Donnerstag, 15. September 2016

[Rezension] Weißer Schrecken - Thomas Finn

Titel: Weißer Schrecken
Autor: Thomas Finn
Genre: Horror, Roman
Verlag: Piper
Bereits gelesene Bücher des Autoren: Dark Woods (3 von 5)
Cover und Inhaltsangabe ©  Piper



"Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten … Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfes hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet."




Im letzten Monat habe ich Thomas Finn für mich entdeckt. Schon während ich selbst "Dark Woods" von ihm gelesen habe, waren mein Mann und ich in der Geschichte rund um"Weißer Schrecken" gefangen. Die winterliche Stimmung des Buches kam trotz sommerlicher Temperatur sehr gut rüber. Die Kälte war spürbar, genau wie der Schrecken, den dieses Buch verströmt.

"Weißer Schrecken" erinnert vom Aufbau an "Es" von Stephen King und ich denke, dass war auch die Absicht des Autoren. Ähnlich wie "Es" ist "Weißer Schrecken" in zwei Abschnitte geteilt, einmal die Vergangenheit, in der die Jugendlichen zusammen eine "unbekannte Macht" besiegen müssen und dann die Gegenwart, in der diese Macht erneut auftaucht. Auch die Charaktere ähneln im ersten Moment jenen aus "Es", entwickeln aber schließlich im Verlauf der Geschichte eigene Persönlichkeiten.

Im direkten Vergleich zu "Dark Woods" muss ich sagen, dass ich den Schreibstil in "Weißer Schrecken" angenehmer fand. Die jugendlichen Sichtweisen und Empfindungen liegen dem Autoren eindeutig mehr!




- Andreas, Robert, Niklas, Elke, Miriam -

Das sind unsere fünf Freunde, die in diesem Buch ihr kleines Abenteuer erleben. Elke und Miriam sind zwei Zwillingsschwestern, die aus einem recht strengen und gläubigen Haus kommen. Niklas ist der "dicke Außenseiter", der zwar irgendwie mit den anderen befreundet ist, aber keine so enge Bindung hat. Dann haben wir Andreas, der kleine Rebell, der um jeden Preis anders sein möchte! Und dann ist da noch Robert, der von allen gemocht wird, aber auch familiäre Probleme hat.

Ich mag Bücher mit Jugendlichen in den Hauptrollen und so fand ich auch die Geschichte von diesen fünf Freunden unsagbar spannend. Durch die verschiedenen Charaktere war es interessant, die verschiedenen Blickwinkel zu sehen, denn jeder der Fünf schlägt sich mit eigenen Problemen herum. Einigen Lesern wird das Buch an einigen Stellen vielleicht ein wenig lahm vorkommen, aber ich finde eine gute Charakterisierung in Büchern sehr wichtig. Ich möchte die Personen kennenlernen und kurzzeitig beim Lesen auch ein Teil von ihnen sein!




"Weißer Schrecken" ist meiner Meinung nach in erster Linie ein Jugendbuch mit leichtem Gruselfaktor. Obwohl der Autor den Vergleich zu "Es" auf jeden Fall beabsichtigt hat, ist dieses Buch doch ganz anders geworden - im positiven Sinne!

Die Geschichte der fünf Freunde hat uns sofort in den Bann gezogen und auch das Schrecken, das Perchtal alle vier mal vier Jahre heimsucht, war die ganze Zeit spürbar. Zu Beginn des Buches verströmt der Autor vor allem eine herrliche düstere Stimmung mit den Erzählungen vom Krampus und Knecht Ruprecht. Hier hat Thomas Finn regionale Bräuche verarbeitet und daraus das Grundgerüst der Geschichte gewebt. Und das nicht schlecht!

Die fünf Freunde müssen so einige Geheimnisse aufdecken und mit einigen Gefahren umgehen. So findet eine der Schwestern eine Leiche - die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Was hat es damit auf sich? Und warum will der Pfarrer, dass die Freunde mit ihm in den Wald gehen?

Mystery-Fans werden mit "Weißer Schrecken" ihre Freude haben. Das Buch bleibt bis zur letzten Seite überraschend und geheimnisvoll. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, wodurch die Geschichte für mich zu einem wahren Genuss wurde. Es ist zwar in erster Linie kein richtiger Horror, aber die Atmosphäre und besonders die Charaktere schaffen es doch, ein leicht unheimliches Gefühl zu erzeugen!




"Weißer Schrecken" ist ein Buch, das in erster Linie an "Es" von Stephen King erinnert, dann aber doch eine ganz andere Richtung ansteuert. Von mir eine klare Leseempfehlung für Mystery-Fans!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.



1 Kommentar:

  1. Joar, dieses Buch könnte auch mir gefallen. Muss ich mir gleich mal notieren. Danke Dir für die Vorstellung.

    ♥liche Grüße - Deine Lenchen

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