Sonntag, 19. Mai 2019

[Kurzgeschichte] The Ivy Years - Was wir uns bedeuten - Sarina Bowen

Titel: The Ivy Years - Was wir uns bedeuten
Autor:  Sarina Bowen
Genre: Roman, New Adult
Erscheinungsdatum: 6. September 2018
Anzahl der Seiten: 109
Cover und Inhaltsangabe © LYX




"Als Mitglied in einer Studentinnenverbindung muss sich Katie an zwei wichtige Regeln halten: Nr. 1: Du sollst nicht ohne ein Date auf einer Party auftauchen! Nr. 2: Dein Date muss ein Sportler sein, am besten aus einem höheren Semester! Leider hat Katie gerade mit ihrem trotteligen Footballplayer-Freund Schluss gemacht. Aber deswegen nicht auf die Party zu gehen, würde bedeuten, dass ihr Ex gewinnt.
Andrew ist Basketballspieler und Mr Nice Guy in Person. Er hat Katie schon immer aus der Ferne bewundert. Daher zögert er nicht lange, als sein Mitbewohner ihn für ein Date mit Katie verkuppelt. Allerdings hat er nicht viel Übung im Umgang mit Mädchen ... oder Partys ... zumindest bis jetzt."




Nach dem ersten Band der "Ivy Years"-Reihe war ich ja echt angetan von diesem mir doch recht neuem Genre. Der zweite Teil hat bei mir dann aufgrund der Charaktere leider nicht mehr so gut gefallen. Dennoch bin ich der Reihe irgendwie noch immer verfallen und auch die Kurzgeschichte, in der es um zwei Charaktere geht, die der Leser bereits in Band 2 kennenlernen durfte, hat mich angesprochen.

Viel zum Inhalt möchte ich hier jetzt nicht verraten. "Was wir uns bedeuten" beschreibt im Grunde "nur" das allererste Date von Katie und Andrew, die eigentlich doch recht verschieden sind, hier allerdings dann doch zueinander finden. Ich habe die Kurzgeschichte, die wie gewohnt abwechselnd aus beiden Sichten erzählt wird, hier sehr gerne gelesen. Natürlich muss man sich darauf einstellen, dass es wirklich sehr schnell erzählt ist und auch wenig in die Tiefe geht. Dafür muss ich aber tatsächlich sagen, dass mir die beiden Charaktere hier deutlich sympathischer waren als Scarlet und Bridger aus Band 2. Besonders Andrew scheint wirklich ein toller und rücksichtsvoller junger Mann zu sein!




Das Kennenlernen von Katie und Andrew ist wirklich süß beschrieben. Wenngleich die Geschichte natürlich sehr kurz ist, hat sie mich besser unterhalten als Band 2. Ich bin nun aber auf weitere Romane der Reihe gespannt!


Donnerstag, 16. Mai 2019

[Kurzrezension] Fear Street / Der Augenzeuge - R. L. Stine

Titel: Fear Street / Der Augenzeuge
Autor:  R.L. Stine
Genre: Jugendthriller
Erscheinungsdatum: 1. Januar 2000
Anzahl der Seiten: 160
Cover und Inhaltsangabe © Loewe


"Jemand kennt dein Geheimnis. Es sollte nur ein harmloser Campingtrip werden. Sechs Jugendliche nachts allein auf Fear Island - das klingt nach Zelten, Lagerfeuer und jeder Menge Spaß! Doch dann begeht Della einen schrecklichen Fehler - und die Nacht wird zu einem Albtraum. Einem Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. Denn jemand hat sie beobachtet. Und dieser Jemand lässt ihr keine Ruhe mehr."



Und erneut bin ich in meine Jugend mit einem weiteren Jugendthriller von R. L. Stine abgetaucht. Die "Fear Street"-Reihe gehört noch immer zu meinen liebsten Reihe und an "Der Augenzeuge" konnte ich mich noch immer erinnern.

Die Geschichte spielt hierbei nicht nur in der Fear Street, sondern auch auf Fear Island, die Insel, die bereits in anderen Büchern der Reihe auftaucht. R. L. Stine lässt hier wieder eine Gruppe doch recht typische Teenies auf eine schier ausweglose und bedrohliche Situation treffen.




Della und ihre Freunde vom Naturclub wollen auf Fear Island zelten. Da ihr Lehrer den Ausflug kurz zuvor abgesagt hat, beschließen sie, allein auf der Insel zu zelten - was sich als großer Fehler herausstellt. Während des Campingtrips passiert nämlich etwas, mit dem niemand rechnen konnte - uns es gibt einen Augenzeugen.

