Freitag, 28. Januar 2022

[Rezension] Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen - Mary Kubica

 


Titel: Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen

Autor:  Mary Kubica

Genre: Roman, Thriller
Erscheinungsjahr: 2006
Anzahl der Seiten: 384
Cover: © HarperCollins

Begonnen: 11.01.2022
Beendet: 14.01.2022




Ich habe mir für das neue Jahr fest vorgenommen, wieder öfter zu Thrillern zu greifen, da ich dieses Genre 2021 doch stark vernachlässigt habe. So stieß ich auf "Pretty Girl" von Mary Kubica, ein Buch, das sich als ruhiger, aber dennoch fesselnder Psychothriller entpuppte.

Heidi sieht am Bahnsteig ein obdachloses Mädchen mit einem Baby stehen und beschließt, die beiden mit zu sich nach Hause zu nehmen. Blöd nur, dass Heidi gerade Stress mit ihrem Mann Chris und ihrer pubertierenden Tochter Zoe hat. Chris ist alles andere als begeistert, als er mit der verwahrlosten Willow zusammenleben soll, denn auch Heidi beginnt sich plötzlich zu verändern.

Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichten erzählt. Aus Heidis und Chris' Sichten erfahren wir, wie es zu den Eheproblemen kam und wie sehr sich die beiden schon auseinandergelebt haben. Willows Sicht ist die intensivste, denn hier erfahren wir, wie sie obdachlos wurde und wie es zu einem gewissen Vorfall kam, der alles auf den Kopf gestellt und sie zur Flucht gezwungen hat. Ihre Abschnitte sind sehr erschreckend, zeigen sie doch, in welche Sackgasse das Leben manchmal führen kann. 

Die Autorin besitzt einen sehr ruhigen Schreibstil, der aber dennoch eine subtile Spannung erzeugt und sich intensiv mit den Charakteren auseinandersetzt. Es gibt keine großen Schockmomente, dafür zeigt sich aber schön, wie grausam das Leben sein kann. "Pretty Girl" war demnach wieder ein psychologischer Thriller, der ganz meinem Geschmack entsprach und der mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten hat.


"Pretty Girl" ist ein ruhiger, aber dennoch unfassbar intensiver Psychothriller, in dem es um die tragische Geschichte eines obdachlosen Mädchens geht. Fesselnd und erschreckend!

Ich vergebe 5 von 5.






Mittwoch, 26. Januar 2022

[Rezension] Eine für Vier - Der zweite Sommer (Band 2) - Ann Brashares

 



Titel: 
Eine für Vier - Der zweite Sommer (Band 2) 

Autor:  Ann Brashares

Genre: Roman, Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2006
Anzahl der Seiten: 384
Cover: © cbt

Begonnen: 11.01.2022
Beendet: 14.01.2022




Achtung! Band 2 einer Reihe, Rezension enthält Spoiler!

Ich habe mich tierisch darüber gefreut, als ich den zweiten Teil von "Eine für vier" in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden habe. Nun konnte ich mit den vier wundervollen Mädchen einen zweiten Sommer verbringen.

Dabei beginnt alles erneut sehr chaotisch. Lena hat mit Kostos schluss gemacht, Carmen muss mit ansehen, wie ihre Mutter sich verliebt, Tibby besucht einen Filmkurs, der nicht so läuft wie geplant und Bridget leidet noch immer unter Stimmungsschwankungen und hat alles, was sie ausgemacht hat, aufgegeben. Wie auch schon im ersten Band laufen die Geschichten parallel ab und auch die magische Jeans steht natürlich wieder im Mittelpunkt.

Im ersten Teil war ja die durchgeknallte Tibby mein Lieblingscharakter. Ich muss sagen, dass sie mir in diesem Teil etwas zu kurz kam. Dafür haben es die anderen drei Geschichten aber in sich. Bridget befindet sich weiterhin auf der Suche nach sich selbst, Lena durchlebt ihre erste Trennung und Carmen hat erneut mit ihrer Eifersucht zu kämpfen. Schön ist auch hier wieder der Zusammenhalt der vier Freundinnen. Sie spendet sich Trost, freuen sich füreinander und scheuen sich auch nicht, Kritik auszuüben. Das bewundere ich nach wie vor an den Charakteren.

