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Freitag, 22. Mai 2026

[Spontane Leserunde] Erinnerungen an Anne Frank - Alison Leslie Gold

 


Über das lange Pfingstwochenende bot sich nun wieder die Gelegenheit, mit meiner Autorenfreundin Sandra Pulletz ein Buch gemeinsam zu lesen. Dieses Mal erinnern wir uns gemeinsam ein wenig an Anne Frank. 

Leseabschnitte

1. Abschnitt: Anfang bis Kapitel 7

2. Abschnitt: Kapitel 8 bis Kapitel 15

3. Abschnitt: Kapitel 16 bis Kapitel 21

4. Abschnitt: Kapitel 22 bis Ende


Ich wünsche uns angenehme Lesestunden. Wer mit einsteigen mag, ist herzlich eingeladen. Jeder liest in seinem Tempo.

28 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Hey! Ich freue mich sehr auf diese Leserunde mit dir :)
      Ich habe die Ausgabe von Ravensburger. Hast du auch 2x ein Vorwort drinnen?

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    2. Guten Morgen,
      ja, ich habe auch die Ravensburger Ausgabe und einmal ein Vorwort von der Autorin und eines von Hannah, der Freundin von Anne. Ich werde gleich mal mit dem ersten Abschnitt beginnen.

      Gestern Nacht fiel mir plötzlich ein, dass ich vor einigen Jahren ein Buch von Annes bester Freundin gelesen habe, das mir leider nicht so gefallen hat. Ich habe gerade mal nachgeschaut, dies war allerdings nicht Hannah sondern Jacqueline van Maarsen. Bin also hier gespannt, ob es hier eine andere Sichtweise hineinbringt.

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    3. Ah okay, bei mir ist das Cover aber anders :D Aber wird vom Inhalt derselbe sein

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    4. Ja, ich hab gesehen, dass es bei Ravensburger zwei Cover gab. Du hast am Ende sicher auch ein paar Fotos abgedruckt? Die Gestaltung vom Buch gefällt mir übrigens sehr.

      Am Anfang vom Buch habe ich nun auch gelesen, dass die Übersetzerin hier auch Annes Tagebuch übersetzt hat. Das gefällt mir ebenfalls. Es passt irgendwie alles vom Stil.

      Wenn man Google fragt, wird übrigens eher Hannah als ihre beste Freundin genannt. Jaqueline hat sich für ihr eigenes Buch wohl nur selbst zu ihrer besten Freundin ernannt. Werbezwecke halt, denke ich mal.

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    5. Ja, bei mir gibt es auch Bilder am Ende. Habe sie schon angesehen.

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  2. Antworten
    1. Der erste Abschnitt hat mich direkt in diese grausame Zeit katapultiert. Die Erzählung von Hannah beginnt 1942 und mit Annes plötzlichen Verachwinden. Man spürt richtig, wie sehr Hannah dies mitgenommen hat. Sie vermisst Anne und hofft zeitgleich, dass es ihr gut geht. Diese Ungewissheit muss echt schrecklich gewesen sein. Zeitgleich lebt Hannah auh ständig in Angst um sich und ihre Familie. Niemand weis zu dem Zeitpunkt ja, wie es sich entwickeln wird und Hannah zieht zudem, wie andere Juden abtransportiert wird. Das prägt sie sicher.

      Jacque also jene Jacqueline, deren Buch ich damals gelesen habe, wird auch erwähnt. Ich fand ihre Erzählung damals nicht so toll, weil sie kaum über Anne geschrieben und sich selbst so sehr in den Mittelpunkt gedrängt hat. Hier liest es sich auch mehr so, als würde Hannah Anne näher stehen als Jacque es tat. Letztendlich ist das aber auch Wahrnehmungssache. Man spürt auf jeden Fall, wie viel Anne Hannah bedeutet hat.

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    2. Ich habe den ersten Abschnitt auch gelesen. Wir wissen zwar heute einiges über diese schreckliche Zeit damals, und dennoch können wir es uns wohl kaum richtig vorstellen. Das Buch startet quasi, als die Franks bereits geflohen waren und alle annahmen, sie würden in die Schweiz reisen. Auch Hannah wünschte sich, sie und ihre Familie könnten weggehen. Und dennoch versucht die Familie ein halbwegs "normales" Leben zu führen z.B. Eis essen gehen.
      Schrecklich fand ich, als Alfred sagte, er muss ins Arbeitslager. Unvorstellbar, wenn ein Freund zu dir kommt, um sich zu verabschieden.
      Auch die Szene traf mich, wo die älteren Leute abtransportiert wurden. Einfach so und ich frage mich, wie man da noch so "ohne Angst" durch die Straßen gehen konnte. Schließlich konnte es jeden zu jeder Zeit treffen.

