Montag, 19. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Meine "Singing Dreamers", Staffel 1 und 2

 



Beim Creepy October in Rainfield komme ich nun zu meinem Herzensprojekt. Ich war früher großer Fan der Popstars-Show und bin auch heute noch echter Fan der ersten Band, die daraus entstanden ist. Ich fand es echt motivierend zu sehen, wie Mädchen, um ihren großen Traum kämpfen und habe mir echt manchmal gewünscht, selbst singen zu können.

Mit meinen "Singing Dreamers" habe ich eine Gesangscastingshow erschaffen, deren


Trainingslager im Dew Wood stattfindet und natürlich tun die Mädchen in meinen Büchern sehr viel für ihren großen Traum. Vielleicht sogar zu viel. Natürlich beschäftige ich mich auch mit den Schattenseiten der Musikbranche und dem Druck, der mit solch großem Erfolg verbunden ist!

Ich habe das Schreiben an dem ersten Teil echt geliebt und habe die Mädchen und ihren Zusammenhalt echt ins Herz geschlossen. Nach dem ersten Teil, der kaum Leser fand, habe ich dann erst mal etwas anderes begonnen, aber im Geiste sangen die kleinen


Träumerinnen noch weiter. Irgendwann habe ich mich ihnen ergeben und habe dann eine zweite Staffel erschaffen, die wie erwartet noch weniger Leser fand, mich aber beim Schreiben unfassbar glücklich gemacht hat. Ja, diese kleine Reihe liegt mir echt sehr am Herzen und ich hoffe, dass sie noch den ein oder anderen Leser anlockt, der die alten Castingshows wie "Popstars" ebenfalls sehr viel verbindet und vermisst.

Sonntag, 18. Oktober 2026

[Rezension] Die Magie der kleinen Dinge - Jessie Burton

 


 Titel: Die Magie der kleinen Dinge

Autor:  Jessie Burton

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 476
Cover: © Limes Verlag
Begonnen: 15.09.2026
Beendet: 18.09.2026


Der Einstieg in diese Geschichte, die uns ins 17. Jahrhundert und nach Amsterdam entführt, fiel mir nicht leicht. Mit Nella gemeinsam werden wir nach einer recht schnellen Hochzeit Teil der Familie Brandt, in der es einige Geheimnisse gibt. Ihr Ehemann interessiert sich nicht für sie und ihre Schwägerin scheint sie regelrecht zu hassen. Trost findet Nellla in ihrem Hochzeitsgeschenk - einem Puppenhaus. Voller Hingabe richtet sie es mit der Hilfe einer Miniaturistin ein, die in ihren Figuren allerdings Dinge aufzeigt, die sie eigentlich gar nicht wissen kann ...

Ich brauchte sicherlich gut 100 Seiten bis ich in dieser doch sehr rätselhaften Geschichte ankam. Die Rolle des Puppenhaus, das auf magische Art die Zukunft voraussagt und Nella dabei hilft, sich selbst und ihren Platz zu finden, hat mir gut gefallen. Petronella Oortman ist sogar eine real existierende Persönlichkeit, die einst ein stattliches Puppenhaus besaß.

Nella ist anfangs noch eine sehr unsichere Protagonistin, die sich in dieser Ehe und der Familie sehr verloren fühlt. Die Miniaturen werden zu ihrem einzigen Trost, auch wenn diese immer unheimlicher werden.

Mir gefiel, wie rätselhaft alles lange Zeit erscheint. Gewisse Dinge konnte ich zwar bereits erahnen, dennoch hat mich so manch eine Entwicklung wirklich geschockt. Das Durchhalten lohnt sich, denn am Ende überschlägt sich alles und es werden wirklich sehr viele düstere Geheimnisse gelüftet, die in der damaligen Zeit leider schwerwiegende Folgen haben.

Auch wenn ich mich anfangs sehr schwer mit dem Buch getan habe, fand ich es zum Ende hin doch sehr intensiv und stellenweise sogar unfassbar brutal. Das hatte ich am Anfang nicht erwartet. Ich bin sehr froh, es nicht abgebrochen zu haben!


Nach einem schleppenden Einstieg entwickelt das Buch doch einen Sog, den ich mich nicht entziehen konnte. Ein sehr düsterer Einblick ins Amsterdam des 17. Jahrhunderts und in eine Familie voller Geheimnisse!

Ich vergebe 4 von 5.

Samstag, 17. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Raincloud Park

 






Nach "Camp Hiddenhope" hatte ich Blut geleckt und habe in den Rainfield-Slashern wirklich mein Seelen-Genre gefunden. Seit meiner Jugend bin ich großer Fan von Slashern, fand jedoch, dass es vielen Filmen an Tiefe fehlte. So wollte ich mit den Rainfield-Slashern mal zeigen, dass sich auch Slasher mit wichtigen Jugenproblemen beschäftigen können.

