Mittwoch, 17. Januar 2018

[Rezension] Mr. Monster (Band 2) - Dan Wells

Titel: Mr. Monster
Autor:  Dan Wells
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2010
Anzahl der Seiten: 400
Cover und Inhaltsangabe © Piper

Achtung! Band 2 einer Reihe! Rezension enthält Spoiler!




"Mein Name ist John Cleaver. Ich bin 16 Jahre alt und lebe in Clayton County. Ich habe eine Mutter, eine Schwester und eine Tante. Ich mag lesen, kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun, um jeden Preis. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir. Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Anzeichen eines Serienkillers auf. Ich phantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Im Beisein von Toten fühle ich mich wohler als in der Nähe der Lebenden. Ich habe einen Dämon besiegt. Doch es gibt viele Dämonen da draußen. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten."




Nachdem ich euch vor ein paar Tagen "Bluescreen" von Dan Wells vorgestellt habe, geht es nun direkt mit "Mr. Monster" weiter. Beide Bücher habe ich zur selben Zeit gelesen, obwohl ich sagen muss, dass gerade beim Schreibstil Welten zwischen beiden Geschichten liegen.

Die "Ich-Perspektive" hat mir hier schon im ersten Teil gefallen, denn sie schafft jene Nähe, die bei "Bluescreen" leider komplett gefehlt hat. Als Autor weiß ich, wie schwer die "Ich-Perspektive" ist, weswegen ich Dan Wells Schreibstil hier absolut brilliant fand. Er hat es geschafft, einen Jungen, der eine dunkle, ja gar böse Seite besitzt, sehr sympathisch erscheinen zu lassen. Als Leser freunden wir uns mit John Wayne Cleaver an, nehmen an seiner recht vertörenden Gedankenwelt teil und können dennoch Verständnis für ihn aufbringen!




- John Wayne Cleaver -

Hach, habe ich in meiner letzten Rezension schon erwähnt, wie interessant ich John finde? Er ist kein normaler Junge, denn in ihm schlummert eine dunkle Seite, die er aber um jeden Preis verdrängen will. John Wayne möchte nämlich noch immer kein Serienkiller sein!

Toll an diesem Band fand ich, dass er merkt, dass er auch dazugehören kann. Da ist zum Beispiel Brooke, die er ja schon im ersten Teil recht anziehend findet. In dieser Geschichte kommt er ihr näher und es ist spannend zu sehen, dass er sich teilweise auch wie ein "normaler" Jugendlicher fühlen kann. Er schafft es, das Monster in ihm, im Zaum zu halten.




Nachdem der erste Teil durch die Mischung von Thriller und Paranormalen für mich bereits ein echtes Highlight war, musste ich auch direkt den zweiten Teil lesen. Die Geschichte spielt direkt nach den Geschehnissen des ersten Teils. Der "Clayton-Killer" ist verschwunden, auch wenn John natürlich weiß, was wirklich mit ihm passiert ist.

John Wayne versucht erst einmal, normal zu sein. Das ist aber schwerer als gedacht. Seine Mutter möchte mit ihm über die Vorkommnisse nicht sprechen und hat klare Regeln aufgestellt, die verhindern sollen, dass John die Kontrolle verliert. Lauren, Johns Schwester, bringt einen neuen Kerl mit zu einem Familienessen, was sich als harte Probe entpuppt. Curt ist nämlich nicht unbedingt der Freund, den sich eine Mutter für ihre Tochter wünscht ...

Johns Famillienleben ist also mal wieder recht kompliziert, hinzu kommt, dass sich Brooke scheinbar für John interessiert und so kommt es zu einem Date zwischen den beiden. Dies fand ich besonders interessant, da John hier zeigt, wie stark er ist. Er will niemanden verletzten, obwohl der Drang in ihm immer stärker wird.

Natürlich taucht auch wieder ein Serienmörder in Clayton auf. Es werden mehrere Leichen gefunden, doch John kommt dieses Mal nicht dazu, echte Nachforschungen anzustellen, denn der "Killer" scheint es wieder auf ihn abgesehen zu haben. Für meinen Geschmack ging alles hier etwas zu schnell, auch wenn ich die Auflösung, was die Identität des Mörders betrifft, wieder einmal absolut überraschend fand. Ich hätte mit einer ganz anderen Person gerechnet.

Das Ende fand ich dann auf jeden Fall wieder sehr fesselnd, allerdings muss ich sagen, dass mir manche Dinge einfach zu schnell gingen. Gerade was den großen Showdown am Ende angelangt, hätte ich mir noch etwas mehr Spannung gewünscht. Meiner Meinung hätte die Geschichte hier noch gut 100 Seiten länge sein können!




Der zweite Band der Reihe rund um John Wayne Cleaver konnte mich auf jeden Fall wieder überzeugen. Die Mischung aus Thriller und Paranormalen finde ich absolut toll, nur hätte in "Mr. Monster" der große Showdown gerne etwas länger sein dürfen. Alles wirkt auf den letzten 100 Seiten recht schnell abgearbeitet! Dennoch kann ich das Buch empfehlen, auch wenn ich den ersten Teil etwas stärker fand!