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    3. Ich glaube, als Kind geht man da noch etwas unbeschwerter heran, weil man noch nicht weiß, wozu Menschen fähig sind. Auch wenn Hannah hier schon bewusst sehr viel mitbekommt, eventuell mischt sich das aber auch alles so etwas mit dem Wissen, das sie später dann als Erwachsene hatte?
      Ich kann mir vorstellen, dass viele Eltern ihre Kindern auch nicht belasten wollten und so taten, als würde gar nichts Schlimmes vor sich gehen.

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    4. Das bestimmt. Aber die Eltern sagen ja selbst, die Kinder sollen aufpassen. Es verschwinden so viele täglich von der Straße ...

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  3. 2. Abschnitt: Kapitel 8 bis Kapitel 15

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    1. Puhh, dieser Abschnitt war auch echt hart zu lesen. Hannah Leben verändern sich immer mehr, ein Wunder, dass sie noch so lange zur Schule gehen durfte.
      Der Tod ihrer Mutter bei der Geburtstag hat mich hart getroffen. Hannah musste hier echt sehr viel ertragen in solch einem Alter. Man spürt richtig, wie sie gezwungen wird, erwachsen zu werden als es such für sie ins Lager geht und sie vom Vater getrennt wird.
      Gabi wurde dann krank, auch ein Wunder, dass man sie operiert hat.

      Nun sind sie in Bergen-Belsrn. In meiner alten Heimatstadt, in der ich aufgewachsen bin, befand sich ein Augenlider von Bergen Belsen. Heute ist das alles ein Lost Place, den ich als Kind dauernd erkundet habe ohne die ganze Geschichte zu kennen. Später hat jemand da einen Geocache gelegt, der das aufgearbeitet hat. Getötet wurde in dem Lager wohl niemand, aber ich etinner mich noch an die großen Hallen, in denen die Schienen endeten. Sehr unheimlich.

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    2. Ich habe nun auch den 2. Abschnitt gelesen und musste einige Male echt pausieren.
      Hannah ist noch so jung und wird im Lager quasi zum Mama-Ersatz. Ein Glück für die Kleinen. Dass man Gabi operiert hat, hat mich auch ein wenig gewundert, aber sie hat danach noch so lange Probleme mit den Ohren ...
      Ja nun sind sie in Bergen-Belsen angekommen ...

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    3. *Außenlager sollte das oben natürlich heißen. Blödes Handy und blöde Hitze ...

      Ich frage mich auch, was genau Gabi hatte und ob das überhaupt richtig behandelt wurde. Klingt ja irgendwie nicht wirklich so. Ein Menschenleben zu retten war damals ja auch nicht das Hauptziel sicherlich. Gerade Kinder waren ja auch als Arbeitskräfte nur bis zu einem gewissen Punkt belastbar.

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    4. Vielleicht war es eine Mittelohrentzündung? Und es stand ja, dass es dauernd weiterhin infiziert war?

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    5. Ja, das kann sein, auch wenn wohl Augen und auch Ohren entzündet waren.
      Die Fotos am Ende zeigen aber auch schon, dass Gabi überlebt hat.

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  4. 3. Abschnitt: Kapitel 16 bis Kapitel 21

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    1. Nun wurde auch noch Hannah krank. Auch wenn das recht schnell erzählt wurde, war doch ihre Verzweiflung spürbar, weil sie Gabi nicht allein lassen wollte. Schön fand ich hier den Zusammenhalt. Schön, dass diese Frau Abrahams für die Kinder da war und sie so bereitwillig in ihrer Familie aufnahm. Das fand ich echt wundervoll.

      ich habe schon darauf gewartet, dass Hannah endlich auf Anne trifft und das war wirklich ein starker und eindringlicher Moment, als die beiden Freundinnen wieder miteinander reden konnten. Ich habe mal eine Verfilmung gesehen, da gab es diesen Moment zwischen den beiden auch. Sehr schön diese Freundschaft. Die kranke Margot wird genau wie das Tagebuch erwähnt.

      Durch die sehr kurzen Kapitel liest es sich alles sehr schnell, dennoch ist es intensiv und die Zeit ist echt spürbar. Ich finde, das Buch ist die perfekte Ergänzung zu Annes Tagebuch. Wäre ich Lehrer, würde ich die Schüler beides lesen lassen.

