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Mittwoch, 16. September 2026

[Rezension] Aufgeklärt! Ungesühnt! - Berühmte Schriftsteller über aufregende Mordfälle der Kriminalgeschichte

 


Titel: Aufgeklärt! Ungesühnt!

Autor:  Arthur Conan Doyle, Ellery Queen, Edgar Wallace und andere

Genre: True Crime Kriminalgeschichten 

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 688
Cover: © Bechtermünz Verlag

Begonnen: 13.08.2026
Beendet: 18.08.2026


Die Idee, berühmte Autoren über echte Kriminalfälle schreiben zu lassen, hat mich bei diesem Doppelband besonders angesprochen. In "Aufgeklärt!" und "Ungesühnt" hat der Herausgeber Richard Glyn Jones viele Artikel gesammelt, die Schriftsteller über historische Fälle verfasst haben.

Dabei geht es zum Beispiel um sehr bekannte Mörder wie Jack the Ripper oder auch der rätselhafte Fall der Lizzie Borden. Gleichzeitig wird aber auch von anderen Morden erzählt und einige Autoren lassen sich auch zu eigenen Theorien hinreißen.

Interessant fand ich die Schlussfolgerungen von Arthur Conan Doyle, der ja einst einen Fall aufgeklärt hat. Nur interessierte sich niemand so recht für die zahlreichen Beweise, die er geliefert hat. So werden in den einzelnen Geschichten auch die Fehler des Rechtssystems immer wieder deutlich und es zeigt sich, dass manchmal einfach nur der erst beste Schuldige genommen wurde, um einen Fall abschließen zu können.

Die einzelnen Fälle sind mal mehr und mal weniger spannend. Einige wenige, in denen es vorwiegend um lange und auch langweilige Prozesse ging, konnten mich nicht so recht fesseln. Die Erzählweise ist hier auch sehr unterschiedlich. Mal wird ein  Fall nur oberflächlich nacherzählt, mal wird alles in eine richtige Geschichte verpackt und für einen Spannungsbogen gesorgt. So war es für mich eine recht durchwachsene Sammlung mit einigen Höhen und einigen Tiefen. Etwa die Hälfte der Fälle fand ich interessant, die andere war mir etwas zu zäh erzählt.


Eine durchwachsene Sammlung mit echten Kriminalgeschichten, die von berühmten Autoren mal mehr und mal weniger stark nacherzählt werden.

Ich vergebe 3 von 5.

3 Kommentare:

  1. Hallo liebe Jessi!

    Das sah auf den ersten Blick nach einem dünnen Band mit einigen Kurzgeschichten aus, aber das sind ja fast 700 Seiten! O.O
    An sich hört sich das Konzept wirklich toll an, aber wie meistens bei verschiedenen Geschichten von auch noch unterschiedlichen Autoren gefällt einiges und anderes nicht... Ich selbst bin ja kein so großer True Crime Fan und schau mir die ganzen Serien und Sendungen, die es mittlerweile dazu gibt, nicht an. Das ist mir zu viel Realität ^^
    Solche älteren Fälle... ja, irgendwie hat es ja schon seinen Reiz, aber ich denke nicht, dass ich zu so einem Buch greifen würde. Vielen Dank auf jeden Fall fürs vorstellen!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Huhu Aleshanee,

    Das ist tatsächlich ein Doppelband aus den beiden Bücher "Aufgeklärt" und "Ungesühnt", deswegen auch die hohe Seitenzahl. Letzterer Band hat mir auch ein wenig mehr gefallen, es war wohl im Wahrheit der erste, der veröffentlicht wurde. Schräg, dass sie es so herum hier zusammen gefasst haben.

    Ich mag True Creme ja sehr und doch waren das hier - sieht man von Lizzie Borden und Jack the Ripper ab - durchwegs Fälle, von denen man kaum etwas gehört hat. Das macht schon einen Reiz aus, auch wenn einiges doch etwas Unspektakulär blieb. Gerade bei so Mordfällen ohne Hinweise ist da manchmal nicht mehr als heiße Luft, was die Autoren da zusammenschustern. Deswegen war ich bei dem Buch auch etwas zwiegespalten.

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Ja, den Reiz verstehe ich schon ... ich denke da halt immer an diese True Crime Serien und die mag ich einfach nicht, wenn da ein "echter Mord" mit echten Menschen dahintersteht. Auch wenn es schon interessant ist, auch wenn sich das blöd anhört irgendwie ^^ , wenn man sieht wozu Menschen tatsächlich fähig sind. So schwarz auf weiß.

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