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Montag, 23. Januar 2017

[Rezension] Das Gesicht meines Mörders - Sophie Kendrick

Titel: Das Gesicht meines Mörders
Autor:  Sophie Kendrick
Genre: Psychothriller
Verlag: rororo
Bereits gelesene Bücher der Autorin: keine
Cover und Inhaltsangabe © rororo




"Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist."




"Das Gesicht meines Mörders" von Sophie Kendrick ließt sich vom Klappentext her erst einmal wie der typische Frau-wacht-aus-Koma-auf-Thriller. Solche Art von Geschichten gibt es wie Sand am Meer und ich kann gar nicht sagen, wie wie viele Bücher dieser Art ich bereits gelesen habe! Sophie Kendrick greift dieses Thema ebenfalls auf und das Buch liest sich zu Beginn tatsächlich wie die typische Story über eine Frau, die ihr Gedächtnis verliert und ihren Mann nicht mehr erkennt, doch nach und nach entwickelt sich die Geschichte in diesem Buch in eine völlig andere Richtung.

Sophie Kendrick hat einen angenehmen Schreibstil, der einen unkomplizierten Einstieg ins Buch ermöglicht. Die Geschichte aus der Sicht der Frau, die ihre Erinnerung verloren hat, ist durchgehend spannend und die Autorin spricht einige psychologische Themen an. Der Einblick in die Gedankenwelt unserer Protagonisten ist ihr gut gelungen und ich konnte direkt mit Clara mitfiebern!




- Clara -

Im Fokus der Geschichte steht Clara, die wie bereits erwähnt, zu Beginn der Geschichte aus dem Koma erwacht. Sie erkennt ihren Mann nicht mehr und kann sich auch nicht daran erinnern, wer sie ist. Zusammen mit Clara müssen wir uns dann dem wahren Grauen stellen, das anfängt, als sie in ihr gewohntes Umfeld zurückkehrt.

Nach und nach passieren seltsame Dinge und Clara zweifelt an ihrem Verstand. Hat sie Wahnvorstellungen? Wird sie wirklich verfolgt? Und warum verhält sich ihr Mann so komisch?
Diese Fragen geht der Leser mit Clara auf die Spur und lüftet dabei auch noch einige Geheimnisse ihrer Vergangenheit.

Zu Beginn der Geschichte war ich mir nicht sicher, ob ich Clara wirklich sympathisch finden soll. Sie ist doch recht eigen und der Kontrast zwischen der Person, die sie vorher war und die sie ohne Erinnerung ist, erschien mir doch riesig. Im weiteren Verlauf konnte ich aber mit ihr mitfiebern und war über ihre ganze Geschichte und die ganze Auflösung wirklich schockiert!




Eigentlich habe ich diesem Buch anfangs gar keine große Beachtung geschenkt. Die Story klang wie ein recht typischer Thriller für Zwischendurch, der sich bestens zum Abschalten eignet. Und genau so fängt die Geschichte auch an: Frau wacht aus Koma auf, erinnert sich nicht, erkennt ihren Mann nicht und weiß nicht, war ihr widerfahren ist. Hinzu kommt, dass sie anscheinend psychisch labil ist und an Verfolgungswahn leidet. Letzteres erschwert es ihr erst einmal, Realität von Wahn zu unterscheiden.

Neben diesen psychischen Problemen gibt es aber noch eine weitere Gefahr für unsere Protagonistin: jemand scheint es auf sie abgesehen zu haben. Nach und nach geschehen Dinge und Clara muss versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen und endlich ihre Erinnerungen wiederzuerlangen.

"Das Gesicht meines Mörders" ist durchwegs spannend. Da auch dem Leser die Vergangenheit Claras unbekannt ist, habe ich mich hin- und hergerissen gefühlt. Kann ich Clara überhaupt vertrauen? Was ist mit ihrem Mann Roland? Und warum hat sie weder Familie noch Freunde?

Obwohl ich anfangs skeptisch war und mir auch nach fünfzig Seiten noch nicht so sicher war, muss ich nach dem Lesen dieses Buches doch sagen, dass mich "Das Gesicht des Mörders" bestens unterhalten könnte. So klischeehaft die Geschichte auch anfängt, so originell sind doch die Wendungen und Geheimnisse. Als Leser hatte ich so einige Theorien aufgestellt und wurde auch zum Miträtseln animiert, doch mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Für mich hat die letztendliche Auflösung dieses Buch zu einer echten Überraschung gemacht.




"Das Gesicht meines Mörder" ist ein Buch, das vom Klappentext her eine typische Story über eine Frau, die ihre Erinnerung verliert, vermuten, doch diese Geschichte bietet einige überraschende Wendungen und animiert zum Miträtseln. Für mich ein wahrer Psychothriller, der mich mit dieser Auflösung tatsächlich schockieren konnte!




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