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    2. Oh wow, ich wusste nicht, dass sich die beiden tatsächlich noch einmal getroffen haben. Sehr rührend muss ich sagen und fast unglaublich.
      Frau Abraham finde ich auch beeindruckend, dass sie sich um alle wie selbstverständlich kümmert.
      Die Geburtstagsszene war auch dabei und erinnert ja sehr an das "Tagebuch der Anne Frank" - damit hat es ja quasi gestartet.
      Ich finde dieses Buch bisher auch als sehr lesenswert. Vor allem lernt man hier einiges über das Leben in Arbeitslagern und im KZ. Auch die unterschiedlichen Zustände in den Bereichen werden aufgezeigt. Anne Franks Tagebuch endet ja mit der Festnahme - was logisch ist ...

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    3. Ich finde es auch toll, dass Hannah so liebevoll über Anne berichtet, man spürt wie wichtig ihr die Freundschaft war. Das Treffen hat ihr sicherlich auch Kraft gegeben, auch wenn es sie sicherlich auch mitgenommen hat. Anne hat ja auch über ihre verlorenen Haare berichtet. So vieles hat sich verändert, beide sind ja auf ganz eigenen Weg dorthin gekommen. Schon ein großer Zufall, dass sie beide nach Bergen Belsen kamen. Gerade in Niederlandenähe wären andere Lager eigentlich fast schon näher gewesen. Aber wer weiß, wie das alles organisiert wurde.




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    4. Sie haben sich ja sogar mehrmals getroffen am Zaun!

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  5. Antworten
    1. Ich bin jetzt durch und puhh, es ist einfach hart, wie viel Hannah ertragen und erleiden musste.
      Der Vater starb also auch, die ganze Familie ausgelöscht und sie war am Ende dann ja auch noch so schwer krank.

      Von Anne konnte sie sich auch nicht mehr verabschieden, was sehr traurig ist. Es hat mich echt bewegt,dass sie ihr noch Essen rübergeworfen und sich selbst in Gefahr gebracht hat. Ich fand Annes Schicksal ja schon immer sehr traurig, hätte sie doch nur noch ein paar Tage durchgehalten.

      Für mich war es ein sehr wertvolles Buch. Hab gar nicht erwartet, dass es mich so mitnehmen wird.

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    2. Ich bin nun auch durch und noch immer recht mitgenommen, muss ich sagen. In den letzten Kapitel gab es ja noch sehr viel. der Tod des Vaters, der Großmutter ... Anne u Margot ... Die anstrengende Zugfahrt und dann das Erreichen des Zielortes. Auch das stelle ich mir schwierig vor. Die ganzen Listen ... und dann sich wo ein neues Zuhause aufbauen mit kaum etwas an Hab und Gut bzw. auch kaum etwas zu essen. Oder zurück in die alte "Heimat" kommen und zu sehen, wie andere Leute dein Zuhause bewohnen ...
      Was mich sehr gerührt hat war der Besuch von Annes Vater. Und dass er so geholfen hat und vieles organisiert.
      Insgesamt für mich auch ein sehr wertvolles Buch. Auch dass Hannah u Gabi noch zusammen weiterleben konnten und das Fotoalbum für sie ausbehalten wurde. Davon durften wir ja am Ende einige Bilder sehen. Mich hat es sehr gefreut für Hannah, dass sie so viel Familie bekommen hat in späteren Zeiten!

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    3. Mich hat es auch gefreut, dass Hannah am Ende dann solch eine große Familie hatte und wirklich noch glücklich wurde. Es hätte ja auch alles anders kommen können. Es muss schwer sein, diesen ganzen Verlust so früh zu verarbeiten. Allein hätte Hannah das vermutlich auch nicht geschafft, allein dass Gabi da war, hat sie wohl am Leben gehalten. Man fragt sich auch, wie viel Gavbi selbst hier bewusst wahrgenommen hat. Sie war ja noch sehr jung.

      Das Buch zeigt sehr schön, wie ungerecht und grausam diese Zeit doch war. Es war ein reines Glücksspiel, ob man körperlich stark Genug ist, diese Zeit zu überstehen. Das ist echt schlimmer als jeder Horrorroman und irgendwie nach wie vor unverständlich, dass der Mensch zu so etwas fähig ist.

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  6. Antworten
    1. Obwohl das Buch recht dünn ist, schafft es die Geschichte, einen total mitzunehmen. Mich für war das Buch wirklich lesenswert und ich kann es nur weiterempfehlen. Mich wird die tragische Handlung noch eine Weile weiter beschäftigen ...

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