Wir haben hier wieder recht typische Jugendliche, mit denen sich Leser im besagten Alter mit Sicherheit identifizieren können. Zum einen ist da Della, die gerade mit Gary Schluss gemacht hat und ihn eigentlich zurückhaben will. Blöd nur, dass Gary bereits ein Auge auf Suki geworfen hat.
Ricky war hier wohl mein Lieblingscharakter, da er immer einen frechen Spruch auf Lager hat und der Unterhalter der kleinen Gruppe zu sein scheint.

Ich muss gestehen, dass ich total auf diese abgelegene Insel stehe und froh war, hier Teil eines Campingausflugs zu sein. Dieser endet jedoch recht schnell und grausam. Anders als in anderen Romanen der Reihe gibt es hier allerdings eine Bedrohung von außerhalb, wodurch hier ein Miträtseln, wer denn der Täter sein könnte, wegfällt.

Dafür gibt es aber so einige sehr spannende Momente und viele, für R. L. Stine doch so typische, Cliffhanger. Mich hat "Der Augenzeuge" bestens unterhalten. Ich mag zwar grundsätzlich lieber Miträtseln, was den Täter anbelangt, aber der Autor schafft es hier dennoch zu fesseln und Angst einzuflößen. Eine klare Empfehlung!



Ein Campingausflug, der sich zum echten Albtraum entwickelt. "Der Augenzeuge" ist ein toller und fesselnder Jugendthriller, der den Leser nach "Fear Island" entführt. Eine klare Empfehlung!


Montag, 13. Mai 2019

[Rezension] Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal, Band 1 - Robert McCammom

Titel: Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal, Band 1 
Autor:  Robert McCammon
Genre: Krimi, Roman
Erscheinungsdatum: 23. März 2017
Anzahl der Seiten: 516
Cover und Inhaltsangabe © Luzifer Verlag



"Die Einwohner von Fount Royal sind überzeugt, dass eine Hexe für die unerklärlichen Tragödien in ihrem Dorf verantwortlich ist. Sie verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Howarth vor Gericht gestellt und wegen Hexerei hingerichtet wird.
Der Prozess wird vom reisenden Richter Isaac Woodward mithilfe seines scharfsinnigen jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett geführt.
Matthew glaubt an Rachels Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht …"




"Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal" war ein Buch, das ich nun schon etliche Male bei lieben Bloggerkolleginnen gesehen habe und so kam ich nicht drum herum, Matthew Corbett nun einmal kennenzulernen.

Robert McCammons Schreibstil ist hierbei sehr detailliert, sehr bildhaft und sehr eindringlich. Ich brauchte zwar einige Zeit, um mich vollkommen in die Geschichte abzutauchen, aber dann hat mir dieses Buch doch ein Leserlebnis der besonderen Art geboten.

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so atmosphärisch war. Es ist genau das, was ich am Lesen so liebe: Man taucht vollkommen in eine andere Welt ab, verliert sich förmlich in ihr - das hat McCammon hier auf jeden Fall geschafft!




- Matthew Corbett -

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Matthew Corbet, der als Waisenjunge im Heim aufgewachsen ist und schließlich zu dem Richter Isaac Woodward kam und für diesen als Gerichtsdiener arbeitet.

Mir kam Matthew ein wenig wie ein junger, noch etwas unerfahrener Sherlock Holmes vor und genau deswegen habe ich ihn wohl so schnell in mein Herz geschlossen. Er ist ein interessanter Charakter, der einen guten Blick besitzt und bereit ist, für Gerechtigkeit zu kämpfen!




Historische Krimis, die im Mittelalter spielen, lese ich recht selten. Dennoch habe ich mich entschlossen, diesem Buch hier eine Chance zu geben - und es war definitiv die richtige Entscheidung, denn dadurch durfte ich mal wieder einen wahren Schatz entdecken.

In dieser Geschichte reisen wir ins Jahr 1699 und besuchen eine kleine Stadt in den Sümpfen, in der eine Frau namens Rachel Howarth im Gefängnis sitzen und von allen für eine Hexe gehalten wird. An der Seite des Richters Woodward und des jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett versuchen wir nun, die ganze Wahrheit hinter diesen Anschuldigungen herauszufinden, müssen aber gleichzeitig feststellen, dass in Fount Royal noch viel mehr Geheimnisse begraben liegen.

