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Freitag, 14. August 2026

[Rezension] Blutige Anfänger - Caroline Graham

  


Titel: Blutige Anfänger

Autor:  Caroline Graham 

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 412
Cover: © Goldmann

Begonnen: 13.07.2026
Beendet: 15.07.2026


In dem kleinen Dorf Midsomer Worthy trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Hobbyautoren, um sich auszutauschen. Max Jenning, ein Bestsellerautor, wird zu einem der Treffen eingeladen und erscheint tatsächlich, weil es eine Verbindung zwischen Gerald und ihm gibt. Doch am nächsten Tag ist Gerald tot und Max nicht auffindbar ...

"Blutige Anfänger" war mein allererster Kontakt mit den Krimis von Caroline Graham und auch mit Tom Barnaby, ihrem sehr bekannten Ermittler. Angesprochen hat mich vor allem, dass es um eine Gruppe von Schrifstellern geht, allerdings setzte hier schnell Frust ein, als ich erkannte, wie stereotypisch alle Charaktere sind. Aus echter Leidenschaft schreibt niemand, alle gieren nur nach dem großen kommerziellen Erfolg. Damit konnte ich mich nicht so recht identifizieren.

Der Krimihandlung wollte ich dennoch eine Chance geben, auch wenn ich alle Charaktere furchtbar unsympathisch fand. Barnaby als Ermittler mit Ecken und Kanten fand ich ganz interessant, auch wenn er mich jetzt nicht so sehr vom Hocker gerissen hat, dass ich nun ein großer Fan von ihm werde.

Die Vorgeschichte und auch die letztendliche Auflösung fand ich nicht schlecht, werden doch einige sehr interessante Geheimnisse gelüftet. Allerdings merkt man, daß Barnaby selbst gar keinen echten Teil zu allem beigetragen hat und sich der eigenen Unfähigkeit auch sehr bewusst ist. Vermutlich werde ich nicht noch einmal zu einem Krimi von Caroline Graham greifen, denn irgendwie entsprach dieser nun nicht ganz meinem Geschmack. Ich bin dennoch früh, Inspector Barnaby einmal in einen Buch kennengelernt zu haben!


Ein recht durchschnittlicher Krimi, der eine solide Auflösung besitzt, mich aber leider nicht vom Hocker reißen konnte.

Ich vergebe 3 von 5.

Donnerstag, 13. August 2026

[Spontane Leserunde] Mörderfinder - Die Spur der Mädchen - Arno Strobel

 


Es geht weiter mit einem Thriller von Arno Strobel in diesem Sommer der spontanen Leserunden. Wieder mit dabei ist meine Autorenkollegin Sandra Pulletz. Wer mit einsteigen will, ist herzlich eingeladen.

Leseabschnitte

1. Abschnitt - Kapitel 1 bis Kapitel 13

2. Abschnitt - Kapitel 14 bis Kapitel 27

3. Abschnitt - Kapitel 28 bis Kapitel 40

4. Abschnitt - Kapitel 41 bis Kapitel 50

5. Abschnitt - Kapitel 51 bis Ende

[Release-Day] Die Lügner von Crescent Falls


Heute gibt es zur Veröffentlichung ein ehrliches, aktuelles Foto und ein paar ebenso ehrliche Worte, denn das passt am besten zu diesem Buch.

Das handschriftliche Schreiben hat mir durch die letzten Monate geholfen, doch das Veröffentlichen selbst fühlt sich mit jedem Mal leerer und unbedeutender an. Man gibt sein Buch frei und sieht zu, wie es schnell wieder untergeht.

Vielleicht habe ich in diesem Jahr durch das fehlende Reisen und die wenige Bewegung zu viel Zeit zum Nachdenken. Ich merke aber immer wieder, dass mir die ganze Online-Marketing-Welt kaum noch etwas bedeutet. Selbst der Veröffentlichungstag ist - fast wie mein Geburtstag - einfach nur ein normaler Tag. Stellt sich die Frage, ob das so sein sollte.

Ich freue mich natürlich dennoch, daß Rainfield mit diesem Buch wieder wachsen darf und ein paar Lesern für kurze Zeit eine Zuflucht bietet. Es war mir eine Ehre, so viel Zeit mit Margot, Darren, Sadie, Paisley, Seth und Clover verbringen zu dürfen. Ihr habt den Sommer erträglich gemacht! 

