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Donnerstag, 8. Oktober 2026

[Rezension] Löcher - Louis Sachar


  Titel: Löcher

Autor:  Louis Sachar

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2002

Seitenzahl: 286
Cover: © Gulliver
Begonnen: 05.09.2026
Beendet: 08.09.2026


Eine gemeinsame Leserunde brachte mich zu einem Buch, das ich schon lange lesen wollte. "Löcher" erzählt von einer Besserungsanstalt mitten in der texanischen Wüste, in der auch aus Stanley, der einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, wieder ein angepasstes Mitglied der Gesellschaft gemacht werden soll. Gemeinsam mit anderen Jungs, die eine Straftat begangen haben, muss er tagtäglich in der Hitze ein Loch ausgraben. Was ihn anfangs an seine Grenzen bringt, macht ihn schließlich immer stärker.

Stanley symbolisiert hier den typischen Außenseiter, der etwas übergewichtig ist und an seiner Schule keine Freunde hat. Im Camp Green Lake lernt er erstmal echten Zusammenhalt kennen und findet ihn Zero, den alle für dumm halten, nicht nur einen echten Freund, sondern erlebt mit diesem auch noch ein großes Abenteuer.

Mich hat der herausfordernde Alltag innerhalb der Besserungsanstalt von Anfang an gepackt, denn es wirkte alles so, als sollten die Jungs mit dem Löcher buddeln nur beschäftigt und gleichzeitig abgehärtet werden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sich irgendwo noch ein Geheimnis verbirgt, das mit der Geschichte des Ortes verbunden ist.

Sehr angenehm baut der Autor auch die tragische Vergangenheit einer Lehrerin und eines Zwiebelverkäufers ein. Auf sehr leichte Art und Weise erzählt er damit auch von schwierigen Themen wie Rassismus. Etwas verwundert hat mich, wie wenig innerhalb des Camps rebelliert wird und wie sehr sich alle mit ihrem Schicksal abgefunden haben.

Mich hat das Abenteuer, in dem es für mich vorwiegend um Freundschaft, das Entdecken der eigenen Stärke und um Zusammenhalt geht, gut unterhalten. Mein einziger Kritikpunkt betrifft lediglich die vielen Zufälle, die für mich zu einem etwas übertriebenen Happy End führen. Der Geschichte hätte hier ein etwas kritischer Nachklang sicher besser gestanden, gerade wenn man sieht, wie oft das Buch als Schullektüre gelesen wird. Dennoch hatte ich großes Vergnügen, dieses Buch, das ich in meiner Kindheit schon einmal in der Hand hatte, als Erwachsene endlich kennengelernt zu haben. 


Ein unterhaltsames Abenteuer, in dem es um Freundschaft, das Entdecken der eigenen Stärken und echten Zusammenhalt geht. Nur das Ende besaß für mich leider keinen echten Nachklang ...

Ich vergebe 4 von 5.

Freitag, 25. September 2026

[Rezension] Einfach nur Liebe - Marliese Arold


 Titel: Einfach nur Liebe

Autor:  Marliese Arold

Genre: Jugendroman

Erscheinungsjahr: 1996

Seitenzahl: 162
Cover: © Bertelsmann, Reihe "hautnah"
Begonnen: 23.08.2026
Beendet: 25.08.2026


Sandra ist schon lange mit Thomas befreundet, als dieser sie plötzlich küsst. Leider spürt sie dabei nicht das gewünschte Kribbeln im Bauch. Doch dann trifft sie auf Meike, zu der sie sich sofort hingezogen fühlt. Doch Meike ist ein Mädchen ...

Ich liebe die Bücher aus der "hautnah"-Reihe, die ich leider viel zu spät entdeckt habe. "Einfach mir Liebe" dreht sich um ein Mädchen, das plötzlich herausfindet, dass sie homosexuell ist. Sandras Verwirrung ist gut dargestellt, denn mit ihrer aller ersten Liebe sind sehr viele Zweifel verbunden. Empfindet Meike dasselbe? Und mit wem kann sie über ihre Gefühle sprechen? 

Recht schnell muss Sandra erkennen, dass ihre Liebe nicht von jedem akzeptiert wird. Ich bin selbst in einer Zeit aufgewachsen, in denen ähnliche blöde Sprüche wie in diesem Buch gefallen sind, von daher ist es absolut realistisch beschrieben. Es tut hier beim Lesen wirklich weh, wie sehr Sandra um Verständnis und Akzeptanz kämpfen muss, selbst bei ihren eigenen Freunden.