Montag, 15. Januar 2018

[Rezension] Bluescreen (Ein Mirador-Roman) - Dan Wells

Titel: Bluescreen
Autor:  Dan Wells
Genre: Roman, Sci-Fi
Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2016
Anzahl der Seiten: 368
Cover und Inhaltsangabe © Piper


" Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte ..."




Nachdem ich vor kurzem in "Ich bin kein Serienkiller" von Dan Wells ein echtes Highlight gefunden habe, bin ich auf der Suche nach anderen Büchern von ihm auf "Bluescreen" gestoßen. In erster Linie hörte sich der Roman für mich hier nach einer interessanten Dystopie an, also habe ich dieses Buch zeitgleich mit "Mr. Monster", ebenfalls von Dan Wells gelesen.

Überrascht hat mich erst einmal der Schreibstil: In "Bluescreen" verfolgen wir das Geschehen aus der dritten Person, was ich erst einmal schade fand. Bei "Ich bin kein Serienkiller" hat mir besonders die Nähe durch die "Ich-Perspektive" gefallen. Das war hier nun nicht gegeben.

Ich muss sagen, dass ich Dan Wells Stil hier nicht wiedererkannt habe und leicht enttäuscht war, wie zäh sich die Geschichte doch angefühlt hat und wie langsam sie in Fahrt kam. Ich denke, dass dies vorwiegend an der Beschreibung der Welt lag und an den vielen technischen Begriffen ...




- Marissa -

Es fällt mir hier etwas schwer, einzelne Charaktere zu beschreiben, da mir niemand so richtig nah kam. Marisa ist aber unsere Protagonistin, sie ist praktisch die Heldin dieses Romans.

Natürlich ist sie eine begnadete Hackerin und hier fing auch schon mein Problem mit ihr an: Ich konnte teilweise gar nicht so recht nachvollziehen, was sie in dieser "virtuellen Welt" alles tut, da mir hier einfach das Hintergrundwissen gefehlt hat.

Auch war sie mir teilweise zu perfekt, zu geradlinig und daher auch etwas zu eindimensional. Das ganze Buch beschäftigt sich nur mit der Droge und dem Herausfinden, was jetzt genau dahinter steckt und Marisa begibt sich sozusagen auf die Suche nach Antworten. Auch die Abschnitte, in denen sie "Overworld" spielt und das natürlich absolut perfekt, konnten mich nicht vom Hocker reißen.




Ich muss zugeben, dass ich bei "Bluescreen" in erster Linie eine Dystopie erwartet habe, was vermutlich hier ein großer Fehler war, denn schon nach den ersten Seiten war ich maßlos überfordert. Statt auf eine interessante Zukunftskritik zu treffen, nehmen wir erst einmal an einem Online-Spiel teil, das sich als normales Ballerspiel entpuppt. Als wir dann aber in die "echte" Welt katapultiert werden, stellen wir schnell fest, wie stark das Online-Leben die Menschen beeinflusst.

Beinahe alle Leute tragen ein Implant im Kopf, das sogenannte Djinni, das es einem ermöglicht, rund um die Uhr mit dem Internet verbunden zu sein. Klingt anstrengend? Ist es auch ... So spielt sich das ganze Internet in dieser Welt direkt vor den eigenen Augen ab, die Leute steuern alles direkt mit ihrem Kopf, wodurch natürlich auch die "echte Welt" mit dieser virtuellen Welt kollidiert.

Das Djinni ist auf jeden Nutzer abgestimmt, es gibt Werbung, egal wohin man tritt und natürlich lässt sich das gesamte Leben über diesen Internetzugang regeln. Dieser technische Fortschritt bringt aber auch Schattenseiten mit sich: Es gibt immer weniger Arbeitsplätze, weil die Technik praktisch alles übernimmt, sei es das Putzen oder aber die Lieferung von Essen.

Klingt erst mal nach einer interessanten Welt? Ja, wäre da nur nicht die fehlende Kritik. In diesem Roman akzeptieren nämlich alle, unsere Protagonistin eingeschlossen, dieses System und deswegen wird auch kaum etwas in Frage gestellt. Vielmehr geht es nun um die Droge "Bluescreen", die dieses ach so tolle Leben bedroht.

Puhh, ich muss sagen, dass ich das Buch fast eine Woche mit mir herumgeschleppt habe und immer gehofft habe, dass jetzt doch noch irgendwas kommt. Die Grundidee mit diesem technischen Fortschritt ist gut, wenn auch nicht neu, aber mir fehlte es hier einfach an einer kritischeren Betrachtung.

Hinzu kommt leider, dass ich mir die Welt kaum im Ganzen vorstellen konnte. Meiner Meinung nach gab es einige Ungereimtheiten bezüglich der verwendeten Technik, aber ich möchte mich hier auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da es leider so gar nicht mein Interessengebiet ist. Ich war beim Lesen an vielen Stellen auf jeden Fall stark überfordert und ich hätte mir echt gewünscht, mehr Erklärungen zu bekommen.