Nun noch ein paar kurze Worte zum neuen Buch: Es geht um Lügen, die einen Unschuldigen ins Jugendgefängnis von Crescent Falls bringen und nach einem Jahr explodieren. Was geschah auf dem Schulausflug, auf dem die Lehrerin Margot verzweifelt versuchte, für einen respektvollen Umgang zu sorgen und dabei am Wasserfall ums Leben kam? Und was verheimlichen jene Schüler, die Margot als ihre Peimzahlen betrachtete, weil sie ihnen so sehr ähnelten?

So, ich verziehe mich dann wieder in mein


aktuelles Manuskript, das mich zum Glück bereits gedanklich wieder komplett eingenommen hat und werde auch versuchen, die nächsten Kurzgeschichten zu schreiben. Ich bedanke mich bei jedem, der mich bei dieser ganzen verwirrenden Reise begleitet und mich in Rainfield besucht!

Mittwoch, 12. August 2026

[Rezension] Böses Blut - Hilary Norman

  


Titel: Böses Blut

Autor:  Hilary Norman 

Genre: Roman, Thriller

Erscheinungsjahr: 2003

Seitenzahl: 574
Cover: © Bastei Lübbe

Begonnen: 09.07.2026
Beendet: 13.07.2026


Hilary Norman hat mich mit ihren Büchern schon durch meine Jugend begleitet und ich weiß, dass ich auch diesen Thriller damals bereits verschlungen habe. Auch beim zweiten Lesen hat mich die Lebensgeschichte von Laura direkt in den Bann gezogen und sehr berührt.

Wie erfahren erst einmal, wie Laura schon früh ihre Eltern verliert und dann in ein Mädchenpensionat gesteckt wird, in dem sie von ihrem Mitschülerin gemobbt wird. Auf einem Schulausflug eskaliert alles und sie ersticht die Anführerin der Mädchenclique. Diese eine Tat und die anschließende Zeit im Gefängnis prägen sie. Als sie ihren späteren Mann Roger kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er sie nur auserwählt hat, weil sie seiner Meinung nach "böses Blut" besitzt ...

Ich liebe den leichten Schreibstil von Hilary Norman, der dennoch Tiefgang besitzt. Die Charaktere haben allesamt ihre Probleme, Narben und auch ihre Geheimnisse. Besonders interessant fand ich Laura beste Freundin Gus und ihre Geschichte, die auch gut ein eigenes Buch hätte füllen können. Mir gefiel der Zusammenhalt zwischen den beiden Frauen.

Für mich war "Böses Blut" ein echter Psychothriller. Besonders die Ehe mit Roger, in die Laura förmlich hineingezogen wird, sorgt für Gänsehaut. Roger ist nämlich einer der abartigsten Männer, den ich jemals in einem Buch getroffen habe. Sein Umgang mit seiner Frau hat mich echt geschockt. Mir tat Laura, die eigentlich nur ihren Platz sucht, furchtbar leid. Zum Ende hin eskaliert alles und auch wenn es sich auf den ersten Blick einfach löst, findet Roger hier doch nahezu die perfekte Rache. Für mich gehört dieses Buch definitiv zu den stärksten Werken der Autorin, das einen echten Sog ausübt. Ich werde an Lauras Geschichte sicher noch eine Weile zu knabbern haben!


Als großer Fan der Autorin halte ich "Böses Blut" für eins ihrer stärksten Bücher mit einem unfassbare Sog und vielschichtigen Charakteren!

Ich vergebe 5 von 5.

Dienstag, 11. August 2026

[Rezension] Zeitsprung ins Jetzt - Ali Sparkes

 


Titel: Zeitsprung ins Jetzt

Autor:  Ali Sparkes 

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2010

Seitenzahl: 400
Cover: © Fischer

Begonnen: 10.07.2026
Beendet: 14.07.2026


Die Geschwister Rachel und Ben finden ein unterirdisches Labor, in dem sich zwei Kinder in ihrem Alter im Kälteschlaf befinden. Als Polly und Freddy erwachen, erzählen sie, dass sie aus dem Jahr 1956 stammen und nun unbedingt wissen wollen, was mit ihnen und ihrem Vater passiert ist. Allerdings sind bereits Geheimagenten auf der Suche nach ihnen ...

