Sonntag, 3. November 2019

Erneute Blogpause :(

Ihr habt bestimmt schon von meiner derzeitigen Situation mitbekommen! Leider sind wir immer noch obdachlos und das wird sich in diesem Jahr auch wohl nicht nicht ändern. (Wir können uns weder eine Miete, noch eine gigantische Kaution leisten und werden daher weiter im Auto leben!)

Diese Woche sind die Temperaturen zum ersten Mal unter die Nullgradgrenze gekrochen und da wir gerade im Auto schlafen, war es wirklich extrem kalt. So kalt, dass ich leider in dieser Woche krank geworden bin. Da ich gerade kein Bett habe, um mich auszukurieren, scheine ich die Erkältung wohl noch eine Weile mit rumzuschleppen. Dieses Jahr war wirklich nicht leicht, schlimmer als die Krankheit, die Schmerzen, Kälte usw. war wohl die fehlende Privatsphäre und das Unverständnis.

Ich weiß, dass ich hier zu euch ehrlich sein kann und dass ihr Verständnis habt (Es geht doch nichts über den Horizont von Buchlesern! ;)) und deswegen will ich ehrlich sein: Ich schaff es gerade nicht, im eiskalten Auto auch noch Rezensionen zu schreiben und den Blog ordentlich weiterzuführen. Außerdem muss ich ein paar persönliche Enttäuschungen verkraften, die sich im Oktober zugetragen haben. Ich bin leider immer noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem ich Worte einfach Worte sein lassen kann!

Ich werde diesen Blog daher erst einmal pausieren. Die Rezensionen, die ich noch vorgeschrieben habe, wird es erst geben, wenn ich wieder weiter vorarbeiten kann und auch zeitgleich ein paar Dinge verarbeitet habe. Außerdem hatte ich einen größeren Umbau dieses Blogs geplant, den ich momentan aber nicht realisieren kann!

Allerdings möchte ich nicht, dass ihr all das hier negativ auffasst. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt. Sehr viel. Zum einen wohl, dass es in Ordnung ist, Menschen zu ignorieren, die es nicht gut meinen, die nur aus Egoismus handeln und keinerlei Verständnis zeigen. Der Horizont von vielen Leuten ist eh sehr beschränkt und sie sind über ihr eigenes Leben bereits zutiefst frustriert. Ich glaube weiterhin an Karma, ja, an einen gewissen Ausgleich! Ich habe aber gelernt, dass man bei niemanden so tun muss, als würde man ihn mögen. Es ist leichter (und besser für einen selbst!) Leute, die eh nur nie aus der Komfortzone herauskommen einfach zu ignorieren! Und es ist vollkommen okay, anders zu leben als die breite Masse, sich nicht anzupassen und vor allem, einen unkonventionelleren Weg zu gehen als alle anderen. Es ist schließlich euer persönlicher Weg, auf denen Steine und Hindernisse liegen, aber ihr solltet nicht nur, weil es einfacher ist, eine Abkürzung nehmen! Am Ende zählen doch die schönen, die einzigartigen Momente, jene wundervollen Erinnerungen, die ein Leben lebenswert machen.

Was ich auch gelernt habe: Worte sind zerstörerischer als Taten. Und genau deswegen sollte man nachdenken, bevor man spricht, Verständnis zeigen statt überstürzt zu handeln. Wir wissen schließlich nie, was ein Wort anrichten, ja, welche tiefe Wunden es erzeugen kann!

Obwohl es gerade sehr kalt, schreibe ich dennoch sehr viel. Ich habe in Rainfield mein wahres Zuhause gefunden, einen Ort, an dem ich wirklich frei sein kann. Und ich kann nur sagen, dass ich momentan an einem (naja, eigentlich an zwei!) sehr umfangreichen Werken arbeite, die ich euch, sollte ich den Winter überstehen, dann im nächsten Jahr hoffentlich präsentieren kann.

In diesem Sinne, da ich nicht weiß, wann ich zurückkehren werde: Ich wünsche euch ein frohes Halloween (es macht mich besonders traurig, dass ich euch an Halloween nicht all die Beiträge präsentieren konnte, die ich geplant habe!), eine tollen Herbst und fröhliche Weihnachten! Ich denke an euch!

Eure halb eingefrorene
Jeidra Rainey
(Die in diesem Jahr genug negative Erfahrungen gesammelt hat, um auch in Zukunft wieder verrückte, aber liebenswerte Außenseiter in Rainfield umhergeistern zu lassen!)

