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Donnerstag, 25. Juni 2020

[Rezension] Mörderhaus - Vanessa Savage

Titel: Mörderhaus
Autor:  Vanessa Savage
Genre: Psychothriller
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2019
Anzahl der Seiten: 416
Cover und Inhaltsangabe: © Knaur


Begonnen: 31.05.2020
Beendet: 05.06.2020



"Heimelig und malerisch gelegen oben auf den Klippen an der Küste von Wales: So hat Patrick seiner Frau Sarah und den beiden Kindern das Haus beschrieben, in dem er aufgewachsen ist. Und das er nun für sie alle gekauft hat, damit sie wieder glücklich werden können. Das Haus stand jahrelang leer – seit dort ein Mann seine Familie ermordet hat. Es ist feucht, kalt und baufällig. Das ist jedoch längst nicht das Schlimmste: Der Mörder von damals wurde gerade entlassen, jemand scheint nachts ums Haus zu schleichen. Und dann verändert sich Patrick auf unheimliche Weise ..."




"Mörderhaus" von Vanessa Savage bedient sich einem altbekannten Ausgangsplot. Wir haben hier eine Familie, die in ein unheimliches Haus zieht und dort von ihren Problemen, die sich schon viel zu lange angestaut haben, überrollt wird.

In dem besagten Haus wurde vor vielen Jahren eine Familie getötet, der Mörder zwar geschnappt, aber es ist weiterhin unklar, was damals nun wirklich passiert ist. Sarah hat von Anfang an ein schlechtes Gefühl, was das Haus betrifft, kann ihren Mann aber nicht davon abbringen, es zu kaufen - mit ihrem geerbten Geld, das sie eigentlich für eine Weltreise nutzen wollte

Patrick ist sehr auf das Haus fixiert und schon kurz nach dem Einzug offenbart sich eine dunkle Seite an ihm. "Mörderhaus" zeigt hier auf, dass es viele Arten von Misshandlungen gibt. So entpuppt sich Patrick hier schnell als echtes Monster. Er behandelt seine Frau und auch seine Kinder leider alles andere als liebevoll.

Ich mag zerbrochene Charaktere in Büchern sehr gerne. So leidet Sarah hier in dieser Geschichte an Depressionen und wird fast schon als unmündig, beziehungsweise unfähig, eigene Entscheidungen zu treffen, dargestellt. Es war hier auf jeden Fall faszinierend zu sehen, wie Sarah langsam aus ihrer Starre erwacht und erkennt, dass sie eine eigenständige Person ist ...

Durch die Vorgeschichte rund um den Mord, gibt es zudem eine gewisse gruselige Grundstimmung, die für meinen Geschmack allerdings noch intensiver hätte sein können. So hätte ich gerne noch mehr über die Familie, die dort einst gelebt hat, aber auch über Patricks Vergangenheit erfahren.

Mich hat "Mörderhaus" gut unterhalten und das Ende mit der kleinen "Wende/Überraschung" hat mir gut gefallen, auch wenn ich mir einiges schon zusammenreimen konnte. Allerdings muss ich hier sagen, dass auf mich die letzten 50 bis 100 Seiten zu überladen gewirkt haben. Alle beteiligten Personen breiten erst mal bereitwillig ihre Lebensgeschichte aus, obwohl es hier eigentlich um Leben und Tod gehen sollte ... Dennoch halte ich "Mörderhaus" aber für einen guten und lesenswerten Psychothriller!



"Mörderhaus" ist ein unterhaltsamer Psychothriller über eine Familie, die in ein unheimliches Haus zieht und dort von ihren Problemen und der Vergangenheit überrollt wird. Von der Grundidee sicher nichts Neues, aber dennoch interessant umgesetzt ... 

2 Kommentare:

  1. Hallo Jessi,

    im ersten Moment hatte ich gehofft, dass du eine geniale Haunted-House-Story gefunden hast. So ganz scheint es wohl nicht in die Richtung zu gehen. Lesenswert klingt der Titel dennoch.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole :D
      Oh ja, auf eine Haunted-House-Story hätte ich auch mal wieder Lust! Das Buch hier geht aber echt nicht in die Richtung, ist als Thriller aber durchaus interessant!

      liebe Grüße
      Jessi

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