben und Tod umgehen können..., 

Ich muss sagen, dass mir auch das Ende gefallen hat. Es hat noch Platz für eigene Gedanken gelassen. Ja, für mich sollte das ein gutes Buch auf jeden Fall! Der einzige Minuspunkt, den ich hier anmerken muss, ist, dass die Charaktere sich teilweise zu sehr ähnelten. Da ist die Frau von David, die irgendwie die gleiche Art wir ihr Mann und die anderen Jungs hat, was mir nicht ganz schlüssig erschien. Die Abschnitte aus ihrer Sicht fand ich deshalb nicht ganz so stimmig, ja man könnte fast sagen, dass sie für mich nicht so recht ins Buch passen wollten.

Fazit

Ein toller, spannender Thriller, der zum nachdenken anregt und beim Lesen eine Gänsehaut verursacht!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

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