Titel: Die Magie der kleinen Dinge
Autor: Jessie Burton
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2015
Seitenzahl: 476
Cover: © Limes Verlag
Begonnen: 15.09.2026
Beendet: 18.09.2026
Der Einstieg in diese Geschichte, die uns ins 17. Jahrhundert und nach Amsterdam entführt, fiel mir nicht leicht. Mit Nella gemeinsam werden wir nach einer recht schnellen Hochzeit Teil der Familie Brandt, in der es einige Geheimnisse gibt. Ihr Ehemann interessiert sich nicht für sie und ihre Schwägerin scheint sie regelrecht zu hassen. Trost findet Nellla in ihrem Hochzeitsgeschenk - einem Puppenhaus. Voller Hingabe richtet sie es mit der Hilfe einer Miniaturistin ein, die in ihren Figuren allerdings Dinge aufzeigt, die sie eigentlich gar nicht wissen kann ...
Ich brauchte sicherlich gut 100 Seiten bis ich in dieser doch sehr rätselhaften Geschichte ankam. Die Rolle des Puppenhaus, das auf magische Art die Zukunft voraussagt und Nella dabei hilft, sich selbst und ihren Platz zu finden, hat mir gut gefallen. Petronella Oortman ist sogar eine real existierende Persönlichkeit, die einst ein stattliches Puppenhaus besaß.
Nella ist anfangs noch eine sehr unsichere Protagonistin, die sich in dieser Ehe und der Familie sehr verloren fühlt. Die Miniaturen werden zu ihrem einzigen Trost, auch wenn diese immer unheimlicher werden.
Mir gefiel, wie rätselhaft alles lange Zeit erscheint. Gewisse Dinge konnte ich zwar bereits erahnen, dennoch hat mich so manch eine Entwicklung wirklich geschockt. Das Durchhalten lohnt sich, denn am Ende überschlägt sich alles und es werden wirklich sehr viele düstere Geheimnisse gelüftet, die in der damaligen Zeit leider schwerwiegende Folgen haben.
Auch wenn ich mich anfangs sehr schwer mit dem Buch getan habe, fand ich es zum Ende hin doch sehr intensiv und stellenweise sogar unfassbar brutal. Das hatte ich am Anfang nicht erwartet. Ich bin sehr froh, es nicht abgebrochen zu haben!




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