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Montag, 20. Dezember 2021

[Rezension] Der Tod kommt nach Mitternacht - Matthew Sullivan


 Titel: Der Tod kommt nach Mitternacht

Autor:  Matthew Sullivan

Genre: Roman, Krimi
Erscheinungsjahr: 2018
Anzahl der Seiten: 265
Cover und Inhalsangabe: © Goldmann

Begonnen: 12.11.2021
Beendet: 15.11.2021




"Der Tod kommt nach Mitternacht" erzählt die Geschichte der Bücherverkäuferin Lydia, die zu Beginn den Tod eines ihrer liebstens Kunden verkraften muss. Dieser hat sich ausgerechnet in der Buchhandlung erhängt. Lydia findet bei ihm ein altes Kindheitsfoto, auf dem sie selbst abgebildet ist. Außerdem erbt sie seine Bücher und darin hat er ihr, durch einem Code verschlüsselt, eine Botschaft hinterlassen. Lydia muss sich plötzlich wieder mit ihrer eigenen schrecklichen Vergangenheit beschäftigen.

Zu erst einmal fand ich toll, dass dieses Buch sich in erster Linie an Bücherfreunde richtet. Es ist spürbar, wie sehr die einzelnen Charaktere das Lesen lieben und die Buchhandlung als Hauptschauplatz fand ich ebenfalls toll. Auch die Vorgeschichte von Lydia hat mir gefallen und die Tat des Hammermörders hat für ein paar unheimliche Momente gesorgt.

Es ist allerdings spürbar, dass dieses Buch das Debüt von Matthew Sullivan ist. Obwohl es als Krimi bezeichnet wird, empfand ich das Buch doch eher als einen sehr ruhigen Roman, denn gerade in den Gegenwartsstrang passiert kaum etwas und es geht nur um das Decodieren der Botschaften und Gespräche mit einzelnen Personen, die in der ganzen Hammermörder-Sache verwickelt waren. So offenbart der Autor stückchenweise die ganze Wahrheit. Einen echten Showdown und eine Protagonistin, die schließlich zur Heldin wird, gibt es allerdings nicht, wodurch das Buch sehr unkonventionell wirkt.

"Der Tod kommt nach Mitternacht" richtet sich wohl vorwiegend an Leute, die noch wenig Krimis gelesen haben und eher einen unterhaltsamen und sanften Roman lesen wollen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach der Hälfte schon wusste, wer der Täter war, denn es kam irgendwann nur noch eine einzige Person in Frage. Hier hätte der Autor ruhig noch ein paar falsche Fährten legen können. Unterhaltsam war dieses Buch auf jeden Fall und ich würde auch definitiv noch einmal zu einem Werk von Matthew Sullivan greifen.



Ein ruhiger, aber dennoch unterhaltsamer Roman über ein lange zurückliegendes Verbrechen und eine Bücherhändlerin, die plötzlich auf sie richtige Spur kommt. Etwas vorhersehbar, aber dennoch sehr charmant erzählt!
Ich vergebe 4 von 5.

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