Montag, 23. März 2026

[Rezension] Mit offenen Karten - Agatha Christie

  


Titel: Mit offenen Karten

Autor:  Agatha Christie

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1983

Seitenzahl: 188
Cover: © Goldmann
Begonnen: 27.02.2026
Beendet: 02.03.2026


 Für mich war es mal wieder an der Zeit für einen Krimi von Agatha Christie, denn da weiß ich immer direkt, dass mich die Geschichten direkt packen und in den Bann ziehen. "Mit offenen Karten" ist dabei ein besonderer Fall, in dem gleich vier bereits bekannte Charaktere als Ermittler zusammenarbeiten. Neben Poirot nehmen die die Autorin Mrs. Oliver, Superintendent Battle und Colonel Race an einem Bridge-Spiel teil. In einem anderen Raum wird derweil ein Mord an Mr. Shaitana begangen und es ist klar, dass sich unter den vier Spielern dort der Täter befinden muss.

Dieser Krimi ist sehr fesselnd aufgebaut. Unsere vier Ermittler widmen sich jeweils einem Verdächtigen und durchleuchten ihn. Dabei finden sie einige verdächtige Dinge und sogar Morde aus der Vergangenheit, die eventuell mit dem aktuellen Fall in Verbindung stehen. Mr. Shaitana scheint nämlich etwas über die Anwesenden gewusst zu haben.

Wie gewohnt gibt es wieder geniale Wendungen und der wahre Täter wird erst auf den letzten Seiten enthüllt. Gerade auch das Vierergespann an Ermittlern hat mich hier bestens unterhalten und auch der Fall ist wieder einmal sehr überraschend von der Auflösung her. Abermals ein spannender Krimi aus der Feder von der absoluten Queen dieses Genres!


Ein spannender Krimi, in dem gleich vier bekannte Charaktere gemeinsam ermitteln. Sehr unterhaltsam und überraschend!

Ich vergebe 5 von 5.

Sonntag, 22. März 2026

[Rezension] Wenn das Meer leuchtet - Jessica Koch

 


Titel: Wenn das Meer leuchtet

Autor:  Jessica Koch

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 270
Cover: © FeuerWerke Verlag
Begonnen: 26.02.2026
Beendet: 28.02.2026


Ihr wisst mittlerweile sicherlich, wie sehr mir das Mobbing-Thema am Herzen liegt. Aus diesem Grund habe ich dieses Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen, obwohl es im Grunde nicht meinem Beuteschema entspricht. 

Marie, die eigentlich schon immer eine Außenseiterin war, kommt hier neu ans College in Kalifornien und hofft, endlich Anschluss zu finden. Leider machen es ihr die anderen nicht wirklich leicht. Besonders ihre Mitbewohnerin Tiffany ist echt gemein zu ihr und stachelt auch ihren Freund Jayden an. Jayden ist jedoch plötzlich für Marie da und es scheint, als wäre da irgendwas zwischen den Beiden.

Mit Marie konnte ich sehr schnell mitführen. Ihr Charakter hat mich echt berühren können. Bei Jayden, dem Mädchenschwarm, der nichts anbrennen lässt, hatte ich hingegen einige Probleme. Bei ihm hatte ich leider durchwegs ein schlechtes Gefühl, auch wenn ich mir gewünscht habe, dass sich Menschen wirklich so leicht verändern können. Jaydens Veränderung in dem Buch ist auf jeden Fall sehr groß. Mir gefiel es zudem nicht, dass es mit dem ersten Mal der beiden so verdammt überstürzt abläuft. Das wollte nicht so recht zu der sensiblen Marie passen.

Auch wenn sich das Buch an gewissen Teenie-Klischees orientiert, mochte ich die Geschichte doch. Es fühlte sich aber teilweise eher so an, als würde es in Deutschland und nicht in Amerika spielen. Mir fehlte das Gefühl fürs Land und ein paar kleine Fehlerchen sind der Autorin auch unterlaufen wie beispielsweise die Mutter, die Mum statt Mom genannt wird. Dennoch kann ich verstehen, warum die Autorin viele Fans hat und auch so sehr gehypt wird. Ich würde auch ein weiteres Buch von ihr lesen!


Eine berührende Geschichte über Mobbing und die erste Liebe.

Ich vergebe 4 von 5.

Freitag, 20. März 2026

[Rezension] Der Andere - Brian Deleeuw

 


Titel: Der Andere

Autor:  Brian Deleeuw

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 352
Cover: © Knaur
Begonnen: 25.02.2026
Beendet: 27.02.2026


"Der Andere" von Brian Deeleuw besitzt eine ungewöhnliche, aber sehr originelle Erzählweise, denn das Geschehen wird aus der Sicht von Daniel geschildert, der anfangs Lukes unsichtbarer Freund ist, aber immer mehr die Kontrolle übernimmt und schließlich sogar zu seiner zweiten Persönlichkeit wird. Gerade das erste Aufeinandertreffen an einem Tag, an dem der sechsjärhige Luke dringend einen Freund braucht, hat mir eine Gänsehaut über den Rücken gejagt.