Ich brauchte etwas, bis ich mich an dieses für mich doch recht fremde Setting gewöhnt habe. Der Autor hat es aber geschafft, dass ich irgendwann wirklich in Found Royal angekommen bin. Ich lese ja sehr viele Bücher, aber hier hat mich die Atmosphäre wirklich umgehauen, so intensiv habe ich alles doch wahrgenommen.

Die eigentliche Geschichte läuft zwar recht langsam ab, wurde für mich aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. In diesem ersten Band steht erst einmal das Kennenlernen der einzelnen Charaktere innerhalb der kleinen Stadt im Vordergrund. Zudem baut der Autor einige sehr rätselhafte Vorkommnisse ein, die allerdings wohl erst im zweiten Teil aufgedeckt werden.

Am Ende gibt es hier im ersten Teil zwar noch einen echten Schockmoment (Oder Ekelmoment?), aber noch keine direkte Auflösung. Dafür endet das Buch doch recht abrupt und zwingt einen förmlich, direkt mit dem nächsten Band weiterzumachen. Zum ersten Mal wurde ich tatsächlich animiert, eine Reihe sofort fortzusetzen!




"Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal" ist ein sehr historischer Krimi, der eine tolle Atmosphäre verströmt und zudem durch den wirklich sympathischen Protagonisten, der mich etwas an den jungen Sherlock Holmes erinnert hat, überzeugt! Für mich war es ein wirklich intensives Leseerlebnis und ein echtes Highlight!


Freitag, 10. Mai 2019

[Monatsrückblick] Mein (eskalierter) Lesemonat April 2019 + Auszug

Der April ist um und da mein Auszug kurz bevor steht, habe ich diesen letzten Monat fast komplett in Büchern gelebt. Ich habe so viel gelesen und geschrieben wie schon lange nicht mehr und es hat sich wirklich toll angefühlt.

Im Mai wird es hier auf meinem Blog (leider) etwas ruhiger werden. Ich werde noch ein paar Rezensionen hochladen solange ich noch Internet habe, danach werde ich allerdings erst einmal meine neu gewonnene Freiheit auskosten und wieder etwas zu mir selbst finden. Das letzte Jahr war nämlich leider doch sehr anstrengend. Ich habe mich in der Wohnung hier nicht wohl oder zuhause gefühlt und hab, egal welches Wetter war, lieber draußen im Wald geschrieben und gelesen. Das war sehr anstrengend, da es für mich doch nirgends einen echten Rückzugsort gab.

Momentan möchte ich keinen wirklichen festen Wohnsitz haben, aber fest steht, dass es mich erst einmal ins Ausland zieht, denn ich fühle mich in Deutschland nicht mehr wirklich wohl. Vieles entwickelt sich doch in sehr unschöne Richtungen und ich sehe für mich selbst hier keine Zukunft in Freiheit. Ich habe gemerkt, wie frustriert die Menschen hier doch einfach sind und wie gerne sie ihre Frustration über ihr eigenes Leben doch an anderen Menschen auslassen. Ich weiß nicht, ob es mit Neid zusammenhängt oder mit der eigenen Verzweiflung, aber ich finde es schade, dass es doch immer irgendwas auszusetzen gibt, ja, dass das Leben der "anderen" viel interessanter zu sein scheint als das eigene.

Ich habe ja schon öfters angedeutet, dass ich Hochsensibel bin, was bedeutet, dass ich viele Dinge nur schwerer ertrage als "normale" Leute. Ich halte mich vom gesellschaftlichen Leben größtenteils auch fern, leider kann ich den meisten "normaldenkenden" Menschen auch wenig abgewinnen. Oberflächliche Themen langweilen mich furchtbar, für Smalltalk bin ich wenig geeignet und das macht mich schon mein Leben lang zu einen echten "Sonderling". In der Nähe von "normalen" Menschen fühle ich mich leider so gar nicht wohl, ich hoffe, irgendwo einen Ort zu finden, an dem ich in Ruhe und Abgeschiedenheit leben kann. Ich kann nichts weniger leiden als die Neugierde und Oberflächlichkeit, die doch durch eine eher "normale" städtische Nachbarschaft gegeben ist!