Die Geschichte ist kurz, aber intensiv und ich glaube, dass sich gerade beim Erscheinen viele junge Leser darin wiederfinden konnten! Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe, dass wir bald an einem Punkt kommen, an dem sich die Leser fragen, ob die Gesellschaft wirklich einmal so festgefahren war. Wir sind auf einem guten Weg, wenn auch noch nicht am Ziel!


Ein wichtiges Jugendbuch, das für Akzeptanz und Verständnis kämpft. 

Ich vergebe 5 von 5.

Montag, 31. August 2026

[Rezension] Sommerstücke - Garrison Keillor, Jenny Lind Nilsson

 


Titel: Sommerstücke

Autor:  Garrison Keillor, Jenny Lind Nilsson

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 268
Cover: © Carlsen

Begonnen: 29.07.2026
Beendet: 31.07.2026


Rachels Eltern haben auch in diesem Jahr kein Interesse daran, in den Urlaub zu fahren und so rechnet Rachel damit, dass der Sommer mal wieder unfassbar langweilig wird, zumal auch ihre beste Freundin sich plötzlich für andere Dinge zu interessieren beginnt. Doch dann wird Rachel mit ihrer geliebten Geige Teil eines Sommerorchesters und erkennt, was ihr wirklich wichtig ist ...

Rachel, die eine Protagonistin mit Ecken und Kanten ist, fand ich gelungen, denn sie ist gleichzeitig sehr feinfühlig, schätzt gewisse Situationen aber manchmal auch ganz falsch ein. Teilweise wirkt sie etwas pessimistisch in dieser Geschichte, weil sie sich oftmals einredet, ganz allein zu sein, obwohl da ständig Leute sind, die hinter ihr stehen.

In diesem Sommer lernt Rachel, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und zu akzeptieren, dass sie ruhig "anders" als ihre Mitschüler sein darf. Das fand ich als Botschaft gelungen, allerdings fehlte es mir in diesem Jugendroman an ein paar stärkeren Momenten. Für mich wirkte das Erlebte manchmal etwas lieblos erzählt. Natürlich geht es viel um Musik, doch ich hätte nicht erwartet, dass auch die Geschichte der Eltern so viel Raum einnimmt. So erfüllt sich hier auch der Vater den Traum, endlich Dirigent zu sein und auch Rachels Mutter wird Teil des Orchesters. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Rachel mehr im Fokus steht, denn gerade ihre kleine Liebesgeschichte geht stark unter. 

Alles in allem ist es ein Jugendroman, den man gut lesen kann, dem für mich aber - wenn man die Botschaft betrachtet - die Tiefe und auch das Besondere fehlt.



Ein Jugendroman mit einer wichtigen Botschaft, dem es aber etwas an Tiefe fehlt und in dem die Eltern eher im Fokus stehen als Rachel selbst.

Ich vergebe 3 von 5.

Sonntag, 16. August 2026

[Rezension] Blueprint - Blaupause - Charlotte Kerner

  


Titel: Blueprint - Blaupause 

Autor:  Charlotte Kerner 

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2004

Seitenzahl: 204
Cover: © Gulliver

Begonnen: 15.07.2026
Beendet: 17.07.2026


In einer kleinen, spontanen Zweier-Leserunde haben wir uns mit dem Buch "Blueprint - Blaupause" beschäftigt, in dem es um die berühmte Komponistin Iris geht, die an MS erkrankt und ihr Talent erhalten will. So entschließt sie sich dafür, selbst klonen zu lassen und nennt ihr Kind, das gleichzeitig auch ihr Zwilling ist, Siri. Die beiden scheinen so sehr miteinander verbunden zu sein, dass für Siri kein eigenes und freies Leben möglich ist. Erst nach dem Tod von Iris beginnt das Mädchen, ihr Leben als Klon zu reflektieren, zu verstehen und auch zu teilen.

