Dienstag, 16. Juni 2026

[Rezension] Gänsehaut - Die Rache der Gartenzwerge - R.L. Stine


Titel:
Gänsehaut - Die Rache der Gartenzwerge

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 226
Cover: © Omnibus

Begonnen: 08.05.2026
Beendet: 17.05.2026


Mal wieder habe ich mit meinem Mann gemeinsam eins jener Gänsehaut-Bücher gelesen, das ich als Kind geliebt habe. Die unheimlichem Gartenzwerge haben mir damals einige schlaflose Nächte bereitet und mich auch zu eigenen Forsetzungen animiert.

In dieser Geschichte geht es um Joe, der nicht nur mit den zwei Gartenzwergen zu kämpfen hat, sondern auch noch mit seinem sehr strengen Nachbarn, der in ihm den Schuldigen für zahlreiche Sreiche sieht. Doch Joe findet Hinweise, dass die beiden Zwerge hinter allem stecken - nur glaubt ihm natürlich niemand.

Allein das Ende, in dem die Gartenzwerge zum Leben erwachen, bereitet mir auch heute noch eine Gänsehaut. Für mich ist dieser Band neben "Es wächst und wächst und wächst" einer meiner Lieblingsteile der Reihe. R.L. Stine hat mich damals vor über 20 Jahren genauso gut unterhalten wie heute! Einfach ein grandioser Autor, der mich in vielerlei Hinsicht geformt hat!


Nostalgie pur habe ich nun beim Vorlesen mit meinem Mann gespürt. Damals wie heute einer meiner Lieblingsteile der Reihe!

Ich vergebe 5 von 5.

Sonntag, 14. Juni 2026

[Rezension] Im Spiegel der Anderen - Mary Gaitskill

  


Titel: Im Spiegel der Anderen

Autor:  Mary Gaitskill

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1892

Seitenzahl: 280
Cover: © Rowohlt
Begonnen: 13.05.2026
Beendet: 17.05.2026


Ich bin ja immer auf der Suche nach unbekannten Buchschätzen und so fiel mir nun "Im Spiegel der Anderen" in einem öffentlichen Bücherschrank in die Hände. In der Geschichte geht es um Dorothy und Justine, die durch einen Zettel am schwarzen Brett zueinander finden. Justine ist Journalistin und möchte einen Artikel über Anna Granite und dem Definitismus schreiben. Dorothy bewundert diese Schrifstellerin und war selbst Teil dieser mysteriösen Bewegung, in der es jedoch nicht um Freiheit und das erschaffen einer eigenen Realität geht.

Nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Frauen, die sich ähnlicher sind als sie vermuten, erzählt die Autorin erst einmal die Lebensgeschichte beider. Dadurch schweift sie zwar immer wieder ab, zeigt aber gleichzeitig auf, dass beide Frauen in der Kindheit Erfahrungen mit Missbrauch gemacht haben. Während Dorothy Opfer eines sadistischen Vaters wurde, ist Justine mit der Ansicht aufgewachsen, dass es vollkommen in Ordnung ist, andere Menschen zu benutzen. Teilweise sind ihre Abschnitte und auch die Berichte ihre aktuellen Männergeschichten sehr unangenehm zu lesen, denn sie lässt sich nun selbst gerne erniedrigen und benutzen. Vielleicht ist dies auch eine selbst auferlegte Strafe für das, was sie in ihrer Jugend einer Mitschülerin angetan hat.

Der Definitismus und auch die Gemeinschaft, die Anna Granite erschaffen hat, wirkt wie eine klassische Sekte, auch wenn dieser Name nie fällt. Dorothy ist verzweifelt auf der Suche nach Gleichgesinnten, in denen sie ihre eigenen Ideale wiederfindet. Allerdings zeigt sich auch hier, dass sich jeder Mensch eine ganz eigene Realität aufbaut und auch die Worte großer Schriftsteller ganz eigen interpretiert. 

Der Roman ist tiefgründig und erdrückend, wirkt aber manchmal, wenn es um die Philosophie von der Schriftstellerin Anna Granite geht, auch sehr überladen und trocken. "Im Spiegel der Anderen" ist auf jeden Fall ein besonderes Leseerlebnis, das schockiert, abstößt und gleichzeitig aufzeigt, wie unterschiedlich wir Menschen uns nach prägenden Ereignissen entwickeln.


Ein Roman, der von Missbrauch sowie der Suche nach Gleichgesinnten und Idealen erzählt. Tiefgründig und erdrückend!

Ich vergebe 4 von 5.

Samstag, 13. Juni 2026

[Spontane Leserunde] Es geschah im Nachbarhaus - Willi Fährmann

 


Erneut schließen meine liebe Autorenfteundin Sandra Pulletz und ich uns zu einer kleinen, spontanen Leserunde zusammen zu einem Bich, das schon ewig bei mir herumliegt. Wer mag, kann jederzeit gerne mit einsteigen und mitdiskutieren. 