Da ich ein echter Freigeist bin, habe ich mich dazu entschlossen, dass Risiko einzugehen und mich von sämtlichen Ketten zu lösen. Was es bringt werden wir sehen. Ich lasse mich auf jeden Fall nicht mehr von anderen, sehr festgefahrenen und negativen Menschen vom Weg abbringen! ;)

So, jetzt soll es aber wieder um Büchern gehen. Für Pessimismus ist in meinem Leben und auch hier auf dem Blog kein Platz mehr! Ich habe den April wirklich genießen können, denn ich habe wirklich sehr viele Bücher unterschiedlicher Genres gelesen.

Ich habe im April 21 Bücher gelesen.

- Roman -


- Thriller -



- Jugendbuch -



- Auf Englisch -


- Jugendthriller -


- Horror -





Ich habe mich im April endlich mal ins "Yound Adult/New Adult" Genre vorgetastet und durch den allerersten Band von "Ivy Years" tatsächlich Lust auf diese Art von Liebesromanen bekommen! Hier hat mich besonders die weibliche Protagonistin namens Corey begeistert, die hier, obwohl sie im Rollstuhl sitzt und manchmal wirklich im Selbstmitleid ertrinkt, doch eine wunderbare Stärke beweist!




Ein Held, der sich eigentlich gar nicht wie ein Held vorkommt. Diese Beschreibung passt zu dem kleinen Lorenzo, der in "Niemand weiß, dass du hier bist" von Nicolette Giampietro eine echte Entwicklung durchlebt. Anfänglich ist er ein sehr faschistisch eingestellter Junge, der den Krieg herbeisehnt - bis er einen jüdischen Jungen kennenlernt und einsieht, wie falsch sein Denken doch ist ...




In diesem Moment habe ich mich wieder einmal mit der Zeit des zweiten Weltkrieges beschäftigt und habe dabei den Faschismus in drei verschiedenen Ländern erlebt. Alle drei Bücher haben mich auf ihre ganz eigene Weise berührt, besonders mitgenommen hat mich allerdings "Damals war es Friedrich". Bei dieser Geschichte über die Anfänge der Judenverfolgung musste ich am Ende wirklich fürchterlich weinen. Ein sehr bewegendes Buch!




Meinen unheimlichsten Buchmoment hatte ich mit "Der Exorzismus der Gretchen Lang". Auch wenn sich das Buch vordergründig um die Freundschaft zweier Mädchen dreht, gab es hier doch einige leicht schaurige Momente! Das Exorzismus-Thema ist halt immer wieder gut!




Ich habe in diesem Monat zwar "nur" vier Thriller gelesen, aber die hatten es in sich. Besonders gefallen hat mir das neue Buch meiner lieben Kollegin Heidi Oehlmann. Aber auch "The Wife" von Alafair Burke oder auch der psychologische Spannungsroman "Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. von Camilla Läckberg hatte es echt in sich!






Dienstag, 7. Mai 2019

[Rezension] Akt der Liebe - Joe R. Lansdale

Titel: Akt der Liebe
Autor:  Joe R. Lansdale
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 9. August 2010
Anzahl der Seiten: 288
Cover und Inhaltsangabe © Heyne Hardcore





"Tod, Blut und Gewalt sind keine Unbekannten im Fifth Ward, einem berüchtigten Viertel von Houston. Doch die bestialische Hinrichtung einer Prostituierten stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Ein perverser Killer sucht sich gezielt weibliche Opfer aus, um sein Verlangen nach Leidenschaft, Wut, Hass und Rache zu befriedigen. Für die Frauen beginnt ein Leben in ständiger Angst – für den Killer, der sich selbst als »Houston Hacker« bezeichnet, ist es ein Akt der Liebe."




Wieder einmal durfte ich bei einer gemütlichen gemeinsamen Leserunde einen weiteren Lansdale entdecken. Dieses Mal haben wir uns für sein Erstling "Akt der Liebe" entschieden. Es ist eine Geschichte, die wieder einmal recht eigen ist und definitiv nicht mit den anderen Werken von Lansdale vergleichbar ist.

Sehr schonungslos, brutal und blutig baut der Autor hier einen (für die heutige Zeit) doch recht typischen Thriller auf, der durch die vielen Pespektivenwechsel wie ein Film abläuft. Die Geschichte hat es in sich, nicht direkt aufgrund von Wendungen oder Überraschungen, sondern vielmehr durch die vielen schockierenden Szenen.




Joe R. Lansdale ist einer der wenigen Autoren, bei denen ich nie weiß, was mich denn nun beim Lesen erwarten wird. Rassismus, Ausgrenzung und auch Feminismus, das sind bekannte Themen aus seinen späteren Werken, doch bei seinen Debüt fährt er eine ganz andere Schiene.