Durch den sehr leichten Schreibstil lässt sich dieses Kinder- beziehungsweise Jugendbuch sehr schnell lesen. Der Humor ist gelungen und lebt vor allem davon, dass sich Polly und Freddy plötzlich im Jahr 2007 zurechtfinden müssen. Die ganzen Ideen sind hier sicherlich nicht neu, besitzen aber einen guten unterhaltungswert.

Die vier Kinder/Jugendlichen als Protagonisten sind sehr angenehm. Jeder besitzt Eigenarten und es dauert nicht lange, bis die vier ein Team werden und dieses große Abenteuer gemeinsam meistern. Zum Ende hin nimmt die Spannung immer mehr zu, sodass es kaum möglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Geschichte hinter dem Kälteschlaf und die Sache mit den Agenten sowie der Regierung gefielen mir als junggebliebener Erwachsener allerdings nicht und ich glaube, als Jugendlicher oder gar als Kind hätte ich das alles noch weniger gemocht. Das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten war es ein angenehmes Leseabenteuer!



Ein lockerleichtes, sehr amüsantes Jugendbuch mit tollen Charakteren. Nur die Hintergrundgeschichte war nicht so meins ...

Ich vergebe 4 von 5.


Montag, 10. August 2026

[Rezension] Der unheimliche Weg - Agatha Christie

 


Titel: Der unheimliche Weg

Autor:  Agatha Christie

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1995

Seitenzahl: 160
Cover: © Scherz

Begonnen: 07.07.2026
Beendet: 09.07.2026


Mehrere Wissenschaftler verschwinden, darunter auch Tom Betterson. Als auch seine Frau nach einem Flugzeugabsturz stirbt, soll Sylvia, die ihr Leben gerade beenden will, als Spionin in ihre Rolle schlüpfen und die Hintermänner aufspüren ...

Mir war zu Beginn nicht klar, dass es sich bei "Der unheimliche Weg" nicht um einen typischen Christie-Krimi, sondern um einen Spionageroman handelt. Beim Lesen hatte ich auch tatsächlich das Gefühl, gar kein Buch von Agatha Christie zu lesen, denn hier gibt es keinen klassischen Fall, der gelöst werden muss. Stattdessen landen wie mitten im Kalten Krieg, doch echte Gefahr war für mich nicht spürbar und die ganze Geschichte wirkt furchtbar dünn und sehr schräg.

Interessant fand ich die Protagonistin Sylvia, die ganz ungewollt eine neue Identität bekommt und dann in einer ganz neuen Welt mitten in der Wüste landet. Allerdings fehlt es dem gesamten Buch an Spannung. Agatha Christie wollte hier sicherlich mal experimentell ein neues Genre ausprobieren, doch für mich funktionierte hier nur wenig. Eventuell liegt es aber auch daran, dass mich bisher noch nie ein Spionageroman wirklich mitgerissen hat. So war es auch mit diesem Buch, das für mich bisher das langweiligste war, was mir von der Autorin, die ich sonst sehr schätze, in die Hände fiel ...
 


Kein Krimi, sondern ein seltsamer Spionageroman, der mich nicht unterhalten und auch nicht mitreißen konnte ...

Ich vergebe 2 von 5

Sonntag, 9. August 2026

[Rezension] Gänsehaut - Der Schrecken, der aus der Tiefe kam - R. L. Stine

 


Titel: Gänsehaut - Der Schrecken, der aus der Tiefe kam

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 226
Cover: © Omnibus

Begonnen: 06.07.2026
Beendet: 12.07.2026


Noch immer liebe ich es, gemeinsam mit meinem Mann jene Bücher noch einmal zu lesen, die ich im meiner Kindheit und Jugend geliebt habe. "Der Schrecken, der aus der Tiefe kam" war allerdings ein Teil der Gänsehaut-Reihe, der mir schon damals nicht besonders gruselig vorkam.

Billy verbringt in dieser Geschichten die Ferien mit seiner Schwester Sheena auf dem Forschungsschiff seines Onkels. Im Meer trifft er allerdings nicht nur auf Fische und Haie, sondern auch auf ein Meeresungeheuer und auf eine Meerjungfrau.

Für mich fühlte sich dieser Teil eher wie ein Abenteuerbuch an. An Grusel fehlt es dieser Unterwasserwelt ein wenig, aber dennoch weiß die Geschichte zu unterhalten, denn Billy muss sich schließlich für die gefangene Meerjungsfrau einsetzen. Etwas origineller hätte ich allerdings eine böse Meerjungsfrau gefunden, denn irgendwie fehlte mir der echte Schrecken.