Geschockt war ich, als ich gelesen habe, dass "Bubble Tea" das supercoole Getränk der Zukunft sein soll. Ernsthaft? Ist der Trend um dieses klebrige und ungesunde Zeug nicht längst vorüber? Und warum kleiden sich die Jugendliche in diesem Buch so sonderbar? Und die Frage aller Fragen: Was sollte der Handlungsstrang mit diesem Onlinespiel? Sollte es nur irgendwie das Buch füllen?

Auch Emotionen kann das Buch leider nicht bieten, was noch ein großer Kritikpunkt ist. Die Freunde sind allesamt nicht so recht sympathisch und besitzen überhaupt keinen Hintergrund, weswegen das Gemeinschaftsgefühl bei mir leider nicht aufkam. Die Geschichte ist zwar an einigen Stellen recht spannend, doch die langweiligen Abschnitte überwiegen leider, sodass ich leider überhaupt nicht in den Lesefluss kam. Schade, denn eigentlich hat es Dan Wells echt drauf!




"Bluescreen" wirkte auf mich wie eine wild zusammengewürfelte Zukunftsvision, die leider keine kritische Betrachtungsweise bietet. Der technische Fortschritt steht im Mittelpunkt dieses Romans, der wohl nur von Computerfreaks vollständig verstanden werden kann. Die Geschichte rund um die Droge "Bluescreen" ist spannend, aber die Welt zu einseitig und die Charaktere leider viel zu farblos. Echt schade!



Samstag, 13. Januar 2018

[Rezension] Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 02 - Die Moriarty-Akte

Titel: Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 02 - Die Moriarty-Akte
Genre: Spiele-Comic
Erscheinungsdatum: 2017
Anzahl der Seiten: 275
Cover und Inhaltsangabe © Pegasus Spiele



Heute stelle ich euch einmal wieder einmal ein Buch der besonderen Art vor. Der erste Teil des "Spiele-Comics" von Pegasus Spiele hat mich im letzten Jahr, in dem ich auch meine große Leidenschaft für Sherlock Holmes entdeckt habe, regelrecht vom Hocker gehauen. Die Idee, einen Comic mit diesem typischen "Abenteuerspielebüchern" zu verbinden, hat mir ausgesprochen gut gefallen und die ganzen Rätsel fand ich kniffelig und überaus genial!

Auffallend ist erst einmal der Zeichenstil: Im ersten Teil war er kindlicher gehalten, im zweiten ist er düsterter und das hat mir eindeutig viel besser gefallen!

An der Seite von Sherlock Holmes und Watson haben wir im ersten Teil vier Fälle lösen müssen, im zweiten Teil sind es zwar nur drei, aber diese sind intensiv und sehr gut konstruiert.

Die Spielmechanik wird im zweiten Teil nur kurz erläutert, es gibt aber dieses Mal kein Tutorial, weswegen ich Anfängern im Bereich der Abenteuerspielebücher empfehlen würde, erst den ersten Teil auszuprobieren.

Wie gehabt können wir uns den Ermittler aussuchen, allerdings gibt es ein großes Highlight in diesem Teil: Ab dem zweiten Teil können wir auch Moriarty, als Sherlocks Erzfeind wählen, der eine besondere Fähigkeit hat: Er kann Leute bedrohen, um ihnen ein Geheimnis zu entlocken!

Ich bin die Fälle zusammen mit meinem Mann angegangen und wir hatten viel Spaß dabei, alles zu rekonstruieren. In der ersten Geschichte haben wir uns für Sherlock Holmes entschieden, der deutlich schwerer ist, da er den Verdächtigen "nur" drei Fragen statt vier stellen darf. Ich bin allerdings so ein großer Fan, das ich einfach in seine Rolle schlüpfen musste.

Der erste Fall hat es hier bereits in sich. Es gibt viele kleine Rätsel, die wir lösen müssen und die uns Stück für Stück der Lösung näher bringen. Außerdem müssen wir in der Rolle des Ermittlers selbst eins und eins zusammenzählen, ganz gleich wie viele Hinweise wir überhaupt gefunden haben! Zusätzlich sammeln wir hier Edelsteine, die uns am Ende noch behilflich sein werden!

Wir müssen sagen, dass die Rätsel hier deutlich schwerer sind als die im ersten Teil. Wir sind auf einige Dinge gekommen, andere Details konnten wir nicht einordnen. Die Stories sind auf jeden auf dem Niveau der Geschichten von Arthur Conan Doyle!

Den zweiten Fall sind wir dann mit Moriarty angegangen, was ebenfalls tierischen Spaß gemacht hat. Hier verlassen wir den Zug, der hier im Zentrum aller Fälle steht, kurz und müssen den Mord am Bankdirektor aufklären. Dieser Fall war auch der einzige, den ich fast vollständig lösen konnte!