Samstag, 2. November 2019

[Rezension] Mucho Mujo (Hap & Leonard, Band 2) - Joe R. Lansdale

Titel: Mucho Mojo (Hap & Leonard, Band 1)
Autor:  Joe R. Lansdale
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 30. November 2015
Anzahl der Seiten: 268
Cover und Inhaltsangabe © Golkonda Verlag

Begonnen: 02.10.2019
Beendet: 04.10.2019



"Was ist schlimmer: Das vermüllte Haus eines Messie-Onkels zu erben, mitsamt Kinderleiche im Keller, oder Nachbarn, die dummdreiste Drogendealer sind?

Jedenfalls müssen Leonard Pine und sein treuer Kumpel Hap Collins da erst mal richtig aufräumen. Und dann, mit oder ohne Hilfe der Polizei, das Rätsel um die furchtbaren Kindermorde lösen."




Wieder einmal hat sich unsere gemütliche Blogger-Leserunde zusammengefunden, um ein Abenteuer im Lansdale-Stil zu erleben. Da ich kurz zuvor bereits den ersten Teil dieser verrückten Reihe rund um Hap & Leonard gelesen habe, war ich gespannt, was wir hier im zweiten Band erleben werden.

Da es hier einen anderen Übersetzer gibt, war ich erst skeptisch, denn natürlich war das Lesegefühl hier auf den ersten Seiten ein ganz anderes. Im Endeffekt muss ich aber sagen, dass der Übersetzer des zweiten Teils viel besser zu Lansdale passt. Während der erste Band teilweise noch etwas zäh,  nüchtern und leider auch etwas zu kurz daherkam, leben die Charakteren in diesem Band regelrecht auf. Der schwarze Humor war hier auf jeden Fall ausgeprägter und die Dialoge lebendiger!

Natürlich bietet "Mucho Mojo" wieder eine verrückte Geschichte, bei der die Lachmuskeln auf jeden Fall trainiert werden. Hap und Leonard treffen hier nämlich auf einige sehr skurrile Gestalten, während sie einen alten Fall lösen müssen.

Leonard hat das Haus seines Onkels geerbt. Bei den Renovierungsarbeiten finden sie eine Kinderleiche. Alles deutet im ersten Moment darauf hin, dass Leonards Onkel ein pädophiler Kindermörder war. Doch ist das wirklich die ganze Wahrheit?

Im Gegensatz zum ersten Teil werden Leonard und Hap nun in einen echten Kriminalfall à la "Agatha Christie" gezogen. Neben den etwas unkonventionellen Ermittlungen gibt es allerdings noch eine neue Frau, die in Haps Leben tritt und nervige und geldgeile Drogendealer-Nachbarn. Der Leser lernt hier Hap und Leonard auf jeden Fall noch näher kennen. Schon nach dem zweiten Teil, der das Geschehen erneut aus Haps Sicht schildert, habe ich die beiden echt in mein Herz geschlossen.

In jede Menge schwarzen Humor verpackt, spricht Lansdale natürlich wie immer auch sehr kritische Themen an. In erster Linie ist das hier wohl Rassismus, der hier in eine ganz andere Richtung geht, denn natürlich fällt der weiße Hap hier in dieser Gegend auf und erlebt am eigenem Leib das, was der schwule und schwarze Leonard schon sein ganzes Leben durchmachen muss!

Mich konnte dieses Buch von der ersten bis zur letzten Zeit absolut gut unterhalten. Natürlich ist die Auflösung doch recht einfach, aber der Weg dahin macht einfach tierischen Spaß. Für mich war dieser Teil sogar noch besser als der erste und ich bin schon jetzt auf den nächsten Band gespant!




Hap und Leonard müssen hier ihren ersten Fall lösen. Es entwickelt sich ein unkonventioneller Krimi, der besonders durch den schwarzen Humor, den bissigen Dialogen und den schrägen Begegnungen zu unterhalten weiß. Mehr davon bitte!

Donnerstag, 31. Oktober 2019

[Rezension] Teulische Schwester - John Saul

Titel: Teuflische Schwester
Autor:  John Saul
Genre: Roman, Horror
Erscheinungsdatum: 1991
Anzahl der Seiten: 468
Cover und Inhaltsangabe © Heyne

Begonnen: 05.10.2019
Beendet: 08.10.2019



"Zusammen mit ihrer 13-jährigen Tochter lebt Phyllis und Charles Holloway in Secret Cove, einem kleinen Küstenstädtchen an der amerikanischen Ostküste. Melissa ist linkisch und introvertiert, eine Träumerin - bis ihre Halbschwester Teri in das große Herrenhaus kommt, und die ist böse, abgrundtief böse. Mit ihr zieht das Grauen ein, dem Melissa hilflos ausgeliefert ist ..."




