Samstag, 31. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Release-Day und meine Kurzgeschichten

Nun ist nicht nur Halloween, sondern auch der Release-Day von meinem nächstem Kurzgeschichtenband, der mich in diesem Sommer, der sich für mich durch meine

erkrankte Hündin nicht wie ein echter  wirklich herausgefordert hat. Es handelt sich um den letzten Band der Vier-Jahreszeiten-Reihe, gleichzeitig aber um den 12.ten Band mit Kurzgeschichten. Es hat sich mittlerweile echt erstaunlich viel in Rainfield angesammt, denn nun habe ich tatsächlich ingesamt 156 Kurzgeschichten geschrieben.  

2020 habe ich mit "Unheimliches in Rainfield" den ersten Kurzgeschichtenband geschrieben, damals wie heute einfach aus purem Spaß, denn es gibt natürlich viele Themen, die ich spannend finde, die es aber nicht in die anderen Bücher schaffen. Es hat mir seitdem großen Spaß gemacht, hier eine Menge Charaktere kennenlernen zu dürfen und tatsächlich haben die Kurzgeschichten nach wie vor die meisten Leser von all meinen Veröffentlichungen. Natürlich freut mich das, es macht mich aber auch etwas traurig, dass alle anderen Werke, an denen ich täglich so viele Stunden schreibe, direkt nach dem Releaseday schon untergehen.

Mit den Kurzgeschichten tauchten auch einige Charaktere auf, die fester Bestandteil von Rainfield wurden wie beispielsweise der geheihmnisvolle Anders, der Außenseiter beschützen will, aber auch Karma, die Hexe, die für den nötigen Ausgleich sucht, nun in den vier Jahrezeiten aber auf den Hexenzirkel traf, der immer mächtiger wurde. Ich liebe die Symbolkraft vieler Charakter, auch wenn ich glaube, dass viele Leser das kaum erkennen.

So eine Kurzgeschichte ist natürlich schnell konsumiert und auch schneller geschrieben als ein ganzer Rainfield-Slasher. Ich hoffe jedoch, dass dennoch alles, was ich geschrieben habe, zum Nachdenken anregt und sich Rainfield mit all seinen Charakteren in dem ein oder anderen Herzen festsetzt. Bei mir ist Rainfield im Laufe der Jahre zu einem wahren Zuhause geworden!

In diesem Sinne: Happy Halloween! Und danke an jeden, der mich in meiner kleinen Stadt besucht.

Freitag, 30. Oktober 2026

[Rezension] Sand - Wolfgang Herrndorf

 


  Titel: Sand

Autor:  Wolfgang Herrndorf

Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 2013
Anzahl der Seiten: 476
Cover und Inhalsangabe: © Rowohlt
Begonnen: 26.09.2026
Beendet: 29.09.2026



Seit "Tschick" und "In Plüschgewittern" bin ich großer Fan von dem viel zu früh verstorbenen Wolfgang Herrndorf. Schon vor knapp zwei Jahren stieß ich auf "Sand", dem letzten von ihm vollendeten Roman und habe nun schon öfter versucht, Zugang zu diesem doch seht verrückten Werk zu finden. Nun ist es mir endlich geglückt.

Die Geschichte spielt im Afrika und lässt sich gar nicht einmal so leicht einem Genre zuordnen. Zu Beginn haben wir mehrere recht wirre Handlungsstränge, so wird beispielsweise von zwei Polizisten erzählt, die sich mit gefälschten Ausweisen vergnügen, aber auch von einer Hippiekommune, in der es zu Morden kam. Zeitgleich kommt die Amerikanerin Helen an und ein Geheimagent namens Lundgren versucht einen Kontaktmann zu treffen, wird dann aber tot aufgefunden. Richtig verrückt wird die Story aber, als ein Mann ohne Gedächtnis in einer Scheune erwacht und schließlich durch die Wüste gejagt wird, weil er irgendwas besitzen soll, was gewisse Leute unbedingt haben wollen.

