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Samstag, 1. August 2026

[Rezension] Der Sündenbock - Daphne du Maurier

    


Titel: Der Sündenbock

Autor:  Daphne du Maurier

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1959

Seitenzahl: 443
Cover: © Bertelsmann 

Begonnen: 30.06.2026
Beendet: 03.07.2026


Seit "Rebecca", das tatsächlich eins meiner Lieblingsbücher geworden ist, bin ich großer Fan von Daphne du Maurier und sehr begeistert davon, wie vielfätig ihre Werke doch sind. "Der Sündenbock" handelt von zwei Männern, die sich zufällig treffen und sich so ähnlich sehen, dass sie ihre Leben tauschen.

Ganz freiwillig läuft dieser Tausch allerdings nicht ab. Der Engländer John, der aktuell sehr einsam ist und nichts mit seinem Leben anzufangen weiß, erwacht in Jeans Hotelzimmer in der Kleidung seines Doppelgängers. Er erfährt nicht nur, dass Jean ein französischer Graf ist und eine riesige Familie besitzt, sondern taucht auch noch immer tiefer in den Grund dafür ein, wieso Jean sein Leben so einfach aufgibt.

Ich habe nun schon etliche Geschichte über solche Doppelgänger gelesen, die miteinander tauschen, doch nach wir vor finde ich das Thema sehr spannend. John erkennt relativ schnell, wie schwierig das Verhältnis innerhalb der Familie ist, denn Jean hatte Affären und zudem ein großer Lügner. Interessant ist hier, dass John auf seine eigene, ruhige und ehrliche Art versucht, Herr über das ganze Chaos zu werden. Hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Männer doch sind und wie schwer es ist, die eigene Identität abzulegen, wenn man in eine andere Rolle schlüpft. Im Grunde blitzt der wahre Charakter immer durch.

"Der Sündenbock" ist auf jeden Fall ein unterhaltsamer und vielschichtiger Roman. Nur das Ende empfand ich dann als viel zu unbefriedigend und deprimierend. Es mag zu Johns Charakter passen, aber es wäre doch schön gewesen, wenn er auch etwas mehr Selbstbewusstsein aus der ganzen Geschichte mitgenommen hätte! Interessant wäre zudem sicherlich auch einmal ein Kapitel aus Jeans Sicht gewesen, der zur selben Zeit ja auch Johns Leben zerstört hat.


Ein vielschichtiger Roman über zwei Männer, die ihr Leben tauschen. Bis auf das unbefriedigende Ende ein tolles Werk!

Ich vergebe 4 von 5.

3 Kommentare:

  1. Hallo Jessi,

    was du alles von Daphne du Maurier findest, unglaublich! Da fällt mir wieder ein, dass ich unbedingt "Meine Cousine Rachel" lesen will. Irgendwann komme ich sicher dazu.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Huhu Nicole,

      Es ist erstaunlich, wie viel sie geschrieben hat, mir war auch das wenigste davon bekannt zuvor, ich habe einfach nur alles im Bücherschrank entdeckt.

      "Meine Cousine Rachel" solltest du echt mal lesen. Es ist nach "Rebecca" für die echt auch das beste von ihr bisher. Alle anderen Werke, die ich von ihr gelesen habe, sind komplett anders irgendwie. Ich bin ja begeistert, wie vielseitig sie doch war!

      Liebe Grüße
      Jessi

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  2. Hallo Jessi,

    relativ zeitig nach "Rebecca" habe ich "Jamaica Inn" von ihr gelesen. Das fand ich nett, war aber halt was völlig andres. Danach habe ich gar nicht mehr so nach Werken von ihr Ausschau gehalten. Nur "Meine Cousine Rachel", das ist für mich ein absolutes Must-Read, nachdem du so viel davon schwärmst. :)

    Liebe Grüße
    Nicole

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