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Mittwoch, 14. Januar 2026

[Rezension] Verschollen im Eismeer - Jules Verne

  


Titel: Verschollen im Eismeer

Autor:  Jules Vernes

Genre: Roman, Klassiker

Erscheinungsjahr: 1970

Seitenzahl: 210
Cover: © Karl Müller Verlag
Begonnen: 26.12.2025
Beendet: 30.12.2025


Joerling, der einige Zeit auf einer Insel verbracht hat, will eigentlich nur in seine Heimat zurückkehren. Doch das erste Schiff, das nach dem Winter erscheint, will einen ganz anderen Weg einschlagen. Der Kapitän der Helbrane nimmt Joerling mit, doch das Schiff befindet sich auf einer ganz eigenen Expedition ...

Als ich mit diesem Klassiker begonnen habe, war mir gar nicht klar, dass es sich hierbei im Grunde um eine Fortsetzung von Edgar Allen Poes Roman rund um die "Abenteuer von Arthur Gordon Pyms" handelt. In einem Kapitel erzählt Jules Verne auch erst einmal die Handlung dieser Geschichte nach, die der Protagonist erst einmal für Fiktion, dann aber durch das Auffinden einer Leiche jedoch für wahr hält.

Kapitän Len Guy ist auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder William Guy und so beginnt eine Reise durch die Antarktis zum Südpol. Dabei greift Jules Vernes immer wieder Poes Roman auf. Man spürt hier richtig, wie sehr er für die Geschichte brennt und ihr zudem ein etwas erklärendendes Ende geben will.

Manchmal war mir die Erzählung selbst zwar eine Spur zu trocken, dennoch gefiel mir dieses Abenteuer im eiskalten Meer, das hier einige Todesopfer fordert. Jules Verne versucht Antworten auf jene Fragen zu finden, die Poe wohl mit Absicht unbeantwortet ließ. So erklären sich hier im Grunde die Schicksale aller beteiligen Personen und das von Poe geheimnisvolle und offene Ende bekommt eine Auflösung. Etwas mehr Atmosphäre hätte das ganze Abenteuer aber nach meinem Geschmack gebraucht. "In 80 Tagen um die Welt" fand ich deutlich stärker von der Erzählweise - ob dies an der Übersetzung liegt kann ich aber nicht sagen.



Jules Verne setzt ein Werk von Edgar Allen Poe fort, um Antworten auf Fragen zu finden, die damals sicher viele Leser geplagt haben. Mir fehlte es dabei aber etwas an Atmosphäre ...

Ich vergebe 4 von 5.

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