Seiten

Freitag, 17. Juli 2026

[Rezension] Vertrau mir, wenn du kannst - Judith Kelman

   


Titel:  Vertrau mir, wenn du kannst

Autor:  Judith Kelman

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 395
Cover: © Bechtermünz

Begonnen: 16.06.2026
Beendet: 19.06.2026


Ich liebe es ja, alte und sehr unbekannte Bücher zu entdecken, zu denen man nur schwer Rezensionen findet. Solch ein Buch war nun auch "Vertrau mir, wenn du kannst" von Judith Kelman, bei dem nicht einmal der Klappentext so recht andeutet, welche Art von Geschichte und welches Genre geboten wird.

Neben der rätselhaften Geschichte einer Frau, die auf einer Insel lebt und in ein leeres Kinderbett starrt, wird von Bethany Logan erzählt, die sich an einer Schule um Kinder mit einer Lernbehinderung kümmert. Eins dieser Kinder ist Pip, der sie abgrundtief zu hassen scheint und keine Gelegenheit auslässt, ihr das auch zu zeigen. Leider ist Pip der Sohn vom Schuldirektor, weswegen auch Beschwerden nichts bringen.

Bethany findet nun heraus, dass mit Pips Herkunft etwas nicht stimmt und erfährt dann von einem Jungen namens Ethan, der einst von einer Insel entführt wurde. Da ihr niemand diese Geschichte glauben will, bringt sie den Jungen kurzerhand selbst auf die Insel zurück und erlebt dort dann einen wahren Albtraum.

Zu Beginn war dieses Werk sehr eindringlich, denn gerade das Thema rund um die Kinder, die sich langsamer entwickeln als andere Gleichaltrige, wird sehr sensibel eingebaut. Bethany empfand ich als spannende Protagonistin, auch wenn ich ihre Gedankengänge nicht immer nachvollziehen konnte. Sie entführt den Jungen nun nämlich selbst, um ihn zu einer Familie zu bringen, in die er vielleicht gar nicht hineinpasst.

Leider hat sich das Buch für mich etwas verloren, als es für Bethany und den Jungen auf die Insel ging. Die Charaktere dort sind interessant, aber mit dem Ende beziehungsweise der Auflösung konnte ich nichts anfangen. Ich bin mir auch recht unsicher, in welches Genre ich das Buch einordnen würde. Es ist weder so recht ein Krimi noch ein Psychothriller, denn dafür ist die Handlung zu glatt und geradlinig ...



EIn Buch, das sehr eindringlich beginnt, sich aber irgendwann verliert und ein Ende besitzt, mit dem ich nichts anfangen konnte!

Ich vergebe 3 von 5.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Datenschutzerklärung
dieses Blogs.