Der Stil, den die Autorin auserwählt hat, ist gerade zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl er sehr gut zu der Geschichte passt. Mal berichtet Siri von ihren Gedanken, mal spricht sie ihre Mutter/Schwester direkt an und mal greift ein auktorialer Erzähler ein, der das Gesamtbild abbildet. Der Stil beschreibt gut, dass Siri sich oftmals nicht als Individium betrachtet, funktioniert an einigen Stellen aber nicht ganz so gut. Spannend hätte ich hier auch noch Iris' eigene Sicht gefunden, denn sie wirkt in der Erzählung sehr kühl, distanziert und egoistisch. Was hat sie beispielsweise in ihren Tagebüchern hinterlassen?

Charlotte Kerner beschreibt das Leben von einem Klon, erzählt aber gleichzeitig auch von den Erwartungen und Hoffnungen, die viele Eltern in ihre Kinder setzen. Viele möchten in ihren Nachkommen ja eine Version von sich selbst sehen. Bei Iris ist da zusätzlich noch der Wunsch, ihr eigenes Talent zu bewahren. Obwohl in diesem Buch sehr oft das Wort "Liebe" fällt, ist das, was sich da zwischen Siri und Iris befindet, sicherlich etwas ganz anderes. 

Ethische und moralische Fragen werden aufgeworfen und letztendlich geht es auch darum, was genau uns als Mensch eigentlich aus und auch einzigartig macht. Als Schullektüre kann ich mir das Buch gut vorstellen, denke aber, dass der Stil und Aufbau einige Schüler abschrecken könnte. Mir hat das Buch auf jeden Fall gefallen und zum Nachdenken angeregt.


Ein interessanter Einblick in eine sehr spannende Thematik, bei der nur der Stil das Lesen und tiefe Abtauchen ein wenig erschwert.
Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 30. Juli 2026

[Rezension] Die Wahrheit, wie Delly sie sieht - Katherine Hannigan

  


Titel: Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

Autor:  Katherine Hannigan

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 304
Cover: © dtv

Begonnen: 28.06.2026
Beendet: 30.06.2026


Delly kann einfach nichts dagegen tun, dass sie immer wieder aneckt und Ärger macht. Nun droht sie sogar von der Schule zu fliegen, wenn sie sich nicht endlich ändert. Zum Glück ist da plötzlich die neue Mitschülerin namens Ferris, die nicht spricht und sich nicht anfassen lässt. Es beginnt eine Freundschaft, die keine Worte braucht und die zeigt, wie leicht Akzeptanz doch sein kann ...

Ich empfand Delly als sehr interessante Protagonistin, die mit ihren kreativen Wortschöpfungen auch einen gewissen Humor mit hineinbringt. Mehr noch gefiel mir aber Ferris, die eine unfassbare Ruhe ausstrahlt und gleich mehrere Kinder wie magisch anzieht. Hier zeigt sich schön, dass eine Freundschaft keine Worte benötigt. Die Kinder halten wie selbstverständlich zusammen und verurteilen Ferris nicht. 

Das Buch ist sehr positiv, sieht man von der Vorgeschichte von Ferris ab, die man als erwachsener Leser sicherlich sehr früh schon erahnen kann. Durch die sehr kurzen Kapitel fehlte es mir allerdings ein wenig an Tiefe. Gerade zum Ende hin wird vieles zu schnell erzählt und für mich stand Delly auch zu sehr im Mittelpunkt. Gerne hätte ich auch einmal alles aus Ferris' Sicht erfahren.

Mir hat dieses sensible Buch, das von mehreren sehr unterschiedlichen Kindern, die zueinander finden, erzählt, von der Botschaft dennoch sehr gefallen. An Ferris werde ich wohl noch länger zurückdenken!

 


Ein sensibler Jugendroman, der zeigt, wie leicht Freundschaften entstehen, wenn man einander einfach so akzeptiert wie man ist!

Ich vergebe 4 von 5.

Dienstag, 21. Juli 2026

[Rezension] Mary Wolf - Cynthia D. Grant

 


Titel: Mary Wolf

Autor:  Cynthia D. Grant

Genre: Roman, Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2000

Seitenzahl: 262
Cover: © Middelhauve

Begonnen: 19.06.2026
Beendet: 22.06.2026


"Mary Wolf" von Cynthia D. Grant beschäftigt sich mal auf ganz andere Art und Weise mit der Suche nach dem eigenem Zuhause. Mary, die schon viel zu lange mit ihren Eltern und ihren Schwestern in einem Caravan durch Amerika reist, sehnt sich nach einem festen Ort, Sicherheit und einer Zukunft. Doch ihr Vater verliert immer wieder seinen Job und ihre Mutter ist hochschwanger. Die Familie wächst und die Probleme werden immer größer ...

