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Mittwoch, 25. Dezember 2019

[Rezension] Bote der Nacht - Dean Koontz

Titel: Bote der Nacht
Autor:  Dean Koontz 
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 7. September 2004
Anzahl der Seiten: 752
Cover und Inhaltsangabe © Heyne

Begonnen: 17.10,19
Beendet: 21.10.19



Die neunjährige Leilani weiß, dass ihr Stiefvater ein Serienmörder ist. Und er hat angekündigt, sie spätestens an ihrem zehnten Geburtstag »zu den Sternen zu schicken«. Außer ihr ahnt nur eine vom Leben gezeichnete junge Frau etwas von der Gefahr und will das Kind retten, doch der Killer erwartet sie bereits.




Dean Koontz begleitet mich jetzt bereits genauso lange wie Stephen King. Dabei muss ich aber sagen, dass ich mich mit vielen seiner Werke doch schwer getan habe, ja,  ich nicht jedes seiner Werke wirklich genießen konnte. Er schreibt manchmal doch sehr abgedreht, was mir gut gefällt, doch manchmal schlägt er dabei auch weit übers Ziel hinaus.

"Bote der Nacht" war ein Bücherschrankfund und ich wusste erst nicht, ob ich mich wirklich an die 752 Seiten wagen soll. Nachdem ich allerdings die ersten Seiten verschlungen habe, stand eins fest: Ich muss einfach weiterlesen.

Zu Beginn der Rezension muss ich allerdings erwähnen, wie unpassend ich den Klappentext finde, denn er erzählt genau das, was im letzten Drittel des Buches passieren wird. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, liest sich die Geschichte natürlich mit einer gewissen Erwartung.

Nichtsdestotrotz macht es hier natürlich Spaß, erst einmal die Charaktere kennenzulernen. Das Buch beinhaltet dabei verschiedene Handlungsstränge. Zum einen haben wir Leilani, die mit ihrer schrägen Familie in eine Wohnwagengegend zieht. Dann sind da ihre Nachbarn Micky und ihre Tante, die schnell zu einer wahren Familie für das Mädchen werden. Das Dreiergespann Leilani, Micky und Tante Gen mochte ich hier besonders gerne. Sie habe ich in mein Herz geschlossen!

Zum anderen ist da noch der Strang eines Jungen, der durch die Wüste reist, erst allein, dann mit einem Hund an seiner Seite. Er ist auf der Flucht vor bösen Männern, doch wie genau er zu der ganzen Geschichte gehört, wird erst am Ende klar. Hier hat Koontz auf jeden Fall eine sehr schräge Geschichte verfasst.

Zusätzlich gibt es noch die kurze Geschichte eines Privatdetektiven, allerdings muss ich sagen, dass dieser Strang mir etwas unpassend vorkam. Er verläuft sich auch irgendwann und wird nur am Ende noch kurz wieder aufgenommen.

"Bote der Nacht" ist eine ungemein verrückte Geschichte, die zudem durch die ungemein originellen und vielschichtigen Charaktere begeistert. Im Mittelpunkt steht da auf jeden Fall Leilani mit ihrer drogenabhängigen Mutter und ihrem Serienkillervater. Leilani ist ein überaus intelligentes, aber auch sehr sarkastisches Mädchen. Ihre Dialoge mit Micky und Gen empfand ich als ungemein erheiternd.

Trotz der 752 Seiten weiß das Buch durchgehend zu fesseln. Die Story wird zum Ende hin immer abgedrehter und Koontz fügt einige interessante Thematiken ein. Besonders schockiert hat mich das Gebiet der Bioethik. Hier musste ich beim Lesen wirklich schlucken!

Für mich war "Bote der Nacht" eine große Überraschung. Es ist ein Buch, auf das man sich als Leser einfach einlassen muss, ja, dass doch sehr durchgeknallt ist und teilweise wirklich einen etwas "andersdenkenden" oder halt sehr offenen Verstand erfordert ...




"Bote der Nacht" ist eine sehr verrückte Geschichte mit genialen Charakteren und einem sehr abgefahrenen Plot! Ein cooles Werk!


6 Kommentare:

  1. Hallo Jessi,

    kaum zu glauben, aber ich habe mich noch nie über Dean Koontz gewagt. Irgendwann muss ich mir ein Buch von ihm schnappen, wobei mich das hier jetzt nicht unbedingt anspricht. Hast du eigentlich ein Lieblingsbuch von ihm? Oder was würdest du als Einstieg empfehlen?

    Liebe Grüße & gemütliche Tage,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole :D

      Ich finde Dean Koontz und seine Bücher teilweise auch echt schwierig. Manchmal sind mir seine Bücher auch etwas zu abgedreht, aber man kann irgendwie nicht von einem auf ein anderes schließen! Er ist sehr vielseitig! :D

      Vom Gruselfaktor dürfte "Nachthaus" etwas für dich sein, aber von der Story war ich damals nicht zu 100% begeistert! Dafür war aber die Atmosphäre toll!

      Ansonsten ist "Die Kälte des Feuers" auch ein guter Thriller! :D Aber ich habe gerade auch gemerkt, dass ich noch gar nicht sooo viel von ihm gelesen habe. Also kann ich gerade schlecht beurteilen, was ein gutes Einsteigerbuch wäre! Vielleicht nicht so ein Dickes! :D

      Liebe Grüße und dir auch noch einen besinnlichen Restweihnachtstag!

      Jessi

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  2. Hallo Jessi,

    gut, dann merke ich mir die beiden Bücher mal. Ich habe grad nachgesehen, und die gibt es derzeit nur gebraucht. Eventuell habe ich Glück und es passt.

    Manchmal ist es schon interessant, wie Gefühl und Realität auseinander gehen. Manche Autoren schreiben so intensiv, dass man sie und ihren Stil bereits nach wenigen Büchern verinnerlicht hat.

    Ich hoffe, du hattest eine gute Zeit und kannst dir auch gemütliche Tage machen.

    Fühle dich gedrückt!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole :D

      Ich bin auf jeden FAll gespannt, was du zu Dean Koontz sagst, ich glaub, er ist echt nicht jederman etwas. Und du hast recht, bei manchen Autoren weiß man schon beim Aufschlagen, was für ein Stil einem in Inneren erwartet (King, John Saul, Lansdale ...) und bei anderen muss man irgendwie jedes Buch neu entdecken! Für mich gehört Koontz auf jeden Fall zu dieser Kategorie!

      Liebe Grüße und fühl du dich auch gedrückt! <3 <3

      Jessi

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  3. Hallo Jessi,

    ja, das ist. Ich höre doch öfter, dass Koontz recht speziell ist. Andrerseits sollte man ihn als Horror-Fan zumindest mal versucht haben. Schauen wir mal, welches Buch es werden wird.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole :D

      Oh ja, ich bin gespannt, welches Buch es bei dir wird! :D <3
      Geschmäcker sind ja eh verschieden und ich glaube, Dean Koontz gehört mal wieder zu jenen Autoren, die die Meinungen sehr spalten! ;)

      Liebe Grüße
      Jessi

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