Der letzte Fall war dann aber mein absoluter Favorit. Es geht um eine vermisste Prinzessin und auch hier waren wir auf der richtigen Spur, waren dann aber doch überrascht, was die Auflösung angeht. Ich würde sagen, dass die Fälle recht schwer sind, mit einigem Überlegen aber dennoch lösbar. Natürlich kommt es auch hier wieder einmal darauf an, welche Hinweise gefunden werden und was die Verdächtigen einen erzählen!

Hier kommen wir auch zu unserem einzigen Kritikpunkt, der uns aber gerade zu Anfang extrem verwirrt hat: Wiggins. Wer zur Hölle ist Wiggins? Immer wieder wird erwähnt, dass einzelne Dinge nur mit Wiggins gefunden werden können, doch leider treffen wir Wiggins nirgends ... Gerade am Anfang waren wir deswegen so verwirrt, dass wir viele Wege doppelt gegangen sind, um zu schauen, ob wir etwas übersehen haben ... Leider klärt der Verlag erst am Ende auf, dass es sich bei Wiggins um einem Charakter handelt, den sie auf Spielemessen verteilt haben, der also für den normalen Leser erst einmal nicht auffindbar ist ...

Die Sache mit Wiggins war echt schade und hat uns ein wenig verärgert, aber letztendlich hat doch der Spielspaß überwogen und wir freuen uns schon jetzt auf einen weiteren Teil, in dem hoffentlich wieder Moriarty mit dabei ist!



Drei wahnsinnig knifflige Fälle, die wir hier an der Seite von Sherlock Holmes, Watson oder Moriarty lösen müssen. Alle drei Geschichten haben das Niveau der alten Holmes-Stories und haben mich als riesiger Fan absolut überzeugen können. Die Sache mit Wiggins, der für den normalen Leser nicht auffindbar ist, hätte eigentlich einen Abzug verdient, aber ich hatte solch einen großen Spaß und so viele tolle Ratestunden, dass ich dem Verlag dies verzeihe! Weitere Spiele-Comics mit Sherlock Holmes bitte!

Donnerstag, 11. Januar 2018

[Rezension] Die Kälte des Feuers - Dean Koontz

Titel: Die Kälte des Feuers
Autor:  Dean Koontz
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1991
Anzahl der Seiten: 446
Cover und Inhaltsangabe © Heyne



"Jim riskiert sein Leben, um einen kleinen Jungen zu retten. Bereits das sechste Mal war er als Lebensretter in letzter Sekunde zur Stelle. Doch Jim leugnet, übernatürliche Kräfte zu besitzen – ein schrecklicher Irrtum, wie sich bald herausstellt ..."




Dean Koontz hat neben Stephen King und Richard Laymon meine Jugend geprägt. Seinen Stil fand ich schon immer toll und einmalig, auch wenn ich zugeben muss, dass ich finde, dass er sich am Ende seiner Geschichten immer etwas verirrt. Dieses Gefühl hatte ich bereits bei "Das Nachthaus" und "Irrsinn".

Mit "Die Kälte des Feuers" hat Dean Koontz auf jeden Fall wieder eine tolle und interessante Geschichte verfasst, die teilweise sehr actionreich ist und fast gänzlich auf Horrormomente verzichtet.




- Jim Ironheart -

Jim rettet Menschen - wie ferngesteuert wird er an verschiedene Orte geführt und bewahrt dort "ausgewählte" Leute vor dem sicheren Tod. Das ist Jims einzige Lebensaufgabe, die er einfach angenommen hat, ohne sie zu hinterfragen. Doch was steckt wirklich hinter dieser "Gabe"?

Jim als Charakter fand ich sehr interessant. Er symbolisiert hier den typischen Superhelden, der seine Aufgabe einfach angenommen hat, ohne sie so recht zu hinterfragen. Erst mit der Journalistin Holly Thorne kommt er auf die Spur des wahren Ursprungs seiner "Gabe" ...

- Holly Thorne -

Interessant, aber teilweise etwas zu konstruiert empfand ich die zweite Protagonistin dieser Geschichte, nämlich Holly Thorne. Sie ist Journalistin, die allerdings nur über Dinge schreibt, die sie gar nicht interessieren. Den Job hat sie sich eindeutig anders vorgestellt, träumt sie doch davon, einen Pulitzer Preis zu erhalten.

Sie führt in diesem Buch Jim zu der Wahrheit, was vielleicht auch an ihrer Art liegt, alles zu hinterfragen und alles wissen zu wollen. Obwohl ich sie mochte, fand ich ihre Rolle in der Geschichte als ein wenig eindimensional, auch die Liebesgeschichte hat das nicht retten können ...




In der ersten Hälfte des Buches begleiten wir erst einmal Jim, der verschiedene Leute rettet. Er hat dabei jedes Mal "Anfälle", bei denen er erstarrt und plötzlich weiß, dass er irgendwo gebraucht wird. Dabei wird er allerdings wie von einer höheren Macht gelenkt einfach auf die Reise zu schicken - ohne zu wissen, was er dort eigentlich tun soll.