Ich finde alternative Lebensentwürfe ja sehr spannend und liebe es selbst, umherzuziehen, doch in diesem Werk geht es eher um den Wunsch, sesshaft zu werden und ein Leben wie alle anderen zu führen. Ich konnte Mary, die das ziellose Umherreisen leid ist, tatsächlich verstehen, denn frei ist das Leben, das sie mit ihren Eltern führt, nicht. Es ist spürbar, dass keine eigene und damit freie Entscheidung dahintersteckt. Der Vater besitzt keine Perspektiven mehr und die Mutter akzeptiert dies einfach, weil sie denkt, keine Wahl zu haben. 

Mich hat das Buch überaschenderweise stark mitgenommen und aufgewühlt, weil es immer weiter bergab mit der Familie geht und sie dabei auch einander immer mehr verlieren. Gleichzeitig sind sie durch ihr Landstreicherleben aber auch miteinander verbunden und können als Individuen gar keinen eigenen Weg einschlagen. Mary bleibt als einzige wirklich hoffnungsvoll, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt. Sie lernt, erwachsen zu sein und schließlich auch eigene Entscheidungen zu treffen.

Das Ende hat mich geschockt, obwohl bereits spürbar war, dass es irgendwann eskalieren muss, da niemand wirklich glücklich in diesem Buch ist. Obwohl viele Ansichten so weit von meinen entfernt sind, konnte mich die Geschichte mitreißen und berühren. Ein starkes Werk!


Ein starkes Werk über ein Mädchen, das ihrer Familie durchs ganze Land folgt, aber selbst von einem anderen Leben und einem Zuhause träumt!

Ich vergebe 5 von 5.

Mittwoch, 15. Juli 2026

[Rezension] Es geschah im Nachbarhaus - Willi Fährmann

 Titel: Es geschah


im Nachbarhaus

Autor:  Willi Fährmann

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2006

Seitenzahl: 176
Cover: © Arena Life

Begonnen: 13.05.2026
Beendet: 16.05.2026


Erneut hat mich eine gemeinsame Leserunde zu einem Buch gebracht, das schon viel zu lange ungelesen bei mir herumlag. Dabei entpuppte sich "Es geschah um Nachbarhaus" als ein sehr intensives und aufwühlendes Jugendbuch, in dem eine jüdische Familie nach einem Mord an einem Kind durch Hass und Vorurteile aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wird.

Der Vater der Familie Waldhoff wird durch Gerüchte, die sich schnell verbreiten, recht schnell von allen als Mörder angesehen, obwohl er eigentlich ein Alibi besitzt. Doch den Leute in der kleinen Stadt am Rhein war die Familie mit dem Glauben, der sich ihrer Meinung zu sehr vom Christentum unterscheidet, schon lange ein Dorn im Auge und nun haben sie nach dem Mord endlich eine Möglichkeit gefunden, ihren Hass ganz offen zu zeigen. 

Die Gerüchte nehmen immer mehr zu und statt nach dem wahren Täter zu suchen, stürzen sich alle auf Waldhoff, denn dies ist leichter als sich einzugestehen, dass der wahre Mörder noch in der Nähe sein könnte. Der Autor schildert etwas, das auch heute noch zu oft passiert, denn Menschen verurteilen noch immer zu schnell und sind selten bereit, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen und Abweichungen von der Norm zu akzeptieren.

Mich hat das, was die ganze Familie hier erleben muss, sehr wütend und traurig gemacht, auch wenn es vielleicht ganz gut ist, dass die Nachbarn endlich ihren wahren Charakter zeigen und sich nicht mehr hinter der mühsam errichteten Fassade verstecken. Im Mittelpunkt steht der Sohn Sigi, der zum Glück mit Karl einen sehr treuen Freund an seiner Seite hat. Hier gibt es zum Glück auch einige sehr positive Erlebnisse, die zeigen, dass echte Menschlichkeit noch immer existiert. Der allerletzte Satz des Buches ist hier allerdings sehr melancholisch, denn es gibt wirklich zu wenige Menschen, die wie Karl sind ...



Für mich war dieses Jugendbuch, das meiner Meinung nach in jeder Schule gelesen werden sollte, ein großes Highlight und ein Werk, das auf jeden Fall nachhallt!

