Titel: Mich gibt's auch noch
Autor: Susanne LaFleur
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenzahl: 384
Cover: © Dressler
Begonnen: 28.04.2026
Beendet: 30.04.2026
Dieses Buch beginnt bereits sehr emotional, denn wir erleben die 11-jährige Aubrey, die von ihrer Mutter verlassen wurde und nun ganz allein zuhause ist. Zum Glück taucht ihre Großmutter Gram nach einer Weile auf und holt sie zu sich nach Vermont. Dort muss Aubre jedoch nicht dir Flucht ihrer Mutter verarbeiten, sondern auch das, was mit ihrem Vater und ihrer Schwester Savannah passiert ist ...
Aubreys Geschichte konnte mich von der allerersten Seite an berühren. Gemeinsam mit dem Mädchen habe ich anfangs auch sehr viel Wut der Mutter gegenüber empfunden, doch im späteren Verlauf wird klar, dass beide einen eigenen Schmerz zu verarbeiten haben. Es ist sicherlich nicht richtig, daß eigene Kind im Stich zu lassen, aber gemeinsam mit Aubrey konnte ich die Mutter hier tatsächlich ein wenig verstehen.
Eine unfassbar wichtige Rolle nimmt hier die Großmutter ein. Sie führt Aubrey zurück ins Leben, gibt ihr Aufgaben, motiviert sie und gibt ihr Sicherheit. Das hat mich stellenweise wirklich zu Tränen gerührt, wie Aubrey immer mehr aufblüht, wieder Lachen kann und Freunde findet. Wie von selbst wird sie dabei wieder Teil einer großen Familie. Es hat mir wirklich gefallen, wie viel Liebe und Verständnis Aubrey von allen Seiten entgegengebracht wurde.
"Mich gibt's auch noch" ist keine leichte Lektüre. Die Geschichte geht tief und Aubreys Schmerz hat mir beim Lesen echt den Hals zugeschnürt. Es war gleichzeitig aber schön zu sehen, wie Aubrey immer stärker wird! Für mich hat Suzanne LaFleur hier einen sehr emotionalen Jugendroman geschaffen, der wehtut, aber gleichzeitig auch zeigt, wie schön das Leben sein kann!




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