Titel: Wenn der Wind singt & Pinball 1973
Autor: Haruki Murakami
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenzahl: 266
Cover: © btb
Begonnen: 30.03.2026
Beendet: 01.04.2026
Ich habe bereits zwei Werke von Haruki Murakami gelesen, die mich beide umgehauen haben und auch große Highlight wurden. Darunter befand sich auch "Wilde Schafsjagd", das praktisch die Fortsetzung zu Murakamis beiden ersten Erzählungen ist, die ich nun endlich in diesem Doppelband lesen durfte.
"Wenn der Wind singt" handelt von einem namenlosen Student und seinem besten Freund Ratte. Beide verbringen einen Sommer zusammen und philosophieren über das Leben, während sich der Erzähler mit einer Frau trifft. Um tiefe Gefühle wird allerdings ein großer Bogen gemacht, denn im Grunde sind alle Charaktere unfassbar verloren, stoßen kurz aneinander und setzen dann ihre eigenen Wege fort, um einen eigenen Sinn im Leben zu finden.
"Pinball 1973" setzt die Geschichte in späteren Jahren fort. Unser Erzähler beginnt etwas mit Zwillingen, während Ratte nicht mehr so recht weiß, wo sein Platz ist. Beide verbinden viele Erinnerungen mit einem Flipperautomaten, doch dieser zeigt schließlich auch auf, wie vergänglich alles im Leben ist.
Mich haben hier beide Werke in den Bann ziehen können. Es gibt sicherlich viele Leser, denen Murakami zu abgedreht ist, doch ich finde seinen Stil, seinen Aufbau und auch die tiefe Melancholie, die in jedem Satz mitschwing, einzigartig. Interessant und ungewöhnlich ist zudem sein Schreibprozess, der hier in einem persönlichen Vorwort kurz beschrieben wird. Ich denke, man darf als Leser seiner Bücher nicht zu sehr mit der Realität verschmolzen sein, um alles wirklich auffassen und verarbeiten zu können. Für mich waren diese beiden Werke ein schöner Einblick in seine Anfänge!