So ist "Akt der Liebe" in gewisser Weise schon ein typischer Thriller. Wir haben hier einen schwarzen Ermittler, der vollkommen in den Fall abtaucht und auf der Gegenseite einen Serienkiller, der ein grausames und sehr blutiges Spiel treibt.

Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von Ermittlerstorys und Polizeiabeit, dennoch hat es Lansdale hier geschafft, mich zu fesseln, weil er durch die vielen Perspektivwechseln dafür sorgt, dass die Geschichte zu keinem Zeitpunkt an Spannung verliert.

Vielleicht ist die Geschichte zum Teil nicht allzu logisch, dafür setzt Lansdale auch hier wieder auf Action, Gewalt und einen tollen Showdown. Ich mochte es, dass wirklich jeder als Täter in Frage kam, wenngleich ich mir am Ende dann noch noch eine größere Überraschung oder Wendung herbeigesehnt hätte.

"Akt der Liebe" ist auf jeden Fall eine Geschichte, die zu unterhalten und zu fesseln weiß. Dabei legt Lansdale hier den Fokus auf Blut und Gewalt und nicht, wie in anderen Werken, auf originelle Charaktere oder aber eine ernste Grundthematik. Für mich war "Akt der Liebe" eine angenehme Unterhaltung, nicht sein bestes Werk, aber dennoch ein mutiges Debüt!




Mit seinem Erstlingswerk hat Joe R. Lansdale einen guten und unterhaltsamen Thriller geschaffen, der durch seine Schockmomente, eine Menge Gewalt und Blut und auch eine gute Portion Action ein wahres Kinoerlebnis bietet! Es ist mit Sicherheit nicht sein bestes Werk, bietet aber eine gute Unterhaltung!

Sonntag, 5. Mai 2019

[Rezension] Honig - Ian McEwan

Titel: Honig
Autor:  Ian McEwan
Genre: Roman
Erscheinungsdatum:  25. September 2013
Anzahl der Seiten: 448
Cover und Inhaltsangabe © Diogenes




"Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger: Serena arbeitet beim britischen Geheimdienst MI5. Weil sie auch eine passionierte Leserin ist, wird die junge Frau auf eine literarische Mission geschickt. Ian McEwan lockt uns mit gewohnter Brillanz in eine Intrige um Verrat, Liebe und die Erfindung der eigenen Identität."



Endlich konnte ich, durch einen Fund im Bücherschrank, mein allererstes Buch von Ian McEwan lesen, der ja in England bereits ein gefeierter Autor ist. Sein Schreibstil hat mich hier auf jeden Fall überzeugt - die Story fand ich persönlich hingegen aber etwas lahm, beziehungsweise etwas zu sehr in die Länge gezogen.

Obwohl sich das Buch wirklich einfach hat lesen lassen, hatte ich stellenweise das Gefühl, mich etwas im Kreis zu drehen. Die Thematik rund um das MI5 und die Förderung von Autoren war interessant, aber für mich hätte das Buch eine Spur tiefgründiger sein können ...




Mein erstes Buch von Ian McEwan hat mich vom Stil her begeistert. Ich mochte seine lockere und leichte Art, die Geschichte voranzutreiben und den Leser so mit auf die Reise zu nehmen. So begleiten wir hier Serena Frome, die eine eher langweilige Stelle beim MI5 annimmt, nach einiger Zeit aber einen interessanten Auftrag bekommt.

Die "Mission Honig" soll hierbei neue Schriftsteller fördern, die natürlich durch ihre Werke, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit schließlich dem Staat selbst einen Nutzen einbringen sollen. Hierbei spielen natürlich auch die politischen Ansichten der Autoren eine Rolle - und deswegen wird die hübsche Serena Frome zu Tom Haley geschickt, um zu entscheiden, ob dieser in das Förderprogramm aufgenommen werden soll.

Bis es dazu kommt, erfahren wir als Leser allerdings erst einmal, wie Serena selbst zum MI5 findet. Der Weg dahin ist lang, die Mission selbst beginnt erst ab gut der Hälfte des Buches und entwickelt sich dann in eine Richtung, die doch recht schnell abzusehen ist. Hier fehlten mir, gerade zum Ende hin, leider die Überraschungen.