In "Raincloud Park" geht es um einen Freizeitpark, der einst im Dew Wood viele Leute anlocken sollte. Doch bereits am Eröffnungstag, der sehr blutig endete, musste der Park wieder geschlossen werden. 10 Jahre später werden die ehemaligen Fahrgeschäfte von der Natur verschluckt, doch der Ort wird abermals Schauplatz einiger sehr tragischer Vorfälle.

In diesem Buch geht es einmal nicht um Mobbing, sondern um eine Gruppe von Jungs, die sich auf sehr gemeine Weise an Mädchen vergeht. Mir gefiel es, auch die Vorgeschichte des Parks zu ergründen und wie immer fügte sich alles zusammen. Manchmal habe ich das Gefühl, das Rainfield und alle Geschichten längst existieren und ich einfach nur darüber berichte.

Na, wer traut sich in den Ferienpark, der heute nur noch ein Lost Place im Wald ist?


Freitag, 16. Oktober 2026

[Rezension] Hell - Shelley Burr

 


Titel: Hell

Autor:  Shelley Burr

Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 2023
Anzahl der Seiten: 380
Cover und Inhalsangabe: © Knaur
Begonnen: 14.09.2026
Beendet: 16.09.2026




Seit dem Verschwinden ihrer Zwillingsschwester lebt Mina McCreery auf der abgelegenen Farm ihrer Familie und lässt im Grunde niemanden an sich heran. Doch dann taucht der Privatdetektiv Lane Holland auf und will den Cold Case noch einmal neu aufrollen. Mina will davon erst einmal nichts wissen, doch dann findet Lane tatsächlich eine Spur ...

"Hell" von Shelley Burr wird als Thriller bezeichnet, doch für mich war es eher ein sehr ruhiger Krimi. Die Ermittlungsarbeit steht klar im Fokus. Zum Glück ist der Fall der vermissten Evelyn wirklich sehr spannend und konnte micn direkt fesseln. Als Leser wollte ich unbedingt wissen, was dem Mädchen damals zugestoßen ist.

Mina und Lane, die hier die beiden Hauptcharaktere sind, haben mich gut unterhalten. Während Lane den Fall in erster Linie für seine Schwester lösen will, sträubt sich Mina lange Zeit, sich intensiv mit der Vergangenheit zu beschäftigen und über mögliche Verdächtige nachzudenken. Es war sehr schmerzlich zu sehen, wie sehr dieser Verlust ihr ganzes Leben beeinflusst hat.

Eine besondere Dynamik entsteht durch die Einblicke in ein Forum, in dem online über den Fall diskutiert wird. Schön hätte ich hier allerdings noch einen richtigen Vergangenheitstrang gefunden, denn mir hat ein wenig die Nähe zur Vermissten gefehlt. Das Ende ist zwar ab einem gewissen Punkt keine allzu große Überraschung mehr, aber es ist durchaus stimmig. Das Buch lebt eher von den Charakteren, der Atmosphäre der Abgeschiedenheit und der Ermittlungsarbeit, die zwar ein paar Längen besitzt, aber dennoch zu unterhalten weiß. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen!


Für mich war "Hell" zwar kein echter Thriller, aber der Fall konnte mich dennoch in den Bann ziehen. Große Überraschungen gibt es zwar nicht, dafür aber vielschichtige Charaktere und eine gute Atmosphäre!

Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

[Rezension] Hanni und Nanni - Sammelband 1 - Enid Blyton


 Titel: Hanni und Nanni (Sammelband 1)

Autor:  Enid Blyton

Genre: Jugendbuch, Kinderbuch
Erscheinungsdatum: 1970
Anzahl der Seiten: 346
Cover und Inhalsangabe: © Schneider
Begonnen: 11.09.2026
Beendet: 15.09.2026




Ich habe nun schon einige Bücher von Enid Blyton gelesen und nun habe ich mich endlich einmal an ihre wohl bekanntesten Charaktere herangewagt, nämlich an "Hanni und Nanni", die ich in einem Sammelband kennenlernen durfte.

Die Zwillingsschwester Hanni und Nanni sind zu Beginn sehr hochnäsig. Das ist auch der Grund, warum sie auf das Internat Lindenhof geschickt werden. Dort rebellieren sie erst einmal, ehe sie Freundinnen finden, mit denen sie jede Menge Streiche spielen und auch etliche Abenteuer erleben.

Ich finde, dass sich die "Hanni und Nanni"-Bücher auch in der heutigen Zeit noch wunderbar lesen lassen, auch wenn spürbar ist, dass den Mädchen hier noch andere Werte vermittelt werden und auch das Mobbingthema ganz anders betrachtet wird. Das Internat hier gefiel mir aber deutlich mehr als das Möwennest aus den "Dolly"-Büchern, auch wenn sich ein paar Themen wiederholen. Schön fand ich, wie die Mädchen lernen, zu ihren Fehlern zu stehen und dann auch den Mut haben, sich zu verändern.

