Freitag, 14. August 2026

[Rezension] Blutige Anfänger - Caroline Graham

  


Titel: Blutige Anfänger

Autor:  Caroline Graham 

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 412
Cover: © Goldmann

Begonnen: 13.07.2026
Beendet: 15.07.2026


In dem kleinen Dorf Midsomer Worthy trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Hobbyautoren, um sich auszutauschen. Max Jenning, ein Bestsellerautor, wird zu einem der Treffen eingeladen und erscheint tatsächlich, weil es eine Verbindung zwischen Gerald und ihm gibt. Doch am nächsten Tag ist Gerald tot und Max nicht auffindbar ...

"Blutige Anfänger" war mein allererster Kontakt mit den Krimis von Caroline Graham und auch mit Tom Barnaby, ihrem sehr bekannten Ermittler. Angesprochen hat mich vor allem, dass es um eine Gruppe von Schrifstellern geht, allerdings setzte hier schnell Frust ein, als ich erkannte, wie stereotypisch alle Charaktere sind. Aus echter Leidenschaft schreibt niemand, alle gieren nur nach dem großen kommerziellen Erfolg. Damit konnte ich mich nicht so recht identifizieren.

Der Krimihandlung wollte ich dennoch eine Chance geben, auch wenn ich alle Charaktere furchtbar unsympathisch fand. Barnaby als Ermittler mit Ecken und Kanten fand ich ganz interessant, auch wenn er mich jetzt nicht so sehr vom Hocker gerissen hat, dass ich nun ein großer Fan von ihm werde.

Die Vorgeschichte und auch die letztendliche Auflösung fand ich nicht schlecht, werden doch einige sehr interessante Geheimnisse gelüftet. Allerdings merkt man, daß Barnaby selbst gar keinen echten Teil zu allem beigetragen hat und sich der eigenen Unfähigkeit auch sehr bewusst ist. Vermutlich werde ich nicht noch einmal zu einem Krimi von Caroline Graham greifen, denn irgendwie entsprach dieser nun nicht ganz meinem Geschmack. Ich bin dennoch früh, Inspector Barnaby einmal in einen Buch kennengelernt zu haben!


Ein recht durchschnittlicher Krimi, der eine solide Auflösung besitzt, mich aber leider nicht vom Hocker reißen konnte.

Ich vergebe 3 von 5.

Donnerstag, 13. August 2026

[Spontane Leserunde] Mörderfinder - Die Spur der Mädchen - Arno Strobel

 


Es geht weiter mit einem Thriller von Arno Strobel in diesem Sommer der spontanen Leserunden. Wieder mit dabei ist meine Autorenkollegin Sandra Pulletz. Wer mit einsteigen will, ist herzlich eingeladen.

Leseabschnitte

1. Abschnitt - Kapitel 1 bis Kapitel 13

2. Abschnitt - Kapitel 14 bis Kapitel 27

3. Abschnitt - Kapitel 28 bis Kapitel 40

4. Abschnitt - Kapitel 41 bis Kapitel 50

5. Abschnitt - Kapitel 51 bis Ende

[Release-Day] Die Lügner von Crescent Falls


Heute gibt es zur Veröffentlichung ein ehrliches, aktuelles Foto und ein paar ebenso ehrliche Worte, denn das passt am besten zu diesem Buch.

Das handschriftliche Schreiben hat mir durch die letzten Monate geholfen, doch das Veröffentlichen selbst fühlt sich mit jedem Mal leerer und unbedeutender an. Man gibt sein Buch frei und sieht zu, wie es schnell wieder untergeht.

Vielleicht habe ich in diesem Jahr durch das fehlende Reisen und die wenige Bewegung zu viel Zeit zum Nachdenken. Ich merke aber immer wieder, dass mir die ganze Online-Marketing-Welt kaum noch etwas bedeutet. Selbst der Veröffentlichungstag ist - fast wie mein Geburtstag - einfach nur ein normaler Tag. Stellt sich die Frage, ob das so sein sollte.

Ich freue mich natürlich dennoch, daß Rainfield mit diesem Buch wieder wachsen darf und ein paar Lesern für kurze Zeit eine Zuflucht bietet. Es war mir eine Ehre, so viel Zeit mit Margot, Darren, Sadie, Paisley, Seth und Clover verbringen zu dürfen. Ihr habt den Sommer erträglich gemacht! 