Schnell zeigt sich, dass Daniel keine Grenzen zu kennen scheint und so die düstere Seite von Luke symbolisiert. Es kommt zu einen Zwischenfall, der dafür sorgt, dass Daniel erst einmal verschwindet, doch er ist bereit, jederzeit wieder aufzutauchen. In gewisser Weise ist "Der Andere" eine moderne "Dr. Jekyll und Mr. Hide"-Story, die sich durch die Erzählform wirklich abhebt.

Anfangs dachte ich, in diesem Buch ein großes Highlight gefunden zu haben, doch leider gab es für mich zwei große Schwächen. Zum einen ist da die Geschichte von Luke depressiver Mutter. Dieser Erzählstrang ist viel zu voluminös und lenkt von der Haupthandlung an. Zum anderen ist da leider der fehlende Höhepunkt. Das Ende empfand ich leider als sehr unkreativ, hier fehlt es definitiv an einem Showdown und noch einen stärken Momenten zwischen Daniel und Luke. Empfehlen würde ich "Der Andere" aber dennoch, denn der Autor beweist hier extrem viel Mut und schlägt eine sehr originelle Richtung ein. Schade, dass die Geschichte nicht ganz ausgereift ist!


"Der Andere" fühlte sich zu Beginn aufgrund der originellen Erzählform wie ein Highlight, wirkt zum Ende hin aber leider nicht ganz ausgereift. Schade, denn die Idee ist wirklich genial!

Ich vergebe 4 von 5.

Mittwoch, 18. März 2026

[Rezension] High Fidelity - Nick Hornby

  


Titel: High Fidelity 

Autor:  Nick Hornby

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 322 
Cover: © Knaur
Begonnen: 24.02.2026
Beendet: 26.02.2026

 
Ich habe schon einige Bücher von Nick Hornby gelesen, die mich wirklich begeistern konnten, doch leider gehört "High Fidelity" definitiv nicht dazu. Wir lernen hier den furchtbar unsympathischen Rob kennen, der im Alter von 35 Jahren von seiner Freundin Laura verlassen wird. Er ist aber nicht bereit, sich dem Trennungsschmerz hinzugeben oder die Fehler dieser Beziehung zu analysieren. Stattdessen denkt er über frühere Trennungen nach und klammert sich, um nicht allein sein zu müssen, direkt an die nächste Frau ...

Rob ist ein unfassbar anstrengender Charakter, weil er nicht bereit ist, mal ernsthaft über sein Leben  nachzudenken. Ich war beim Lesen mal wieder pausenlos froh darüber, kein Mann zu sein, denn manche Gedankengänge lösten bei mir einfach nur Kopfschütteln aus. Da Rob einen eigenen Plattenladen besitzt, nimmt natürlich auch das Musikthema, mit dem ich tatsächlich nichts anfangen konnte, einen großen Raum ein. Dadurch wird die Haupthandlung, falls es in diesem Werk überhaupt eine gibt, noch dünner.

Selten hat mich ein Buch so enttäuscht und frustriert wie dieses. Eventuell habe ich aber auch einfach eine ganz andere Einstellung zu Beziehungen als Rob und Laura, die eigentlich nur zusammen sind, weil es eben "einfacher" und "bequemer" ist. Mit Liebe hat das alles wenig zu tun und ich hoffe wirklich, dass nicht der größte Teil der Beziehungen in dieser Welt genauso aussehen!



"High Fidelity" hat mich furchtbar frustriert und mir mal wieder gezeigt, dass ich ich echt froh bin, kein Mann zu sein!

Ich vergebe 2 von 5.

Montag, 16. März 2026

[Rezension] Einsam bist du und allein (aus Doppelband) - Mary Higgins Clark

  


Titel: Einsam bist du und allein

Autor:  Mary Higgins Clark

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2017

Seitenzahl: 670 (gesamter Doppelband)
Cover: © Heyne
Begonnen: 23.02.2026
Beendet: 25.02.2026


Die Edelsteinexpertin Celia soll auf einem Kreuzfahrtschiff Vorträge halten. Dort trifft sie auf sie stinkreiche Lady Em, die eine uralte Smaragdkette besitzt, auf der sogar ein Fluch liegen soll. Tatsächlich stirbt die alte Frau und Celia will den Fall aufklären.

Das erste Buch in diesem Doppelband war ein klassischer und auch sehr fesselnder Thriller, während "Einsam bist du und allein" eher in Richtung Krimi geht. Schauplatz ist das Kreuzfahrtschiff und vom Aufbau sowie den unzähligen Charakteren erinnert alles etwas an die Werke von Agatha Christie. Allerdings war mir alles viel zu langatmig erzählt, obwohl die Kapitel auch hier sehr kurz sind. Alles kommt aber nur träge voran und bleibt zeitgleich sehr oberflächlich.