Leseabschnitte:

1. Abschnitt - Kapitel 1 bis Kapitel 7

2. Abschnitt - Kapitel 8 bis Kapitel 14

3. Abschnitt - Kapitel 15 bis Kapitel 20

4. Abschnitt - Kapitel 21 bis Ende


Freitag, 12. Juni 2026

[Rezension] Ausgeknipst - Rolf Bönnen

  


Titel: Ausgeknipst

Autor:  Rolf Bönnen

Genre: Jugendroman, Jugendkrimi

Erscheinungsjahr: 2005

Seitenzahl: 288
Cover: © Thienemann
Begonnen: 12.05.2026
Beendet: 15.05.2026


Von den jugendlichen Labyrinthe-Krimis habe ich nun schon einige gelesen und bisher wurde ich selten enttäuscht. Mit "Ausgeknipst" von Rolf Binnen hatte ich jedoch von Anfang an große Schwierigkeiten, weil mir die Geschichte recht wirr vorkam und die Jugendsprache sehr anstrengend gestaltet ist.

Im Fokus steht hier Britta, die so einige Probleme hat. Zum einen ist sie in Bob verliebt, zum anderen ist da aber auch noch Steffen, der hinter ihr her ist. Urplötzlich tauchen dann auch noch Bilder von ihr auf, auf denen sie beinahe nackt zu sehen ist und diese Bilder bedrohen das Unternehmen von ihrem Vater. 

Die Story selbst ist nicht schlecht und es gibt einige spannende Momente, doch leider sind sämtliche Charaktere in dem Buch furchtbar unsympathisch. In Brittas Kopf konnte ich beim Lesen nicht wirklich schauen und fast alle Männerrollen agieren furchtbar frauenfeindlich. Am abartigsten fand ich  Brittas Vater. Wie er über seine Frau und seine Tochter denkt und redet hat mir echt Übelkeit verursacht. Hier tat mir Britta wirklich leid mit solch einer Familie gestraft zu sein. 

Die Auflösung selbst fand ich tatsächlich nicht schlecht, doch alles in allem
Verspürte ich leider kein besonders angenehmes Lesegefühl bei diesem Buch.


Die Krimihandlung selbst ist gar nicht mal schlecht, aber die Charaktere sind allesamt so unsympathisch, dass ich kein angenehmes Lesegefühl verspürt habe. Schade!
 
Ich vergebe 3 von 5.

Donnerstag, 11. Juni 2026

[Rezension] Das Kind der Anderen - Bethan Roberts


 Titel: Das Kind der Anderen

Autor:  Bethan Roberts

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 352
Cover: © Diana
Begonnen: 11.05.2026
Beendet: 13.05.2026


Maggie passt wie immer auf den Sohn ihrer Cousine Nula auf. Doch dieser Tag endet anders als alle anderen zuvor, denn Maggie entführt Samuel und nimmt den Jungen mit auf jene Insel, auf der Nula und Maggie einst einen gemeinsamen Sommer verbrachten ...

Was auf dem Klappentext wie ein Psychothriller klingt, entpuppt sich in Wahrheit als sehr ruhiger Einblick in das Leben zweier Frauen. Während Nula einen Mann und ein Kind hat, irrt Maggie etwas ziellos umher. Etwas, das damals in jenem Sommer passiert ist, scheint die Frauen geprägt zu haben, denn beide sind weit davon entfernt, glücklich zu sein.

Leider plätschert die Geschichte in der Gegenwart nur so dahin, denn der Leser spürt natürlich, dass von Maggie keinerlei Gefahr ausgeht. Der Vergangenheitsstrang, der von jenem Sommer erzählt, ist da deutlich interessanter, aber hier fehlte es mir an Tiefe. Es passiert viel, aber ich konnte kaum Emotionen spüren. Gerade Nula war für mich bis zum Ende nicht greifbar und auch Maggie wirkte recht eindimensional. Zum Ende hin plätschert die Story leider auch einfach nur aus. Mir fehlte es in diesem Roman an starken und einprägsamen Momenten. Vermutlich werde ich das Buch schnell wieder vergessen haben.


Ein zu ruhiger Roman, der zu oberflächlich  bleibt und dem das gewisse Etwas einfach fehlt.
 
Ich vergebe 3 von 5.