Ich vergebe 5 von 5 mit Extratropfen.

Mittwoch, 8. Juli 2026

[Rezension] Ohrensausen - Jochen Till

 


Titel:  Ohrensausen

Autor:  Jochen Till

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2002

Seitenzahl: 256
Cover: © Ravensburger

Begonnen: 05.06.2026
Beendet: 08.06.2026


Danny ist Schlagzeuger in einer Punkband und endlich steht der allererste Auftritt an. Doch Vinnie, Dannys bester Freund, verhält sich seit einiger Zeit sehr sonderbar. Er kommt immer öfter zu spät, überschreitet Grenzen und bringt dann auch noch das Mädchen, in das Danny schon lange verliebt ist, zu einer Probe mit, nur um sie dort schlecht zu behandeln. Plötzlich hat Danny alle Hände voll zu tun. Nicht nur um seine erste Liebe muss er kämpfen, sondern auch um eine Freundschaft, die vielleicht längst verloren ist.

"Ohrensausen" ist ein frecher, sehr humorvoller Jugendroman, der mit einer gewissen Leichtigkeit ernste Themen einbaut. Mir gefiel die Band, auch wenn es hier von Anfang an einige Unstimmigkeiten gibt. Danny versucht beinahe krampfhaft dafür zu sorgen, dass Vinnie sein Freund und gleichzeitig auch der Sänger der Band bleibt, obwohl dieser längst einen anderen Weg eingeschlagen hat.

Ich flog förmlich durch die Seiten. Der Autor gibt einen kleinen, aber wirklich sehr gelungenen Einblick in die Pubertät von einem Jungen, der gerade verliebt ist, gleichzeitig aber auch um seine Freundschaft kämpft und seine Musikleidenschaft auslebt. Die kleinen Liebesgeschichten gefielen mir auch sehr, denn sie entwickeln sich einfach von ganz allein. Für mich ist "Ohrensausen" ein gelungener Jugendroman, der perfekt ein paar wichtige Momente im Leben eines Heranwachsenden einfängt und dabei zeigt, dass Veränderungen dazu gehören.



Ein frecher, humorvoller und doch sehr authentischer Jugendroman über die Liebe, Freundschaft und die Leidenschaft für die Musik. Eine klare Empfehlung!


Ich vergebe 5 von 5.

Samstag, 20. Juni 2026

[Rezension] Fear Street - Erbe der Hölle - R.L. Stine

 


Titel: Fear Street - Erbe der Hölle (Doppelband, enthält: "Die Mutprobe" und "Die Wette")

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 2008

Seitenzahl: 302
Cover: © Loewe

Begonnen: 18.05.2026
Beendet: 20.05.2026


Die "Fear-Street-Reihe" ist nach wie vor meine liebste Buchreihe und auch großes Vorbild meiner Rainfield-Slasher. Schon als Kind habe ich mich an den vielen grauen Tagen in die Fear Street geflüchtet und ich bin froh, dass die Liebe zu den Geschichten noch immer da ist. In einem Bücherschrank habe ich nun einige Doppelbände gefunden, die mich direkt durch die Zeit katapultiert haben. "Erbe der Hölle" enthält hierbei die beiden Bücher "Die Mutprobe" und "Die Wette".

"Die Mutprobe" handelt von Tanja, die mit ihren Freunden einen Horrorclub hat und dort immer Geschichten vorliest. Die neueste Story wird dann leider wahr und ihre Freundin Sandra wird ermordet. Es weiß jedoch niemand, dass in Wahrheit Tanjas Freund Sam die Geschichte geschrieben hat.

Wie immer ist jeder in der Clique verdächtig, selbst Tanja, die Erinnerungslücken hat. Gefühlt hat hier auch jeder etwas miteinander. Das Ende ist hier etwas bizarr und verrückt, aber mir hat es tatsächlich gefallen, auch wenn es sich etwas von anderen Fear-Street-Büchern unterscheidet.

"Die Wette" handelt von Johanna, die sich in Dennis verliebt und alles für ihn tun würde. Sie wird Teil seiner Clique und schließlich drängt er sie dazu, den verhassten Geschichtslehrer Mr. Northwood zu töten. Doch ist sie dazu wirklich in der Lage? Hier habe ich zwar das Ende schon erwartet, aber die ganzen Wendungen und bösen Cliffhanger haben mich durch die Story fliegen lassen. Dies ist wirklich eine klassische Fear-Street-Geschichte, die absolut meinem Geschmack entsprach. Ich hatte großen Spaß mit diesem Doppelband!



