Montag, 22. Juni 2026

[Rezension] Dreizehn Wünsche für einen Sommer - Morgan Matson

 


Titel: Dreizehn Wünsche für einen Sommer 

Autor:  Morgan Matson

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2016

Seitenzahl: 508
Cover: © cbj

Begonnen: 21.05.2026
Beendet: 24.05.2026


Emilys beste Freundin Sloane ist seit zwei Wochen verschwunden. Hinterlassen hat sie nur eine Liste mit Aufgaben, die Emily im Sommer erledigen soll. Genau das tut Emily, die immer ein wenig in Sloanes Schatten gestanden hat, auch und freundet sich dabei mit Frank an, der sie tatkräftig unterstützt ...

Für mich war Emily ein sehr angenehmer Charakter. Anfangs etwas schüchtern, blüht sie immer mehr auf während sie sich an die einzelnen Aufgaben heranwagt und dabei mutiger sowie selbstbewusster wird. Anfangs tut sie das alles nur, um eine Beschäftigung zu haben und weil sie denkt, Sloane finden zu können, sobald sie alles erledigt hat, doch dann erkennt sie, dass sie durch die Liste genauso stark wie Sloane sein kann.

In Rückblickend wird zeitgleich von der Freundschaft zwischen Sloane und Emily erzählt. Sloane ist dabei der deutlich wildere, offenere und auch verrücktere Part des Duos. Emily lässt sich eher mitziehen und genießt es, dass Sloane sie an die Hand nimmt. So ist es ganz gut, dass sie im diesem Sommer einmal ohne Sloane umherzieht. Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass mir Sloanes Erklärung ihres Verschwindens am Ende nicht so gut gefallen hat.

Die Nebencharaktere sind sehr gelungen. Emily lernt hier jede Menge Leute kennen und erlebt genau das, was wohl viele Jugendliche in ihrem Alter erleben. Sie geht auf Partys, knutscht mit einem Fremden herum und lernt ganz nebenbei noch Frank näher kennen, der allerdings schon lange in einer Beziehung ist. Mir gefiel die Leichtigkeit des Buches, denn es fühlte sich tatsächlich wie so ein stinknormaler Sommer an. Allerdings fehlte es mir dadurch auch ein wenig an starken Momenten, an die man sich nach dem Lesen noch erinnert.

Manche Aufgaben waren ganz witzig, andere gefielen mir weniger, weil sie viel zu schnell abgearbeitet wurden. Auch das Geknutsche mit einem Fremden war nicht so meins. Manchmal fühlte es sich so an, als wäre Emily gezwungen, alles umszusetzen. Die Liebesgeschichte fand ich wirklich schön, weil sie sich so angenehm langsam entwickelt und da nicht von Anfang an etwas zwischen den beiden ist. Allerdings wäre es gerade am Ende schön gewesen, wenn es noch ein paar stärkere Momente zwischen den beiden gegeben hätte.


Ein sehr sommerlicher Jugendroman über ein Mädchen, das die Liste ihrer besten Freundin abarbeitet und dadurch mutiger wird. Unterhaltsam, auch wenn das Besondere fehlt!

Ich vergebe 4 von 5.

Sonntag, 21. Juni 2026

[Rezension] Hetzjagd - Andrea Kane

  


Titel: Hetzjagd 

Autor:  Andrea Kane

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2005

Seitenzahl: 478
Cover: © Weltbild

Begonnen: 21.05.2026
Beendet: 26.05.2026


Dieses Buch beginnt mit einem echt Schockmoment, denn Taylor wird von Gordon, dem Freund ihrer Cousine bedrängt und beinahe vergewaltigt. Kurz nach den Vorfall verunglückt Gordon mit Taylors Cousine bei einer Explosion auf einer Yacht. Doch dann bekommt Taylor seltsame Nachrichten und dann taucht auch noch Gordons Zwillingsbruder Jonathan in ihrem Leben auf ...

So spannend und interessant der Einstieg auch ist, so sehr plätschert die Geschichte danach erst einmal vor sich hin. Taylor ist zwar eine interessante Protagonistin, da es ihr nach dem Vorfall schwer fällt, Männern zu vertrauen, doch dennoch stürzt sie sich schließlich in eine Beziehung. Das ging mir ein wenig zu schnell, auch wenn mir natürlich klar war, dass es sich hier um einen Romantic-Thriller handelt. Ich habe allerdings mal wieder gemerkt, dass dies nicht unbedingt mein Lieblingsgrenre ist.

