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Montag, 24. August 2026

[Rezension] Foulspiel - Angela Gerrits

 


Titel: Foulspiel

Autor:  Angela Gerrits

Genre: Jugendkrimi

Erscheinungsjahr: 2007

Seitenzahl: 204
Cover: © Carlsen

Begonnen: 22.07.2026
Beendet: 24.07.2026


In einer weiteren spontanen Leserunde haben wir uns dieses Mal einen Jugendkrimi aus der Labyrinthe-Reihe vorgenommen. Bisher hat mich fast jedes Buch aus der Reihe sehr gut unterhalten, denn die Geschichten werden schnörkellos und sehr spannend erzählt.

In "Foulspiel" wird der Leser direkt auf den ersten Seiten mit einer Tat konfrontiert, die Jenny begangen haben soll. Was genau geschehen und wer das Opfer ist, bleibt lange im Nebel verborgen und das macht diesen Jugendkrimi ungemein spannend.

Wir erleben, wie Jenny mit ihrer Mutter nach Hamburg zieht und dort eigentlich gar nicht bleiben möchte. Durch einen Unfall lernt sie jedoch Marco kennen, verliebt sich und erkennt dabei gar nicht, was alles um sie herum passiert. Zeitgleich kommt sie nämlich noch auf die Spur ihres leiblichen Vaters, den ihre Mutter ihr viele Jahre verschwiegen hat.

Langweilig wird die Geschichte zu keinem Zeitpunkt und es macht Spaß, selbst darüber nachzudenken, wie alles zusammenpasst. Jenny mag zwar etwas naiv sein, aber das ließ sich hier leicht mit der rosaroten Brille erklären, die sie trägt. Das Ende ist zwar einfach gehalten, aber die ganzen Zusammenhänge empfand ich als sehr stimmig. Für mich war"Foulspiel" eine tolle Unterhaltung und eine passende Lektüre für eine Leserunde!




Ein unterhaltsamer Jugendthriller, der zu eigenen Mutmaßungen einlädt und schnörkellos eine sehr gute Spannung bietet!

Ich vergebe 5 von 5.

Freitag, 14. August 2026

[Rezension] Blutige Anfänger - Caroline Graham

  


Titel: Blutige Anfänger

Autor:  Caroline Graham 

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 412
Cover: © Goldmann

Begonnen: 13.07.2026
Beendet: 15.07.2026


In dem kleinen Dorf Midsomer Worthy trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Hobbyautoren, um sich auszutauschen. Max Jenning, ein Bestsellerautor, wird zu einem der Treffen eingeladen und erscheint tatsächlich, weil es eine Verbindung zwischen Gerald und ihm gibt. Doch am nächsten Tag ist Gerald tot und Max nicht auffindbar ...

"Blutige Anfänger" war mein allererster Kontakt mit den Krimis von Caroline Graham und auch mit Tom Barnaby, ihrem sehr bekannten Ermittler. Angesprochen hat mich vor allem, dass es um eine Gruppe von Schrifstellern geht, allerdings setzte hier schnell Frust ein, als ich erkannte, wie stereotypisch alle Charaktere sind. Aus echter Leidenschaft schreibt niemand, alle gieren nur nach dem großen kommerziellen Erfolg. Damit konnte ich mich nicht so recht identifizieren.

Der Krimihandlung wollte ich dennoch eine Chance geben, auch wenn ich alle Charaktere furchtbar unsympathisch fand. Barnaby als Ermittler mit Ecken und Kanten fand ich ganz interessant, auch wenn er mich jetzt nicht so sehr vom Hocker gerissen hat, dass ich nun ein großer Fan von ihm werde.

Die Vorgeschichte und auch die letztendliche Auflösung fand ich nicht schlecht, werden doch einige sehr interessante Geheimnisse gelüftet. Allerdings merkt man, daß Barnaby selbst gar keinen echten Teil zu allem beigetragen hat und sich der eigenen Unfähigkeit auch sehr bewusst ist. Vermutlich werde ich nicht noch einmal zu einem Krimi von Caroline Graham greifen, denn irgendwie entsprach dieser nun nicht ganz meinem Geschmack. Ich bin dennoch früh, Inspector Barnaby einmal in einen Buch kennengelernt zu haben!


