Dienstag, 14. Juli 2026

[Spontane Leserunde] Blueprint - Blaupause - Charlotte Kerner

 


Spontane Leserunden sind wohl ganz unser Ding, deswegen lesen meine Autorenfreundin Sandra Pulletz und ich nun in dieser Woche gemeinsam hier "Blaupause - Blueprint" von Charlotte Kerner. 

Wer spontan mitlesen möchte, ist herzlich eingeladen. Ich wünsche uns einen angenehmen Austausch!

Leseabschnitte

1. Abschnitt - Blueprint (Prolog) bis Doppelgöttin (Das Jahr null)

2. Abschnitt - Einklang (Kindheit I) bis Duett (Kindheit II)

3. Abschnitt - Zwietracht (Jugend I) bis Zweikampf (Jugend II)

4. Abschnitt - Doppelleben (Das zweite Jahr null) bis Ende


[Rezension] Shark Club - Ann Kidd Taylor

 


 Titel:  Shark Club - Eine Liebe so unendlich wie das Meer

Autor:  Ann Kidd Taylor

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 410
Cover: © Penguin

Begonnen: 12.06.2026
Beendet: 17.06.2026


Liebesromane lese ich eher selten, da mir die typischen Happy Ends, auf die es zu oft hinausläuft, die Lesefreude rauben. Auf "Shark Club" wurde ich jedoch aufmerksam, weil dieses Buch von Sue Kidd Monks Tochter verfasst wurde. "Die Bienenhüterin" war für mich ein großes Highlight.

Ann Kidd Taylor hat mit diesem Buch nun ihren ersten Roman verfasst. Ihr Stil wirkt dabei noch etwas unsicher und teilweise kraftlos. Recht ruhig erzählt sie von Maeve, die an ihrem dreißigsten Geburtstag zurück zum Hotel ihrer Großmutter kehrt und dort auch auf ihre große Liebe Daniel trifft. Es war ihr nie gelungen, Daniel hinter sich zu lassen und sich auf einen neuen Mann in ihrem Leben einzulassen.

Zwischen Daniel und Maeve konnte ich leider kaum etwas spüren. Daniel hat sie einst betrogen und zu seiner Tochter Hazel baut Maeve eine ganz besondere Beziehung auf, denn sie teilen beide die Liebe zu Haien. Das, was sich zwischen Maeve und Hazel entwickelt, gefiel mir. Allerdings hatte ich bei Daniel pausenlos ein sehr schlechtes Gefühl, denn es ist spürbar, dass er Maeve verbiegen will.

Die Handlung in diesem Roman bleibt recht oberflächlich. Es dreht sich alles um die Frage, ob Maeve Daniel verzeihen kann oder vielleicht besser ihrem Kollegen Nicholas eine Chance gibt. Zudem gibt es noch einen Nebenstrang über Haifischjäger, der tatsächlich etwas mehr Leben besitzt als das, was da zwischen Meave und Daniel ist. Positiv zu erwähnen ist, dass es hier nicht das typische Happy End gibt, sondern es für Maeve erst einmal darum geht, sich selbst zu finden. Das fand ich ganz passend. Allerdings ist dies wohl so ein Roman, den ich relativ schnell wieder vergessen haben werde!


Ein recht oberflächlicher Roman über eine Frau, die versucht zu vergeben und sich dabei selbst findet. Das Haifischthema fand ich interessanter als den Hauptstrang!

Ich vergebe 3 von 5.

Montag, 13. Juli 2026

[Rezension] Flüstern in der Nacht - Dean Koontz

  


Titel:  Flüstern in der Nacht

Autor:  Dean Koontz

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 604
Cover: © Heyne

Begonnen: 11.06.2026
Beendet: 15.06.2026


Ich habe mich mal wieder an ein Buch von Dean Koontz herangewagt, auch wenn ich mittlerweile das Gefühl habe, seine wirklich starken Werke längst gelesen zu haben. "Flüstern in der Nacht" war das erste Buch von ihm, das es auf die New York Times Bestsellerliste geschafft und seine Karriere damit angetrieben hat. Das dies aber nicht unbedingt etwas über die Qualität aussagt, wurde mir bei diesem Werk wieder einmal bewusst.