Zu Beginn der Geschichte rettet er so einen Jungen - wird dabei aber von der Journalistin Holly Thorne beobachtet, die später noch Nachforschungen anstellt und dann herausfindet, dass Jim an verschiedenen Rettungsaktionen beteiligt ist.

Es hat Spaß gemacht, Jim bei seinen "Missionen" zu begleiten. Sie sind alle sehr unterschiedlich, allerdings sehr spannend. (Besonders die Szenen im Flugzeug haben mir gut gefallen!)

Nach der Hälfte ändert sich das Buch allerdings und es geht vielmehr darum, mit Holly und Jim herauszufinden, was jetzt genau dahinter steckt. Sie tauchen dabei in die Vergangenheit und kommen der Wahrheit Stück für Stück näher ...

Wie ich bereits zu Beginn erwähnt habe, verliert sich Dean Koontz in vielen seiner Geschichten irgendwann. Es wirkt manchmal so, als wüsste er selbst nicht so genau, wie er all das zuende bringen soll. Das ist leider auch hier der Fall. Teilweise verstrickt er sich so sehr, dass das Buch etwas seinen Sog verliert und streckenweise etwas langweilig wirkt, als verschiedene Erklärungen der Geschehnisse offenbart werden.

Die letztendliche Auflösung, was jetzt hinter Jim und seiner "Gabe" steckt, fand ich toll und passend, der Weg dahin war aber teilweise etwas langatmig. Gerade die Spannung von Jims Rettungsaktionen geht am Ende etwas verloren ...




"Die Kälte des Feuers" ist mal wieder so ein typischer Dean Koontz, bei dem der Anfang stärker als das Ende ist. Die Idee ist gut, der Sog am Anfang echt stark und deswegen empfehle ich das Buch trotz meiner kleinen Kritik weiter! Es sollte bloß kein Horrorroman erwartet werden!





Dienstag, 9. Januar 2018

[Re-Read] Bis(s) zur Mittagsstunde (Band 2) - Stephenie Meyer

Titel: Bis(s) zur Mittagsstunde
Autor:  Stephenie Meyer
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2007
Anzahl der Seiten: 560
Cover und Inhaltsangabe © Carlsen




"Für immer mit Edward zusammen zu sein – Bellas Traum scheint wahr geworden! Kurz nach ihrem 18. Geburtstag findet er jedoch ein jähes Ende, als ein kleiner, aber blutiger Zwischenfall ihr fast zum Verhängnis wird. Edward hat keine andere Wahl: Er muss sie verlassen. Für immer. Bella zerbricht beinahe daran, einzig die Freundschaft zu Jacob gibt ihr die Kraft weiterzuleben. Da erfährt Bella, dass Edward in höchster Gefahr schwebt. Und sein Schicksal liegt in ihren Händen. Sie muss zu ihm, rechtzeitig, bis zur Mittagsstunde …."



Ich hatte mir ja vorgenommen, die Twilight-Saga, die mich in jungen Jahren so sehr begeistert hat, noch einmal zu lesen. Jetzt bin ich auch schon beim zweiten Band angelangt und muss wieder einmal sagen, dass mich Stephenie Meyer trotz ihres recht einfachen Schreibstils auch heute noch überzeugen konnte!

Ich finde, gerade ihr Stil hat sich im Laufe der Reihe enorm entwickelt - Weswegen er hier auch an einigen Stellen ausbaufähig ist, aber dennoch davon zeugt, dass sie voll und ganz hinter ihrer Geschichte steht!




- Bella -

Viele Leser mögen Bella aufrund ihrer leicht melancholischen Art nicht. Mir persönlich gefällt diese Art unglaublich gut, weil ich mich super damit identifizieren kann. Manchmal wirkt sie zwar etwas desinteressiert, besonders wenn sie mit ihren Klassenkameraden etwas unternimmt, aber ich kann Bellas Trauer über Edwards Trennung in diesem Buch sehr gut verstehen!

-Jacob -

Auch Jacob rückt hier in den Fokus der Geschichte und ich muss sagen, dass er mir in den Büchern echt sympathischer ist als in den Filmen! Er tröstet Bella hier und bringt sie auf andere Gedanken, es ist jedoch spürbar, dass er viel mehr für sie empfindet!

Jacob bekommt hier natürlich auch seine eigene Geschichte, denn auch entdeckt eine andere, eine dunkle Seite an sich!

- Edward -

Edward verschwindet, nachdem er und Bella ein paar wundervolle Monate verbracht haben. Teilweise konnte ich seine Entscheidung nicht nachvollziehen, da er ihr hier doch erst Hoffnungen gemacht hat, sie dann aber verlässt ...




