Sonntag, 31. Mai 2026

[Release-Day] Die Jahreszeiten in Rainfield gehen weiter ...

 RELEASE-DAY "Frühlingsgewitter in Rainfield"


Ich hatte ja durch meine erkrankte Hündin leider einen sehr düsteren Frühling, bin aber echt froh, dass mich das Schreiben dieser Kurzgeschichten wieder etwas aus dem Abgrund herausziehen konnte. Rainfield wurde für mich wieder zu einer Zuflucht und ab heute - also noch vor dem meteorologischen Sommeranfang - dürft ihr auch wieder in meine kleine, verregnete Kleinstadt reisen.

Ich hoffe, dass die Geschichten so stark wie immer sind. Diese letzten Monate steckten ja voller Zweifel und Sorgen und vielen Tränen. Ich habe versucht, alles hineinfließen zu lassen, denn genau das macht auch das Schreiben für mich aus.

Hier nun mehr über die einzelnen Geschichten:

In "Risse" geht es um Darren, der anders ist als seine Mitschüler. Er freut sich, als er eine Einladung zu einer Party erhält, doch diese findet ausgerechnet in der Ramshakle Road statt ...

"Die Farben des Frühlings" erzählt von dem 16-jährigen Vincent, der sehr obsessiv Bilder malt, die alle in seinem Umfeld verstören. Seine kleine Schwester will ihm helfen und ein wenig Farbe in seine Kunstwerke bringen ...

Die Geschichte des Hexenzirkel, der in den


beiden vorherigen Bänden schon eingeführt wurde, wird natürlich auch fortgeführt. Bonny, Red, Laura und Emily werden immer stärker, doch sie halten leider nicht zusammen.

In "Baby Nummer 1639" geht es um eine Hebamme, die sich im Rainhouse mit einem sehr jungen Mädchen trifft, das denkt, schwanger zu sein, obwohl sie nie etwas mit einem Junge hatte ...

"Pollenflug" erzählt von Janice, die aufgrund einer Allergie nur an Regentagen das Haus verlassen kann. Wütend zerstört sie Blumen in einem Garten, was natürlich Folgen haben wird ...

Da ich Tagebuchstorys liebe und damit gerne experimentiere, gibt es in diesem Band auch wieder eine Geschichte in dieser Form. "Liebes Tagebuch, böses Tagegebuch" berichtet von einem Mädchen, das gemeinsam mit ihrem Tagebuch immer böser wird.

Wer sich gefragt hat, welche Geschichte und vor allem Vergangenheit der neue Direktor der Rainfield High besitzt, bekommt in "Timothys Ring" nun Antworten.

"Geduld ist eine Tugend". Genau das muss auch Tammy im Garten ihrer Großeltern lernen, als ein neuer Nachbar dazu kommt und den Frieden stört.

Sheila hasst Blumen, die sich in einer Vase langsam dem Tod nähern. In "Keine Blumen" bekommt sie jedoch täglich mehrere Sträuße zugeschickt ...

In "Das Gewitter" tauschen zwei Freundinnen nach einem Blitzeinschlag die Körper. Die kleine Barbara, die immer jeden beneidet hat, muss jedoch nun erfahren, dass auch andere Leute Probleme haben, die man auf den ersten Blick überhaupt nicht sieht ...

Um einen Serienmörder, der in den 70ern in Rainfield aktiv war, geht es in "Ein sonderbarer Duft". Rionda Davis will die Morde endlich aufklären und den Mörder für ihren Abschlussfilm an der Dropvale Movie Academy stellen. Doch das geht nach hinten los ...

Charly ist "Anders als andere Jungs" und war bisher nie verliebt. Deswegen machen seine zwei besten Freunde ein Date für ihn aus, das anders verläuft als geplant.

Die Fortsetzungsgeschichte aus den vorherigen beiden Bänden geht in "Frühlingsende" weiter. Die Weddingplanerin Summer heißt mit Nachnamen nun Springs, erkennt jedoch, was für ein Langweiler ihr Mann ist. Sie sehnt sich nach dem Sommer, doch der muss für sie mit einer großen Veränderung beginnen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich wieder in Rainfield besucht und mich weiterhin unterstützt, denn dieses Buch ist schok vor drm Releaseday etwas untergegangen.

