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Mittwoch, 10. Juli 2013

So bitterkalt - Johan Theorin

Ich war schon immer echt begeistert von Schweden und deshalb lese ich sehr gerne "Schweden-Krimis" und "Schweden-Thriller", weil mir die ganze Atmosphäre gefällt. Über "So bitterkalt" von Johan Theorin bin ich zufällig gestolpert und obwohl das Hörbuch schon einige Zeit bei mir rum lag, bin ich erst jetzt zum hören gekommen. Hätte ich gewusst, was für ein Buch sich da versteckt hat, hätte ich das Hörbuch sicher schon viel früher in die Hand genommen. Aber einmal ganz von vorne:

Zum Inhalt:

Jan Hauer fängt als Erzieher in einem Kinderhort an, der mit einer psychiatrischen Klinik verbunden ist. So sollen auch die Patienten, die als gefährlich eingestuft werden, Kontakt zu ihren Kindern haben. Es ist jedoch kein Zufall das Jan dort anfängt, sondern viel mehr ein Plan. Doch er hat auch ein schreckliches Geheimnis, denn in seiner Anfangszeit als Erzieher ging ihm eins ein Kind verloren. Warum aber will er ausgerechnet in Valla arbeiten? Und was verbindet ihn mit dem Mörder Ivan Rössl?


Meine Meinung:


Der Thriller, der meiner Meinung nach noch viel mehr als das ist, fängt im rasenden Tempo an. Wir erfahren von Jan, der dem Leser aber nie wirklich nah kommt. Er wirkt stets recht kühl, distanziert und nicht einmal sich selbst, kann er seine dunkelsten Geheimnisse offenbaren. Warum wollte er gerade in DIESE Klinik versetzt werden? Und was hat seine eigene Vergangenheit damit zu tun?


Bruchstückchenhaft präsentiert sich dem Leser die Vergangenheit von Jan und nach und nach wird einem klar, wieso er zu jenem Menschen geworden ist, der er heute ist. Man erfährt, was damals wirklich mit dem "verlorenen" Kind passiert ist, was echt schon eine sehr fesselnde Geschichte ist und man erfährt zudem über seine emotionale Seite, die sich entwickelt hat, als er selbst einmal in einer geschlossenen Psychiatrie saß. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn das würde die Spannung nur vorweg nehmen, aber ich kann sagen, das auch die Liebe eine große und entscheidende Rolle spielt.


Die Sprache ist leicht, doch gleichzeitig so melancholisch, dass man sich sehr gut in Jans Haut versetzen kann. Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben und man fühlt vollständig mit ihm und anderen Charakteren mit.


Der Autor schafft es, eine wirklich gruselige Atmosphäre in diesem Thriller zu schaffen. Noch immer sehe ich die Psychiatrie mit den geheimen Gängen vor mir und kann noch immer die Kälte des Bunkers spüren. "So bitterkalt" ist wirklich ein Buch, das dem Leser mitfühlen lässt und das man deshalb unbedingt lesen muss.


Das Ende war dann auch sehr unerwartet (Ich glaube, niemand würde beim Lesen auf so etwas kommen) und mich hat es schon sehr mitgenommen, da ich Jan, trotz seiner Distanziertheit, stets sympatisch fand. Auch die allerletzte "Begegnung" hat mich als Leser bzw. Hörer noch einmal mit offenen Mund und etwas melancholisch zurück gelassen.


Ich kann nur sagen, dass alle, die spannende und psychologische Bücher lieben, an diesem nicht vorbei kommen. MUST READ und ein Highlight dieses Jahres für mich.



Wir vergeben 5 von 5 Käseratten mit Extrakäse. 




1 Kommentar:

  1. Wow! Das hört sich ja echt genial an! Kommt sofort auf meine Wunschliste;) Also danke :D

    Ganz liebe Grüße, Sarah

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