Ich weiß noch, wie sehr mich dieser Teil als Jugendliche aufgewühlt und zerrissen hat! Edward verlässt Bella? Ernsthaft? Ich muss sagen, dass ich auch heute, mit 27, noch immer nicht verstehen kann, wie er ihr das antun konnte, was jetzt auch dazu geführt hat, dass ich diesen Teil als den schwächsten der Reihe empfand. Über unzählige Seite gibt es hier nämlich keinen Edward mehr und Bella ist wieder auf sich allein gestellt ...

Bella ist innerlich total zerrissen und existiert eigentlich nur noch vor sich hin, wofür ich echt Verständnis hatte. Hier spricht die Autorin auf jeden Fall den typischen Trennungsschmerz an, den wohl viele Jugendliche kennen. In so jungen Jahren ist man stets auf der Suche nach der großen Liebe, die am besten für immer halten sollte. Das erste Verlassen-werden hinterlässt hier tiefe Wunde!

Wir erleben in diesem Teil, wie Bella sich ablenkt, wie sich ihre Freundschaft zu Jacob entwickelt, wie sie sich aber dennoch weiterhin an Edward klammert. Wird er zu ihr zurückfinden?

Ich konnte das Buch genießen, auch wenn ich, wie gesagt, die anderen Teile besser fand, einfach weil ich Bella nur an der Seite von Edward sehen kann. Ich kann wohl einfach nichts dagegen tun, aber ich werde immer Team Edward sein!



"Bis(s) zur Mittagsstunde" ist ein Buch, das mich schon als Jugendliche aufgewühlt hat. Wie kann sich Edward nur von Bella trennen? 

Sonntag, 7. Januar 2018

[Rezension] GötterFunke - Hasse mich nicht (Band 2) - Marah Woolf

Titel: GötterFunke - Hasse mich nicht
Autor:  Marah Woolf
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
Anzahl der Seiten: 464
Cover und Inhaltsangabe © Dressler

ACHTUNG! TEIL 2 EINER TRILOGIE! REZENSION ENTHÄLT SPOILER!



"Das neue Schuljahr beginnt und Jess versucht, Cayden zu vergessen, nach allem, was er ihr angetan hat. Aber Zeus und seine Götter haben anscheinend andere Pläne, und schon am ersten Schultag steht Cayden plötzlich vor ihr. Schwebt Jess etwa in Gefahr? Ist Agrios ihr womöglich nach Monterey gefolgt? Jess möchte nicht in den Kampf der Götter hineingeraten, sondern wünscht sich ein ganz normales Leben. Aber was ist schon normal, wenn man die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und vor allem: Wie lange kann sie Cayden wirklich hassen?"



Endlich habe ich es geschafft, den zweiten Teil von „Götterfunke“ in Angriff zu nehmen. Vor ein paar Monaten habe ich den ersten Band gelesen und war, obwohl ich Göttersagen sonst weniger interessant finde, doch sehr angetan von der Geschichte.

Besonders mochte ich die Verschmelzung dieser Göttersagen mit einer sehr jugendlichen und modernen Geschichte, in der es natürlich auch um die Liebe geht. Im zweiten Band kehren wir nun mit Jess von dem Feriencamp zurück und müssen feststellen, dass die Götter nun auch an ihrer Highschool ihr Unwesen treiben.



- Jess -

Ich mag Jess nach wie vor, auch wen ich sagen muss, dass sie mir manchmal doch recht verloren vorkommt. In diesem Buch gerät sie hier auch zwischen die Fronten. Sie hat natürlich allen Grund, sauer auf die Götter und besonders auf Cayden zu sein, haben sie ihr doch nie die Wahrheit gesagt.

Jess tat mir teilweise auch leid, weil sie noch immer nicht von Cayden fortkommt und jetzt auch wieder einmal mit ansehen muss, wie er zahlreiche andere Mädchen aufreißt. Ihre Liebe zu ihm muss hier allerdings tatsächlich unendlich sein, so viel wie sie hier erträgt …


- Die Götter -

Nun haben wir hier wieder die Götter, die zwar versprochen haben, für immer zu verschwinden, nun aber doch bei Jess in der Schule auftauchen. Cayden/Prometheus ist bereit für die nächste Wette und lässt mal wieder nichts anbrennen. Auch wenn ich seine Hintergrunde rund um seinen Wunsch, ein Mensch zu sein, verstehen kann, so fand ich ihn hier doch an einige Stellen echt nervig und sehr verletzend.

Natürlich treffen wir auch wieder auf Zeus, Hera, Apollo, Athene und eine Vielzahl anderer Götter. Besonders viel Sympathien konnte ich den Göttern hier aber nicht mehr entgegenbringen, da sie Jess weiterhin belügen und teilweise sogar in Lebensgefahr bringen! Es sind eben immer noch Götter, die das Wohl der Menschen recht wenig zu interessieren scheint. Zeus geht es zum Beispiel nur um seine Macht und die Verteidigung seines Throns …

- Robin -

Obwohl Robin hier eher Randfigur ist, muss ich sie doch erwähnen. Ich fand sie im ersten Teil schon absolut unmöglich, aber hier hat es sich tatsächlich noch gesteigert. Sie gehört definitiv zu den Hasscharakteren schlechthin.

