Dienstag, 17. Mai 2016

[Rezension] Das Grab im Wald - Harlan Coben

Titel: Das Grab im Wald
Autor: Harlan Coben
Genre: Krimi,Thriller, Roman
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 480
Cover und Inhaltsangabe ©  Goldmann




"Zwanzig Jahre ist es her, dass vier Jugendliche nachts in einen Wald liefen. Zwei wurden kurz darauf brutal ermordet aufgefunden. Von den anderen beiden fehlt seither jede Spur: Gil Perez und Camille Copeland. Camille war die Schwester von Paul Copeland, mittlerweile ein angesehener Staatsanwalt und gerade mit seinem ersten Mordprozess konfrontiert. Da wird plötzlich die Leiche von Gil Perez gefunden, und über Nacht holt die Vergangenheit Paul wieder ein. Er versucht herauszufinden, was damals wirklich geschah, und gerät immer tiefer in einen wahren Albtraum …"




Wieder einmal habe ich mich an ein Buch von Harlan Coben gewagt, denn ich schätze ihn als Autoren sehr. Leider muss ich sagen, dass ich mit seinem Stil immer noch nicht so recht warm werde. Für meinen Geschmack gibt es bei ihm immer viel zu viele Charaktere, von denen ich mir die meisten nicht so gut vorstellen kann.

Ich denke, dass dies einfach Geschmackssache ist und obwohl ich mir dessen bewusst bin, lande ich doch immer wieder bei Harlan Coben, in der Hoffnung, dass irgendwann einmal der Knoten platzt und ich richtiger Fan von ihm und seinen Büchern werden kann!

Schreiben kann Harlan Coben auf jeden Fall! Und das sogar gut. Der Spannungsaufbau, die Verstrickungen der einzelnen Personen und die Sprache sind absolut authentisch und deswegen wage ich ich mich immer wieder an ihn heran! Seine Leidenschaft für das Schreiben ist deutlich spürbar und das ist für mich als Leser/Autor immer am wichtigsten!




- Paul Copeland -

Paul Copeland ist Anwalt und das zieht sich auch durch die Geschichte. Wir erleben ihn hautnah bei einem Prozess, der ein wenig ausweglos erscheint und der eigentlich nichts mit der Hauptgeschichte zu tun hat. Hier sollen wir Paul und seine Eigenarten näher kennenlernen.

Paul ist ein recht harter, fast schon skrupelloser Charakter, der sich schnell festbeißt, wenn sein Interesse geweckt ist. So ist es auch, als plötzlich der damalige Freund seiner Schwester aufgefunden wird, der vor vielen Jahen im Wald verschwand. Kann es sein, dass auch Pauls Schwester noch am Leben ist?

Für mich war es absolut glaubwürdig, dass Paul plötzlich selbst anfängt zu ermitteln, besonders als die Eltern von Gil Perez bei der Anschauung der Leiche sagen, dass dies nicht ihr Sohn ist. Schnell wird klar, dass es hier so einige Geheimnisse gibt!

- Lucy Gold -

Auf der anderen Seite lernen wir Lucy kennen, die mir ein wenig lieber war als Paul. Lucy ist Professorin an einer Uni und plötzlich holt sie ihre eigene Vergangenheit ein. Schnell wird klar, dass sie in der Sache mit den vermissten Jugendlichen verwickelt ist!

Lucys Sicht war zu Beginn sehr spannend für mich, denn sie bekommt von einem "Studenten" einen Bericht, der beschreibt, was sie selbst damals in dieser verhängnisvollen Nacht gemacht hat. Leider verliert sich ihre Geschichte ein wenig, als die Paul trifft. Die Verbindung der beiden war für mich nicht ganz so verständlich!




Ein neuer Coben, ein neuer Versuch und ich muss sagen, dass ich wieder ab der Hälfte ein wenig den Faden verloren habe. Das größte Problem: Ich kann mir die ganzen Nebencharaktere nicht besonders gut vorstellen. Mir fehlt hier einfach das Kopfkino.

Die Geschichte rund um die 4 vermissten Teenager und das Geheimnis jener Nacht ist aber durchaus spannend und stimmig. Paul Copeland beginnt mit seinen Nachforschungen, da er wissen möchte, was mit seiner Schwester passiert ist. Er klammert sich an die Hoffnung, dass Camille noch am Leben sein könnte!

Glaubwürdig ist das ganze Buch auf jeden Fall und es gibt auch so einige sehr interessante Themen, die der Autor hier anspricht. Auch das Ende war relativ spannend, aber für einen geübten Krimi/Thrillerleser nicht mehr so recht überraschend!

Harlan Coben ist ein Autor, bei dem ich einfach keinen rechten Zugang finden kann! Er schreibt gut, aber etwas an seinem Stil scheint bei mir nicht auszureichen, um mir ein genaueres Bild zu machen! Ich bin gespannt, ob ich bald noch ein Buch von ihm lesen werde!




Ein typischer Coben, der durchaus spannend und realitätsnah ist. Leider habe ich ab der Hälfte wieder den Faden verloren und konnte nicht mehr so recht in die Geschichte eintauchen. Trotzdem muss ich rein objektiv sagen, dass Harlan Coben ein guter Autor ist und mit "Das Grab im Wald" eine gut durchdachte Geschichte aufs Papier gebracht hat!

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten.

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