Ein recht durchschnittlicher Krimi, der eine solide Auflösung besitzt, mich aber leider nicht vom Hocker reißen konnte.

Ich vergebe 3 von 5.

Montag, 10. August 2026

[Rezension] Der unheimliche Weg - Agatha Christie

 


Titel: Der unheimliche Weg

Autor:  Agatha Christie

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1995

Seitenzahl: 160
Cover: © Scherz

Begonnen: 07.07.2026
Beendet: 09.07.2026


Mehrere Wissenschaftler verschwinden, darunter auch Tom Betterson. Als auch seine Frau nach einem Flugzeugabsturz stirbt, soll Sylvia, die ihr Leben gerade beenden will, als Spionin in ihre Rolle schlüpfen und die Hintermänner aufspüren ...

Mir war zu Beginn nicht klar, dass es sich bei "Der unheimliche Weg" nicht um einen typischen Christie-Krimi, sondern um einen Spionageroman handelt. Beim Lesen hatte ich auch tatsächlich das Gefühl, gar kein Buch von Agatha Christie zu lesen, denn hier gibt es keinen klassischen Fall, der gelöst werden muss. Stattdessen landen wie mitten im Kalten Krieg, doch echte Gefahr war für mich nicht spürbar und die ganze Geschichte wirkt furchtbar dünn und sehr schräg.

Interessant fand ich die Protagonistin Sylvia, die ganz ungewollt eine neue Identität bekommt und dann in einer ganz neuen Welt mitten in der Wüste landet. Allerdings fehlt es dem gesamten Buch an Spannung. Agatha Christie wollte hier sicherlich mal experimentell ein neues Genre ausprobieren, doch für mich funktionierte hier nur wenig. Eventuell liegt es aber auch daran, dass mich bisher noch nie ein Spionageroman wirklich mitgerissen hat. So war es auch mit diesem Buch, das für mich bisher das langweiligste war, was mir von der Autorin, die ich sonst sehr schätze, in die Hände fiel ...
 


Kein Krimi, sondern ein seltsamer Spionageroman, der mich nicht unterhalten und auch nicht mitreißen konnte ...

Ich vergebe 2 von 5

Samstag, 11. Juli 2026

[Rezension] Mord auf der Donau - Beate Maly

 


 Titel:  Mord auf der Donau

Autor:  Beate Maly

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 272
Cover: © Emons Verlag

Begonnen: 09.06.2026
Beendet: 11.06.2026


"Mord auf der Donau" ist eigentlich bereits der dritte Teil mit dem ungewöhnlichen Ermittlerduo Ernestine Kirsch und Anton Böck, war allerdings nun mein erster Krimi der Autorin. Die Geschichte beginnt im Jahr 1873 in Ungarn, denn hier lernen wir ein kleines Mädchen kennen, das bei Bauern aufwächst und Hunger sowie Schläge sehr gut kennt. Der eigentliche Krimi beginnt dann aber viele Jahre später. 1923 gehen Ernestine und Anton an Bord des Donauschiffes namens "Jupiter" und nach einer Fischsuppe, die bei etlichen Gästen für Übelkeit sorgt, wird ein Graf tot aufgefunden. Wurde er etwa ermordet?

Ganz im Stil und der Tradition von Agatha Christie lernen wir auf dem Schiff erst einmal die verschiedensten Charaktere kenne, die natürlich alle später als mögliche Verdächtige in Frage kommen. Das Buch ist also sehr ruhig aufgebaut und nimmt erst Fahrt auf, als der Tote aufgefunden wird und unser Ermittlerduo verschiedene Theorien verfolgt, um den Mord zu durchschauen. Mir gefiel die Atmosphäre auf den Schiff. Die Charaktere selbst entsprechen gewissen Klischees, was aber auch in die Zeit passt. Das Medium fand ich amüsant und mit der Geisterbeschwörung hat die Autorin mich auf jeden Fall für sich gewonnen.

