Donnerstag, 25. Mai 2017

[Rezension] Tödlicher Nebenjob - Heidi Oehlmann

Titel: Tödlicher Nebenjob
Autor:  Heidi Oehlmann
Genre: Roman, Thriller, Drama
Erscheinungsdatum: 17. Mai 2017
Anzahl der Seiten: 227
Cover und Inhaltsangabe © Heidi Oehlmann



Amelie ist verzweifelt, als ein Gerichtsvollzieher ihre Wohnung nach Wertgegenständen durchsucht und von ihr verlangt, die Schulden ihres Exfreundes zurückzuzahlen. Da sie als Verkäuferin nicht genug verdient, nimmt sie kurzerhand den Vorschlag ihrer Freundin Rike an und steigt in ein lukratives Dienstleistungsgeschäft ein. Zunächst scheinen sich ihre finanziellen Sorgen in Luft aufzulösen. Als dann aber nach und nach ihre Kunden ermordet werden, zweifelt Amelie an ihrem Nebenjob. Sie glaubt, selbst etwas mit den Morden zu tun zu haben. Kann sie wirklich die Täterin sein? Warum kann sie sich an nichts erinnern? Oder steckt vielleicht doch jemand anderes dahinter?




Wieder einmal durfte ich ein Buch einer von mir sehr geschätzten Autorin lesen. Heidi Oehlmanns Geschichten haben mich bereits in der Vergangenheit begeistern können, angefangen hatte ich mit der "Blind Dates und andere Katastrophen"-Reihe, die mich durch die lockere und leichte Art perfekt unterhalten konnte. Im Anschluss habe ich "Plötzlich ist alles anders - Das unbekannte Ich" von ihr gelesen, eine sehr traurige und persönliche Geschichte, die mich noch mehr mit Heidi Oehlmann und ihren Büchern verbunden hat, denn hier schreibt die Autorin ihre eigene Lebensstory nieder.

Mit "Tödlicher Nebenjob" hat Heidi Oehlmann einen echten Genre-Mix hingelegt. Als Leser wusste ich lange Zeit nicht, ob ich hier nun einen Roman, einen Thriller oder aber ein Drama mit psychologischen Elementen lese. Dieser Mix hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn dadurch wusste ich zu keinem Zeitpunkt, was als nächstes passierte. Auch der Stil der Autorin hat mich wieder einmal begeistern können, tolle Dialoge, viel Handlung, einige Wendungen und eine Auflösung, die mich als eingefleischter Thrillerfan tatsächlich noch überraschen konnte.




- Amelie -

Wie der Klappentext es bereits vermuten lässt, verfolgen wir hier Amelie, die sich vor einem finanziellen Trümmerhaufen wiederfindet. Sie soll die Schulden für ihren Ex-Freund, der sich einfach aus dem Staub gemacht hat, begleichen, doch da sie nur eine "einfache" Verkäuferin in einem Supermarkt ist, ist ihr dies natürlich nicht möglich. Der Gerichtsvollzieher macht Druck und sie gerät an einem "Nebenjob", der zwar lukrativ ist, allerdings auch einige Probleme mit sich bringt.

Amelie selbst ist recht naiv, was sich aber auch auf ihre Verzweiflung zurückführen lässt. Sie nimmt es erst einmal hin, dass sie die Schulden für ihren Ex bezahlen muss und versucht, ihr neues Leben in den Griff zu bekommen. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings, doch in welche Richtung?




Ich werde in dieser Rezension jetzt mal so richtig gemein sein, denn ich werde euch nicht verraten, um welchen Nebenjob es hier geht! Dies werdet ihr schon selbst herausfinden müssen! Es sei nur so viel gesagt: Heidi Oehlmann gibt hier Einblick in eine Branche, für die sich Amelie unter normalen Umständen wohl nicht interessiert hätte. Urplötzlich verdient die junge Frau nun aber einiges an Geld. Sie kann den Gerichtsvollzieher bezahlen, sich Dinge leisten und endlich ein enspannteres Leben führen. Doch zu welchem Preis?

Als Leser begleiten wir Amelie bei ihren neuen Job, müssen die eine oder andere peinliche beziehungsweise beklemmende Situation miterleben und wissen dabei doch nicht, wohin sich die Geschichte entwickelt. Besonders witzig fand ich die "Zufälle", die Amelie das Leben erst einmal schwer machen. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt!

Es passieren einige Morde im Verlauf der Story und ab hier wandelt sich das Buch von einem Roman in einen echten Psychothriller. Amelie beginnt an sich und ihrem neuen Job zu zweifeln. Wird sie etwa verrückt? Hat sie etwa etwas mit den Morden zu tun? Oder warum sonst trifft es in erster Linie ihre Kunden? Spielt da jemand mit ihr?

Ich fand das Ende und die Auflösung absolut überraschend, da ich die ganze Zeit eine andere Person im Verdacht hatte und den wahren "Täter" letztendlich gar nicht auf den Schirm hatte. Hier muss ich Heidi Oehlmann wieder einmal loben und hoffe, dass sie noch viele weitere Bücher dieser Art schreibt!




Heidi Oehlmann schreibt tolle Bücher, die sehr eigen sind und nicht dem Mainstream folgen!
"Tödlicher Nebenjob" ist ein überraschender Genremix, der mich echt begeistern konnte! Eine klare Empfehlung!


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