Spaß beim gegenseitigen Vorlesen hatten wir aber auch mit diesem Buch wieder! Das nostalgische Gefühl geht zum Glück nicht verloren!


Dieses Gänsehaut-Buch, das wir uns wieder gegenseitig vorgelesen haben, ist eher eine Abenteuergeschichte. Trotz fehlendem Grusel aber dennoch unterhaltsam!

Ich vergebe 4 von 5.

Samstag, 8. August 2026

[Rezension] Elisabeth - Kaiserin wider Willen - Brigitte Hamann


 Titel: Elisabeth - Kaiserin wider Willen

Autor:  Brigitte Hamann

Genre: Biografie

Erscheinungsjahr: 2013

Seitenzahl: 638
Cover: © Piper

Begonnen: 07.07.2026
Beendet: 10.07.2026


"Elisabeth - Kaiserin wider Willen" ist eine sehr umfangreiche Biografie, die das gesamte Leben von Sisi aufzeichnet. Dabei zeigt die Autorin ein sehr ehrliches Bild jener Frau, die gar keine Kaiserin sein wollte, viele Jahre in einem goldenen Käfig gefangen blieb und einige Schicksalsschläge einstecken musste. Spannend finde ich an Sisi ihr fehlendes Klassenbewusstsein und ihren Widerstand gegen die am Hof geltenden Regeln. 

Auf über 600 Seiten wird Elisabeth wirklich von allen Seiten beleuchtet. Angefangen mit ihrer Verlobung, stürzt sie sich schnell in ein Leben, das ihr selbst nur wenig gefiel und das sie immer unglücklicher sowie kränklicher machte. Ich habe in diesem Buch viele Dinge erfahren, die ich noch nicht wusste. So war mir gar nicht klar, dass ihr Sohn Selbstmord beging und sie selbst ermordet wurde.

Interessant sind die abgedruckten Bilder und auch die von Sisi verfassten Gedichte, die zeigen, dass aus ihr eher eine Dichterin und Schriftstellerin hätte werden sollen. Zum Ende hin wurden es mir hier allerdings zu viele Gedichte, die den Weg in diese Biografie fanden. 

So interessant ich die gesammelten Fakten hier auch fand, war mir die Erzählweise manchmal doch recht trocken und dadurch auch langatmig. Es fiel mir oft schwer, am Ball zu bleiben, besonders wenn es um die politischen Verstrickungen ging. Auch fehlte es mir an Nähe. Brigitte Hamann hat enorm viel Recherchearbeit geleistet und in diesem Buch, das wohl auch schon etliche Male überarbeitet und erweitert wurde, erfährt der Leser wohl nahezu alles über Sisi. Dennoch hätte mir eine etwas lebhaftere Erzählweise deutlich mehr gefallen.
 


Eine sehr umfangreiche und sicherlich perfekt recherchierte Biografie, die sich allerdings sehr überladen und dadurch trocken anfühlt beim Lesen.

Ich vergebe 3 von 5.

Freitag, 7. August 2026

[Spontane Leserunde] Der Friedhof der vergessenen Bücher - Carlos Ruiz Zafón

 


Es geht weiter im Sommer der spontanen Leserunden mit einem Buch mit Erzählungen von Carlos Ruiz Zafón über den "Friedhof der vergessenen Bücher", der aus seiner beliebten Buchreihe bereits bekannt ist. Mit dabei ist wieder meine Autorenkollegin Sandra Pulletz. Wer mit einsteigen will, kann das gerne tun

Leseabschnitte/einzelne Geschichten

1. Blanca und der Abschied

2. Namenlos

3. Ein junges Mädchen aus Barcelona

4. Die Feuerrose 

5. Der Fürst des Parnass

6. Eine Weihnachtsgeschichte

7. Alicia im Morgengrauen 

8. Graue Männer

9. Die Frau aus Dunst

10. Gaudi in Manhattan

11. Apokalypse in zwei Minuten


[Rezension] 18, Und schon am Ende? - Klara Obermüller

  


Titel: 18, Und schon am Ende?

Autor:  Klara Obermüller

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 1982

Seitenzahl: 148
Cover: © Benziger

Begonnen: 05.07.2026
Beendet: 07.07.2026


Als Ursula ihre Lehrstelle in einem Bücherladen verliert, bricht für sie ihre ganze Welt zusammen. Ihre Eltern haben ihr nämlich eingeredet, dass dies ihre allerletzte Chance sei und nun kommt es Ursula so vor, als wäre ihr Leben wirklich schon vorbei ...