Mit "Tschick" oder seinem Debüt lässt sich "Sand" nicht vergleichen und ich finde es bewundernswert, dass Herrndorf hier einfach sein eigenes Ding durchgezogen und vermutlich damit einen Roman erschaffen hat, der nur eine ganz kleine Zielgruppe anspricht. Wäre das Buch nicht von ihm gewesen, hätte ich es vermutlich auch nicht zur Hand genommen und ich hätte mir auch nicht so große Mühe gegeben, einen Zugang zu finden.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mit den wirren Handlungssträngen am Anfang doch meine Schwierigkeiten hatte und es einige Zeit brauchte, bis ich wirklich in der Geschichte ankam. Stellenweise war ich wirklich verblüfft darüber, welche Richtungen das Buch schließlich einschlägt und wie abgedreht alles wird. Ich mag für gewöhnlich keine Spionageromane, Agententhriller und wilde Verfolgungsjagden, doch Herrndorf nimmt all diese Genres gekonnt auf die Schippe, fügt einen eigenen Humor ein und erschafft so etwas ganz eigenes. Herrndoef zeigt hier auf jeden Fall, wie vielseitig er war.



Herrndorfs letzter vollendeter Roman ist eine verrückte Reise durch die Wüste und wird wird wohl nur eine kleine Gruppe von Lesern wirklich begeistern. Originell und einzigartig, aber gerade im ersten Drittel schwer zugänglich ...

Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 29. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Die Lügner von Crescent Falls

 


Kommen wir auch schon zu meinem letzten Slasher, den ich in diesem doch sehr herausfordernden Sommee geschrieben habe. Tatsächlich wusste ich hier gar nicht, wohin sich diese Geschichte, die in zwei Zeitebenen verläuft, entwickelt wird. Margot tauchte plötzlich auf mit ihrer Liebe für Primzahlen, die ich übrigens teile und mit ihren vielen Unsicherheiten, die es ihr nahezu unmöglich machen, zu ihren Schülern durchzudringen.


Durch Margot konnte ich mich in diesem Jahr auch wieder mit meinen zahlreichen eigenen Eigenarten auseinandersetzen. Das tat echt gut, denn in diesem Sommer habe ich ja sonst sehr wenig erlebt und war auch kaum unterwegs, sodass ich mich echt gefreut habe, an diesem Schulausflug teilzunehmen. Die ganzen Hürden mit Margot zu nehmen, war wirklich eine angenehme Herausforderung in diesem Jahr.

Es hat mir zudem echt Freude bereitet, die Lügen nach und nach aufzudecken. Lange Zeit wusste ich beim Schreiben selbst nicht so genau, wem ich hier wirklich vertrauen kann. Besonders mitgenommen hat mich hier Darren, der sich ja in Margot verliebt und sie förmlich zwingt, sich für einen Weg zu entscheiden. 

In diesem Buch habe ich auch zwei neue spannende Orte eingeführt. Der Juniper Trail selbst wurde schon in einer Kurzgeschichte erwähnt, doch den Wasserfall selbst habe auch ich erst in diesem Buch entdecken dürfen. Im Dew Wood verstecken sich ja etliche spannende Plätze. Zum ersten Mal wurde nun auch ein weiterer Nachbarort von Rainfield eingeführt, in dem sich ein Jugendgefängnis befindet. Da bin ich gespannt, was wir alle in Zukunft noch in Crescent Falls entdecken können.

Na, seid ihr bereit, an einem Schulausflug teilzunehmen?


Mittwoch, 28. Oktober 2026

[Rezension] Sherlock Holmes im Tresor - Robert Richardson

   


Titel: Sherlock Holmes im Tresor

Autor:  Robert Richardson

Genre: Krimi
Erscheinungsdatum: 1992
Anzahl der Seiten: 284
Cover und Inhalsangabe: © Verlag Volk und Welt
Begonnen: 24.09.2026
Beendet: 29.09.2026



Ich bin immer wieder froh, wenn ich in Bücherschränken alte Schätze finde, die mir sonst wohl niemals in die Hände fallen würden. "Sherlock Holmes im Tresor" von Robert Richardson ist solch ein Fund und Krimi, der mich an tatsächlich stark an die Werke von Arthur Conan Doyle erinnert hat.