Die Geschichte beginnt spannend, denn wir erleben einen Mann, der es auf eine Frau abgesehen hat. Hilary soll das Opfer von Bruno Freye werden, doch sie wehrt sich und ruft die Polizei, die ihr allerdings nicht so recht glaubt. Bruno hat nämlich zur Tatzeit ein Alibi und war sehr weit entfernt. Doch dann greift er erneut an, wird getötet und doch ist der Albtraum damit noch längst nicht zu Ende.

Dean Koontz hat sich bei diesem Buch sicher an dem damals vorherrschenden Markt orientiert, geht es doch zeitgleich um einen Serienmörder als auch um eine typische Lovestory zwischen dem Opfer und dem zur Hilfe eilenden Polizisten. Die Liebesgeschichte hat mir überhaupt nicht gefallen, denn sie füllt im Grunde nur die Seiten aus ohne die Handlung voranzutreiben.

Als echten Horrorroman würde ich "Flüstern in der Nacht" nicht bezeichnen, denn dafür fehlt es an Atmosphäre und auch an unheimlichen Momenten. Es ist sicherlich nicht das schlechteste Werk von Dean Koontz, denn gerade die Hintergrundgeschichte von Bruno ist echt gelungen. Allerdings schreibe ich dieses Buch auch wieder eher jener Phase zu, in der eher Wert auf Quantität als auf Qualität gelegt wurde. Für mich war kaum etwas von Koontz' Leidenschaft für das Schreiben zu spüren ...



Der starke Anfang verliert sich in einer unnötigen Liebesgeschichte und vielen Seiten, auf denen kaum etwas passiert. Dabei ist das Ende gelungen ...

Ich vergebe 3 von 5.

Sonntag, 12. Juli 2026

[Rezension] Mortlock - Jon Mayhew

 


Titel:  Mortlock

Autor:  Jon Mayhew

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 384
Cover: © Aufbau Verlag

Begonnen: 10.06.2026
Beendet: 13.06.2026


Fantasy ist ja sonst nicht mein bevorzugtes Genre, doch ich versuche immer wieder, auch hier ein paar Schätze zu finden. Zu "Mortlock" von Jon Mayhew gibt es keinerlei Rezensionen im Internet  und genau das hat mein Interesse geweckt. Das Buch hat mich tatsächlich direkt packen können, denn es wird erst einmal die Geschichte einer geheimnisvollen Blume mit dem Namen Amarant erzählt. Drei Freunde wollen die Blumen und die damit verbundene Macht haben, doch erkennen dann die Gefahr und leisten einen Schwur, damit niemand die Amarant an sich reißt.

Viele Jahre später lernen wir Josie kennen, die bei ihrem Onkel, der einer der drei Freunde ist, lebt. Sie ist Messerwerferin in einen Varieté und hört zum ersten Mal von der Blume, als drei seltsame Tanten auftauchen und ihr Onkel stirbt. Für Josie beginnt ein großes Abenteuer, bei dem sie sowohl ihren Vater als auch ihre Herkunft kennenlernt.

Mir gefiel die kreative Ausgangslage von diesem Buch sehr und dachte, tatsächlich mal wieder auf einen Schatz gestoßen zu sein. Die Jagd nach der Amarant besitzt ein ordentliches Tempo, das für mich allerdings zum größten Problem wurde. Alles überschlägt sich nämlich irgendwann und verpufft dann in ein Ende, das kaum unspektakulärer sein könnte. Ich war doch sehr enttäuscht darüber, wie einfach es sich der Autor macht. 

Josie fand ich sympathisch, auch wenn es mir bei ihr doch an Tiefe gefehlt hat. Auch ihren Bruder lernt man leider nur recht oberflächlich kennen und letztendlich sind es auch gar nicht die beiden, die das ganze Problem mit der Amarant lösen. Schade ist zudem, dass dies wohl der erste Teil einer Reihe ist, von der ist im Deutschen jedoch nur diesen Auftakt gibt. Wer sich für die ganze Reihe interessiert, sollte also eventuell lieber gleich mit dem Original starten.


