Titel: Dreizehn Wünsche für einen Sommer
Autor: Morgan Matson
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2016
Seitenzahl: 508
Cover: © cbj
Begonnen: 21.05.2026
Beendet: 24.05.2026
Emilys beste Freundin Sloane ist seit zwei Wochen verschwunden. Hinterlassen hat sie nur eine Liste mit Aufgaben, die Emily im Sommer erledigen soll. Genau das tut Emily, die immer ein wenig in Sloanes Schatten gestanden hat, auch und freundet sich dabei mit Frank an, der sie tatkräftig unterstützt ...
Für mich war Emily ein sehr angenehmer Charakter. Anfangs etwas schüchtern, blüht sie immer mehr auf während sie sich an die einzelnen Aufgaben heranwagt und dabei mutiger sowie selbstbewusster wird. Anfangs tut sie das alles nur, um eine Beschäftigung zu haben und weil sie denkt, Sloane finden zu können, sobald sie alles erledigt hat, doch dann erkennt sie, dass sie durch die Liste genauso stark wie Sloane sein kann.
In Rückblickend wird zeitgleich von der Freundschaft zwischen Sloane und Emily erzählt. Sloane ist dabei der deutlich wildere, offenere und auch verrücktere Part des Duos. Emily lässt sich eher mitziehen und genießt es, dass Sloane sie an die Hand nimmt. So ist es ganz gut, dass sie im diesem Sommer einmal ohne Sloane umherzieht. Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass mir Sloanes Erklärung ihres Verschwindens am Ende nicht so gut gefallen hat.
Die Nebencharaktere sind sehr gelungen. Emily lernt hier jede Menge Leute kennen und erlebt genau das, was wohl viele Jugendliche in ihrem Alter erleben. Sie geht auf Partys, knutscht mit einem Fremden herum und lernt ganz nebenbei noch Frank näher kennen, der allerdings schon lange in einer Beziehung ist. Mir gefiel die Leichtigkeit des Buches, denn es fühlte sich tatsächlich wie so ein stinknormaler Sommer an. Allerdings fehlte es mir dadurch auch ein wenig an starken Momenten, an die man sich nach dem Lesen noch erinnert.
Manche Aufgaben waren ganz witzig, andere gefielen mir weniger, weil sie viel zu schnell abgearbeitet wurden. Auch das Geknutsche mit einem Fremden war nicht so meins. Manchmal fühlte es sich so an, als wäre Emily gezwungen, alles umszusetzen. Die Liebesgeschichte fand ich wirklich schön, weil sie sich so angenehm langsam entwickelt und da nicht von Anfang an etwas zwischen den beiden ist. Allerdings wäre es gerade am Ende schön gewesen, wenn es noch ein paar stärkere Momente zwischen den beiden gegeben hätte.