Passend zu Halloween würde ich euch gerne das Buch vorstellen, dass mich im Oktober gegruselt hat. Als großer Fan von John Saul frage ich mich schon lange, warum seine Bücher, die wirklich Horror der "alten Schule" sind, nicht endlich einmal neu aufgelegt werden! Sie verströmen nämlich eine ganz eigene und sehr unheimliche Atmosphäre!

"Teuflische Schwester" beginnt hier mit einem Brand, bei dem die Mutter und der Stiefvater von Teri ums Leben kommen. Teri kommt zu ihrem leiblichen Vater, der eine neue Familie hat. Erst einmal scheint sie sich mit ihrer Halbschwester Melissa zu verstehen, doch in dem alten Haus lauert das Grauen an jeder Ecke und vielleicht sogar, in Form einer unbändigen Eifersucht, tief in ihr ...

Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt und für Gänsehaut gesorgt. So lernen wir hier nach und nach die einzelnen Charaktere kennen. Melissa ist hierbei ein sehr liebes Mädchen, das leider gemobbt und ausgeschlossen wird, weil sie nicht in das Bild dieser Gesellschaft passt. Mir ihr hatte ich großes Mitleid, denn sie wird von ihrer Mutter echt unmenschlich behandelt.

Beim Lesen hatte ich hier auch tatsächlich öfters einmal eine enorme Wut im Bauch, denn das Verhalten der Mutter ist echt unglaublich. Sie schert sich nur um ihr Auftreten in der Öffentlichkeit und findet, dass die perfekte Teri viel besser in ihre Familie passt, als ihr ihr leibliches Kind. Ich musste bei den Äußerungen der Mutter echt sehr oft schlucken!

Besonders unheimlich ist natürlich noch die Geschichte rund um Melissas unsichtbarer Freundin D'Arcy, die hier auch noch eine große Rolle spielt. Anfangs scheint sie nur Melissas zweite Persönlichkeit zu sein, die immer nur herauskommt, wenn Melissa wieder einmal schlecht von ihrer Mutter behandelt wird. Doch es gibt noch eine alte Legende rund um ein verstorbenes Dienstmädchen mit dem Namen D'Arcy.

Zeitweise hat mich die Story ein wenig an "Carrie" erinnert, vor allem wenn man das Verhalten der Mutter und die vollkommen zerstörte Melissa betrachtet. Hinzu kommen dann aber viele sehr gruselige Momente, viele Intrigen und viele Ungerechtigkeiten!




"Teuflische Schwester" war für mich ein waschechter Horrorroman, der mir eine Gänsehaut bereitet hat. Für mich ist John Saul einer der besten Autoren im Horrorbereich und dieses Buch ist definitiv eins seiner besten Werke!



Montag, 28. Oktober 2019

[Rezension] Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer - M.A. Bennett

Titel: Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer
Autor:  M.A. Bennett
Genre: Roman, Jugendthriller
Erscheinungsdatum: 2. Februar 2018
Anzahl der Seiten: 344
Cover und Inhaltsangabe © Arena

Begonnen: 10.10.2019
Beendet: 11.10.2019



"Greer will eigentlich nicht dazugehören. Sie genießt es geradezu, Außenseiterin an dem altehrwürdigen Internat St. Aiden zu sein. Sie folgt zwar den unausgesprochenen Regeln der Schule - kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den "Medievals", der herrschenden Clique um den reichen Henry de Waldencourt, wird sie nie gehören. Als sie die begehrte Einladung erhält, ein Jagd-Wochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Doch vor Ort wird schnell klar, dass es um weit mehr geht als um eine bloße Jagd auf Hasen und Hirsche. Greer und zwei weitere Jugendliche kämpfen schon bald um ihr Überleben in der Wildnis. Und die Jagd ist erst der Anfang."




Passend zu Halloween habe ich mir in diesem Monat auch mal wieder ein paar Jugendthriller herausgesucht. "Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer" von M.A. Bennett habe ich im Vorfeld schon bei einigen Bloggerkolleginnen gesehen, die das Buch eher mittelmäßig fanden. Davon wollte ich mich allerdings nicht abschrecken lassen und so ging es für mich hier auf einen Jagdausflug in den Wald.