Von der ersten Seite dieses Jugendbuches konnte ich mit Ursula mitfühlen, denn ich habe in meiner Teenagerzeit Ähnliches erlebt. Ursula findet ihren Platz einfach nicht und bekommt von ihren Eltern dauernd zu hören, dass sie eine Versagerin ist. Geliebt wird sie von niemanden und an sämtlichen Erwartungen ist sie längst zerbrochen. So ist es kein großes Wunder, dass sie kein Selbstvertrauen und auch keine Hoffnung mehr besitzt. 

Etwas geschockt hat mich der Verlauf des Romans, denn Ursula tut dasselbe, was ich in meiner Jugend versucht habe: Sie versucht sich das Leben zu nehmen, erwacht dann aber im Krankenhaus. Mit der Hilfe der Krankenschwester Marianne, die ihr einen Platz und ein offenes Ohr anbietet, schöpft Ursula neue Hoffnung auf eine eigene Zukunft fern von ihren Eltern. Die Autorin spricht hier sicher vielen Jugendlichen aus der Seele!
 


Ein sensibler Jugendroman, der sicherlich vielen Teenagern aus der Seele spricht!

Ich vergebe 5 von 5.

Mittwoch, 5. August 2026

[Rezension] Halskette und Kalebasse - Robert van Gulik

   


Titel: Halskette und Kalebasse

Autor:  Robert von Gulik

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 201ü

Seitenzahl: 192
Cover: © Diogenes

Begonnen: 25.06.2026
Beendet: 05.07.2026


Mit meinen Mann gemeinsam habe ich mal wieder ein Buch gelesen, das wir schon vor ein paar Jahren gefunden und sogar bereits einmal begonnen hatten. Doch erst jetzt war es für uns ander Zeit, das erste Abenteuer von Richter Di und damit dem "Sherlock Holmes" von China endlich einmal zu erleben.

Der Richter kommt zu einer kleinen Stadt und gibt sich dort als Arzt aus, um Ermittlungen in einem rätselhaften Mord anzustellen. Der Kassierer einer Herberge wurde getötet. Zeitgleich bekommt er von der dritten Prinzessin den Auftrag, eine verlorene Halskette zu finden. Schnell stellt sich heraus, dass beide Fälle zusammenhängen, doch wo ist die Halskette?

Für uns war es der erste Fall rund um Richter Di, der eine wahre historische Persönlichkeit als Vorbild hat. Spannend ist die Zeit, in der das ganze spielt, denn der Autor fängt die Tang-Dynastie mit allen Gesetzen und Regeln perfekt ein. Auch die Charaktere sind gelungen. Neben Richter Di empfand ich besonders die Geschichte von Meister Kalebasse als sehr interessant, denn hier gibt es noch eine sehr gelungene Wendung. 

Der Fall selbst ist sehr unterhaltsam und bietet einige Überraschungen. Besonders die Offenbarung darüber, wo sich die Halskette befindet, hat mir sehr gefallen. Auch die Zeichnungen im Stil chinesischer Holzschnitte passen perfekt zur Atmosphäre der Geschichte.

Unser erstes Treffen mit Richter Di wird auf jeden Fall nicht unser letztes gewesen sein, denn ich denke, dass die Reihe aus noch weiteren sehr originellen Fällen bestehen wird!


Ein spannender Kriminalfall mit dem sehr interessanten Richter, der hier seinen Spürsinn beweist! Als Krimifan bin ich begeistert!

Ich vergebe 5 von 5.

Dienstag, 4. August 2026

[Spontane Leserunde] Die Taube - Patrick Süskind

 


Es geht weiter mit unserem Sommer der spontanen Leserunden, dieses Mal lesen Sandra Pulletz und ich Patrick Süskinds "Die Taube". Wer spontan mitlesen mag, kann sich uns gerne anschließen!

Leseabschnitte

1. Abschnitt - erstes Drittel

2. Abschnitt - zweites Drittel 

3. Abschnitt - letztes Drittel

Montag, 3. August 2026

[Rezension] Aschenputtel - Kristina Ohlsson

 


 Titel: Aschenputtel

Autor:  Kristina Ohlsson

Genre: Thriller, Krimi

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 496
Cover: © Blanvalet

Begonnen: 01.07.2026
Beendet: 06.07.2026


"Aschenputtel" beginnt mit einem sehr fesselnden Moment in einem Zug, der außerplanmäßig anhält. Eine Mutter steigt aus und wird so von ihrer Tochter getrennt, die daraufhin spurlos verschwindet, nur ihre Sandalen bleiben zurück ...

