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Mittwoch, 29. Dezember 2021

[Rezension] Das fünfte Geheimnis - Joanna Hines

 


Titel: Das fünfte Geheimnis

Autor:   Joanna Hines

Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 1997
Anzahl der Seiten: 368
Cover: © Knaur

Begonnen: 03.12.2021
Beendet: 07.12..2021




Ich mag Bücher, in denen es um dunkle Geheimnisse geht, doch leider hat sich "Das fünfte Geheimnis" von Joanna Hines relativ schnell als großer Flop entpuppt. Die Geschichte handelt von einer alten "Freundschaft", einem ungeklärten Todesfall und einigen "rätselhaften" Geschehnissen in der Gegenwart.

Mit der Protagonistin Jane hatte ich von Anfang an große Schwierigkeiten. Sie ist in ihrer Ehe gefangen und froh, plötzlich zu ihren alten Freund Rob gerufen zu werden. Esme, seine Freundin, wurde niedergeschlagen und liegt nun im Koma und aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen versteckt sich Rob nun und braucht Janes Hilfe. Blöd nur, dass Jane ein echtes Naivchen ist und eigentlich nur Dinge ausführt ohne sie wirklich zu hinterfragen. Ich mag im Grunde Protagonisten sehr gerne, die Potenzial zum Weiterentwickeln haben, doch Jane lernt in dieser Geschichte so gut wie nichts ...

Ähnlich abstrakt sind auch die anderen Personen gezeichnet. Wir haben da die fünf damaligen Freunde, die immer irgendwelche Spiele unter Leitung von Janes Bruder Lucien gespielt haben - darunter auch ein Geheimnisspiel, bei dem alle ein Geheimnis offnebaren mussten. Nur Lucien hat sein Geheimnis niemals jemanden erzählt und um dieses geht es nun ... Allerdings muss ich sagen, dass alles doch sehr lahm wirkt. Keiner der Charaktere hat eine echte Persönlichkeit und allesamt wirken leider sehr dümmlich und irgendwie verloren.

Die Vergangenheit wird dabei immer wieder in den Fließtext eingearbeitet, wodurch es nur kurze und sehr oberflächliche Abstecher in die Zeit der fünf Freunde gibt. Diese Vergangenheit ist deutlich interessanter als die Gegenwart, in der irgendwie alle Erwachsene wie Kinder agieren.

Der Stil ist zwar einfach, aber irgendwie auch sehr langweilig. Im Grunde passiert nur wenig und Jane findet irgendwann ein Tagebuch und dadurch auch die Wahrheit heraus. Spektakulär ist weder die Handlung noch die die Charakterzeichnung oder gar die doch recht langweilige Auflösung. Das Buch lässt sich zwar ohne viel Nachdenken schnell lesen, aber es hat mich doch gerade zum Ende hin total frustriert zurückgelassen ... 




Ich hatte schon lange kein mehr so seltsames Buch gelesen wie dieses. Es besitzt keinerlei Spannung, sonderbare Charaktere, die im Erwachsenenalter wie Kinder agieren und irgendwie eine Geschichte, die viel zu oberflächlich verläuft. Nun weiß ich zumindest wieder, warum ich mich so schwer tue, Freundschaften zu schließen ...



Ich vergebe 2 von 5.

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