Samstag, 19. September 2015

[Rezension] Der Totschläger - Chris Carter

Titel: Der Totschläger
Originaltitel: One by one
Autor: Chris Carter
Verlag: Ullstein
Genre: Thriller
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3548285764   
Cover und Inhaltsangabe © Ullstein




„Er sagt, du hast keine Wahl. Er sagt, du kannst nur zusehen. Es liegt nicht in deiner Macht, seine Taten zu verhindern. Aber es gibt immer Wege. Und du wirst jeden einzelnen gehen. Bis du ihn gefunden hast. Detective Robert Hunter erhält einen Anruf. Spiel mit mir, sagt die anonyme Stimme. Doch Mord ist für Hunter kein Spaß – Zug um Zug wird er zum echten Spielverderber …“




Endlich! Mein erster Chris Carter. Es wurde ja wirklich Zeit! ;)
Von einer anderen Bloggerin wurden mit jetzt schon oft die Bücher empfohlen und obwohl ich immer davon ausging, Chris Carter würde nur überdrehte, viel zu übertriebene Actionthriller schreiben, habe ich mich an mein erstes Buch von ihm gewagt. Meine Meinung muss ich auf den Schlag revidieren, denn in den Büchern steckt wirklich viel mehr und jetzt habe ich wohl einen neuen Lieblingsautoren gefunden!

Schon nach den ersten Seite wurde ich in eine ungemein spannende Geschichte gezogen, die selbst bei mir als eingefleischten Thriller- und Horrorfan für einen beschleunigten Puls gesorgt hat. Chris Carter versteht es wirklich, ein enormes Tempo aufzunehmen und die gesamte Geschichte so voranzutreiben, dass sie an keiner einzigen Stelle langweilig wird. Sogar die Polizeiarbeit und die Ermittlungen von Hunter werden abwechslungsreich dargestellt und dann, wenn ich dachte, jetzt kommt ein eher ruhigeres Kapitel, stürmte der Autor wieder nach vorne und brachte mein Herz zum Klopfen! So muss ein guter Thriller sein!




Viele von euch kennen Robert Hunter ja sicher schon! (Ich schäme mich direkt, dass ich den Büchern nie so recht Beachtung geschenkt habe!) Robert Hunter arbeitet beim LAPD und er versteht es meisterhaft, sich in Personen hineinzuversetzen. Er ist ein tougher Ermittler, der oft ein wenig zu hart wirkt, aber im Inneren wohl auch einen weichen Kern hat!

Zu Beginn des Buches bekommt er einen Anruf von einem Mann, der ihm eine Internetadresse gibt. Als er die Seite aufruft, sieht Hunter einen gefesselten Mann und soll sich nun zwischen Tod durch Ertrinken und Tod durch Verbrennen entscheiden. Das ist erst der Anfang einer schrecklichen Mordserie, denn später dürfen Internetuser abstimmen, wie die betreffenden Opfer sterben müssen.

Allein die Stellen, in denen der fremde Mann sich wieder bei Hunter meldet, waren für mich extrem nervenaufreibend. Carter schreibt hier sehr brutal und hat mich mit den Opfern mitfühlen lassen.




Wow. Mein erstes Buch von Chris Carter und ich bin echt begeistert. Spannender kann ein Thriller wohl kaum sein. „Der Totschläger“, Band 5 der Reihe, beginnt mit einem riesigen Spannungsbogen. Allein die Ausgangssituation bezüglich des Mörders, der übers Internet abstimmen lässt, wie die Opfer sterben werden, fand ich sehr originell. Wie es wohl auch in der Realität geschehen würde, stimmen die Menschen ab und machen sich somit selbst schuldig. Ist das der Plan des Mörders? Oder geht es ihm um etwas anderes?

Hunter und sein Team tappen lange im Dunkeln. Ein Mord nach dem anderen passiert und die Polizeiarbeit geht nur mühsam voran und es scheint, dass Hunter dem Killer nicht näher kommen kann. Wird es ihm gelingen, den Mörder doch noch zu entlarven? Und wie passen die Opfer zusammen?

Die ganze Auflösung am Ende fand ich logisch und nachvollziehbar und beim großen Showdown musste ich oft die Luft anhalten. Spannend fand ich zudem, dass zum Schluss wirklich alles zusammengepasst hat und ich den Mörder teilweise sogar verstehen konnte. Wir leben wirklich in einer sehr oberflächlichen, intoleranten Welt!

„Der Totenschläger“ hat mich von der ersten Seite begeistern können. Es war für mich ein echter Genuss, das Buch zu lesen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Das einzige, was ich mich frage, warum im Deutschen der Titel „Der Totschläger“ lautet, denn auch nach Beendigung des Buches finde ich den Titel sehr unpassend! Der englische Originaltitel „One by one“ hat da schon besser gepasst!

Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, besonders für Leute, die blutige Thriller mit einer tollen Geschichte mögen!




Ein Thriller, der das Herz rasen lässt. Nichts für Zartbesaitete, aber alle anderen MÜSSEN dieses Buch wohl einfach lesen!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.

Kommentare:

  1. Huhu,
    von Chris Carter habe ich auch schon ein Buch gelesen, das mir ziemlich gut gefallen hatte. Sollte mich mal wieder die Thriller-Lust packen, werde ich mal an deine Rezi denken ;)
    LG anja

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  2. Hallo Jessi,

    früher habe ich Chris Carter auch total gern gelesen. Aber bei mir hat sich vor einigen Jahren die Thrillerflaute eingeschlichen und seither bin ich verschiedenen Genres unterwegs. Aber vielleicht sollte ich mir wirklich mal wieder einen Carter gönnen. Deine Begeisterung steckt richtig an.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  3. Leider noch keins von ihm gelesen aber scheint sich zu lohnen - notiere mal Band 1. :)

    Herzliche Grüße

    Lenchen

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  4. Huhu Jessi,

    Ach, du auch? Chris Carter wurde mir auch schon von einer Bloggerfreundin empfohlen.
    Da ich in letzter Zeit zwischendurch immer wieder mal Thriller lese, werde ich daran wohl nicht mehr lange vorbei kommen...

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  5. Huhu Jessi,

    ich habe echt schon so viel von diesem Autoren gehört, ich hatte mir auch ein Buch gekauft und hatte rein gelesen, allerdings konnte es mich nicht begeistern. Aber ich bleibe dran, denn dieses Buch klingt richtig gut!!!!

    Liebe Grüße
    Line

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  6. Guten Morgen :-)

    Eine tolle Rezi und ein Buch, das mich auf jeden Fall begeistern könnte. Es klingt toll! Ich hab zuhause nun "Die stille Bestie" liegen und bin schon sehr gespannt!

    Liebe Grüße
    Katharina von booksline

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