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Mittwoch, 23. Dezember 2015

[Rezension] Das böse Kind - Sabine Kornbichler

Titel: Das böse Kind
Autor: Sabine Konrbichler
Genre: Krimi
Verlag: Piper
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3492308328
Cover und Inhaltsangabe © Piper



"Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint."




Puhh, mit diesem Buch quäle ich mich leider schon einige Wochen rum. (Und das, obwohl ich ein solches Buch sonst immer innerhalb weniger Tage verschlinge!) Am Anfang war ich noch begeistert und das obwohl ich die vorherigen Teile nicht kenne, aber dann wurde es immer zäher. Sabine Kornbichler triftet leider viel zu oft in Nebensächlichkeiten ab. Klar, das Buch ist eine Reihe, aber gerade am Anfang steht doch unsere Protagonistin mit ihren "Problemchen" stark im Mittelpunkt. Das hat meinen Lesefluss so arg gestört, dass ich das Buch immer mal wieder vor mich hingeschoben habe, obwohl ich immer noch wissen wollte, wie die Hauptgeschichte nun zuende geht. Letztendlich ist jedoch alles so wie es scheint - und leider verrät auch der Buchtitel viel zu viel!!!




An und für sich empfand ich Kristina Mahlo zu Beginn als ganz interessanten Charakter. Endlich mal kein 0815 - Ermittler bei der Polizei, sondern eine Frau, die als Nachlassverwalterin arbeitet und so in diesen "Fall" gerät. Leider wurde mir Kristina Mahlo immer unsympathischer im Verlauf der Geschichte, da ich es nicht leiden konnte, wie sie ihre Nase in Dinge steckt, die sie nichts angehen. Klar, das Buch musste irgendwie den Fall aufrollen, aber mir fällt es leider immer wieder schwer, einem Charakter zu folgen, den ich einfach nicht mag! Leider war das hier der Fall!




So kurz vor Weihnachten muss ich nun leider mal wieder eine etwas schlechtere Rezension schreiben. Die letzten Wochen hatte ich großes Glück, bei den meisten Büchern den richtigen Riecher gehabt zu haben. Über "Das böse Kind" bin ich zufällig gestoßen und zu Beginn fand ich die Geschichte rund um die seltsamen "Steintürmchen" noch ganz erfrischend und interessant, aber leider blieb die Spannung für mich schon im ersten Drittel auf der Strecke. 

Kristina Mahlo geht der Sache mit der verstorbenen Lektorin nach und natürlich fallen ihr da Parallelen zu einem Nachlassfall auf, der einige Jahre zurück liegt. So kommt der Stein ins Rollen und ein großer Bestandteil des Buches sind Kristina Mahlos Gedanken und Schlussfolgerungen zu diesem Thema. Um ehrlich zu sein, bin ich kein großer Fan von Krimis, wo über mehrere Seiten die verschiedensten Theorien offen gelegt werden. Eher im Gegenteil. Ich mag es lieber, selbst nachzudenken und nur hin und wieder einen Denkanstoß zu bekommen. Leider war das bei diesem Buch nicht gegeben. Kristina hat dort eine Vermutung und da eine Idee und dann wird das alles enorm in die Länge gezogen! Das war ein Grund, warum ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste und mich am Ende zwang, alles schnell zuende zu lesen!

So, und dann die Titelwahl. Ja, ich weiß nicht, warum, aber der Titel verrät leider so einiges. Bei der Hälfte des Buches gibt es nur noch drei "Verdächtige" und ja, wer kurz nachdenkt, der kommt darauf, wie alles zusammenpasst. Umso enttäuschter war ich am Ende, als es dann alles wirklich so war, wie vermutet. Leider konnte dann auch am Ende keine Spannung erzeugt werden, da es keinen richtigen Showdown gab. Die eigentliche Auflösung wird dann einfach erzählt (von einer Person) und ja, das war es dann auch schon! 

Vielleicht war "Das böse Kind" einfach nicht die Art von Krimi, die ich bevorzuge, oder aber ich habe vor Weihnachten einfach noch zu viel erwartet. Spannung habe ich hier besonders vermisst und leider gab es keinen Moment in diesem Buch, der mich wirklich begeistern konnte.




Für mich zu vorhersehbar, denn der Titel sagt schon viel aus. Ab der Hälfte war für mich der Fall gelöst und das Ende war dann nur noch eine Erzählung der Auflösung, die man als aufmerksamer Leser bereits kannte! Schade!

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten!

2 Kommentare:

  1. Moin :-)

    Hast es mal mit einem ihrer normalen Romane versucht? "Klaras Haus" fand ich sehr gut von ihr.

    Liebe Grüße
    Anne

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    1. Hi Anne ;)

      Vielleicht sind ihre "normalen" Romane besser, für Krimis hat sie für mich hier kein Händchen bewiesen, aber ich denke, ich werde nicht noch ein Buch von ihr probieren. Das hier hat mir irgendwie gereicht!

      Liebe Grüße
      Jessi

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