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Freitag, 21. Dezember 2012

Der Märchenerzähler - Antonia Michaelis



Zum Inhalt:


Anna, die eigentlich immer recht vernünftig war, fühlt sich hingezogen zu Abel Tannatek, einem Jungen, der bekannt dafür ist mir Drogen zu dealen und der auf der Schule ein absoluter Außenseiter ist. Doch Abel hat auch eine andere, sanfte Seite. Er erzählt Märchen, doch nach und nach verschwimmt die Realität mit dem Märchen, das er Anna und seiner geliebten Schwester erzählt.

Meine Meinung:

Ich war wirklich von der ersten Seite an von diesem Buch gefesselt. Die Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen und besonders Anna, die die Welt mit ganz anderen Augen sieht, war mir von Anfang an sympatisch. Es ist schwer, das Buch ein bestimmtes Genre zuzuordnen, ist es nun ein Thriller, ein Drama oder eine Liebesgeschichte? Ich möchte mich da nicht festlegen, sondern sage einfach, dass es eine Mischung aus allem ist und doch etwas komplett anderes ;)

Der Schreibstil der Autorin ist einmalig und so wunderschön, dass ich nach dem Buch echt Tränen vergossen habe, dass nun alles vorbei ist. Sie schreibt so bildlich und mit so vielen Metaphern, dass ich oft beim Lesen eine Gänsehaut hatte. Man merkt, dass diese Frau mit Herzblut schreibt und alles in diese Geschichte hineingelegt hat. Schon allein der Schreibstil macht das Buch zu einem wahren Meisterwerk.

Das Märchen, das Abel seiner Schwester und Anna erzählt, ist wirklich wunderschön und doch sehr traurig zugleich, wenn man die Zusammenhänge mit der Realität erkennt. Man beginnt nach und nach Abel zu vertrauen, auch wenn er einiges anstellt, was er so nicht hätte tun sollen. Dennoch fragt man sich die ganze Zeit, wie das Buch wohl ausgehen wird und ob tatsächlich alles, am Ende des Märchens, gut werden wird.

Besonders gefallen hat mir auch die kleine Micha, Abels Schwester. Sie ist mir förmlich ans Herz gewachsen und die Autorin hat es wirklich sehr gut geschafft, dieses kleine Mädchen, das in dem Märchen die Klippenkönigin ist, zum Leben zu erwecken. Ihre lebenslustige Art macht das Buch gleich noch etwas schwermütiger.

Das Ende des Buches hat mich etwas traurig gemacht und ich muss gestehen, dass ich beim Lesen des letzten Kapitels auch Tränen in den Augen hatte. Irgendwie hat die Autorin es geschafft, dass die Grenzlinie von Gut und Böse wirklich verschwimmt und man mit der Frage konfrontiert wird, was im Leben eigentlich richtig und was falsch ist. Es ist ein Buch, dass mich auf jeden Fall noch einige Zeit beschäftigen wird. Solche Bücher sind selten, doch ich bin froh, dass ich in den Genuss kam, dieses in "Der Märchenerzähler" zu finden.




 EIN ABSOLUTES MEISTERWERK. LESEN.

Wir vergeben 5 von 5 Käseratten mit Extrakäse!!



7 Kommentare:

  1. Hey :)

    Ich habe deinen Blog gerade eben entdeckt und folge ihm
    Sehr tolle Rezi:) Möchte das Buch auch noch unbedingt lesen

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    1. Oh vielen lieben Dank :D
      Das Buch musst du unbedingt lesen, es ist einfach wunderschön geschrieben.

      LG
      Jessi

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  2. Die Rezi ist wunderbar, kann es kaum erwarten, das Buch endlich mal zu lesen :)

    Liebe Grüße, Bella

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  3. Huhu,

    deine Rezi liest sich wirklich toll. Ich muss allerdings gestehten, dass mir dieses Buch gar nicht wirklich gefallen hat. Ich fand beide Protas fürchterlich anstrengend, besonders Anna :-) Aber so unterschiedlich sind die Geschmäcker :)

    Ich bin auch gleich als Leserin geblieben, dein Blog gefällt mir sehr gut!

    LG
    Kata

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  4. Hallo Jessi,
    sehr außergewöhnlicher Blog, aber ich mag ihn und schaue gerne öfter vorbei. Der Märchenerzähler zählt auch zu meinen Lieblingsbüchern.

    Liebe Grüße Doro

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  5. Das Buch klingt ja mal nur spannend !! Sehr gute Rezi....macht richtig Lust auf dieses Schätzchen wenn ich es seh kauf ichs :)

    glg crisi

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  6. Hallo Jessi,

    das Buch hat mich bewegt und lange nicht mehr losgelassen. Normalerweise beende ich ein Buch und nach einer Nacht voll Schlaf, geht es am nächsten Morgen mit dem nächsten Buch weiter, aber bei Abel, Anna und der kleinen Micha, habe ich Zeit gebraucht, so heftig hat es mich erwischt.
    Liebe Grüße Cindy

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