Mittwoch, 23. März 2016

[Rezension] Das Seehaus - Kate Morton

Titel: Das Seehaus
Autor: Kate Morton
Genre: Roman
Verlag:  Diana
Seitenzahl: 608
Cover und Inhaltsangabe ©  Diana


"Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.


Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …"




In letzter Zeit hat mich seit Lucinda Rileys "Lavendelgarten" ein neues Genre ganz magisch angezogen: Romane über Familiengeheimnisse! Von Kate Morton selbst hatte ich zuvor noch nicht viel gehört und so ging ich ohne große Erwartungen an dieses Buch heran, denn ich wollte einfach nebenbei ein einfach zu lesendes Buch verfolgen, das zwar eine leichte Geschichte zum Nachdenken beinhaltet, aber dennoch eher der Unterhaltung dient.

"Das Seehaus" von Kate Morton ist kein stinknormaler Roman. Nein, es ist vielmehr eine Mischung aus Roman und Krimi und ich muss leider sagen, dass mir dieser Genremix nicht ganz so gut gefallen hat! Dies lag vielleicht auch dem Schreibstil Mortons, denn leider ist dieser sehr ausschweifend. Sie beschreibt für meinen Geschmack zu viel und zu intensiv und so bot sich für mich kein Freiraum, mir die ganze Umgebung, das Haus und die Region selbst vorzustellen. Ich mag es zwar, wenn Autoren gute Bilder erzeugen, aber hier war es viel zu viel. Ich habe mich stellenweise leicht überfordert gefühlt!



-Alice Edevane -

Alices Sicht aus der Vergangenheit empfand ich zu Beginn des Buches als sehr spannend und interessant. Alice ist ein junges, neugieriges Mädchen, das gerne schreibt und später Autorin wird! Wir lernen sie an verschiedenen Punkten ihres Lebens kennen und erfahren, weswegen sie sich selbst die Schuld am Verschwinden ihres Bruders gibt!

-Sadie Sparrow-

Sadie ist eine junge Polizistin, deren eigene Problemchen zu Beginn der Geschichte die Oberhand gewinnen. Leider wurde ich mit ihr nicht so recht warm, was an meiner Abneigung gegenüber Polizisten/Ermittlern in Büchern liegt. Ihr Interesse an der ganzen Geschichte, die sich vor etwa 60 Jahren zugetragen hat, war für mich nicht direkt greifbar und deswegen mochte ich die Abschnitte aus ihrer Sicht leider überhaupt nicht!

-Nebencharaktere-

Für meinen Geschmack gab es in "Das Seehaus" von Kate Morton eine Spur zu viele Charaktere, was mich leicht überfordert hat! Natürlich wollte die Autorin so viele Verdächtige wie möglich erscheinen lassen, aber für mich war die Geschichte zu verworren. Es fehlte mir ein gewisser roter Faden, da ich auch mit den verschiedenen Sichtweisen der Vergangenheit nicht so gut zurecht kam!




Mein erstes Buch von Kate Morton wird wohl auch direkt mein letztes gewesen sein, denn der Stil der Autorin hat mir überhaupt nicht gefallen. Es fiel mir schwer, in der Geschichte anzukommen und besonders der Protagonistin Sadie zu folgen. Leider wurde ich mit ihr nicht warm, zu keinem Zeitpunk, was meinen Lesefluss enorm gestört hat!

Die Grundidee rund um "Das Seehaus" ist auf jeden Fall spannend. Da ist dieser Junge namens Theo, der damals einfach verschwindet. Niemand weiß, was mit ihm passiert ist! Eine Entführung? Ein Mord? War es jemand aus seiner Familie? Ein Fremder? Fragen über Fragen! Auf der Bildfläche erscheinen im Laufe der Geschichte eine Menge Verdächtige und genau dann, wenn man denkt, der Auflösung nahe zu sein, reißt die Autorin das Segel noch einmal um. Das ist ihr wirklich ausgesprochen gut gelungen, denn die zahlreichen Wendungen haben mich trotzdem zum Durchhalten animiert!

Die Sichten in "Das Seehaus" verändern sich ständig und springen zwischen Gegenwart (2003) und Vergangenheit (um 1933 und Jahre davor und danach!) hin und her und das war für mich leider das größte Problem. Die Protagonistin Sadie, die in der Gegenwart den Hauptteil einnimmt, kam mir nicht nahe genug, um wirklich Sympathie für sie zu empfinden und in der Vergangenheit hätte ich mir den Fokus auf einer Person gewünscht! Mir waren es hier einfach zu viele Charaktere und oft hat mein Kopf gequalmt, als ich krampfhaft versuchte, alle Zusammenhänge zu verstehen!

Das Ende ... Ja, was soll ich hier dazu sagen? Originell ist es auf jeden Fall, aber logisch? Ich bin mir nicht sicher. Es hat mir zwar am Ende noch ein paar Spannungs- und Überraschungsmomente gebracht, aber dennoch bin ich unsicher, was ich davon halten soll!



Kate Mortons Schreibstil ist absolut nicht meins! Spannend war "Das Seehaus" aber auf jeden Fall und es gab einige Überraschungsmomente, doch trotzdem war es kein Buch, das ich in vollen Zügen genießen konnte. Der Mix aus Krimi und Roman über Familiengeheimnisse war leider nichts für mich!

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten!

Kommentare:

  1. Hey,
    schöne Rezi auch wenn das Buch jetzt kein Hit war. Ich lese allgemein nicht gerne solche Bücher.

    Liebe Grüße
    Lara

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Jessi,

    danke für deine Einschätzung! Ich schleiche schon länger um das Buch rum und hatte schon meine Zweifel, die hast du mir jetzt bestätigt. Da lasse ich es lieber bleiben.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Nicole,

      ich denke, den Schreibstil von Kate Morton muss man wohl einfach mögen, mir war das einfach zu blumig und passte nicht zu dem Mix aus Krimi und Roman! Zumal so eine düstere Stimmung bei mir überhaupt nicht aufkam!

      Liebe Grüße
      Jessi

      Löschen
  3. Huhu Jessi!
    Oh das ist ja schade, dass dir Kate Morton nicht so zugesagt hat! Ich habe dieses Buch noch auf dem SuB aber ich habe jetzt mehrere durchwachsene Rezi`s gelesen, sodass ich echt gespannt bin! Ältere Titel von der Autorin fand ich toll. Deine Rezi ist klasse geworden! Danke dafür!
    Liebe Grüße, Petra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Petra! :D

      Schön, dass dir meine Rezension gefällt! Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie du das Buch und die Auflösung finden wirst! Ich glaube, Kate Mortons Stil muss man einfach mögen, bei mir war das leider nicht der Fall! Aber wenn du ältere Titel der Autorin mochtest, gefällt dir das Buch sicher auch!

      Liebe Grüße
      Jessi

      Löschen
  4. Huhu,
    achso... du meintest das Seehaus mit dem unlogischen Ende. Ich dachte Black Rabbit Hall.
    Ich mochte den Schreibstil, aber wie gesagt, Black Rabbit war noch besser :)

    LG,
    Steffi

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über euren Kommentar ;))