Augustus Maltravers ist nicht nur Schrifsteller und großer Holmes-Fan, nein, er löst auch den ein oder anderen Fall mit großer Leidenschaft. So trifft er hier auf Charles Carrington, dessen Familie von Arthur Conan Doyle einst eine unveröffentlichte Holmes-Geschichte erhalten hat, die er nun im Safe aufbewahrt, allerdings schon einigen Freunden und Bekanngen zum Lesen gab. Auch Maltravers und somit auch wir als Leser kommen in den Genuss "Die Feuerhexe von Attwater" zu lesen, was ein großes Highlight in diesem Buch ist!

Mir gefiel sowohl die Holmes-Geschichte, die hier natürlich eine große Rolle spielt, als auch der Fall, um den sich Maltravers schließlich kümmern muss. Charles wird nämlich ermordet und relativ schnell wies der Liebhaber seiner Frau festgenommen, der den perfekten Täter abgibt. So leicht ist es allerdings nicht.

Mich hat dieser Krimi unfassbar gut unterhalten. Maltravers selbst hat wirklich etwas von Holmes und ich hoffe sehr, noch andere Fälle mit ihm lösen zu dürfen!


Ein genialer Krimi, in den der Autor sogar eine Holmes-Geschichte einbaut! Ich will noch mehr Fälle mit Maltravers lösen!

Ich vergebe 5 von 5.

Montag, 26. Oktober 2026

[Rezension] Herzblut - Marjorie Dorner

 


 Titel: Herzblut

Autor:  Marjorie Dorner

Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1990
Anzahl der Seiten: 332
Cover und Inhalsangabe: © Bertelsmann
Begonnen: 22.09.2026
Beendet: 25.09.2026



Linda erlebt den Albtraum einer jeden Mutter, denn ihre Tochter Dana kommt nicht nach Hause. Zum Glück geht aber alles gut, Dana entkommt dem Mann, der sie entführen wollte und sie hat ihn sogar erkannt. Leider behaupt Ryler jedoch, Dana würde lügen und so scheint es, dass er keine Strafe bekommen wird. Um ihre Tochter zu beschützen, muss Linda nuk selbst für Gerechtigkeit sorgen ...

"Herzblut" behandelt ein nach wie vor wichtiges Thema, denn die Autorin zeigt hier, wie schwer es oft ist, Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Da Ryler die Tat nicht vollendet hat und auch noch behauptet, das er das Mädchen mit dem Auto nur mitnehmen wollte, sind den Ermittlern die Hände gebunden. Lieutenant Willmann unterstützt Linda zwar, aber er kann auch nichts dagegen tun, dass er schnell auf Kaution entlassen wird. Hier beginnt dann auch der Konflikt in Lindas Inneren, denn sie denkt, das alles nun selbst in die Hand nehmen zu müssen.

Es ist eine Geschichte über Selbstjustiz, die wirklich eindringlich und sensibel erzählt wird. Ein wenig schade fand ich, dass wir das Geschehen nicht aus der Sicht der Tochter erfahren. Sie kam mir unfassbar stark wird, aber wir bekommen als Leser leider keine echten Einblicke in das traumatische Erlebnis und ihre Gefühlswelt. Dafür bekommt aber der Täter eine eigene Stimme und tritt eine Spur zu selbstsicher und überlegen auf. Es wird schnell klar, dass er ein echtes Monster ist. Bei ihm wurde mir beim Lesen echt übel! 

Mir gefiel das Buch, auch wenn ein paar Längen gerade zum Ende hin, als schon klar ist, welche Richtung alles einschlägt, vorhanden sind. Die Geschichte regt aber jeden Fall zum Nachdenken und auch zum diskutieren über sehr viele moralische Fragen ein!


Ein sehr wichtiges Thema wird hier sehr einfühlsam aufgearbeitet. Etwas tiefere Einblicke wären zwar schon gewesen, doch ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen!
Ich vergebe 4 von 5.

Sonntag, 25. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Bloodrain Drive In

 



Und nun sind wir beim Creepy October in Rainfield auch schon in diesem Jahr angekommen, in dem ja zwei Slasher von mir erschienen sind.