Mir fehlte es leider im späteren Verlauf an Spannung. Zwar stellt sich pausenlos die Frage, ob Gordon vielleicht noch am Leben ist oder aber sein Zwillingsbruder Jonathan hinter den Botschaften stecken könnte, doch eine echte "Hetzjagd" beginnt hier leider nicht. Es gibt zwar einige Morde, die dafür sorgen, dass es zumindest halbwegs interessant bleibt, aber das Fesselnde fehlte hier leider. Zudem fand ich das Ende etwas abstrakt und ein wenig zu durchschnittlich. Es fühlte sich leider nicht originell an und so, als hätte man es schon in etlichen Thrillern so gelesen.




Der Anfang ist stark, doch dann lässt dieser Thriller immer mehr nach und präsentiert ein sehr schwaches und abstraktes Ende ...

Ich vergebe 3 von 5.

Samstag, 20. Juni 2026

[Rezension] Fear Street - Erbe der Hölle - R.L. Stine

 


Titel: Fear Street - Erbe der Hölle (Doppelband, enthält: "Die Mutprobe" und "Die Wette")

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 2008

Seitenzahl: 302
Cover: © Loewe

Begonnen: 18.05.2026
Beendet: 20.05.2026


Die "Fear-Street-Reihe" ist nach wie vor meine liebste Buchreihe und auch großes Vorbild meiner Rainfield-Slasher. Schon als Kind habe ich mich an den vielen grauen Tagen in die Fear Street geflüchtet und ich bin froh, dass die Liebe zu den Geschichten noch immer da ist. In einem Bücherschrank habe ich nun einige Doppelbände gefunden, die mich direkt durch die Zeit katapultiert haben. "Erbe der Hölle" enthält hierbei die beiden Bücher "Die Mutprobe" und "Die Wette".

"Die Mutprobe" handelt von Tanja, die mit ihren Freunden einen Horrorclub hat und dort immer Geschichten vorliest. Die neueste Story wird dann leider wahr und ihre Freundin Sandra wird ermordet. Es weiß jedoch niemand, dass in Wahrheit Tanjas Freund Sam die Geschichte geschrieben hat.

Wie immer ist jeder in der Clique verdächtig, selbst Tanja, die Erinnerungslücken hat. Gefühlt hat hier auch jeder etwas miteinander. Das Ende ist hier etwas bizarr und verrückt, aber mir hat es tatsächlich gefallen, auch wenn es sich etwas von anderen Fear-Street-Büchern unterscheidet.

"Die Wette" handelt von Johanna, die sich in Dennis verliebt und alles für ihn tun würde. Sie wird Teil seiner Clique und schließlich drängt er sie dazu, den verhassten Geschichtslehrer Mr. Northwood zu töten. Doch ist sie dazu wirklich in der Lage? Hier habe ich zwar das Ende schon erwartet, aber die ganzen Wendungen und bösen Cliffhanger haben mich durch die Story fliegen lassen. Dies ist wirklich eine klassische Fear-Street-Geschichte, die absolut meinem Geschmack entsprach. Ich hatte großen Spaß mit diesem Doppelband!



Meine liebste Buchreihe kann mich auch nach zehn Jahren immer noch begeistern. Zwei tolle Teile der Reihe! 

Ich vergebe 5 von 5.

Freitag, 19. Juni 2026

[Rezension] Die letzten Ferien - Rainer Erler

 


Titel: Die letzten Ferien

Autor:  Rainer Erler

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 1995

Seitenzahl: 222
Cover: © Ullstein
Begonnen: 15.05.2026
Beendet: 18.05.2026


Beate ist auf den Weg in einen Urlaub, der ihr Leben verändern soll, denn sie ist nur eine Unterschrift und wenige Tage von dem Erbe ihres Vaters entfernt. Doch der neue Mann ihrer Mutter will scheinbar verhindern, dass Beate das Erbe antreten kann. Blauäugig wie Beate ist, merkt sie gar nicht, dass dies ihre letzten Ferien werden sollen.

Rainer Erler ist vor allem als Regisseur bekannt und das merkt man dieser Geschichte, die als Vorlage einen seiner Filme hat, auch an. Alles ist sehr bildhaft und damit auch nur oberflächlich beschrieben. Einblick in die Köpfe der Charaktere gibt es nicht, alle sind nichts weiter als Namen. Beate ist sehr naiv und nimmt weniger wahr als der Leser, der bereits auf den ersten Seiten ahnt, was in diesen Ferien passieren wird.

Kurzweilig ist das Buch, besonders durch die extrem kurzen Kapitel und die abgedruckten Filmbilder. Mir gefielen die Aussteiger, auf die Beate trifft und die ihr einmal ein Leben fern des Geldes präsentieren. Von subtiler Spannung hält der Autor beziehungsweise Regisseur allerdings nicht viel. Alles ist offensichtlich und vorhersehbar, vieles läuft etwas zu unlogisch und chaotisch ab. Mir fehlte es diesem Buch die Seele, es fühlte sich für mich tatsächlich eher so an, als würde ich einen netten, durchschnittlichen Fernsehfilm schauen.


