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Sonntag, 6. Dezember 2015

[Rezension] Never Knowing - Endlose Angst - Chevi Stevens

Titel: Never Knowing – Endlose Angst
Autor: Chevy Stevens
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Genre: Thriller
Seitenzahl: 496
ISBN:  978-3596192748 
Cover und Inhaltsangabe © Fischer



„Die adoptierte Sara hat sich immer gefragt, wer wohl ihre richtigen Eltern sind. Als ihre eigene Hochzeit bevorsteht, macht sie sich auf die Suche. Doch ihre leibliche Mutter verweigert schockiert den Kontakt. Verstört forscht Sara weiter und findet etwas Unfassbares heraus: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienmörder. Sara versucht, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als zu erfahren, dass dein Vater ein Killer ist – nämlich, dass er von dir erfährt …“




Nach „Still Missing“ und „That Night“ ist „Never Knowing“ nun mein drittes Buch von Chevy Stevens und wieder einmal bin ich von ihren Stil begeistert. Ich mag ihre ruhige Spannung und die Charaktere, mit denen ich mich stets identifizieren kann. Wer „Still Missing“ kennt, wird den Stil hier wiedererkennen, der sich aus den Erzählungen bei einer Psychologin zusammensetzt.




Sara ist eine junge Mutter, die bald ihren Verlobten heiraten möchte. Sie hat nie erfahren, wer ihre leiblichen Eltern sind und kurz vor der Hochzeit möchte sie diese endlich kennenlernen. Doch leider ist ihr Vater ein gestörter Serienmörder, der schon lange von der Polizei gesucht wird. Sara ist die „Ich“-Erzählerin und eine toughe und mutige Frau. Einzig ihre ständigen Schuldvorwürfe waren mir hin und wieder einfach zu viel!

Evan ist Saras Ehemann, der natürlich auch in die Sache involviert wird. Interessant fand ich auch hier, dass er ein Charakter war, der nicht einfach blind alles akzeptiert. Die Beziehung zu Sara wird auf eine harte Probe gestellt, als plötzlich ihr Vater auf der Bildfläche erscheint.

John ist der Vater von Sara und der gesuchte Serienmörder. Wir lernen ihnen im Grunde fast nur über Telefonate kennen, in denen er sehr abhängig von seiner gerade gefundenen Tochter wirkt. Er will sie kennenlernen, aber weiß nicht, ob er ihr vertrauen kann. Bemerkenswert ist auch hier die psychologische Tiefe seines Charakters!




Das Buch beginnt eher ruhig mit Saras Suche nach ihren Eltern. Dabei muss sie erste Rückschläge wegstecken und als dann auch noch rauskommt, dass ihr Vater ein gesuchter Serienmörder ist, bricht für Sara eine Welt zusammen. John, ihr Vater, nimmt Kontakt zu ihr auf und von da an ändert sich ihr Leben schlagartig! Interessant war hier vor allem das Innenleben von Sara, die hin und hergerissen ist! Soll sie ihrem Vater vertrauen? Und was, wenn die Gene ihres Vaters auch in ihr und ihrer Tochter stecken?

Die Ängste von Sara sind auf jeder einzelnen Seite spürbar, auch wenn die Geschichte eigentlich sehr vorhersehbar ist. Sara telefoniert mit ihrem Vater, lernt ihn nach und nach kennen und versucht ihn von weiteren Morden abzuhalten! Zusammen mit der Polizei will sie ihn schnappen, aber dabei ist der Druck, der auf ihr lastet, sehr groß!

An einigen Stellen waren mir Saras Schuldvorwürfe zu übertrieben dargestellt, aber im Großen und Ganzen konnte ich ihr Handeln und ihre Gefühle verstehen. Für mich hat sie die Geschichte angetrieben, da es spannend zu sehen war, wie das plötzliche „Auftauchen“ ihres Vaters ihr ganzes Leben beeinflusst.

„Never Knowing“ ist ein sehr geradliniges Buch, das jedoch zu jedem Zeitpunkt eine sehr ruhige Spannung besitzt! Zwar läuft die Geschichte ohne viele Umschweife direkt so ab, wie ich es erwartet habe, aber dennoch gibt es am Ende noch eine kleine Wendung! 100 Prozent logisch fand ich diese zwar nicht, aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten!




Psychologische Tiefe, eine spannende Charakterentwicklung und eine ruhige Spannung machen diesen Thriller zu einem Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Trotz seltsamen Ende gebe ich eine klare Leseempfehlung!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

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