Meine liebste Buchreihe kann mich auch nach zehn Jahren immer noch begeistern. Zwei tolle Teile der Reihe! 

Ich vergebe 5 von 5.

Donnerstag, 18. Juni 2026

[Rezension] Lauren, vermisst - Sophie McKenzie

 


Titel: Lauren, vermisst

Autor:  Sophie McKenzie

Genre: Jugenbuch

Erscheinungsjahr: 2013

Seitenzahl: 288
Cover: © Boje

Begonnen: 17.05.2026
Beendet: 19.05.2026


Als Lauren für die Schule einen Aufsatz darüber schreiben soll, wer sie ist, denkt sie mal wieder über ihre eigene Adoption nach. Auf einer Website für vermisste Kinder sieht sie plötzlich das Foto eines Mädchen, das sie selbst sein könnte und macht sich zusammen mit ihrem besten Freund Jam schließlich auf die Suche nach ihrer Herkunft.

In "Lauren, vermisst" begleiten wir ein Mädchen, das endlich herausfinden will, wer sie ist. Dazu möchte sie endlich ihre leiblichen Eltern kennenlernen, ahnt allerdings noch nicht, in welche Gefahr sie sich begibt und wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Mich konnte das Buch direkt fesseln und mir gefiel auch die kleine, eingebaute Liebesgeschichte.

Durch die kurzen Kapitel flog ich durch die Seiten. Ich mochte Lauren sehr, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie zu viel von Jam verlangt. Seine Unterstützung hat mir aber dennoch gefallen und ohne ihn wäre es vermutlich nur halb so unterhaltsam gewesen.

Die Suche selbst verlief mir an manchen Stellen etwas zu glatt. Der Leser wird recht früh auf die Hintergrundstory gestoßen, sodass es keine großen Überraschungen gibt und sich vieles eben recht unspektakulär auflöst. Die "Täter" hinter dem ganzen verhalten sich leider auch etwas ungeschickt und damit auch unlogisch. Es ergab für mich keinen echten Sinn, warum Lauren beiseite geschafft werden sollte. Auch das große Happy End war nicht so meins, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Trotz meiner Kritik habe ich dieses Jugendbuch gerne gelesen. 


Ein Jugendbuch, das mit einem sehr interessanten Thema zu fesseln weiß, nur an vielen Stellen etwas zu glatt verläuft! Dennoch lesenswert!

Ich vergebe 4 von 5.

Dienstag, 16. Juni 2026

[Rezension] Gänsehaut - Die Rache der Gartenzwerge - R.L. Stine


Titel:
Gänsehaut - Die Rache der Gartenzwerge

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 226
Cover: © Omnibus

Begonnen: 08.05.2026
Beendet: 17.05.2026


Mal wieder habe ich mit meinem Mann gemeinsam eins jener Gänsehaut-Bücher gelesen, das ich als Kind geliebt habe. Die unheimlichem Gartenzwerge haben mir damals einige schlaflose Nächte bereitet und mich auch zu eigenen Forsetzungen animiert.

In dieser Geschichte geht es um Joe, der nicht nur mit den zwei Gartenzwergen zu kämpfen hat, sondern auch noch mit seinem sehr strengen Nachbarn, der in ihm den Schuldigen für zahlreiche Sreiche sieht. Doch Joe findet Hinweise, dass die beiden Zwerge hinter allem stecken - nur glaubt ihm natürlich niemand.

Allein das Ende, in dem die Gartenzwerge zum Leben erwachen, bereitet mir auch heute noch eine Gänsehaut. Für mich ist dieser Band neben "Es wächst und wächst und wächst" einer meiner Lieblingsteile der Reihe. R.L. Stine hat mich damals vor über 20 Jahren genauso gut unterhalten wie heute! Einfach ein grandioser Autor, der mich in vielerlei Hinsicht geformt hat!


Nostalgie pur habe ich nun beim Vorlesen mit meinem Mann gespürt. Damals wie heute einer meiner Lieblingsteile der Reihe!

Ich vergebe 5 von 5.