Ein Buch, das zwar ganz nette Bilder erzeugt, sich aber beim Lesen eher wie ein durchschnittlicher und sehr vorhersehbarer Film anfühlt.
 
Ich vergebe 3 von 5.

Donnerstag, 18. Juni 2026

[Rezension] Lauren, vermisst - Sophie McKenzie

 


Titel: Lauren, vermisst

Autor:  Sophie McKenzie

Genre: Jugenbuch

Erscheinungsjahr: 2013

Seitenzahl: 288
Cover: © Boje

Begonnen: 17.05.2026
Beendet: 19.05.2026


Als Lauren für die Schule einen Aufsatz darüber schreiben soll, wer sie ist, denkt sie mal wieder über ihre eigene Adoption nach. Auf einer Website für vermisste Kinder sieht sie plötzlich das Foto eines Mädchen, das sie selbst sein könnte und macht sich zusammen mit ihrem besten Freund Jam schließlich auf die Suche nach ihrer Herkunft.

In "Lauren, vermisst" begleiten wir ein Mädchen, das endlich herausfinden will, wer sie ist. Dazu möchte sie endlich ihre leiblichen Eltern kennenlernen, ahnt allerdings noch nicht, in welche Gefahr sie sich begibt und wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Mich konnte das Buch direkt fesseln und mir gefiel auch die kleine, eingebaute Liebesgeschichte.

Durch die kurzen Kapitel flog ich durch die Seiten. Ich mochte Lauren sehr, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie zu viel von Jam verlangt. Seine Unterstützung hat mir aber dennoch gefallen und ohne ihn wäre es vermutlich nur halb so unterhaltsam gewesen.

Die Suche selbst verlief mir an manchen Stellen etwas zu glatt. Der Leser wird recht früh auf die Hintergrundstory gestoßen, sodass es keine großen Überraschungen gibt und sich vieles eben recht unspektakulär auflöst. Die "Täter" hinter dem ganzen verhalten sich leider auch etwas ungeschickt und damit auch unlogisch. Es ergab für mich keinen echten Sinn, warum Lauren beiseite geschafft werden sollte. Auch das große Happy End war nicht so meins, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Trotz meiner Kritik habe ich dieses Jugendbuch gerne gelesen. 


Ein Jugendbuch, das mit einem sehr interessanten Thema zu fesseln weiß, nur an vielen Stellen etwas zu glatt verläuft! Dennoch lesenswert!

Ich vergebe 4 von 5.

Mittwoch, 17. Juni 2026

[Spontane Leserunde] Zonenkinder - Jana Hensel

 


Und es geht für mich und meine Autorenfreundin Sandra Pulletz direkt weiter mit einer spontanen Leserunde zu "Zonenkinder" von Jana Hensel. Wer mag, kann sich auch hier gerne anschließen.

Leseabchnitte

1. Abschnitt - Kapitel 1 bis Kapitel 2

2. Abschnitt - Kapitel 3 bis Kapitel 4

3. Abschnitt - Kapitel 5 bis Kapitel 6

4. Abschnitt - Kapitel 7 

Dienstag, 16. Juni 2026

[Rezension] Gänsehaut - Die Rache der Gartenzwerge - R.L. Stine


Titel:
Gänsehaut - Die Rache der Gartenzwerge

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 226
Cover: © Omnibus

Begonnen: 08.05.2026
Beendet: 17.05.2026


Mal wieder habe ich mit meinem Mann gemeinsam eins jener Gänsehaut-Bücher gelesen, das ich als Kind geliebt habe. Die unheimlichem Gartenzwerge haben mir damals einige schlaflose Nächte bereitet und mich auch zu eigenen Forsetzungen animiert.

In dieser Geschichte geht es um Joe, der nicht nur mit den zwei Gartenzwergen zu kämpfen hat, sondern auch noch mit seinem sehr strengen Nachbarn, der in ihm den Schuldigen für zahlreiche Sreiche sieht. Doch Joe findet Hinweise, dass die beiden Zwerge hinter allem stecken - nur glaubt ihm natürlich niemand.

Allein das Ende, in dem die Gartenzwerge zum Leben erwachen, bereitet mir auch heute noch eine Gänsehaut. Für mich ist dieser Band neben "Es wächst und wächst und wächst" einer meiner Lieblingsteile der Reihe. R.L. Stine hat mich damals vor über 20 Jahren genauso gut unterhalten wie heute! Einfach ein grandioser Autor, der mich in vielerlei Hinsicht geformt hat!


Nostalgie pur habe ich nun beim Vorlesen mit meinem Mann gespürt. Damals wie heute einer meiner Lieblingsteile der Reihe!

Ich vergebe 5 von 5.