Ernestine und Anton sind ein angenehmes Duo, auch wenn hier öfter einmal der Zufall (oder auch der gute Wille der Autorin) bei den Ermittlungen hilft. Das Miträtseln hat hier großen Spaß gemacht. Als Leser fragt man sich die ganze Zeit, wie denn die Geschichte, die 1873 begann, schließlich eingebaut werden wird. Die letztendliche Auflösung fand ich gelungen, auch wenn die 50 Jahre, die dazwischen liegen nicht so recht zu dem Alter der beschriebenen Personen passen wollen. Eventuell ist der Autorin hier ein kleiner Fehler unterlaufen, den ich aber verzeihen kann. Mich hat dieser ruhige Krimi auf jeden Fall gut unterhalten und ich würde tatsächlich auch zu weiteren Teilen aus dieser Reihe greifen.



Ein ruhiger, aber dennoch unterhaltsamer Krimi mit einem ungewöhnlichen Ermittlerduo.

Ich vergebe 4 von 5.

Montag, 8. Juni 2026

[Rezension] Der Reporter - John Katzenbach


 Titel: Der Reporter 

Autor:  John Katzenbach

Genre: Krimi, Thriller 

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 432
Cover: © Knaur 
Begonnen: 09.05.2026
Beendet: 14.05.2026


Mit John Katzenbach tue ich mich seit jeher recht schwer. In meiner Jugend habe ich ein Buch von ihm gelesen, dass mir wirklich gefiel, doch danach gab es nur noch einige Versuche und abgebrochene Werke. Nun wollte ich ihm aber noch einmal eine Chance geben.

"Der Reporter" beginnt mit einem Mord an einem jungen Mädchen und die Einführung des Journalisten Malcom, der über den Fall berichtet. Anfangs wirkt das Buch sehr träge und es braucht tatsächlich erst mal achtzig Seiten, bevor der Mörder sich telefonisch bei Malcom meldet und ihm zusichert, ganz exklusiv berichten zu dürfen.

Die Telefonate mit dem Mörder sind auch das Herzstück dieses Thrillers, auch wenn sie für meinen Geschmack gerne noch etwas tiefgründiger und böser hätten sein können. Interessant fand ich das Spiel, dass der Täter mit der Presse und auch der ganzen Öffentlichkeit treibt, denn er versetzt die ganze Stadt in Panik und wird praktisch zu einem Star. Hier zeigt sich, welche große und auch gefährliche Rolle der Journalismus oft spielt. Malcom gibt dem Täter hier nämlich eine grandiose Bühne, auf der er sich austobt.

Malcom selbst bleibt leider sehr unsympathisch und in seiner Rolle als Reporter bis zu einem gewissen Punkt sehr emotionslos. Er wirkt zu verbissen und agiert manchmal eher wie eine Maschine als wie ein echter Mensch. Mit ihm mitfiebern war daher nahezu unmöglich für mich.

Die Hintergründe der Morde erschließen sich für den Leser selbst schneller als für Malcom und die Ermittler. Das Finale verläuft recht unspektakulär und echte Wendungen besitzt das Buch leider auch nicht. Ich denke, dass mir die Thriller von John Katzenbach einfach nicht wirklich liegen.


Katzenbach und ich finden wohl nicht mehr zueinander. Für mich war das Buch zu unspektakulär.

Ich vergebe 3 von 5.

Montag, 25. Mai 2026

[Rezension] Pass auf, was du träumst - Unni Lindell

 


Titel: Pass auf, was du träumst 

Autor:  Unni Lindell

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2000

Seitenzahl: 474
Cover: © Weltbild
Begonnen: 28.04.2026
Beendet: 01.05.2026


Skandinavische Krimis ziehen mich ja immer magisch an, da ich die Melancholie, die sie ausstrahlen, echt mag. Auch "Pass auf, was du träumst" von Unni Lindell besitzt den typischen Schwermut, driftet dabei aber schon fast ins Depressive ab. 