Die Vielzahl an Charakteren sorgt für jede Menge Tatverdächtiger, doch ich hatte ein wenig das Gefühl, dass Mary Higgins Clark am Ende einfach irgendjemanden ausgewählt und eben in die Täterrolle gepresst hat. Mir wird dieses Buch wohl nicht allzu lange in Erinnerung bleiben!




Ein klassischer Krimiaufbau, der sich stark an den Werken von Agatha Christie orientiert. Es fehlt jedoch an fesselnden Momenten und Tiefe.

Ich vergebe 3 von 5.

Samstag, 14. März 2026

[Rezension] Wyrm - Wolfgang Hohlbein


 Titel: Wyrm

Autor:   Wolfgang Hohlbein

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2000

Seitenzahl: 270
Cover: © Heyne
Begonnen: 20.02.2026
Beendet: 24.02.2026


.An die Werke von Wolfgang Hohlbein habe ich mich nie wirklich herangetraut und auch "Wyrm" lag nun eine ganze Weile bei mir herum, bevor ich es nun - als ich nach einer sehr leichten Lektüre suchte, um mich auf andere Gedanken zu bringen, endlich einmal aufgeschlagen habe. 

Die Geschichte ist sehr einfach aufgebaut und daher auch sehr zugänglich. Wir haben ein klassisches Ausgangsszenario, in dem Joffrey Coppelstone, der stellvertretende Direktor des Straßenbauamtes, in einen Ort kommt, in dem er unerwünscht ist und gleichzeitig einem sehr düsteren Geheimnis auf die Spur kommt. Coppelstone soll sich eigentlich nur um den Kauf einer Farm kümmern, gerät dabei aber an die Dorfbewohner, die ihn nicht dort haben wollen. 

Holhbein beschreibt alles sehr detailiert, was nicht ganz meinem persönlichen Geschmack entspricht und wohl der Grund ist, warum ich wohl kein richtiger Fan seiner Bücher werde. Unterhaltsam war dieses Buch aber auf jeden Fall und damit auch eine gute Ablenkung während einer Zeit, in der ich ansonsten nur schwer Zugang zu anderen Werken gefunden habe. Allerdings muss ich auch ehrlich sagen, dass mir an "Wyrm" das Besondere und Einzigartige gefehlt hat. Coppelstone wird sehr in das Abenteuer geworfen und genauso schnell auch wieder ausgespuckt.




Ein einfach aufgebauter und leicht zugänglicher Horrorroman, der gleichzeitig mein erster Kontakt zu Hohlbeins Bücher war. Unterhaltsam, auch wenn eine gewisse Tiefe und Einzigartigkeit fehlt!

Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 12. März 2026

[Rezension] Du bist in meiner Hand (Aus Doppelband) - Mary Higgins Clark

 


Titel: Du bist in meiner Hand

Autor:  Mary Higgins Clark

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2017

Seitenzahl: 670 (gesamter Doppelband)
Cover: © Heyne
Begonnen: 16.02.2026
Beendet: 20.02.2026



Das erste Buch in diesem Doppelband behandelt den Mord an Kerry. Das 16-jährige Mädchen wird nach einer Party tot im Pool aufgefunden. Nur der Nachbarsjunge Jamie hat etwas gesehen, schweigt jedoch, weil er vieles aufgrund einer geistigen Behinderung nicht versteht. 

Mary Higgins Clark, die mich schon mein ganzes Leben lang begleitet, erzählt von der Suche nach dem Täter. Typischerweise ist erst mal Kerrys Freund verdächtig, denn am besagten Abend hatten die beiden einen Streit. Doch so einfach ist das nicht.

Anfangs hat mich ein wenig gestört, dass kaum jemand um Kerry trauert. Es ging direkt um die Schuldfrage. Die einzelnen Kapitel sind extrem kurz, manchmal nicht mal mehr als eine Seite. In die Tiefe geht die Geschichte zwar nicht, aber sie lässt sich sehr schnell lesen und bleibt interessant und spannend. Ich denke allerdings, dass Mary Higgins Clark hier eher Wert auf Quantität gelegt hat als auf Qualität. Die Offenbarung des Täters ist zwar keine große Überraschung, ist aber sehr stimmig. Mich hat das Buch auf jeden Fall unterhalten können. Da ich den Kopf gerade auch mit vielen Sorgen voll hatte, war ich ganz froh, dass alles so einfach verlief und es nicht allzu sehr in die Tiefe ging.


Ein einfach aufgebauter Thriller, der nicht in die Tiefe geht, sich durch die sehr kurzen Kapitel aber sehr schnell lesen lässt und zu unterhalten weiß!

Ich vergebe 4 von 5.