Nun noch ein paar kurze Worte zum neuen Buch: Es geht um Lügen, die einen Unschuldigen ins Jugendgefängnis von Crescent Falls bringen und nach einem Jahr explodieren. Was geschah auf dem Schulausflug, auf dem die Lehrerin Margot verzweifelt versuchte, für einen respektvollen Umgang zu sorgen und dabei am Wasserfall ums Leben kam? Und was verheimlichen jene Schüler, die Margot als ihre Peimzahlen betrachtete, weil sie ihnen so sehr ähnelten?

So, ich verziehe mich dann wieder in mein


aktuelles Manuskript, das mich zum Glück bereits gedanklich wieder komplett eingenommen hat und werde auch versuchen, die nächsten Kurzgeschichten zu schreiben. Ich bedanke mich bei jedem, der mich bei dieser ganzen verwirrenden Reise begleitet und mich in Rainfield besucht!

Mittwoch, 12. August 2026

[Rezension] Böses Blut - Hilary Norman

  


Titel: Böses Blut

Autor:  Hilary Norman 

Genre: Roman, Thriller

Erscheinungsjahr: 2003

Seitenzahl: 574
Cover: © Bastei Lübbe

Begonnen: 09.07.2026
Beendet: 13.07.2026


Hilary Norman hat mich mit ihren Büchern schon durch meine Jugend begleitet und ich weiß, dass ich auch diesen Thriller damals bereits verschlungen habe. Auch beim zweiten Lesen hat mich die Lebensgeschichte von Laura direkt in den Bann gezogen und sehr berührt.

Wie erfahren erst einmal, wie Laura schon früh ihre Eltern verliert und dann in ein Mädchenpensionat gesteckt wird, in dem sie von ihrem Mitschülerin gemobbt wird. Auf einem Schulausflug eskaliert alles und sie ersticht die Anführerin der Mädchenclique. Diese eine Tat und die anschließende Zeit im Gefängnis prägen sie. Als sie ihren späteren Mann Roger kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er sie nur auserwählt hat, weil sie seiner Meinung nach "böses Blut" besitzt ...

Ich liebe den leichten Schreibstil von Hilary Norman, der dennoch Tiefgang besitzt. Die Charaktere haben allesamt ihre Probleme, Narben und auch ihre Geheimnisse. Besonders interessant fand ich Laura beste Freundin Gus und ihre Geschichte, die auch gut ein eigenes Buch hätte füllen können. Mir gefiel der Zusammenhalt zwischen den beiden Frauen.

Für mich war "Böses Blut" ein echter Psychothriller. Besonders die Ehe mit Roger, in die Laura förmlich hineingezogen wird, sorgt für Gänsehaut. Roger ist nämlich einer der abartigsten Männer, den ich jemals in einem Buch getroffen habe. Sein Umgang mit seiner Frau hat mich echt geschockt. Mir tat Laura, die eigentlich nur ihren Platz sucht, furchtbar leid. Zum Ende hin eskaliert alles und auch wenn es sich auf den ersten Blick einfach löst, findet Roger hier doch nahezu die perfekte Rache. Für mich gehört dieses Buch definitiv zu den stärksten Werken der Autorin, das einen echten Sog ausübt. Ich werde an Lauras Geschichte sicher noch eine Weile zu knabbern haben!


Als großer Fan der Autorin halte ich "Böses Blut" für eins ihrer stärksten Bücher mit einem unfassbare Sog und vielschichtigen Charakteren!

Ich vergebe 5 von 5.

Dienstag, 11. August 2026

[Rezension] Zeitsprung ins Jetzt - Ali Sparkes

 


Titel: Zeitsprung ins Jetzt

Autor:  Ali Sparkes 

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2010

Seitenzahl: 400
Cover: © Fischer

Begonnen: 10.07.2026
Beendet: 14.07.2026


Die Geschwister Rachel und Ben finden ein unterirdisches Labor, in dem sich zwei Kinder in ihrem Alter im Kälteschlaf befinden. Als Polly und Freddy erwachen, erzählen sie, dass sie aus dem Jahr 1956 stammen und nun unbedingt wissen wollen, was mit ihnen und ihrem Vater passiert ist. Allerdings sind bereits Geheimagenten auf der Suche nach ihnen ...

Durch den sehr leichten Schreibstil lässt sich dieses Kinder- beziehungsweise Jugendbuch sehr schnell lesen. Der Humor ist gelungen und lebt vor allem davon, dass sich Polly und Freddy plötzlich im Jahr 2007 zurechtfinden müssen. Die ganzen Ideen sind hier sicherlich nicht neu, besitzen aber einen guten unterhaltungswert.