Gleich auf den ersten Seiten kommt der Mörder zu Wort und wir erleben, wie er ein Mädchen tötet. Es gibt Einblicke in sein Denken, doch um ehrlich zu sein, konnte ich seine Motive nicht so recht verstehen. Nach dem Mord entwickelt sich alles zu einem typischen Krimi, in dem die recht zähe und langweilige Ermittlungsarbeit von Cato Isaksen im Kontrast zu seinem schwierigen Privatleben steht. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass es mehr um Cato selbst als um den Fall geht.

Unsympathische Ermittler habe ich schon oft in Büchern getroffen. Mit Cato wurde ich auch nicht wirklich warm, weil seine Gedanken fast so wirr und düster wie die des Mörders sind. Wir erleben wie er seine Familie vernachlässigt, fremd geht und dann plötzlich mit zahlreichen persönlichen Problemen konfrontiert wird. Das war anstrengend, denn der Fall bleibt dabei sehr lange auf der Strecke. Immer und immer wieder werden die Freunde des Opfers vernommen und dabei wird im Grunde nichts Wichtiges offenbart. Die Autorin dreht sich hier im Kreis, weil es ihr einfach nicht gelingt, den Fall interessant einzubauen.

Die einzelnen Kapitel sind zwar sehr kurz und dadurch flott gelesen und der fast poetische, sehr düstere Stil ist im Grunde auch ganz passend, doch die Autorin schafft es nicht, in die Tiefe zu kommen. Viele sehr wichtige Themen - wie Tanjas Magersucht - werden leider nur sehr oberflächlich angesprochen. Für mich war dieser Krimi leider sehr schwach - auch was die einfallslose Auflösung betrifft ...


Ein sehr schwacher Krimi, in dem ein sehr depressiver Ermittler im Fokus steht und der Fall selbst sehr lieblos wirkt. Schade.

Ich vergebe 2 von 5



Mittwoch, 13. Mai 2026

[Rezension] Geheimnis in Weiß - J. Jefferson Farjeon

  


Titel: Geheimnis in Weiß

Autor:  J. Jefferson Farjeon

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 282
Cover: © Klett-Cotta
Begonnen: 14.04.2026
Beendet: 16.04.2026


Ein Zug bleibt an Weihnachten stecken und mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem Haus, das seltsamerweise offen steht. Von den Bewohner fehlt jede Spur und dann passiert auch schon der erste Mord ...

"Geheimnis in Weiß" erschien erstmals 1937 und liest sich zu Beginn ein wenig wie ein Krimi von Agatha Christie. Die Atmosphäre auf den ersten Seiten gefiel mir und die Charaktere wirkten zwar etwas klischeehaft, aber dennoch interessant. Besonders der Parapsychologe Edward Maltby sorgt für ein paar unterhaltsame Gespräche über Geister und entwickelt hier auch noch einen detektivischen Spürsinn.

Leider erzählt der Autor den größen Teil des Geschehens in Dialogen, wodurch bei mir leider keine Spannung aufkam. Den Mittelteil, in dem es im Grunde nur um Mutmaßungen geht, fand ich dermaßen zäh, dass ich einige Male überlegt habe, das Buch zur Seite zu legen. Dies hätte ich auch besser tun sollen, denn die ganze Auflösung wirkt etwas unbeholfen zusammengeschustert, um auf alle Fragen eine passende Antwort zu finden. Mich hat dieser Krimi leider enttäuscht.


Ein Krimi, der stark anfängt, sich aber schnell in endlosen und zähen Dialogen verliert. 


Ich vergebe 2 von 5.

Mittwoch, 29. April 2026

[Rezension] Der Richter und sein Henker - Friedrich Dürrenmatt

 


Titel: Der Richter und sein Henker

Autor:  Friedrich Dürrenmatt

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2006

Seitenzahl: 118
Cover: © Rowohlt
Begonnen: 02.04.2026
Beendet: 06.04.2026


Seit ich Friedrich Dürrenmatt damals zum ersten Mal in meiner Deutschprüfung begegnet bin, versuche ich, seine Werke nach und nach zu lesen, denn mir gefallen die philosophischen und moralischen Fragen, die er aufwirft und die Denkanstöße, die er gibt.