Dieses Buch hat mich gut unterhalten. Es ging zwar nicht so sehr in die Tiefe wie der erste Teil, bei dem ein Strang mich wirklich zum weinen gebracht hat, aber es zeigt doch sehr schön auf, wie wir mit den Hürden des Lebens umgehen sollten. Es geht schließlich darum, sich an all das Positive zu klammern und die schönen Momente zu genießen, gleichzeitig aber auch von all dem Negativen zu lernen. Für mich ein toller zweiter Teil einer sehr lesenswerten Jugendbuchreihe!



Auch im zweiten Sommer geht bei den vier Freundinnen wieder einiges schief! Eine würdige Fortsetzung, die zwar nicht so tiefgründig wie der erste Band ist, aber sehr schön aufzeigt, wie man mit Problemen umgehen sollte! Lesenswert!

Ich vergebe 5 von 5.





Montag, 24. Januar 2022

[Rezension] Weit weg und ganz nah - Jojo Moyes


 Titel: Weit weg und ganz nah

Autor:   Jojo Moyes

Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2014
Anzahl der Seiten: 512
Cover: © Rowohlt

Begonnen: 06.01.2022
Beendet: 10.01.2022




Ich hab vor etlicher Zeit "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen und mich total in die Geschichte verliebt. Seitdem habe ich allerdings kein anderes Buch der Autorin angerührt. Nun habe ich zwei ihrer Werke in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt und nun mit "Weit weg und ganz nah" begonnen.

In dieser Geschichte geht es um einen verrückten Roadtrip, den die alleinerziehende Mutter Jess mit ihrer Tochter Tanzie, ihrem Stiefsohn Nicky, ihrem gemeinsamen Hund und dem wohlhabenden Geschäftsmann Ed, bei dem sie seit einiger Zeit als Putzfrau arbeitet, unternimmt. Jess will ihre hochbegabte Tochter unbedingt zu einer Matheolympiade bringen, denn das Preisgeld ist die einzige Chance, dass die Familie ihre Schulden bezahlen und Tanzie auf eine Privatschule schicken kann.

Leider hatte ich mit den beiden Protagonisten von Anfang an meine Probleme. Bei Jess und Ed dreht sich hier sehr viel um Geld. Jess hat keins und ist ständig in Sorge, ihre Rechnungen nicht bezahlen zu können und Ed selbst hat genug Geld und wirft es praktisch zum Fenster hinaus. Ed war für mich am Anfang ein Mensch, mit dem ich im echten Leben einfach nicht klarkommen würde. Ich möchte zwar seinen Wandel, aber irgendwie wurde ich bis zum Ende nicht so ganz warm mit ihm.

Jess ging mir leider auch sehr oft auf die Nerven. Auch für sie geht es nur ums Geld und ich hatte das Gefühl, dass die ganze Idee mit der Matheolympiade ihre Tochter furchtbar unter Druck setzt. An Romantik fehlte es mir leider ebenfalls in dieser Geschichte, eventuell war dieses Geld-Thema einfach nicht meins. Ich bekam irgendwie beim Lesen nicht das Gefühl, dass Jess und Ed besonders gut miteinander  harmonisieren.

Die Stärke dieses Romans besteht aber definitiv aus den Nebencharakteren. Die hochbegabte Tanzie und den gemobbten Nicky habe ich hier im Gegensatz zu den beiden Protagonisten wirklich ins Herz geschlossen. Besonders Nickys Wandel fand ich hier toll und berührend.

Der angenehme Humor und die liebenswürdigen Nebencharaktere waren auch der Grund, warum ich das Buch nicht einfach abgebrochen habe. Es war letztendlich doch ein unterhaltsamer Roadtrip, bei dem ich mir aber etwas weniger Gedanken ums Geld gewunscht hätte und dafür mehr Romantik ...



