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Donnerstag, 6. April 2023

[Rezension] In die Wildnis - Jon Krakauer

 


Titel: In die Wildnis

Autor:  Jan Krakauer

Genre: Biografie, Bericht
Erscheinungsjahr: 2007
Seitenzahl: 304
Cover: © Piper
Begonnen: 16.03.2023
Beendet: 24.03.2023


Chris McCandless ließ all seine Besitztümer und die Zivilisation hinter sich, um die einsame Natur von Alaska zu ziehen. 1992 wurde seine Leiche in einem alten Bus entdeckt. Jon Krakauer begibt sich in diesem Buch auf die Spuren von Chris McCandless, der sich auf der Reise selbst Alex Supertramp nannte und eigenen Idealen folgte. War er ein Spinner? Ein Romantiker? Oder ein Mensch, der einfach verstanden hat, das Besitz allein nicht glücklich macht und nach einem alternativen Leben gesucht hat?

"In die Wildnis" ist ein sehr persönlicher Bericht von der letzten großen Reise eines Mannes, der seinen Platz in dieser Welt einfach nicht findet. Chris spendet sein ganzes Geld, verbrennt schließlich sogar seine allerletzten Scheine und will sein Leben in der Natur verbringen. Angetrieben von großen Schriftstellern wie Tolstoi, die sich ebenfalls für das einfache Leben entschieden haben, begibt sich Chris auf eine Reise, in der das eigene Überleben im Fokus steht.

Es war für mich erschreckend, wie gut ich mich mit Chris/Alex identifizieren konnte. Ich verstehe sehr gut, warum er mit dem "normalen" Leben einfach nichts anfangen konnte und finde es bewundernswert wie er einfach sein Ding durchgezogen hat. Der Autor zeigt  gleichzeitig auch sehr schön auf, wie Chris vor und auch nach seinem Tod einfach nur als Spinner oder Geisteskranker abgestempelt wurde. Gleichzeitig traf er aber immer wieder Leute, die ihn ins Herz geschlossen haben und ihm einfach so akzeptierten wie er war. Ein rastloser Wanderer mit ganz eigenen Vorstellungen!

Der Autor würzt das Buch mit eigenen Erfahrungen und den Geschichten anderer Menschen, die ebenfalls in die Wildnis gingen, um über sich hinauszuwachsen und zu sich selbst zu finden. Das Buch hat mich berührt und um ehrlich zu sein auch wieder eigene Wünsche, Sehnsüchte und vor allem Hoffnungen an die Oberfläche getrieben. Für mich ist Chris McCandless kein Spinner und kein Verrückter sondern eher eine Inspiration und auch Motivation. Nicht immer ist der vorgegebene Weg eben der Richtige! Für mich ist dieses Buch ein großes Highlight, das ich sogar noch einmal lesen würde!


Ein Mann, der alles hinter sich lässt und in die Wildnis von Alaska zieht. Für die einen ist Chris McCandless sicher ein Spinner, doch ich sehe in ihm eine große Inspiration. Das Buch hat mich bewegt, motiviert und eigene Sehnsüchte zurück an die Oberfläche gespült!

Ich vergebe 5 von 5 mit Extratropfen!



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