In "Der Richter und sein Henker" geht es erst einmal um einen Polizisten, der erschossen in seinem Wagen aufgefunden wird. Da Kommissar Bärlach alt und sehr krank ist, ermittelt er gemeinsam dem Kriminalbeamten Tschanz. Relativ schnell stoßen beide auf eine Abendgesellschaft, die von einem Mann gegeben wird, den Bärlach schon seit über vierzig Jahren kennt und jagt.

Auch wenn die Sprache recht altmodisch ist, konnte ich schon nach wenigen Seiten in diesen interessanten und fesselnden Fall eintauchen. Es gab einen Punkt, an dem ich dachte, dass es nun eventuell in die politische Richtung gehen wird, doch dies war zum Glück nicht der Fall. Stattdessen geht es um eine alte Rechnung, die beglichen werden muss. 

Spannend fand ich hierbei, dass Bärlach selbst für das rechtschaffende Gute steht, während sein Widersacher Gastmann hier das Böse darstellt, das scheinbar mit allem davonkommen. Gastmann besitzt Geld, Einfluss und hat die richtigen Menschen um sich, wodurch es schwer ist, ihm etwas nachzuweisen. Gastmann und Bärlach erinnerten mich ein wenig an Sherlock Holmes und Moriarty. Es stellt sich der Frage, wer dieses Duell gewinnen wird.

Zum Ende hin gibt es sogar noch eine Wendung, die mir sehr gefiel und die auch perfekt den Titel dieses Kriminalromans aufgreift. Ein starkes Werk!


Ein starker vielschichtiger Kriminalroman über eine alte Rechnung, die beglichen werden muss.

Ich vergebe 5 von 5.

Donnerstag, 23. April 2026

[Rezension] Achter Tag - Kate Calloway

 


Titel: Achter Tag

Autor:  Kate Calloway

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 2002

Seitenzahl: 218
Cover: © Frauenoffensive
Begonnen: 31.03.2026
Beendet: 02.04.2026


"Achter Tag" ist eigentlich der letzte Teil einer achtteiligen Reihe rund um die Privatdetektivin Cassidy James, war jedoch mein erstes Buch von Kate Calloway. Das Buch lässt sich auch gut unabhängig lesen, auch wenn wohl einige Charaktergeschichten hier fortgesetzt werden. Die Autorin besitzt allerdings einen sehr leichten Stil und sie schneidet auch einige Hintergrundgeschichten an.

Schauplatz ist ein abgelegenes Erziehungsheim. Cassidy, die gerade von einer Frau verlassen wurde, die sie noch immer liebt, soll sich um das rätselhafte Verschwinden einer Lehrerin kümmern. Dafür fängt sie selbst im Camp Turnaround als Lehrerin an und trifft dort auch auf Ablenkung in Form eines Cowgirls, das ihr ganz schön den Kopf verdreht. Mit Jo gemeinsam beginnt sie Nachforschungen anzustellen.

Parallel wird von Maggie erzählt, die sich im Camp nicht besonders wohl fühlt und etwas gesehen hat, das sie nicht sehen sollte. So bleibt der Krimi trotz des einfachen Aufbaus spannend. Die Charaktere gefielen mir, besonders auch Cassidy James, die durch ihre Liebe zu Frauen natürlich ein paar Mal aneckt. Die Auflösung fand ich auch gelungen. Ich werde mal die Augen nach den anderen Teilen der Reihe aufhalten, denn solche leichten und kurzen Krimis sind für Zwischendurch wirklich toll!


Ein einfach aufgebauter, aber dennoch unterhaltsamer Krimi über ein abgelegenes Erziehungscamp! 

Ich vergebe 5 von 5.

Samstag, 11. April 2026

[Rezension] Das Gesetz der Serie - Val McDemid

 


Titel: Das Gesetz der Serie

Autor:   Val McDermid 

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2001

Seitenzahl: 358
Cover: © Knaur
Begonnen: 20.03.2026
Beendet: 24.03.2026


Schon lange wollte ich einmal ein Buch von Val McDermid lesen. Da ich zwei ihrer Werke schon vor einer Weile gefunden, entschied ich mich dafür, mit "Das Gesetz der Serie" zu beginnen, da ich das Soap-Thema hier interessant fand und auch eine Leibwächterin als Ermittlerin ganz originell klang.

