Titel: Samsara
Autor: Doris Dörrie
Genre: Kurzgeschichten
Erscheinungsjahr: 1998
Seitenzahl: 332
Cover: © Diogenes
Begonnen: 21.07.2026
Beendet: 23.07.2026
Als großer Fan von Doris Dörrie musste ich unbedingt mal wieder ein Buch von ihr lesen. Von ihren Kurzgeschichten war ich bisher immer sehr begeistert, da sie stets miteinander verbunden sind und dadurch viele Blickwinkel präsentieren. "Samsara", was sowohl der Titel der Sammlung, als auch einer der Geschichten ist, bezeichnet dabei den ewigen Kreislauf des Lebens mit der Geburt, dem Tod, der Widergeburt und dem Leiden. Ums Leiden geht es bei Doris Dörrie auch, denn sie schaut wie gewohnt hinter die Fassade ihrer Charaktere.
Neben überforderten Müttern, magersüchtigen Töchtern, verlorener Liebe und der typischen Midlife-Crisis erzählt Dörrie auch von Anna, die im 16. Jahrhundert lebt. Wir begleiten sie auf ihrem Weg zu Gott, was wie ein großer Kontrast zu den Erzählungen aus der heutigen Zeit wirkt, in Wahrheit aber auch nur eine Suche nach der eigenen Identität beschreibt.
Wie so oft bei einem Kurzgeschichtenband gefallen einige Erzählungen mehr als andere. Ich empfand die ersten Geschichten als etwas tiefgründiger als die letzten, die teilweise etwas schwammig wirken. Aus ihnen konnte ich letztendlich weniger mitnehmen. Dennoch habe ich "Samsara" sehr gerne gelesen und ich halte Doris Dörrie nach wie vor für eine sehr talentierte Autorin, die auf ganz charmante Art ihre Finger fest in die Wunden der heutigen Gesellschaft drückt!












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