Ein verrückter und unterhaltsamer Roadtrip, bei dem es mir allerdings zu viel ums Geld ging und zu wenig um echte Liebe und die großen Gefühle ...

Ich vergebe 3 von 5.




Samstag, 22. Januar 2022

[Rezension] Dornenliebe - Christine Fehér

 


Titel: Dornenliebe

Autor:  Christine Fehér

Genre: Jugendbuch, Jugendthriller
Erscheinungsjahr: 2010
Anzahl der Seiten: 288
Cover: © cbt

Begonnen: 05.01.2022
Beendet: 07.01.2022




Beim Lesen von "Dornenliebe" habe ich gemerkt, dass ich dieses Buch schon vor einigen Jahren gelesen habe. Dies passiert wohl, wenn man einfach zu viel liest und gerade im Jugendthriller-Bereich nicht sonderlich viel Auswahl hat. Ich habe diese Geschichte dennoch weitergelesen, denn ich wollte wissen, ob mein Leseempfinden gleich geblieben ist.

In "Dornenliebe" geht es um Luna, die nach dem Tod ihres Bruders nach Berlin zieht, um dort zu studieren. Auf den ersten Seiten breitet sich hier eine angenehme und passende Melancholie aus. Luna wirkt verloren und kann sich nicht so gehen lassen wie andere Jugendliche.

Sie lernt auf einer Party schließlich Falk kennen, mit dem sie relativ schnell zusammenkommt. Und hier ist auch schon das Hauptproblem, das ich sowohl damals als auch heute mit dem Buch hatte: alles geht viel zu schnell. Die beiden küssen sich am ersten Abend, sind am nächsten Morgen schon fest zusammen und sprechen von der großen Liebe. Nur wenig später ziehen sie zusammen, obwohl Falks Eifersucht schon beim ersten Date sehr offensichtlich durchschimmert.

Die Geschichte liest sich zwar gut und besitzt einige sehr bedrohliche Momente, aber irgendwie war mir alles eine Spur zu oberflächlich und vorhersehbar. All das, was ich auch beim ersten Lesen empfunden hatte, wiederholte sich. Mir fehlte es bei Falk an Tiefe, denn gerade er mit seiner krankhaften Eifersucht bietet er wirklich viel Potential, das allerdings nicht ausgeschöpft wird. Es gab nur ein paar Sätze als Erklärung für sein Verhalten, was wirklich schade war, denn ich mochte es, dass Luna bis zum Schluss versucht hat, ihn irgendwie zu verstehen.

Das Ende läuft dann genauso schnell wie die Handlung ab. Alles wirkt zu überstürzt, zu hektisch und zu einseitig. Die Autorin macht es sich viel zu einfach, um die Geschichte mit einem Ereignis zu beenden, das einfach frustriert zurücklässt. Schade, denn die Grundidee ist wirklich gut ...


Mein unbeabsichtigter Re-read hat mir gezeigt, dass ich auch Jahre später das Buch als ähnlich oberflächlich und viel zu hektisch empfunden habe. Spannung ist vorhanden und der Stil sowie die Charaktere sind gelungen, aber die Handlung ist leider zu einseitig und oberflächlich ...

Ich vergebe 3 von 5.



Donnerstag, 20. Januar 2022

[Rezension] Unruhestifter - Celia Fremlin

 


Titel: Unruhestifter

Autor:   Celia Fremlin

Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2002
Anzahl der Seiten: 254
Cover: © Diogenes

Begonnen: 04.01.2022
Beendet: 06.01.2022




"Unruhestifter" war nun bereits mein viertes Buch von Celia Fremlin und wieder einmal wurde bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann und gleichzeitig in eine echt verrückte Geschichte gezogen.

