Titel: Mortlock
Autor: Jon Mayhew
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenzahl: 384
Cover: © Aufbau Verlag
Begonnen: 10.06.2026
Beendet: 13.06.2026
Fantasy ist ja sonst nicht mein bevorzugtes Genre, doch ich versuche immer wieder, auch hier ein paar Schätze zu finden. Zu "Mortlock" von Jon Mayhew gibt es keinerlei Rezensionen im Internet und genau das hat mein Interesse geweckt. Das Buch hat mich tatsächlich direkt packen können, denn es wird erst einmal die Geschichte einer geheimnisvollen Blume mit dem Namen Amarant erzählt. Drei Freunde wollen die Blumen und die damit verbundene Macht haben, doch erkennen dann die Gefahr und leisten einen Schwur, damit niemand die Amarant an sich reißt.
Viele Jahre später lernen wir Josie kennen, die bei ihrem Onkel, der einer der drei Freunde ist, lebt. Sie ist Messerwerferin in einen Varieté und hört zum ersten Mal von der Blume, als drei seltsame Tanten auftauchen und ihr Onkel stirbt. Für Josie beginnt ein großes Abenteuer, bei dem sie sowohl ihren Vater als auch ihre Herkunft kennenlernt.
Mir gefiel die kreative Ausgangslage von diesem Buch sehr und dachte, tatsächlich mal wieder auf einen Schatz gestoßen zu sein. Die Jagd nach der Amarant besitzt ein ordentliches Tempo, das für mich allerdings zum größten Problem wurde. Alles überschlägt sich nämlich irgendwann und verpufft dann in ein Ende, das kaum unspektakulärer sein könnte. Ich war doch sehr enttäuscht darüber, wie einfach es sich der Autor macht.
Josie fand ich sympathisch, auch wenn es mir bei ihr doch an Tiefe gefehlt hat. Auch ihren Bruder lernt man leider nur recht oberflächlich kennen und letztendlich sind es auch gar nicht die beiden, die das ganze Problem mit der Amarant lösen. Schade ist zudem, dass dies wohl der erste Teil einer Reihe ist, von der ist im Deutschen jedoch nur diesen Auftakt gibt. Wer sich für die ganze Reihe interessiert, sollte also eventuell lieber gleich mit dem Original starten.