Zu Beginn lässt sich die Autorin erst einmal viel Zeit, das Internat zu beschreiben. So herrschen dort die "Medievals", die auf jeglichen technischen Fortschritt verzichten. Diese elitäre Gruppe empfand ich als ungemein interessant. Greer, die als Tochter eines Naturdokumentarfilmers an das Internat kommt, findet erst einmal keinen Anschluss. Bis sie dann eine Einladung zu einem geheimnisvollen Jagdausflug bekommt!

Das Buch braucht seine Zeit, um überhaupt eine gewisse Spannung aufzubauen. Leider verschenkt es auch einiges an Potenzial, indem es leider kaum Wert auf die Charaktere legt. So ist Greer mit ihren zahlreichen Filmanspielungen zwar recht interessant, aber es fehlte mir hier doch an Tiefe. Ich habe ihr dieses "Außenseiterleben" irgendwie auch nicht abkaufen können.

Die anderen geladenen Gäste des Ausflugs und auch die Leute von den Medievals hatten für mich kaum Persönlichkeit. Vielleicht lag es daran, dass die Autorin doch mehr Wert auf die Beschreibung der Jagdszenen gelegt hat. Diese sind nämlich recht brutal, schonungslos und natürlich recht blutig beschrieben.

Für mich konnte sich "Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer" leider zu keinem Zeitpunkt in einen echten Jugendthriller verwandelt. Dafür fehlte es mir einfach an Spannung, an Wendungen und an einer gewissen Gefahr, die hier in diesem Buch nur am Ende kurz in Erscheinung tritt. Die Auflösung mochte ich allerdings. Ich denke jedoch, dass mehr Potenzial da gewesen wäre, um das Buch zu einem wirklich aufregenden Jugendthriller zu machen!




"Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer" bietet gute und schonungslose Einblicke in einen Jagdausflug, hat es für mich aber nicht geschafft, sich in einen echten Jugendthriller zu verwandeln. Dafür fehlte es mir an Charaktertiefe und an Spannung!

Freitag, 25. Oktober 2019

[Rezension] Wilder Winter (Hap & Leonard, Band 1) - Joe R. Lansdale

Titel: Wilder Winter (Hap & Leonard, Band 1)
Autor:  Joe R. Lansdale
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2019
Anzahl der Seiten: 208
Cover und Inhaltsangabe © Golkonda Verlag

Begonnen: 28.09.2019
Beendet: 29.09.2019



"Die beiden ungleichen Freunde haben schon bessere Tage gesehen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Eines schönen Wintermorgens tauchen Haps Ex-Frau Trudy und ein paar Kumpels aus den 60er Jahren auf, die den bewaffneten Kampf gegen das Establishment wiederbeleben wollen.

Das Startkapital dazu liegt angeblich im Sabine River: eine Million Dollar aus einem schiefgelaufenen Bankraub. Hap ist in der Gegend aufgewachsen und soll bei der Suche helfen. Doch die Zeiten haben sich geändert, und auch ehemaligen Revolutionären sitzt mittlerweile das Hemd näher als die Hose. So bewahrheitet sich bald das, was Leonard von Anfang an klar war: Wo Trudy ist, gibt's Ärger. Es wird ein wilder Winter."



Als großer Fan von Lansdales Büchern stand nun endlich die verrückte Reihe rund um die Freunde Hap und Leonard an, die in diesem ersten Band ihr allererstes gemeinsames Abenteuer erleben. Dabei nutzt Joe R. Lansdale diesen ersten Teil in erster Linie, um dem Leser Hap und Leonard näher zu bringen.

Hap lässt sich hier wieder auf seine Ex-Frau Trudy ein, die wohl seine größte Schwäche ist. Sein bester Freund, der schwarze und homosexuelle Leonard steht Trudy sehr kritisch entgegen - vor allem da sie Hap plötzlich einen Plan präsentiert, wie sie an eine große Summe Geld kommen könnten.

Gewohnt bissig und mit jeder Menge schwarzen Humor beschreibt Lansdale hier nun die "Jagd" nach dem Geld, das angeblich im, bereits aus anderen Büchern bekannten, Sabine River versenkt worden ist. Natürlich läuft hier nicht alles nach Plan und es gibt so einige Komplikationen und natürlich auch jede Menge Schusswechsel und Blut!