Freitag, 29. Mai 2026

[Rezension] Paper Princess - Erin Watt

  


Titel: Paper Princess - Die Versuchung

Autor:  Erin Watt

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 2017

Seitenzahl: 384
Cover: © Piper 
Begonnen: 30.04.2026
Beendet: 03.05.2026


In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mal öfter über den Tellerrand hinauszublicken und auch Bücher außerhalb meiner bevorzugten Genres zu lesen. So fiel mir in einem Bücherschrank nun der erste Teil dieser Reihe in die Hände, in der es um ein Mädchen geht, das sich nach dem Tod allein durchschlagen muss, dann aber plötzlich Teil von der Familie eines Multimillionärs wird. Seine fünf Söhne machen ihr das Leben allerdings von Anfang an sehr schwer ...

Tatsächlich war ich von "Paper Princess" zu Beginn angenehm überrascht. Ella ist eine starke Protagonistin, die es - abgesehen von ihrer Fixierung auf ihr atemberaubendes Aussehen - wirklich faustdick hinter den Ohren hat und sich in der neuen Familie wirklich zu behaupten weiß. Der Luxus im Haus der Royals haut sie er erst einmal um und ich habe schnell erkannt, dass dies auch so gar nicht meine Welt ist, denn hier ist vieles Schein und das viele Geld verleiht eine Macht, die besonders die Söhne gerne ausnutzen.

Zu den Söhne muss ich hier auch noch kommen, denn die fand ich allesamt sehr abstoßend. Besonders Reed und Easton mit ihren frauenfeundlichen und sehr sexistischen Sprüchen haben bei mir an manchen Stellen echt Würgereize hervorgerufen. Ich war froh, dass Ella sich meistens doch gut gegen sie behaupten konnte - allerdings nur bis zu dem Punkt, an dem Reed ihr gehörig den Kopf verdreht und sie sich ihm beinahe willenlos hingibt. Das hat mich leider etwas von Ella distanziert.

Natürlich wird Reed von der Autorin bewusst so extrem dargestellt. Für mich persönlich hat er jedoch zu viele Grenzen überschritten und bis auf wenige Ausnahmen, in denen er einmal kurz Einblick in seine Gedanken gibt, geht es für ihn doch nur ums Körperliche. Das hat es für mich sehr anstrengend gemacht, denn als Frau möchte ich solche Sprüche, die er für vollkommen normal hält, ehrlich gesagt nicht hören.

Der Cliffhanger am Ende hat mir gefallen, aber die Reihe fortsetzen werde ich dennoch nicht, denn ich möchte weder Reed oder den anderen Söhne noch einmal begegnen. Eins hat mir das Buch allerdings mal wieder klar gezeigt: Ich bin lieber weiterhin arm wie eine Kirchenmaus als gefangen in solch einer anstrengenden Welt, in der es nur um Geld und Oberflächlichkeiten geht ...


Diese luxuriöse Welt, in der es nur um Geld, Oberflächlichkeiten und Sexismus geht, war nicht so meins. Angenehm war einzig und allein Ella, die sich hier bis zu einem gewissen Punkt gut behaupten kann, doch bei Reeds Aussagen musste ich oft würgen!

Ich vergebe 3 von 5.

Mittwoch, 27. Mai 2026

[Rezension] Mich gibt's auch noch - Suzanne LaFleur


 Titel: Mich gibt's auch noch 

Autor:  Susanne LaFleur

Genre: Jugendbuch 

Erscheinungsjahr: 2009

Seitenzahl: 384
Cover: © Dressler
Begonnen: 28.04.2026
Beendet: 30.04.2026


Dieses Buch beginnt bereits sehr emotional, denn wir erleben die 11-jährige Aubrey, die von ihrer Mutter verlassen wurde und nun ganz allein zuhause ist. Zum Glück taucht ihre Großmutter Gram nach einer Weile auf und holt sie zu sich nach Vermont. Dort muss Aubre jedoch nicht dir Flucht ihrer Mutter verarbeiten, sondern auch das, was mit ihrem Vater und ihrer Schwester Savannah passiert ist ...

Aubreys Geschichte konnte mich von der allerersten Seite an berühren. Gemeinsam mit dem Mädchen habe ich anfangs auch sehr viel Wut der Mutter gegenüber empfunden, doch im späteren Verlauf wird klar, dass beide einen eigenen Schmerz zu verarbeiten haben. Es ist sicherlich nicht richtig, daß eigene Kind im Stich zu lassen, aber gemeinsam mit Aubrey konnte ich die Mutter hier tatsächlich ein wenig verstehen.