Seit meiner Jugend bin ich großer Fan von Horrorfilmen und besonders Slashern wie "Scream" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast". Zudem habe ich vor einigen Jahren meine Liebe zu Autokinos entdeckt, auch wenn ich leider sagen muss, dass sie mir mittlerweile zu teuer geworden sind. Ich mag allerdings die Stimmung und vor allem die Tatsache, dass man durch das Auto einen persönlichen Raum behält beim Schauen eines Films. Echte Kinos sind irgendwie nichts für mich.

Das Autokino, das sich im Dew Wood befindet, wurde erstmal in "Shy or Evil" erwähnt und damals habe ich mir fest vorgenommen, es


einmal als Schauplatz zu benutzen. Nun habe ich aber tatsächlich erst viele Jahre später mal ergründen können, wie und vor allem von wem das Autokino geführt hat. Die Tremaynes haben mich beim Schreiben dabei ganz schön herausgefordert. Ich wünschte, ich hätte die drei Jungs irgendwie aus dieser Familie retten können.

Ich hatte beim Schreiben auf jeden Fall sehr großen Spaß und da das Finale hier an Halloween spielt, halte ich es tatsächlich für das perfekte Rainfield-Buch für diesen Tag!

Na, wollt ihr euch einen Film im Autokino anschauen? Vergesst aber nicht, die Türen abzuschließen!



Samstag, 24. Oktober 2026

[Rezension] Neun Fremde - Liane Moriarty

 


 Titel: Neun Fremde

Autor:  Liane Moriarty

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2019

Seitenzahl: 528
Cover: © Diana Verlag
Begonnen: 21.09.2026
Beendet: 24.09.2026


Als ich "Neun Fremde" im Bücherschrank entdeckt habe, fiel mir erst gar nicht auf, dass ich bereits die wirklich sehr fesselnde Serie dazu kannte. Ich wollte dem Buch dennoch eine Chance geben, denn ich mag die Thematik und auch das Setting sehr.

Neun Fremde treffen in einem luxuriösen Wellnessresort aufeinander. Mit ihnen angereist sind zahlreiche Probleme, die sie mit Hilfe der Leiterin Masha lösen wollen. Mir gefielen die unterschiedlichen Charaktere. Da ist zum Beispiel die Autorin Frances, deren neues Buch abgelehnt wurde, ein Paar, das sich nach einem Lottogewinn verloren hat und eine Familie, die einen Verlust nicht verarbeiten kann.

Durch den sehr leichten Stil kann man die Charaktere perfekt auseinander halten. Ich mag so viele verschiedene Sichtweisen in Büchern ja sehr, weswegen ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Masha mit ihrer ganz eigenen Art, die Leute zu therapieren, besitzt einen gewissen Charme, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Allerdings gehen dadurch, daß sie so sehr im Mittelpunkt steht, andere Charaktere etwas unter. Vorallem Lars und Tony empfand ich als sehr blass dargestellt.

Zudem muss ich gestehen, dass ich mir etwas mehr Tiefe erhofft habe, da doch sehr viele Probleme angesprochen werden. Um ehrlich zu sein fand ich die Serie einen Hauch intensiver, was mich tatsächlich überrascht hat, denn ich hätte gedacht, dass es bei der hohen Seitenzahl hier doch noch mehr Erkenntnisse gäbe. Zum Ende hin plätschert leider vieles einfach nur etwas lieblos aus.

Ich denke, das Buch liest sich am besten vor dem Schauen der Serie, die tatsächlich noch einmal tiefere Einblicke ermöglicht. Es kam mir so vor, als wäre das Buch bereits eher als Vorlage für eine Verfilmung geschrieben worden. Mir hat der Aufenthalt in Tranquillum House aber dennoch gefallen und einige der Charaktere habe ich wirklich ins Herz geschlossen!


Ein Buch mit originellen Charakteren und einem tollen Setting, allerdings muss ich sagen, dass ich die Serie dazu intensiver und tiefgründiger als das Buch fand, was mich doch sehr überrascht hat. Dennoch lesenswert, am besten jedoch vor dem Schauen der Serie!

Ich vergebe 4 von 5.