Ich war anfangs doch überrascht, dass dieser erste Band mit seinen 208 Seiten doch recht kurz ist und sich deswegen fix auslesen lässt. Lansdale schafft es dennoch, seinen Figuren wieder Leben einzuflößen. So empfand ich Hap und Leonard als ungemein interessantes und cooles Duo.

Die Dialoge in "Wilder Winter" sind wie gewohnt sehr derb und gehen öfters unter die Gürtellinie. Obwohl sich in diesem Buch eine Gruppierung bildet, die angeblich "politisch korrekt" agiert, so trifft dies doch auf keinen Fall auf dieses Werk zu. Es gibt Kritik, es gibt Gewalt und es gibt vor allem nur Charaktere, die es mit dem Gesetz nicht so genau geben. Und genau diese Konstellation lässt dieses Buch zu einem genialen Abenteuer werden.

Im Gegensatz zu Lansdales anderen Werken besitzt "Wilder Winter" nicht so viele Wendungen oder Überraschungen, überzeugt aber durch den Humor, die Härte und den genialen Charakteren. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil!




Hap und Leonard sind ein geniales Duo, das hier, in "Wilder Winter" ein kurzes, aber intensives Abenteuer erlebt. Politisch vollkommen inkorrekt und genau deshalb wieder einmal ein cooles Leseerlebnis! Ich freue mich auf die nächsten Bände!

Donnerstag, 24. Oktober 2019

[Rezension] The Amateurs - Wer zuletzt stirbt - Sara Shepard

Titel: The Amateurs - Wer zuletzt stirbt (Band 1)
Autor:  Sara Shepard
Genre: Roman, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2017
Anzahl der Seiten: 384
Cover und Inhaltsangabe © cbt

Begonnen: 30.09.2019
Beendet: 01.10.2019



"Aerin Kelly war elf, als ihre ältere Schwester Helena verschwand. Fünf Jahre später wird Helenas Leiche gefunden. Sechs Jahre später legt die Polizei den Fall zu den Akten, ohne einen Spur vom Mörder. Aerin macht sich auf eigene Faust auf die Suche. Über die Website Case Not Closed nimmt sie Kontakt zu zwei Teenagern auf, Seneca und Maddox, die ebenfalls Angehörige verloren haben. Gemeinsam versuchen sie, den Fall Helena zu lösen. Doch als ihre Nachforschungen voranschreiten, schwant ihnen, dass ihre Zusammenarbeit kein Zufall ist. Und dass etwas – oder jemand – alle drei Fälle verbindet …"




Seit vielen Jahren bin ich nun schon großer Fan der Bücher von Sara Shepard. Ich habe damals mit der "Pretty Little Liars"-Reihe angefangen und vor gar nicht allzu langer Zeit die geniale, zweiteilige Buchreihe "The Perfectionist" verschlungen. Nun wollte ich unbedingt die "Amateurs"-Reihe starten, doch leider hatte ich schon auf den ersten Seiten große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und den Charakteren.

Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung lag, die für meinen Geschmack leider zu viele Fehler aufwies oder doch an der Story, die leider auch nicht sonderlich originell daherkommt. Die Geschichte beginnt im Grunde wie einst "Pretty Little Liars", mit dem Tod eines Mädchens, verliert sich dann aber recht schnell in einer recht lahmen Krimistory, die kaum Überraschungen aufweist.

Der Fall der getöteten Helena wird nun viele Jahre später durch eine Internetseite, auf der sich Hobbydetektive an ungelösten Fällen versuchen, neu aufgerollt. Aerin, die Schwester von Helena, bekommt unerwartete Hilfe von drei, beziehungsweise später vier, Gleichaltrigen.

Der Schreibstil ist, im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin, hier extrem hölzern. Manchmal kam es mir nicht so vor, als würde ich gerade einer Gruppe von jungen Leuten folgen. Zudem bleiben die einzelnen Charaktere leider sehr blass. Alle Hintergründe bleiben nur oberflächlich beschrieben und die unterschiedlichen Personen haben auch kaum Unterscheidungsmerkmale. So blieb auch lange Zeit undurchsichtig, wer wen hier eigentlich mag. Besonders bei Maddox musste ich immer wieder die Augen verdrehen, denn er entpuppt sich hier als Frauenschwarm.

Bereits nach der Hälfte des Buches musste ich feststellen, dass mir keiner der Charaktere wirklich sympathisch war. Selbst die tote Helena, die man als Leser auch im Nachhinein nicht wirklich kennenlernen darf, bleibt eine Fremde. Wie soll ich also bei dieser Mördersuche mitfiebern?