Eine unfassbar wichtige Rolle nimmt hier die Großmutter ein. Sie führt Aubrey zurück ins Leben, gibt ihr Aufgaben, motiviert sie und gibt ihr Sicherheit. Das hat mich stellenweise wirklich zu Tränen gerührt, wie Aubrey immer mehr aufblüht, wieder Lachen kann und Freunde findet. Wie von selbst wird sie dabei wieder Teil einer großen Familie. Es hat mir wirklich gefallen, wie viel Liebe und Verständnis Aubrey von allen Seiten entgegengebracht wurde.

"Mich gibt's auch noch" ist keine leichte Lektüre. Die Geschichte geht tief und Aubreys Schmerz hat mir beim Lesen echt den Hals zugeschnürt. Es war gleichzeitig aber schön zu sehen, wie Aubrey immer stärker wird! Für mich hat Suzanne LaFleur hier einen sehr emotionalen Jugendroman geschaffen, der wehtut, aber gleichzeitig auch zeigt, wie schön das Leben sein kann!


Schmerzhaft, emotional und doch mit einer wundervollen Botschaft. Ein starker Jugendroman!

Ich vergebe 5 von 5.

Montag, 25. Mai 2026

[Rezension] Pass auf, was du träumst - Unni Lindell

 


Titel: Pass auf, was du träumst 

Autor:  Unni Lindell

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2000

Seitenzahl: 474
Cover: © Weltbild
Begonnen: 28.04.2026
Beendet: 01.05.2026


Skandinavische Krimis ziehen mich ja immer magisch an, da ich die Melancholie, die sie ausstrahlen, echt mag. Auch "Pass auf, was du träumst" von Unni Lindell besitzt den typischen Schwermut, driftet dabei aber schon fast ins Depressive ab. 

Gleich auf den ersten Seiten kommt der Mörder zu Wort und wir erleben, wie er ein Mädchen tötet. Es gibt Einblicke in sein Denken, doch um ehrlich zu sein, konnte ich seine Motive nicht so recht verstehen. Nach dem Mord entwickelt sich alles zu einem typischen Krimi, in dem die recht zähe und langweilige Ermittlungsarbeit von Cato Isaksen im Kontrast zu seinem schwierigen Privatleben steht. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass es mehr um Cato selbst als um den Fall geht.

Unsympathische Ermittler habe ich schon oft in Büchern getroffen. Mit Cato wurde ich auch nicht wirklich warm, weil seine Gedanken fast so wirr und düster wie die des Mörders sind. Wir erleben wie er seine Familie vernachlässigt, fremd geht und dann plötzlich mit zahlreichen persönlichen Problemen konfrontiert wird. Das war anstrengend, denn der Fall bleibt dabei sehr lange auf der Strecke. Immer und immer wieder werden die Freunde des Opfers vernommen und dabei wird im Grunde nichts Wichtiges offenbart. Die Autorin dreht sich hier im Kreis, weil es ihr einfach nicht gelingt, den Fall interessant einzubauen.

Die einzelnen Kapitel sind zwar sehr kurz und dadurch flott gelesen und der fast poetische, sehr düstere Stil ist im Grunde auch ganz passend, doch die Autorin schafft es nicht, in die Tiefe zu kommen. Viele sehr wichtige Themen - wie Tanjas Magersucht - werden leider nur sehr oberflächlich angesprochen. Für mich war dieser Krimi leider sehr schwach - auch was die einfallslose Auflösung betrifft ...


Ein sehr schwacher Krimi, in dem ein sehr depressiver Ermittler im Fokus steht und der Fall selbst sehr lieblos wirkt. Schade.

Ich vergebe 2 von 5



Samstag, 23. Mai 2026

[Rezension] Märchenhaft erwählt (Band 1) - Maya Shepherd

  


Titel: Märchenhaft erwählt 1

Autor:  Maya Shepherd

Genre: Märchen 

Erscheinungsjahr: 2021

Seitenzahl: 374
Cover: © Sternensand Verlag
Begonnen: 24.04.2026
Beendet: 28.04.2026


Kaum jemand weiß von mir, dass ich mit Märchen tatsächlich aufgewachsen bin und viele davon noch immer in meinem Herzen trage. So habe ich spontan diesen ersten Band einer märchenhaften Trilogie aus einem Bücherschrank befreit.