Nachdem sie im letzten Band mit Cayden geschlafen hat und Jess damit verletzt hat, mutiert sie hier zum absoluten Miststück. Ihr einstige beste Freundin ist ihr vollkommen egal und zum Glück erkennt Jess dann doch noch, wie sehr sie sich zuvor in Robin getäuscht hat …




Der erste Teil von „Götterfunken“ hat mich vor wenigen Monaten wirklich begeistern können, besonders weil es nicht die typische Liebesgeschichte ist, sondern mit viel Herzschmerz verbunden ist. Wir haben hier einen Gott, der unbedingt ein Mensch sein will und deswegen eine Wette mit Zeus abgeschlossen hat. Er muss Mädchen aufreißen, sie so sehr um den Finger wickeln, bis diese mit ihm schlafen wollen und dann eine Abfuhr bekommen. Doch alle Mädchen stehen auf ihn und niemand hat ihm bis jetzt eine Abfuhr erteilt …

Im ersten Band hat Cayden/Prometheus, besagter Gott, mit Robin geschlafen, der besten Freundin von Jess. Das ist erst einmal der Anfang von diesem Buch. Die Götter sind weg und Jess steht vor den Scherben der einstigen Freundschaft und ihrer "Liebe". Unmöglich und nicht nachvollziehbar fand ich die Tatsache, dass Jess sich am Anfang ernsthaft bei Robin entschuldigen wollte … Sie ist wirklich viel zu gutherzig!

Der ganze Trubel vom Feriencamp geht weiter, als die Götter in der Schule auftauchen. Runde zwei der Wette beginnt und Cayden/Prometheus lässt wirklich nichts anbrennen. Ich konnte Jess und ihren Hass ihm gegenüber verstehen, auch wenn ihre Liebe unendlich stark zu sein scheint. Sie muss hier einiges ertragen und schafft es leider auch nicht, sich von den Göttern fernzuhalten, denn anscheinend hat sie, in ihrer Rolle als Diafani, die Fähigkeit, Zeus im Kampf gegen seinen Sohn Agrios zu helfen. Dieser will nämlich noch immer die Herrschaft haben und die Menschheit zerstören!

„Götterfunke, Hasse mich nicht“ ist auf jeden Fall wieder sehr abwechslungsreich. Es gibt wieder einige Gefahren, denen sich Jess stellen muss und einige tolle und intensive Momente zwischen ihr und Cayden. Ich habe selbst angefangen Cayden und diese ganze Wette zu verabscheuen, denn sie bringt hier tatsächlich nur Leid. Irgendwann kam ich allerdings an einen Punkt, an dem ich tatsächlich gehofft habe, dass Jess endlich von Cayden los kommt, es ist irgendwie eine Liebesgeschichte, die von Anfang an unter keinen guten Stern stand und die ich irgendwie auch nicht mit einem Happy End sehen kann.

Toll fand ich, dass hier auch die Mutter von Jess thematisiert wird, die selbst Probleme hat, aber endlich für ihre beiden Kinder da sein möchte. Durch sie entwickelt sich auch Jess und zeigt endlich einmal Stärke.

Auch wenn mich dieser Band wieder gut unterhalten hat, muss ich sagen, dass mir der erste doch um einiges besser gefallen hat. Dort konnte konnte ich Cayden wenigstens halbwegs verstehen, hier in diesem Teil habe ich ihn regelrecht gehasst, genau wie Robin, die sich hier wirklich absolut daneben und unfair benimmt … Warum hat Jess sie im ersten Teil nur gerettet?

Interessant waren allerdings die ganzen Götterlegenden, die auch hier wieder Teil der Geschichte sind. So wird beispielsweise der Krieg von Troja oder die Büchse der Pandora thematisiert. Auch der Handlungsverlauf ist sehr spannend gehalten, auch wenn eine „Wendung“ dann doch schon sehr früh abzusehen war … Das Ende hat mir aber gefallen, denn dieses macht auf jeden Fall Lust auf den dritten Band!




Jess muss sich ein weiteres Mal mit den Göttern herumschlagen, obwohl sie endlich von Cayden/Prometheus lösen möchte. Alles geht hier drunter und drüber, die Göttersagen sind perfekt in die jugendliche Geschichte eingefügt und es gibt einige sehr spannende Momente und einen tollen Showdown … Nur Cayden kann ich nach diesem Band einfach nicht mehr sympathisch finden …

Freitag, 5. Januar 2018

[Jahresrückblick] Mein Lesejahr 2017

Jetzt ist das Jahr auch schon um und ich blicke auf ein sehr interessantes, wenn auch recht chaotisches Jahr zurück, das ich so mit Sicherheit nicht erwartet hätte. Wie einige von euch ja mitbekommen haben, ging es bei mir privat drunter und drüber, ich habe einige Entscheidungen getroffen, die vielleicht nicht so klug waren, habe 1,5 Monate im Auto gelebt und viel über die Welt und das System nachgedacht. Dabei habe ich aber auch viel geschrieben, unter anderem eine Dystopie, die hoffentlich in diesem Jahr erscheinen wird. (Wenn sie nicht von den Selbstzweifeln aufgefressen wird!)

