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Donnerstag, 8. Oktober 2026

[Rezension] Löcher - Louis Sachar


  Titel: Löcher

Autor:  Louis Sachar

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2002

Seitenzahl: 286
Cover: © Gulliver
Begonnen: 05.09.2026
Beendet: 08.09.2026


Eine gemeinsame Leserunde brachte mich zu einem Buch, das ich schon lange lesen wollte. "Löcher" erzählt von einer Besserungsanstalt mitten in der texanischen Wüste, in der auch aus Stanley, der einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, wieder ein angepasstes Mitglied der Gesellschaft gemacht werden soll. Gemeinsam mit anderen Jungs, die eine Straftat begangen haben, muss er tagtäglich in der Hitze ein Loch ausgraben. Was ihn anfangs an seine Grenzen bringt, macht ihn schließlich immer stärker.

Stanley symbolisiert hier den typischen Außenseiter, der etwas übergewichtig ist und an seiner Schule keine Freunde hat. Im Camp Green Lake lernt er erstmal echten Zusammenhalt kennen und findet ihn Zero, den alle für dumm halten, nicht nur einen echten Freund, sondern erlebt mit diesem auch noch ein großes Abenteuer.

Mich hat der herausfordernde Alltag innerhalb der Besserungsanstalt von Anfang an gepackt, denn es wirkte alles so, als sollten die Jungs mit dem Löcher buddeln nur beschäftigt und gleichzeitig abgehärtet werden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sich irgendwo noch ein Geheimnis verbirgt, das mit der Geschichte des Ortes verbunden ist.

Sehr angenehm baut der Autor auch die tragische Vergangenheit einer Lehrerin und eines Zwiebelverkäufers ein. Auf sehr leichte Art und Weise erzählt er damit auch von schwierigen Themen wie Rassismus. Etwas verwundert hat mich, wie wenig innerhalb des Camps rebelliert wird und wie sehr sich alle mit ihrem Schicksal abgefunden haben.

Mich hat das Abenteuer, in dem es für mich vorwiegend um Freundschaft, das Entdecken der eigenen Stärke und um Zusammenhalt geht, gut unterhalten. Mein einziger Kritikpunkt betrifft lediglich die vielen Zufälle, die für mich zu einem etwas übertriebenen Happy End führen. Der Geschichte hätte hier ein etwas kritischer Nachklang sicher besser gestanden, gerade wenn man sieht, wie oft das Buch als Schullektüre gelesen wird. Dennoch hatte ich großes Vergnügen, dieses Buch, das ich in meiner Kindheit schon einmal in der Hand hatte, als Erwachsene endlich kennengelernt zu haben. 


Ein unterhaltsames Abenteuer, in dem es um Freundschaft, das Entdecken der eigenen Stärken und echten Zusammenhalt geht. Nur das Ende besaß für mich leider keinen echten Nachklang ...

Ich vergebe 4 von 5.

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