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Sonntag, 30. August 2026

[Rezension] Die zweite Schwester - Claire Kendal

   


Titel: Die zweite Schwester 

Autor:  Claire Kendal

Genre: Thriller, Roman

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 478
Cover: © Ullstein
Begonnen: 27.07.2026
Beendet: 30.07.2026


Melanie kann einfach nicht akzeptieren, dass ihre ältere Schwester einfach nicht mehr da ist. Obwohl sie sich um den Sohn kümmern müsste, den Miranda zurückgelassen hat, kämpft sie noch immer darum, die Wahrheit hinter dem Verschwinden herauszufinden.  Sie will nämlich nicht glauben, dass der verurteilte Serienkiller Jason Thorne dahinterstecken könnte. Dabei lockt sie allerdings jemanden an, der die ganze Wahrheit kennt ...

Ich war eigentlich auf der Suche nach einem spannenden Thriller, fand in diesem Buch aber leider nur eine recht langatmige Spurensuche einer Frau, die endlich wissen will, was mit ihrer Schwester geschah. Lange passiert in diesem Buch nichts, denn erst einmal werden die Charaktere eingeführt, die allesamt sehr unsympathisch sind und nur aus Melanies Sicht betrachtet werden. Halbwegs interessant ist nur Melanie, die noch immer im Geiste mit ihrer Schwester spricht und ihr Leben durch den Verlust nicht mehr im Griff hat.

Selten habe ich ein Buch gesehen, bei dem wirklich jede noch so kleine, unwichtige Szene so dermaßen in die Länge gezogen wird. Herzstück der Geschichte hätte eigentlich der Besuch beim Serienkiller sein sollen, den die Autorin dann auch streckt und mit so vielen unwichtigen Dialogen füllt, dass die gesamte Story immer wieder für zehn oder auch mehr Seiten stagniert. 

Das Ende war dann so vorhersehbar, dass ich auf den letzten Seiten eine riesige Enttäuschung gespürt habe. Eine gewisse Person hielt ich nämlich für die typische falsche Fährte, da es viel zu einfach und offensichtliche wäre, wenn sich diese als Täter entpuppt, doch leider wählt die Autorin diesen sehr unoriginellen Weg.
Von einem Thriller war "die dritte Schwester" für mich leider meilenweit entfernt und durch die vielen Länge wird mir kaum etwas positiv in Erinnerung bleiben.


Vorhersehbar und stark in die Länge gezogen bietet dieser Thriller leider kaum Spannung ...
Ich vergebe 2 von 5.

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