Wir reisen gemeinsam mit der Leibwächterin Kate Brannigan an das Set einer Seifenoper namens "Nordlichter". Die Darstellerin Gloria hat einen Drohbrief erhalten und nun Angst um ihr Leben. Sterben soll jedoch bald eine ganz andere Person. Leider ist die Geschichte von Anfang an sehr träge. Da ist zwar der Drohbrief, der eine gewisse Gefahr erzeugen soll, doch ansonsten passiert lange erst einmal gar nicht. Spannung habe ich lange Zeit vergebens gesucht.

Ich dachte mir im Vorfeld zwar schon, dass die Welt der Soaps hier eher kritisch betrachtet wird, aber dass alles so oberflächlich und klischeehaft bleibt, hätte ich nicht erwartet. Die Charaktere sind furchtbar eindimensional und das betrifft sogar Kate Brannigan selbst, die ohne groß etwas zu leisten mal eben diesen sehr unspektakulären Fall aufklärt. Gestreckt wird alles mit einigen Nebenstorys über Kates Mitarbeiter, die mir allesamt auch zu blass gezeichnet waren. 

Vermutlich wird mein erstes Buch von Val McDermid nun auch schon mein letztes gewesen sein, denn mit ihrem Stil konnte ich wenig anfangen. Eventuell gebe ich ihr aber noch eine zweite Chance, denn vielleicht hatte ich hier eher eins ihrer schwächeren Werke erwischt. Begeistern konnte mich an diesem Buch nämlich im Grunde kaum etwas.



Für mich war alles an diesem Buch viel zu träge und eindimensional. Der Fall selbst hätte kaum unspektakulärer sein können ...

Ich vergebe 2 von 5.

Dienstag, 10. März 2026

[Rezension] Tage des letzten Schnees - Jan Costin Wagner

 


Titel: Tage des letzten Schnees

Autor:  Jan Costin Wagner

Genre: Roman, Krimi

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 320
Cover: © Goldmann
Begonnen: 17.02.2026
Beendet: 19.02.2026


Jan Costin Wagners Bücher lassen mich einfach nicht los und so habe ich mich wieder einmal mit dem sensiblen Ermittler Kimmo Joentaa und einem Fall beschäftigt, der aus vielen Handlungssträngen besteht. Erzählt wird erst einmal von einem Autounfall, bei dem die 11-jährige Anna stirbt. Ihr Vater zerbricht förmlich an dem Verlust, obwohl Joentaa versucht, ihm Trost zu spenden. Schließlich werden zwei Leichen auf einer Parkbank, die anfangs nicht identifiziert werden können, aber Teil von einer eigenen Geschichte sind ...

Der Autor lässt sich bei diesem Krimi wieder einmal nicht in die Karten schauen. Es gibt insgesamt drei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick keinerlei Parallelen aufweisen. Neben der Geschichte rund um den Autounfall und Joentaas Trauerarbeit geht es noch um den Familienvater Markus Sedin, der auf einer Geschäftsreise eine Affäre mit einer jungen Frau aus Ungarn beginn, sie sogar besucht und ihr schließlich eine Wohnung besorgt. Zudem gibt es rätselhafte Einblicke in einen Chatverlauf, in dem anscheinend ein Amoklauf angekündigt wird.

Am Ende werden dann auch die Parallelen klar, auch wenn es hier eher um Zufall als um echte Ermittlungsarbeit geht. Doch dies gefiel mir hier tatsächlich, denn mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet. Auch Joentaas Leben findet mal wieder eine Wendung, die mich echt hart getroffen hat. Hier bin ich gespannt, wie es mit ihm weitergehen wird.


Ein melancholischer, vielschichtiger Krimi, der auf langweilige Ermittlungsarbeit verzichtet und anhand von drei Handlungssträngen eine große Tragödie aufzeichnet. Für

Ich vergebe 5 von 5.