In "Märchenhaft erwählt" geht es um einen Prinzen, der bei seiner Geburt verflucht wurde. Ein Kuss soll Lean eines Tages ins Unglück stürzen. Zum Glück konnte der Flucht ein wenig abgemildert werden und so kann ein Kuss der wahren Liebe ihn schließlich retten. Nach einer Tradition seines Landes müssen zwölf auserwählte Mädchen in Prüfungen um den Platz an seiner Seite ringen, darunter sind auch die Schwestern Heera und Medea. Kann es sein, dass eine der beiden Leans große Liebe ist?

Maya Shepherd verbindet viele altbekannte Ideen, um ein eigenes Märchen zu kreieren. Besonders gefallen hat mir Heera als Charakter, denn sie ist frech, sagt immer ihre Meinung und hinterfragt zum Glück auch die Prüfungen, in denen sich die Mädchen für die Liebe in Gefahr bringen sollen.

Ich bin förmlich durch dieses lockerleichte Märchen geflogen, das zwar kaum in die Tiefe geht, aber einem klassischen Muster folgt und daher wie die alte Grimm-Märchen zu unterhalten weiß. Viele Prüfungen lösen sich zwar recht leicht auf, aber mir gefiel die Kreativität, mit der die Autorin ihre Welt fühlt. Nur manchmal hat sie sich vielleicht ein wenig zu sehr von gewissen bekannten Szenen inspirieren lassen. So besaß ich die Jagdszene, die fast genauso in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" vorkam, zu wenig Eigenes. Insgesamt war ich aber wirklich positiv überrascht von diesem Reihenauftakt und würde sogar den zweiten Teil lesen, wenn er mir einmal in die Hände fällt!


Eine märchenhafte, lockerleichte Erzählung, die viele Ideen verbindet und vor allem durch die freche weibliche Protagonistin zu unterhalten weiß.

Ich vergebe 4 von 5.

Freitag, 22. Mai 2026

[Spontane Leserunde] Erinnerungen an Anne Frank - Alison Leslie Gold

 


Über das lange Pfingstwochenende bot sich nun wieder die Gelegenheit, mit meiner Autorenfreundin Sandra Pulletz ein Buch gemeinsam zu lesen. Dieses Mal erinnern wir uns gemeinsam ein wenig an Anne Frank. 

Leseabschnitte

1. Abschnitt: Anfang bis Kapitel 7

2. Abschnitt: Kapitel 8 bis Kapitel 15

3. Abschnitt: Kapitel 16 bis Kapitel 21

4. Abschnitt: Kapitel 22 bis Ende


Ich wünsche uns angenehme Lesestunden. Wer mit einsteigen mag, ist herzlich eingeladen. Jeder liest in seinem Tempo.

Donnerstag, 21. Mai 2026

[Rezension] Sieben - Mark Frost


 Titel: Sieben

Autor:  Mark Frost

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 512
Cover: © Heyne
Begonnen: 22.04.2026
Beendet: 27.04.2026


Ich bin ja immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und bei diesem Buch wusste ich direkt, dass mich eine sehr verrückte und abgedrehte Geschichte erwarten wird, denn Mark Frost ist schließlich der Mitschöpfer von "Twin Peaks". "Sieben" ist der originelle Auftakt einer Reihe, in dem Arthur Conan Doyle im Mittelpunkt steht.

Doyle, der zu dem Zeitpunkt der Geschichte noch nicht allzu bekannt oder gar berühmt ist, wird zu einer Séance eingeladen, die schließlich sehr blutig endet. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Sparks, der Geheimagent der Königin sein soll, wird er von seltsamen Mächten verfolgt und gerät so an eine finstere Bruderschaft.

"Sieben" ist pure Unterhaltung, wenngleich die Geschichte stellenweise auch sehr überladen wirkt. Es treten einige obskure Gestalten auf, die teilweise sogar aus der Schauerliteratur bekannt sind und Doyle wird wirklich gnadenlos durch die Story gejagt. Besonders gefallen hat mir die düstere Vorgeschichte von Alexander, die fast ein eigenes Buch füllen könnte. Ich hatte auf jeden Fall Spaß mit dem Buch, auch wenn ich beim Zuschlagen das Gefühl gehabt habe, dass an einigen Stellen weniger mehr gewesen wäre, gerade, um mehr Atmosphäre und vielleicht sogar Tiefe zu erzeugen.


Ein überdrehter und sehr verrückter Romam, in dem Arthur Conan Doyle ein sehr unterhaltsames Abenteuer erlebt!

Ich vergebe 4 von 5.