Die Protagonistin Katharine beschäftigt sich hier lieber mit den Eheproblemen anderer Leute als mit ihren eigenen. So wird sie, während sie selbst ihrem Mann nicht mehr viel zu sagen hat, tief in die Geschichte von ihrer Nachbarin und Freundin Mary hineingezogen, die es kaum noch mit ihrem Ehemann aushält. Ihr Kind wird vernachlässigt, Mary selbst traut sich kaum noch nach Hause und es kommt, wie es kommen muss: Es geschieht ein "Unfall"...

Sehr eindringlich und mit einem unfassbar scharfen Blick zeichnet Celia Fremlin hier die Probleme ganz normaler Menschen auf. Obwohl das Buch sicherlich in den 50er oder Anfang der 60er spielt, lässt sich das Buch doch auch gut in der heutigen Zeit lesen, denn eine Ehe scheitert auch heute noch meist an der fehlenden Kommunikation. So ist es auch bei Mar
y und Alan, deren Beziehung wir allerdings nur aus der Ferne beobachten. Dies ist ein kluger Schachzug, denn es stellt sich hier doch schnell heraus, dass die wahren "Unruhestifter" nicht die streitenden Ehepartner sind, sondern das neugierige Umfeld, das eine Beziehung von außen heraus zerstören kann.

Getreu dem Motto: "Solange es anderen schlechter geht als mir, kann es ja nicht so schlimm sein" wird hier mit dem Finger auf eine Ehe gezeigt, die schon kaputt ist und nun die letzten Risse erhält. Die drohende Gefahr ist durchgehend zu spüren, der Leser weiß nur nicht, von wem diese ausgehen wird. Das Ende ist überraschend und hat bei mir eine Gänsehaut hervorgerufen. Ein fesselnder und sehr tiefgründiger Psychothriller!


"Unruhestifter" ist ein tiefgründiger Psychothriller über Ehen, aber auch über die Einwirkungen des Umfelds. Ein grandioses und fesselndes Buch!
Ich vergebe 5 von 5.


Dienstag, 18. Januar 2022

[Rezension] Die gruseligsten Spukgeschichten - Rudyard Kipling, Oscar Wilde, Mark Twain u.a

 


Titel: Spukgeschichten

Autor:   Rudyard Kipling, Oscar Wilde, Mark Twain u.a

Genre: Anthologie
Erscheinungsjahr: 200
Anzahl der Seiten: 290
Cover: © Tosa

Begonnen: 01.01.2022
Beendet: 05.01..2022




Ich wollte das neue Jahr mit ein paar unheimlichen Spukgeschichten begrüßen und so war ich sehr froh, dass ich vor kurzem diese Anthologie mit den Geschichten zahlreicher bekannter Autoren gefunden habe.

In den insgesamt 17 Geschichten geht es in erster Linie um Geistererscheinungen und dem klassischen Spuk, beispielsweise in gemieteten Zimmern, in Häusern oder auf Schiffen. Einige Schriftsteller reisen aber auch in ferne Länder oder interpretieren alte Legenden neu.

In dieser Sammlung durfte ich mich zum ersten mal an eine Geschichte von H.P. Lovecraft heranwagen. Bisher habe ich noch keinen Zugang zu seinen Werken gefunden, war aber doch positiv überrascht, dass mir das Abenteuer von Houdini in "Gefangen bei den Pharaonen" doch sehr gut gefallen hat. Als etwas überladen empfand ich seinen Schreibstil allerdings. Es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis ich mich seinen anderen Werken widmen werde.

Mit einigen wenigen Geschichten konnte ich in dieser Anthologie nichts anfangen. So beispielsweise mit Theodor Storms "Am Kamin" oder mit Nikolai Gogols "Die verhexte Stelle". Auch die sehr kurze Geschichte "Die Harzreise" von Heinrich Heine kam mir irgendwie unpassend vor. Dennoch fand ich es toll, einen Einblick in den Stil verschiedener Autoren zu bekommen.