Mut Fantasy tue ich mich ja nach wie vor sehr schwer, war hier aber überrascht, wie gut ich doch in der sehr kreativen Geschichte ankam. Leider kam ich mit dem Tempo nicht klar und das Ende war mir viel zu unspektakulär ...

Ich vergebe 3 von 5.

Samstag, 11. Juli 2026

[Rezension] Mord auf der Donau - Beate Maly

 


 Titel:  Mord auf der Donau

Autor:  Beate Maly

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 272
Cover: © Emons Verlag

Begonnen: 09.06.2026
Beendet: 11.06.2026


"Mord auf der Donau" ist eigentlich bereits der dritte Teil mit dem ungewöhnlichen Ermittlerduo Ernestine Kirsch und Anton Böck, war allerdings nun mein erster Krimi der Autorin. Die Geschichte beginnt im Jahr 1873 in Ungarn, denn hier lernen wir ein kleines Mädchen kennen, das bei Bauern aufwächst und Hunger sowie Schläge sehr gut kennt. Der eigentliche Krimi beginnt dann aber viele Jahre später. 1923 gehen Ernestine und Anton an Bord des Donauschiffes namens "Jupiter" und nach einer Fischsuppe, die bei etlichen Gästen für Übelkeit sorgt, wird ein Graf tot aufgefunden. Wurde er etwa ermordet?

Ganz im Stil und der Tradition von Agatha Christie lernen wir auf dem Schiff erst einmal die verschiedensten Charaktere kenne, die natürlich alle später als mögliche Verdächtige in Frage kommen. Das Buch ist also sehr ruhig aufgebaut und nimmt erst Fahrt auf, als der Tote aufgefunden wird und unser Ermittlerduo verschiedene Theorien verfolgt, um den Mord zu durchschauen. Mir gefiel die Atmosphäre auf den Schiff. Die Charaktere selbst entsprechen gewissen Klischees, was aber auch in die Zeit passt. Das Medium fand ich amüsant und mit der Geisterbeschwörung hat die Autorin mich auf jeden Fall für sich gewonnen.

Ernestine und Anton sind ein angenehmes Duo, auch wenn hier öfter einmal der Zufall (oder auch der gute Wille der Autorin) bei den Ermittlungen hilft. Das Miträtseln hat hier großen Spaß gemacht. Als Leser fragt man sich die ganze Zeit, wie denn die Geschichte, die 1873 begann, schließlich eingebaut werden wird. Die letztendliche Auflösung fand ich gelungen, auch wenn die 50 Jahre, die dazwischen liegen nicht so recht zu dem Alter der beschriebenen Personen passen wollen. Eventuell ist der Autorin hier ein kleiner Fehler unterlaufen, den ich aber verzeihen kann. Mich hat dieser ruhige Krimi auf jeden Fall gut unterhalten und ich würde tatsächlich auch zu weiteren Teilen aus dieser Reihe greifen.



Ein ruhiger, aber dennoch unterhaltsamer Krimi mit einem ungewöhnlichen Ermittlerduo.

Ich vergebe 4 von 5.

Freitag, 10. Juli 2026

[Rezension] Schön - Helenas größter Wunsch - Jana Frey

  


Titel:  Schön - Helenas größter Wunsch

Autor:  Jana Frey

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2008

Seitenzahl: 186
Cover: © Fischer Taschenbuch

Begonnen: 08.06.2026
Beendet: 10.06.2026


Ich habe schon einige Jugendbücher von Jana Frey gelesen. Für mich war "Liebeskinder" vor einigen Jahren sogar ein großes Highlight. Mir gefällt es, dass sich die Autorin verschiedenen Jugendproblemen widmet, in "Schön - Helenas größter Wunsch" geht es nun um ein Mädchen, das ihr Aussehen nicht mag und sich gerne operieren lassen würde.

Viele verletztende Worte über ihre Nase sorgen bei Helena für sehr viel Verunsicherung. Sie durchlebt das, was wohl viele Heranwachsende in unserer recht oberflächlichen Welt erleben. Ihre Selbstzweifel sind mit dem Wunsch verknüpft, ihrem Umfeld zu gefallen. Dabei legt Helena viel zu viel Wert auf die Meinungen anderer, was dazu führt, dass sie alles um sich herum nur noch als "schön" oder "hässlich" einteilt.

