Dienstag, 21. März 2017

[Rezension] Das Leben ist nur ein Moment - Heike Fröhling

Titel: Das Leben ist nur ein Moment
Autor:  Heike Fröhling
Genre: Roman
Bereits gelesene Bücher der Autorin: keins
Cover und Inhaltsangabe © Tinte & Feder



"Im Nachlass ihrer Großmutter findet Isabell Hinweise auf eine rätselhafte Vergangenheit. Sie reist nach Island, um Antworten zu finden. Dort lernt sie den jungen Isländer Gabríel kennen, der ihr bei ihrer Spurensuche hilft. Gemeinsam mit ihm findet sie immer mehr Hinweise, dass ihre Großmutter nie die Frau war, die sie vorgab zu sein, und dass das Schicksal der Verstorbenen bis heute sogar ihr eigenes Leben bestimmt …"




Es war mal wieder Zeit für einen Roman über ein Familiengeheimnis und da ich mal Lust hatte, gedanklich nach Island zu reisen, fiel meine Wahl auf "Das Leben ist nur ein Moment" von Heike Fröhling. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gehört, fand aber Cover und Klappentext direkt ansprechend.

Der Stil dieser deutschen Autorin ist recht einfach und flüssig. Zu Beginn der Geschichte kam er mir zwar ein wenig eintönig vor, aber er hat sich in eine angenehme Richtung entwickelt und der Lesefluss war im späteren Verlauf auch kein Problem mehr. Vielmehr war es dann der Plot, der, trotz der kürze des Buches, doch nicht so recht Fahrt aufnahm ...




- Isabell -

Isabell findet, wie im Klappentext angedeutet, im Nachlass ihrer Großmutter eine Kiste, die ihr Fragen aufwirft. Sofort ist ihre Neugierde gepackt und sie reist, völlig überstürzt, nach Island, um der Vergangenheit ihrer Großmutter auf die Spur zu gehen.

Isabell ist unsere Gegenwarts-Perspektive und recht typisch für solche Romane wird hier nach und nach die Geschichte offenbart, die in der Vergangenheit ihren Anfang nahm und natürlich auch Isabells Leben beeinflusst.

Mit Isabell selbst wurde ich beim Lesen nicht so recht warm. Ich habe keinen rechten Bezug zu ihr finden können und deswegen blieb hier das Mitfiebern leider auf. Außerdem fand ich ihre viel zu überstürzte Art teilweise ein wenig unpassend.

- Emma -

Der Vergangenheitsstrang hat mir auf jeden Fall besser gefallen. Er ist intensiver, auch wenn ich mir hier mehr historische Fakten gewünscht hätte. Emma ist die Großmutter von Isabell und ihre Geschichte beginnt bereits zum Ende des zweiten Weltkriegs. Sie geht nach Island, um dort ein neues Leben anzufangen. Doch wird ihr das gelingen?

Echte Sympathie konnte ich auch zu Emma nicht empfinden, was aber auch an ihren Entscheidungen lag, die sie im Laufe des Romans trifft. Auch hier hat mir leider eine emotionale Bindung gefehlt!




Seit gut einem Jahr lese ich nun Bücher über Familiengeheimnisse und ich habe schon einige Autoren ausprobiert. Vielleicht war mein Fehler, mit Lucinda Riley anzufangen, denn dadurch habe ich im Kopf eine Art Messlatte, die ich immer wieder etwas herunterschrauben muss!

"Das Leben ist nur ein Moment" ist eine recht leichte Lektüre. Das Lesen fällt nicht schwer, die Story ist durchaus nachvollziehbar, hielt für mich aber kaum Höhepunkte parat. Leider konnten mich beide Liebesgeschichten nicht so recht packen und die ganzen Zusammenhänge waren zwar recht komplex, aber irgendwie auch schnell zu durchschauen.

Insgesamt ist die Geschichte recht kurz und das ist wohl der Grund, warum kein Platz da war, die Geschichte intensiv zu erleben. Für mich war da kein Raum für echtes Gefühl und es kam mir fast nur wie eine nette Nacherzählung von Erlebnissen vor. Ich war beim Lesen leider meilenweit von den Charakteren entfernt und konnte deswegen auch nicht mitfiebern!

Die Beschreibung Islands fand ich allerdings gelungen und das Buch hat auch ein paar echt schöne Momente, doch leider wirkte es auf mich teilweise sehr gehetzt, was wohl vor allem an der Länge lag.




"Das Leben ist nur ein Moment" ist wirklich ein netter Roman, der mir aufgrund der Kürze aber
kaum Möglichkeiten bot, mich näher mit den Charakteren auseinanderzusetzen. Island als Setting fand ich toll, doch der Plot konnte mich leider nicht so recht mit auf die Reise nehmen ...


Kommentare:

  1. Hallo Jessi,
    ich glaube wir haben uns schon mal darüber unterhalten, dass auch für mich die Charaktere in einem Buch sehr wichtig sind (?) Wenn ich mich so gar nicht mit dem Protagonisten identifizieren kann, dann wird es oft schon schwierig.

    Sehr schön finde ich allerdings, dass das Setting hier so gut gelungen ist. Gerade Island würde ich auch sehr gerne einmal etwas genauer kennenlernen.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hi Tanja :D

      Ja genau, ich möchte mich auch mit dem Protagonisten identifizieren, gerade bei solchen Büchern, ich mag zwar meistens auch auch sehr böse Charaktere sehr gerne, aber irgendwie müssen sie für mich immer etwas Besonderes sein.

      Aber ja, das Setting ist echt schön bei dem Buch, das mit den Charakteren aber sehr schade!

      Liebe Grüße
      Jessi

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  2. Guten Morgen liebe Jessi!

    Dieses Büchlein habe ich auch auf meiner Wunschliste. Island als Setting finde ich total ansprechend! Schade, dass es nicht alle deine Erwartungen erfüllen konnte. Ich werde dann wohl erst mal in die Leseprobe reinschmökern. Sicher ist sicher. ;)

    Liebste Grüße
    Nina von
    BookBlossom ♥♥♥

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    1. Hi Nina :D
      Ich hoffe echt, dass dir die Geschichte besser gefällt! Eine Leseprobe ist ja immer eine gute Möglichkeit, um reinzuschnuppern! :D

      Und das Setting war hier echt toll! :D

      Liebe GRüße
      Jessi

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