Gegruselt habe ich mich leider bei kaum einer Geschichte, aber unterhalten konnte mich der größte Teil. Besonders gefreut hatte ich mich auf die Geschichte von Oscar Wilde. "Das Gespenst von Canterville" kannte ich zwar schon als Hörspiel, aber hier musste ich wirklich beim Lesen oft lachen. Was für eine originelle Idee, einmal ein Gespenst mit Spuk zu konfrontieren.

Weitere Highlights in diesem auch waren für mich "Der Bronzespiegel" von Irmgraud Krempl, in der ihr Sohn plötzlich verschwindet, nachdem er auf dem Markt einen Spiegel bekommen hat und "Die Scheune der Toten" von Eric Ambrose. Diese Anthologie hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und mich näher an Autoren herangeführt, von denen ich bisher noch nichts gelesen habe.


17 sehr unterschiedlich Spukgeschichten bieten in dieser Anthologie nicht nur gute Unterhaltung, sondern machen den Leser auch mit den Schreibstilen verschiedener Autoren bekannt! Es lohnt sich!

Ich vergebe 4 von 5.


Sonntag, 16. Januar 2022

[Rezension] Total blauäugig - Sophie Brandes

 


Titel: Total blauäugig

Autor:   Sophie Brandes

Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 1988
Anzahl der Seiten: 216
Cover: © Beltz und Gelberg

Begonnen: 02.01.2022
Beendet: 04.01..2022




"Total Blauäugig" beginnt mit einer Vergewaltigung. Marieluise versteht nicht, was genau ihr wiederfahren ist und sie gibt sich selbst auch keine Gelegenheit, das Erlebte zu verarbeiten. Plötzlich weiß sie nicht mehr, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, aber eins wird ihr klar: Sie will einfach nur weg. So geht sie als Au-Pair nach Paris, doch die Erinnerungen verfolgen sie ...

Mit dem Schreibstil von Sophie Brandes hatte ich bei diesem doch sehr alten Jugendbuch große Probleme. Alles ist sehr umgangssprachlich und liest sich, als wäre es direkt dem Kopf der Protagonistin entsprungen, die übrigens in Dialogen nur selten vollständige Sätze zusammenbekommt. Auf der einen Seite passt das natürlich zur Thematik, auf der anderen hat es dieses Buch doch zu einer sehr anstrengenden Lektüre gemacht.

Die Autorin beschreibt hier sehr eindringlich und ehrlich die Auswirkungen einer Vergewaltigung auf die Psyche einer Heranwachsenden. Das Problem ist allerdings, dass der Leser Marieluise erst nach der Vergewaltigung kennenlernt und sie eben durchwegs in diesem depressiven Zustand wahrnimmt. Sie ist und bleibt zudem sehr "blauäugig" (naiv), gleichzeitig wirkt sie aber auch furchtbar frustriert und irgendwie auch unmotiviert und etwas dümmlich. Zudem liegt ihr die Arbeit als Au-Pair nicht wirklich und sie ist plötzlich in einem Leben gefangen, das ihr nicht gefällt. Darauf, dass sie selbst für eine Veränderung sorgen muss, kommt sie leider nicht ...

Der große Wendepunkt kam mir etwas zu konstruiert vor, da mir auch hier ein eigener Antrieb der Protagonistin fehlte. Aus diesem Grund würde ich das Buch auch nicht unbedingt Leuten empfehlen, die sensibel auf dieses Thema reagieren oder gar eigene Erfahrungen gesammelt haben. Es ist doch in erster Linie ein Jugendbuch, in dem es um Liebe, Zusammenhalt und Freundschaft geht und das einfach nur aufzeigen will, dass das Leben immer irgendwie weitergeht ...


"Total Blauäugig" ist die passende Bezeichnung für die Protagonistin, die hier nach einer Vergewaltigung sehr verloren als Au-Pair durch Paris streift ... Durch den Schreibstil leider eine sehr anstrengende Lektüre, dir zwar einige interessante Ansätze präsentiert, aber viel zu wirr wirkt ... 

Ich vergebe 3 von 5.