Die Entwicklung von Hanni und Nanni ist gelungen. Beim Lesen fühlt es sich so an, als würde man mit beiden gemeinsam erwachsen werden, auch wenn der Spaßfaktor im Internat natürlich niemals zu kurz kommt. Wenn ich die weiteren Teile in einem Bücherschrank entdecke, werde ich die Reihe auf jeden Fall fortsetzen!


Enid Blytons wohl bekannteste Reihe ist auch in der heutigen Zeit noch sehr unterhaltsam. Ich hatte großen Spaß mit Hanni und Nanni im Internat Lindenhof!

Ich vergebe 5 von 5.





Mittwoch, 14. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Camp Hiddenhope

 





Im Jahre 2022 kehrte ich nach etlichen paranormalen Jugendromanen endlich wieder zu den Jugendthrillern zurück. Dies ist das Genre, was mir schon immer sehr am Herzen lag.

In dem sehr heißen Sommer begann ixh mit der Arbeit an "Camp Hiddenhope". Ich erinnere mich noch daran, das Buch oben bei einer Hütte im Wald auf einem Berg geschrieben zu haben. Tinka und ich hatten uns da teilweise bei über 30 Grad den Berg hoch gequält, um unseren sehr ruhigen Schreibort zu erreichen. Für mich trägt dieses Buch daher immer den Geruch dieses Sommers in sich.

Da mir das Mobbing-Thema sehr am Herzen liegt, habe ich es auch hier verarbeitet, sowohl in der Legende über ein Mädchen namens Hope, das einst angeblich dort lebendig begraben wurde und dem Camp so dem Namen gab, als auch in dem Geschehen innerhalb des Camps. Allerdings versuche ich immer, die Hintergründe des Mobbings zu beleuchten und zu zeigen, wie leicht Mitläufer zu Tätern werden.

Ich denke noch immer gerne an das Camp zurück, das später später noch sehr oft mit gewissen Personen, die dieses Buch überleben, erwähnt werden. Später entstand hier übrigens die Siedlung Hiddenhope, in der nun Menschen leben, für die es in der normalen Gesellschaft keinen Platz gibt. Auch ich lebe dort in einer der ehemaligen Hütten des Ferienlagers!

Na, habt ihr Lust auf einen Sommer im Camp?



Dienstag, 13. Oktober 2026

[Rezension] Parasiten-Person - Celia Fremlin

 


Titel: Parasiten-Person 

Autor:  Celia Fremlin

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1991

Seitenzahl: 240
Cover: © Diogenes

Begonnen: 10.09.2026
Beendet: 14.09.2026


Ich verehre Celia Fremlin und ihre Werke nun schon seit ein paar Jahren und habe sogar eine Straße in Rainfield nach ihr benannt, weil ich gerade den Tiefgang in ihren Werken sehr inspirierend finde. Nun habe ich mal wieder ein Buch von ihr gefunden, das perfekt zu meinem recht düsteren Jahr gepasst hat.

In "Parasiten-Person" beschäftigt sich Fremlin mit einem Thema, das zu ihrer Schaffenszeit gerne einmal unter den Teppich gekehrt wurde. Es geht nämlich um Depressionen. Der Protagonist Martin Lockwood schreibt an einer Doktorarbeit zu dem Thema und interviewt dazu Betroffene. Besonders sensibel geht er dabei nicht vor, ihm sind die Menschen im Grunde egal, ihm geht es nur darum, ein statistisches Bild zu erschaffen.

So trifft er auch auf Ruth, ein viel jüngeres, sehr labiles Mädchen, das gerade versucht hat, sich das Leben zu nehmen und offen zugibt, es nur getan zu haben, um Aufmerksamkeit zu erregen. Sie will Teil der Doktorarbeit werden und pflanzt Martin schließlich die groteske Idee ein, dass hinter jeden Depressiven eine sogenannte "Parasiten-Person" steht, die dem Erkrankten sämtliche Energie entzieht. Auf einmal meint Martin zu erkennen, dass er selbst schon lange depressiv ist und ausgesaugt wird.

Fremlin widmet sich hier einen sehr wichtigen Thema, zeigt aber auch gleichzeitig auf, wie wenig Verständnis Betroffene oft bekommen. Martin interessiert sich nicht für die erkrankten Menschen, sondern will das Thema nur benutzen, um selbst berühmt zu werden. Im Grunde ist er hier der Parasit dieser Geschichte und als Leser muss man ihn einfach furchtbar abstoßend finden.

Ruth ist ein spannender Charakter, der sich außerhalb jeglicher Moralvorstellungen bewegt. Das fand ich spannend, denn im Grunde ist sie es, die hier alle Hebel in der Hand hält und jeden manipuliert. Zum Ende hin wird die Geschichte sehr abstrakt und wie von der Autorin gewohnt bitterböse. Für mich war dieses tiefgründige Werk ein echtes Highlight!



Celia Fremlin hat hier einen bitterböse, sehr abgründigen Roman verfasst, der das sehr wichtige Thema der an Depressionen erkrankten Menschen einmal von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Ein Highlight!

Ich vergebe 5 von 5 mit Extratropfen.