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Freitag, 10. März 2023

[Rezension] Ein Raunen in der Nacht (Kurzgeschichten) - Joan Aiken


Titel: 
Ein Raunen in der Nacht (Kurzgeschichten)

Autor:  Joan Aiken

Genre: Kurzgeschichten
Erscheinungsjahr: 1983
Seitenzahl: 160
Cover: © Oetinger

Begonnen: 22.02.2023
Beendet: 24.02.2023


Ich bin nun schon seit ein paar Jahren großer Fan der Bücher von Joan Aiken und nun habe ich diesen alten Kurzgeschichten-Band von ihr entdeckt. In neun relativ kurzen Storys erzählt sie von unheimlichen Begegnungen und alten Legenden.

"Miss Spifire" ist die Geschichte von Onkel Ned, der auf der Rollbahn sterben will und deswegen dort in seinem Bett auf den Tod wartet. "Sie hatte Angst vor oben" handelt von der kleinen Tessie, die nie freiwillig ein oberes Stockwerk betritt und deswegen sogar freiwillig draußen schläft.

In "Die schwarzen Klippen" reißen zwei Freunde nach Irland und besuchen eine alte Kirche und im Anschluss die titelgebenden Klippen. "Der Finder" beschäftigt sich mit einem magischen Artefakt, das verlorene Dinge wiederfinden soll, während "Der Bucklige vom Brookpark" eine atmosphärische Geistergeschichte ist.

"Sultan, mein Freund" ist recht überladen und erzählt die gesamte Vorgeschichte eines Pfarrhauses. Die Story hätte glatt einen Roman füllen können. "Na und?" beschäftigt sich mit dem Untergang der menschlichen Rasse und regt zum Nachdenken an. In "Der Picknickplatz" geht es einen Wahn und "Das Schwanenkind" ist wohl die einzige Geschichte in diesem Band, die an die genialen Psychothriller der Autorin erinnert. Diese Story war mein Favorit.

Mir haben diese abwechslungsreichen und sehr atmosphärischen Geschichten gut gefallen, auch wenn ich bei einigen das Gefühl hatte, dass sie zum Ende hin etwas schwächeln. Vieles war mir eine Spur zu kurz, wodurch einige Fragen nicht beantwortet werden. Dennoch hatte ich einige tolle Lesestunden und mich bei einigen Geschichten sogar gegruselt.


Als großer Fan der Autorin habe ich diese neun Kurzgeschichten sehr gerne gelesen, auch wenn mir vieles eine Spur zu kurz war. Die Atmosphäre war aber stimmig und ihre Ideen auf jeden Fall originell.

Ich vergebe 4 von 5.



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