Natürlich ging es auch was meine gelesenen Bücher angeht auf eine echte Achterbahnfahrt. Ich hatte, wie wohl jeder andere auch, viele Highlight, ein paar Flops, die wohl immer dazu gehören, aber auch jede Menge Spaß mit Büchern, die zwar im Mittelfeld lagen, aber dennoch großen Spaß gemacht haben.

Obwohl ich Statistiken hasse (es hat ja was mit Mathe zu tun! :P), habe ich mal gezählt und bin auf 111 Bücher gekommen, die ich 2017 gelesen habe.

14 dieser Bücher habe ich mit 5+ bewertet, was bedeutet, dass sie auf jeden Fall zu den Jahreshighlight gehören. Ich werde jetzt hier aber nicht nur meine Jahreshighlihts ehren, sondern auch alle Charaktere, Buchmomente und Ideen, die mir besonders gefallen haben!




Cover © Carlsen
Hier muss ich einfach Lily aus "PS: Ich mag dich"  von Kasie West nennen, weil ich das Gefühl hatte, sie wäre meine Zwillingsschwester. Sie war mir extrem ähnlich, auch wenn ich selbst keine Songs (mehr) schreibe. Lily war etwas melancholisch, etwas in sich gekehrt, aber dennoch nach außen hin etwas verrückt. Sie hat ihren eigenen Style und pfeift auf die Meinung von anderen. Das hat mich beeindruckt und ich muss sagen, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, mit ihr verbunden zu sein!




Cover © Ullstein
Ben Richards aus "Menschenjagd" von Stephen King hat mich in diesem Jahr extrem bewegt. Obwohl das Buch teilweise sehr actiongeladen ist, besitzt es eine tolle Gesellschaftskritik und einen überaus starken Protagonisten, der aber irgendwann einsehen muss, dass ein Mensch allein das System nicht umkrempeln kann!

Was mich besonders an ihm fasziniert hat, war seine Art, dem System dennoch den Kampf anzusagen, obwohl er genau wusste, dass er nur verlieren konnte. Ein starker Charakter!




Hier muss ich gleich mehrere "Momente" nennen, denn in diesem Jahr habe ich endlich meine Liebe zu Sherlock Holmes entdeckt und meine liebsten Buchmomente habe ich tatsächlich an der Seite von Sherlock Holmes und Watson verbracht! Mit ihnen gemeinsam habe ich zahlreiche Fälle gelöst, habe mich Moriarty gestellt und habe geweint, als es mal wieder richtig brenzlig für unseren Lieblingsdetektiven wurde!



Cover © Heyne

Katherine van Wyler aus "Hex" von Thomas Olde Heuvelt war auf jeden Fall der gruseligste Charakter in diesem Jahr! Hier geht es um eine Kleinstadt, in der eine Hexe umhergeht, die von allen einfach ignoriert werden muss. Ich hatte ständig eine Gänsehaut, als die Hexe irgendwo aufgetaucht ist, denn sie steht einfach nur rum. Stellt euch nur mal vor, ihr liegt abends friedlich im Bett und plötzlich steht sie direkt neben euch!? Horror Pur!




Cover © Heyne
Den hatte ich auf jeden Fall mit "Die Gang" von Richard Laymon. Ein krasses Buch, das auf einem coolen Jahrmarkt spielt. Dort geht es so richtig zur Sache, besonders den Showdown in "Jaspers Kuriositätenkabinett" fand ich echt genial!




Cover © Ulliver
"Dark Horses" von Cecily von Ziegesar hat mich echt enorm mitgenommen und sehr traurig
zurückgelassen. Aus der Sicht des augenscheinlich sehr aggressiven Pferdes Red wird hier eine wirklich tolle und emotionale Geschichte über die Freundschaft zwischen Mensch und Tier erzählt. Das Ende ... Oh man, das Ende hat mich dabei echt fertig gemacht ...


Cover © Sauerländer


Hier muss ich wohl das größte Highlight in diesem Jahr nennen: "Scythe" von Neal Shusterman. Die
Welt, die er hie erschaffen hat, wirkt auf den ersten Blick wie die perfekte Utopie: Menschen können nicht mehr sterben ... Doch es gibt dadurch natürlich weiterhin das Problem der Überbevölkerung und so gibt es in dieser Welt die Scythe, die den Tod darstellen und so das nötige Gleichgewicht halten. Eine echt krasse Idee! Ich hoffe, die Fortsetzung wird mich ebenfalls überzeugen!



Und wie sah euer Jahr aus? Hattet ihr Lieblingscharaktere und tolle Buchmomente?