Die vier Kinder/Jugendlichen als Protagonisten sind sehr angenehm. Jeder besitzt Eigenarten und es dauert nicht lange, bis die vier ein Team werden und dieses große Abenteuer gemeinsam meistern. Zum Ende hin nimmt die Spannung immer mehr zu, sodass es kaum möglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Geschichte hinter dem Kälteschlaf und die Sache mit den Agenten sowie der Regierung gefielen mir als junggebliebener Erwachsener allerdings nicht und ich glaube, als Jugendlicher oder gar als Kind hätte ich das alles noch weniger gemocht. Das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten war es ein angenehmes Leseabenteuer!



Ein lockerleichtes, sehr amüsantes Jugendbuch mit tollen Charakteren. Nur die Hintergrundgeschichte war nicht so meins ...

Ich vergebe 4 von 5.


Montag, 10. August 2026

[Rezension] Der unheimliche Weg - Agatha Christie

 


Titel: Der unheimliche Weg

Autor:  Agatha Christie

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1995

Seitenzahl: 160
Cover: © Scherz

Begonnen: 07.07.2026
Beendet: 09.07.2026


Mehrere Wissenschaftler verschwinden, darunter auch Tom Betterson. Als auch seine Frau nach einem Flugzeugabsturz stirbt, soll Sylvia, die ihr Leben gerade beenden will, als Spionin in ihre Rolle schlüpfen und die Hintermänner aufspüren ...

Mir war zu Beginn nicht klar, dass es sich bei "Der unheimliche Weg" nicht um einen typischen Christie-Krimi, sondern um einen Spionageroman handelt. Beim Lesen hatte ich auch tatsächlich das Gefühl, gar kein Buch von Agatha Christie zu lesen, denn hier gibt es keinen klassischen Fall, der gelöst werden muss. Stattdessen landen wie mitten im Kalten Krieg, doch echte Gefahr war für mich nicht spürbar und die ganze Geschichte wirkt furchtbar dünn und sehr schräg.

Interessant fand ich die Protagonistin Sylvia, die ganz ungewollt eine neue Identität bekommt und dann in einer ganz neuen Welt mitten in der Wüste landet. Allerdings fehlt es dem gesamten Buch an Spannung. Agatha Christie wollte hier sicherlich mal experimentell ein neues Genre ausprobieren, doch für mich funktionierte hier nur wenig. Eventuell liegt es aber auch daran, dass mich bisher noch nie ein Spionageroman wirklich mitgerissen hat. So war es auch mit diesem Buch, das für mich bisher das langweiligste war, was mir von der Autorin, die ich sonst sehr schätze, in die Hände fiel ...
 


Kein Krimi, sondern ein seltsamer Spionageroman, der mich nicht unterhalten und auch nicht mitreißen konnte ...

Ich vergebe 2 von 5

Sonntag, 9. August 2026

[Rezension] Gänsehaut - Der Schrecken, der aus der Tiefe kam - R. L. Stine

 


Titel: Gänsehaut - Der Schrecken, der aus der Tiefe kam

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 226
Cover: © Omnibus

Begonnen: 06.07.2026
Beendet: 12.07.2026


Noch immer liebe ich es, gemeinsam mit meinem Mann jene Bücher noch einmal zu lesen, die ich im meiner Kindheit und Jugend geliebt habe. "Der Schrecken, der aus der Tiefe kam" war allerdings ein Teil der Gänsehaut-Reihe, der mir schon damals nicht besonders gruselig vorkam.

Billy verbringt in dieser Geschichten die Ferien mit seiner Schwester Sheena auf dem Forschungsschiff seines Onkels. Im Meer trifft er allerdings nicht nur auf Fische und Haie, sondern auch auf ein Meeresungeheuer und auf eine Meerjungfrau.

Für mich fühlte sich dieser Teil eher wie ein Abenteuerbuch an. An Grusel fehlt es dieser Unterwasserwelt ein wenig, aber dennoch weiß die Geschichte zu unterhalten, denn Billy muss sich schließlich für die gefangene Meerjungsfrau einsetzen. Etwas origineller hätte ich allerdings eine böse Meerjungsfrau gefunden, denn irgendwie fehlte mir der echte Schrecken.

Spaß beim gegenseitigen Vorlesen hatten wir aber auch mit diesem Buch wieder! Das nostalgische Gefühl geht zum Glück nicht verloren!


Dieses Gänsehaut-Buch, das wir uns wieder gegenseitig vorgelesen haben, ist eher eine Abenteuergeschichte. Trotz fehlendem Grusel aber dennoch unterhaltsam!

Ich vergebe 4 von 5.