Mittwoch, 10. Juni 2026

[Rezension] Garten der Versuchung - V. C. Andrews

 


Titel: Garten der Versuchung (Wildflower-Reihe 5)

Autor:  V.C. Andrews

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 406
Cover: © Edel Elements
Begonnen: 08.05.2026
Beendet: 14.05.2026


Nachdem wir in einer gemeinsamen Leserunde die ersten vier Bände der "Wildflower"-Reihe gelesen haben und uns in diesen die Geschichten von vier recht unterschiedlichen Mädchen bei einer Gruppentherapie angehört haben, ging es nun für uns an den Abschlussband. Erzählt wird hier ausschließlich aus der Sicht von Cat, die auch die wohl intensivste Vorgeschichte besitzt.

Cat lebt noch immer mit der Frau zusammen, die eigentlich gar nicht ihre Mutter ist und die ich verbietet, ihre neue Freundinnen zu treffen. Doch dann stirbt Geraldine und die Mädchen verbünden sich, um ihren Tod zu vertuschen. Das sorgt für einen starken Moment zwischen den vier Mädchen, doch leider entwickelt sich die Freundschaft aller nicht wirklich weiter in diesem Teil. Ich konnte das Band zwischen ihnen nicht so recht spüren, es fehlte mir an Tiefe in ihren Gespräche und echten Zusammenhalt. Gerade von Jade verbreitet auch immer wieder eine sehr unangenehme Stimmung und oft empfand ich den Druck, den die Gruppe auf Cat ausübt, als grenzwertig. Echte Freundschaft sieht für mich anders aus.

Cat selbst mochte ich nach wie vor. In diesem Abschlussband lebt sie regelrecht auf und hat auch zum ersten Mal einen Freund. Allerdings war für mich spürbar, dass sie in erster Linie noch Zeit bräuchte, um alles zu verarbeiten. Diese Zeit bekommt sie allerdings noch nicht einmal von ihren Freundinnen. Es passiert hier eine ganze Menge und auch die Geschichten von Jade, Star und Misty werden noch ein klein wenig weitergeführt. Dennoch bleibt irgendwie alles recht oberflächlich. 

Einen Gänsehautmoment gab es zwar zum Ende hin, aber mir fehlte doch bei dieser Reihe der Tiefgang und der bitterböse Blick in die Abgründe. Man spürt, dass V.C. Andrews diese Reihe nicht selbst geschrieben hat.


Ein eher schwacher Abschluss einer Reihe,bei der man wirklich spürt, dass ein Ghostwriter am Werk war. Cat wird mir noch in Erinnerung bleiben, die Freundschaft der Mädchen untereinander hingehen nicht.

Ich vergebe 3 von 5.

Montag, 8. Juni 2026

[Rezension] Der Reporter - John Katzenbach


 Titel: Der Reporter 

Autor:  John Katzenbach

Genre: Krimi, Thriller 

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 432
Cover: © Knaur 
Begonnen: 09.05.2026
Beendet: 14.05.2026


Mit John Katzenbach tue ich mich seit jeher recht schwer. In meiner Jugend habe ich ein Buch von ihm gelesen, dass mir wirklich gefiel, doch danach gab es nur noch einige Versuche und abgebrochene Werke. Nun wollte ich ihm aber noch einmal eine Chance geben.

"Der Reporter" beginnt mit einem Mord an einem jungen Mädchen und die Einführung des Journalisten Malcom, der über den Fall berichtet. Anfangs wirkt das Buch sehr träge und es braucht tatsächlich erst mal achtzig Seiten, bevor der Mörder sich telefonisch bei Malcom meldet und ihm zusichert, ganz exklusiv berichten zu dürfen.

Die Telefonate mit dem Mörder sind auch das Herzstück dieses Thrillers, auch wenn sie für meinen Geschmack gerne noch etwas tiefgründiger und böser hätten sein können. Interessant fand ich das Spiel, dass der Täter mit der Presse und auch der ganzen Öffentlichkeit treibt, denn er versetzt die ganze Stadt in Panik und wird praktisch zu einem Star. Hier zeigt sich, welche große und auch gefährliche Rolle der Journalismus oft spielt. Malcom gibt dem Täter hier nämlich eine grandiose Bühne, auf der er sich austobt.

Malcom selbst bleibt leider sehr unsympathisch und in seiner Rolle als Reporter bis zu einem gewissen Punkt sehr emotionslos. Er wirkt zu verbissen und agiert manchmal eher wie eine Maschine als wie ein echter Mensch. Mit ihm mitfiebern war daher nahezu unmöglich für mich.

Die Hintergründe der Morde erschließen sich für den Leser selbst schneller als für Malcom und die Ermittler. Das Finale verläuft recht unspektakulär und echte Wendungen besitzt das Buch leider auch nicht. Ich denke, dass mir die Thriller von John Katzenbach einfach nicht wirklich liegen.


Katzenbach und ich finden wohl nicht mehr zueinander. Für mich war das Buch zu unspektakulär.

Ich vergebe 3 von 5.