Obwohl Ian McEwan hier wirklich einige interessante literarische (und auch mathematische!) Theme einwirft, verliert sich die Hauptstory rund um Serena und ihrer Mission doch stark. So war für mich nicht direkt ein roter Faden zu erkennen und ich weiß leide auch nicht, als was genau ich diese Geschichte nun bezeichnen würde. Ist es ein Agentenoman? Ein Liebesroman? Oder nur die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die für kurze Zeit auf eine Mission geschickt wird?




Ian McEwans Schreibstil und seine Art, verschiedene Thematiken aufzugreifen, hat mich begeistert - doch die Geschichte rund um Serena und die "Mission Honig" war mir stellenweise doch zu
langweilig ... Mich hat das Buch daher recht zwiegespalten zurückgelassen!

Freitag, 3. Mai 2019

[Rezension] Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. - Camilla Läckberg

Titel: Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.
Autor:  Camilla Läckberg
Genre: Roman, Thriller
Erscheinungsdatum:  29. März 2019
Anzahl der Seiten: 384
Cover und Inhaltsangabe © List



"Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.

Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ..."




Camilla Lackbergs Kriminalromane verfolge ich schon eine ganze Weile. Umso gespannter war ich auf diesen Roman, der vom Verlag selbst ja als Thriller vermarktet wurde. Im Vorfeld habe ich bereits einige recht negative Kritiken gelesen, die vor allem die doch recht ruhige Erzählweise und die fehlende Spannung angeprangert haben.

Dem kann ich mich definitiv nicht anschließen. "Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemanden" ist zwar definitiv kein Thriller, dafür ein psychologischer Spannungsroman, der wirklich in die Tiefe geht. Ich habe nicht nur mitfühlen können, nein, ich habe mich tatsächlich so gefühlt, als wäre ich mit Faye verschmolzen. Beim Lesen hatte ich so viel Wut, Hass, Verzweiflung und auch Rachegedanken, dass die Autorin es hier wirklich geschafft hat, dass ich mich total in dem Buch verloren habe.




Die Grundthematik von "Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem." ist definitiv nicht neu. Ich habe schon echte Thriller/Romane gelesen, in denen Frauen von ihren Ehemännern nur "benutzt" und anschließend durch eine neue ersetzt werden. Das ist wohl die kalte Realität und deswegen immer wieder ein Thema, das gerade bei weiblichen Lesern für Mitgefühl sorgt. Wer kennt schließlich nicht mindestens einen Mann dieser Art?

Ich konnte hier von der ersten Seite an mit Faye mitfiebern, auch wenn ich sie, als sie noch in der Beziehung mit Jack, also ihrem "goldenen Käfig" gefangen war, doch sehr naiv wirkt und wirklich alles einfach runterschluckt. Dies hat mich teilweise echt wütend gemacht, da der Leser doch noch lange vor ihr begreift, was für ein Mistkerl Jack eigentlich ist.

Mit Faye habe ich von Anfang an mitgefühlt. Nach und nach lernen wir sie, aber auch ihre Beziehung zu Jack kennen, was durch einige Rückblicke, aber auch durch Momente aus der Gegenwart sehr intensiv gestaltet ist. So baut der Leser, genau wie Faye, nach und nach einen echten Hass Jack gegenüber auf und wünscht sich wirklich nur eins: Rache.

Das Lesen hat mich hier echt mitgenommen und ein Handlungsstrang hat mir sogar Tränen in die Augen getrieben. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, zeigt auf, dass vieles im Leben selbst bestimmt werden kann, einiges aber auch einer höheren Macht unterliegt.

Ab einen gewissen Punkt hat mich das Buch etwas an die Serie "Revenge" erinnert. (Es gibt hier auch eine kleine Parallele ...) Ich habe das Lesen wirklich genossen, denn ich mag solche Rachegeschichten wirklich sehr gerne! Natürlich ist das Ende selbst, das bereits durch den Klappentext, aber auch durch einige kurze Szenen angedeutet wird, recht schnell klar. Es gab hier jetzt für mich keine großen Überraschungen, doch dafür haben mich die letzten Seiten absolut zufrieden gestellt! Ich bin eh jemand mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und daher habe ich das Ende absolut genossen!




Mich hat "Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem." von Camillia Läckberg bestens unterhalten und die zahlreichen negativen Meinungen sind für mich nicht nachvollziehbar. Klar, dass Buch ist kein Thriller, besitzt aber eine sehr tiefgründige Geschichte mit psychologischer Tiefe, die absolut nahe geht! Für mich eine absolute Empfehlung!