Mich hat "The Amateurs" über lange Strecken leider extrem gelangweilt. Es erscheinen zwar immer mehr Tatverdächtige, aber ein echter Jugendkrimi oder gar Jugendthriller wird dieses Buch nicht. Dafür ist der Weg, den unsere Hobbydetektive beschreiten leider zu konstruiert.

Auch das Ende empfand ich leider nicht als wirklich passend und interessant genug, um mich an diese neue Reihe zu fesseln. Deswegen wird dieser Band für mich leider auch schon mein letzter gewesen sein. Ich erwarte dennoch voller Spannung auf eine neue Serie, die wieder mehr in Richtung "Pretty Little Liars" oder "The Perfectionist" geht!




Für mich war "The Amateurs - Wer zuletzt stirbt" leider ein sehr lahmer Serienauftakt mit viel zu blassen Charakteren und einer viel zu klischeehaften Krimihandlung, die sich leider sehr lange im Kreid dreht. Schade, als großer Sara Shepard-Fan war ich hier wirklich enttäuscht! 

Dienstag, 22. Oktober 2019

[Rezension] Weil ich Will liebe - Colleen Hoover

Titel:  Weil ich Will liebe
Autor:  Colleen Hoover
Genre: Roman, Liebesroman
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2014
Anzahl der Seiten: 368
Cover und Inhaltsangabe © dtv

Begonnen: 18.08.2019
Beendet: 20.08.2019



"Es ist jetzt über ein Jahr her, dass Will Layken zum ersten Mal begegnet ist. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, beschließt er, Layken nichts davon zu erzählen. Ein fataler Fehler, denn als Layken die beiden zufällig sieht, missversteht sie die Situation."




"Weil ich Layken liebe" von Colleen Hover war für mich eine große Überraschung, denn ich habe selten bei einem Liebesroman so mitgelitten und geweint. Kein Wunder, dass ich kurz nach diesem ersten Band auch direkt nach dem zweiten greifen musste!

Der Humor hat mich auch hier wieder begeistert und ich habe auch sehr oft lachen müssen. Die emotionale Seite hat mir in dieser Fortsetzung allerdings gefehlt. Für mich las es sich leider teilweise so, dass auf Biegen und Brechen irgendwie noch ein paar Probleme herbeigezaubert werden müssen, um eben diesen zweiten Teil zu rechtfertigen.

Der Zauber vom ersten Teil war für mich schon nach ein paar Seiten komplett verflogen. Besonders die Gedichte bei dem Poetry Slam waren für mich hier nicht mehr so intensiv, sondern einfach nur noch kitschig. Sie haben leider jeglichen Charme verloren.

Layken und Wills Geschichte musste irgendwie weitergehen. Im ersten Drittel dreht sich das Buch viel zu viel um ihr "geplantes erstes Mal", das mich leider reichlich wenig interessiert hat. Im nächsten Drittel geht es dann mit einer typischen Eifersuchtsgeschichte weiter, die mich leider auch nicht vom Hocker reißen konnte. Am Ende gibt es dann wieder eine "dramatische" Wende, die mir aber auch viel zu schnell abgehandelt wurde.

Die Nebencharaktere, allen voran die neuen Nachbarn Sherry und Kiersten fand ich hier beinahe schon interessanter als Layken und Will. Schade ist, dass wir das Geschehen hier auch nur aus Wills Sicht erfahren, sodass Layken selbst nur die Rolle der "Eingeschnappten" bekommt, also kaum selbst zu Wort kommt. Gerade ihre Gedanken, Zweifel, aber auch Hoffnungen fand ich im ersten Teil so interessant ...

"Weil ich Layken liebe" ließ sich gut lesen, aber ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich die Fortsetzung nicht gebraucht hätte. Ich mochte es zwar, die Charaktere wiederzutreffen und mit ihnen zu lachen, aber ich konnte dieses Mal leider nicht mitfühlen, da doch alle Probleme irgendwie künstlich erschaffen wirkten. So bleibt mir dieser Teil eher als durchschnittlicher Liebesroman in Erinnerung und nicht als würdige Fortsetzung für so eine tolle Ausgangsgeschichte!




Leider konnte mich die Fortsetzung von "Weil ich Layken liebe" nicht überzeugen. Es war zwar schön die Charaktere erneut zu treffen und neue, interessante Nebencharaktere kennenzulernen, aber die Probleme, die sich zwischen Laykens und Wills Liebe stellen, hätte es für mich nicht gebraucht ...