Helenas Unsicherheit und ihre ständigen Zweifel fand ich glaubhaft, auch wenn spürbar ist, dass sie sich zu sehr von den Meinungen anderer lenken lässt. Der Wunsch nach einer Schönheitsoperation wirkt allerdings nicht ganz so glaubhaft, denn eigentlich will Helena nur von anderen akzeptiert werden.

Zwei Drittel des Buches fand ich gelungen, doch dann fühlt es sich ein wenig so an, als hätte Jana Frey den Faden verloren. Vielleicht hat sie beim Schreiben selbst gemerkt, dass sie bei dem Thema nicht wirklich in die Tiefe kommt. Schade ist hier, dass die Autorin gar nicht darauf eingeht, wie wichtig es ist, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren. Irgendwann verliert sich das Buch nämlich total und plötzlich kommt da eine Einsicht, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Eine klarere Botschaft hätte ich hier passender gefunden. Ich bin nach dem Lesen nun allerdings froh, dass sich gewisse Schönheitsideale bereits verändert haben oder gerade dabei sind, sich zu verändern. 


Ein Jugendbuch zu einem wichtigen Thema, das sich leider zum Ende hin sehr verwirrt und im Gegensatz zu anderen Büchern der Autorin nicht so recht in die Tiefe geht!

Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 9. Juli 2026

[Rezension] Totentänze - 4 Kurzgeschichten

 


 Titel:  Totentänze

Autor:  Krystyba Kuhn, Susanne Mischke, Beatrix Gurian, Manuela Martini

Genre: Kurzgeschichten 

Erscheinungsjahr: 2011

Seitenzahl: 224
Cover: © Arena

Begonnen: 05.06.2026
Beendet: 09.06.2026


Die Arena-Thriller begleiten mich als großer Fan von Jugendthrillern schon mein ganzes Leben lang. Nun stieß ich auf dieses Buch mit vier Kurzgeschichten von bekannten Autorinnen der Reihe.

"Der Tod ist unter uns" von Manuela Martini handelt von einer Klassenfahrt nach Rom, auf der Rixas beste Freundin Levke in den Katakomben verschwindet. Als Einstieg fand ich die Geschichte nicht schlecht, aber das Ende verlief hier zu einfach und schnell. 

Angenehm düster ist "Die schwarze Seele des Engels" von Susanne Mischke, denn hier geht es um die neue Schülerin Klara, mit der Carolin um jeden Preis befreundet sein will. Doch Klara verlangt sehr viel von ihren Freundinnen. Zwar verlief mir das Ende auch hier etwas zu schnell, aber die Geschichte hat mich in den Bann gezogen.

"Wie du ihm, so ich dir" von Beatrix Gurian war mein Favorit, denn diese Geschichte wird aus drei unterschiedlichen Sichtweisen erzählt und beinhaltet sogar eine bitterböse Wendung. Lina will nach dem Unfall ihres Bruder Luis nämlich Rache. Doch dann wacht Luis auf uns erzählt, was wirklich an jenem schrecklichen Tag passiert ist. 

An Halloween spielt "Bittersüßes oder Saures" von Krystyna Kuhn. Lena hat gerade ihre Mutter verloren und lebt bei der Familie ihres Vaters. Dort bekommt sie einen Anruf ihrer toten Mutter. Eine sehr stimmige und atmosphärische Geschichte, bei der mir aber auch das Ende zu überstürzt vorkam. Eventuell sind hier aber die Vorgaben vom Verlag Schuld.

Gut unterhalten haben mich auf jeden Fall alle vier Geschichten. Es gefiel mir, dass wir Jugendliche mit Ecken und Kanten als Protagonisten haben und auch Probleme angesprochen werden, mit denen sich viele Heranwachsende allein herumschlagen müssen. Für mich hätten aber drei der vier Geschichten noch etwas länger und intensiver sein können!


Vier spannende und abwechslungsreiche Jugendthriller als Kurzgeschichten. Unterhaltsam, wenngleich nicht so wendungsreich und intensiv wie die richtigen Teile der Arena-Thriller-Reihe.

Ich vergebe 4 von 5.