Ein echter Thriller ist dieses Buch sicherlich nicht, sondern eher ein Krimi, der wohl auch gleichzeitig dazu dient, Alex, Peder und Frederika als Ermittler einzuführen. So gibt es wie es für das Genre typisch ist, auch jede Menge Privates, was mich jedoch mal wieder vom eigentlichen Fall abgelenkt hat. Ich weiß allerdings, dass es Leser gibt, die solch persönliche Einblicke lieben. In diesem Teil geht es vor allem um Frederika, die von ihren Kollegen als sehr empathielos und unfähig betrachtet wird.

Der Fall selbst hat mir gefallen, denn wir bekommen auch teilweise Einblick in den Kopf des Täters. Es gibt auch einige Schockmomente, was hier sehr nahe geht, weil es sich bei den Opfern ja um Kinder handelt.

Das Motiv fand ich passend und die Hintergründe wirklich erschreckend. Zum Ende hin ist allerdings spürbar, dass dies das Debüt der Autorin ist, denn der Täter wird schnell und etwas lieblos präsentiert. Potenzial, sich in den nächsten Bänden zu steigern, ist auf jeden Fall vorhanden. Ich würde tatsächlich auch noch einen Teil der Reihe lesen, wenngleich mich das Privatleben der Ermittler nicht interessiert.



Ein recht klassisch aufgebauter Fall, der aber zu fesseln weiß, wenngleich auch mal wieder viel zu viel Privates der Ermittler enthält.

Ich vergebe 4 von 5.

Samstag, 1. August 2026

[Rezension] Der Sündenbock - Daphne du Maurier

    


Titel: Der Sündenbock

Autor:  Daphne du Maurier

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1959

Seitenzahl: 443
Cover: © Bertelsmann 

Begonnen: 30.06.2026
Beendet: 03.07.2026


Seit "Rebecca", das tatsächlich eins meiner Lieblingsbücher geworden ist, bin ich großer Fan von Daphne du Maurier und sehr begeistert davon, wie vielfätig ihre Werke doch sind. "Der Sündenbock" handelt von zwei Männern, die sich zufällig treffen und sich so ähnlich sehen, dass sie ihre Leben tauschen.

Ganz freiwillig läuft dieser Tausch allerdings nicht ab. Der Engländer John, der aktuell sehr einsam ist und nichts mit seinem Leben anzufangen weiß, erwacht in Jeans Hotelzimmer in der Kleidung seines Doppelgängers. Er erfährt nicht nur, dass Jean ein französischer Graf ist und eine riesige Familie besitzt, sondern taucht auch noch immer tiefer in den Grund dafür ein, wieso Jean sein Leben so einfach aufgibt.

Ich habe nun schon etliche Geschichte über solche Doppelgänger gelesen, die miteinander tauschen, doch nach wir vor finde ich das Thema sehr spannend. John erkennt relativ schnell, wie schwierig das Verhältnis innerhalb der Familie ist, denn Jean hatte Affären und zudem ein großer Lügner. Interessant ist hier, dass John auf seine eigene, ruhige und ehrliche Art versucht, Herr über das ganze Chaos zu werden. Hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Männer doch sind und wie schwer es ist, die eigene Identität abzulegen, wenn man in eine andere Rolle schlüpft. Im Grunde blitzt der wahre Charakter immer durch.

"Der Sündenbock" ist auf jeden Fall ein unterhaltsamer und vielschichtiger Roman. Nur das Ende empfand ich dann als viel zu unbefriedigend und deprimierend. Es mag zu Johns Charakter passen, aber es wäre doch schön gewesen, wenn er auch etwas mehr Selbstbewusstsein aus der ganzen Geschichte mitgenommen hätte! Interessant wäre zudem sicherlich auch einmal ein Kapitel aus Jeans Sicht gewesen, der zur selben Zeit ja auch Johns Leben zerstört hat.


Ein vielschichtiger Roman über zwei Männer, die ihr Leben tauschen. Bis auf das unbefriedigende Ende ein tolles Werk!

Ich vergebe 4 von 5.