Freitag, 19. April 2024

[Rezension] Das dunkle Haus am Meer - Susanne Mischke

 


Titel: Das dunkle Haus am Meer

Autor:  Susanne Mischke

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2003
Seitenzahl: 269
Cover: © Piper
Begonnen: 28.03.2024
Beendet: 01.04.2024


Helen möchte mit ihrem Mann Paul, der aus Mangel an Beweisen vom Mord an einer Frau freigesprochen wurde, ganz neu anfangen. Gemeinsam ziehen sie in ein Haus in der Bretagne, doch auch dort holt sie ihre Vergangenheit ein ...

Susanne Mischkes "Wölfe und Lämmer" war für mich im letzten Jahr eine spannende Neuentdeckung. Deswegen habe ich mich auch gefreut, dass mir ein weiteres Buch der Autorin in die Hand gefallen ist. Leider hatte ich von Anfang an große Probleme damit, wirklich in der doch sehr wirren Handlung hineinzufinden. Neben der Geschichte von Helen und Paul geht es hier nämlich noch um einen Fall von Unterschlagung und gewisse Leute sind hinter dem großen Geld her. 

Mit Helen warm zu werden fällt hier auch recht schwer, ist sie doch ein sehr unterwürfiger Mensch, der im Grunde nur für ihren Mann lebt, obwohl dieser auch die ein oder andere Affäre hatte. Die anderen Stränge konnten mich leider auch nicht begeistern, weil sie doch sehr zusammengeschustert wirken und es dennoch irgendwie nicht schaffen, die Story voranzutreiben. Es geht hier im Grunde auch eher ums Geld. Der Mord beziehungsweise die Morde spielen nur eine untergeordnete Rolle.

"Wölfe und Lämmer" fand ich im letzten Jahr wirklich sehr stark, eindringlich und tiefgründig. Dagegen wirkt "Das dunkle Haus am Meer" sehr flach und wirr. Ich habe mich durch die Story gekämpft, war dann am Ende aber auch von dem doch sehr schwachen Ende enttäuscht. Schade!




Mein zweites Buch von Susanne Mischke konnte mich leider nicht überzeugen. Zu konstruiert, zu wirr und zu schwach von der Auflösung her.

Ich vergebe 2 von 5.




Mittwoch, 17. April 2024

[Rezension] Mio, mein Mio - Astrid Lindgren

 


Titel: Mio, mein Mio

Autor:  Astrid Lindgren

Genre: Kinderbuch, Klassiker

Erscheinungsjahr: 1989
Seitenzahl: 167
Cover: © Oetinger
Begonnen: 25.03.2024
Beendet: 28.03.2024


Bo Vilhelm Ohlsson, der als Waisenjunge aufwächst und zu Pflegeeltern kommt, die ihn nicht lieben, kommt auf geheimnisvolle Weise ins "Land der Ferne". Dort ist er Mio, der Sohn des Königs und muss gegen den bösen Ritter Kato kämpfen ...

"Mio, mein Mio" ist ein Kinderbuch, das sich wie ein altes Märchen ließ. Von Anfang an ist Bos beziehungsweise Mios Reise sehr magisch. Er findet in dem "Land der Ferne" endlich die Liebe eines Vaters und echte Freundschaften. 

Gleichzeitig lauert - wie wohl überall - auch in diesem scheinbar perfekten Land das Böse und tritt in der Gestalt von Ritter Kato auf, der schon zahlreiche Kinder entführt hat. Mio ist der Auserwählte und der große Held, der hier als einziger das Böse besiegen kann.

Die Geschichte ist sehr fantasievoll. Es geht um Tapferkeit, Mut und Freundschaft in einem magischen, sehr fernen Land. Auch als erwachsener Leser hatte ich viel Spaß mit der Lektüre, die sicherlich auch perfekt zum Vorlesen geeignet ist!



Mich konnte "Mio, mein Mio" als Märchen und Abenteuergeschichte auch im Erwachsenenalter noch gut unterhalten! Ein tolles Kinderbuch!


Ich vergebe 5 von 5.

Montag, 15. April 2024

[Rezension] Knallhart - Gregor Tessnow

 


Titel: Knallhart

Autor:  Gregor Tessnow

Genre: Jugendroman

Erscheinungsjahr: 2013
Seitenzahl: 160
Cover: © Ueberreuter Verlag
Begonnen: 23.03.2024
Beendet: 26.03.2024


Michael Polischkas Leben verändert sich schlagartig, als seine Mutter von ihrem Geliebten rausgeschmissen wird. Sie ziehen in eine winzige Wohnung in Neukölln und Michael kommt auf eine neue Schule. Dort wird er gleich mit Errol und seiner Gang konfrontiert. Und Michael, der keine Ahnung hat, wie er wieder Ruhe in sein Leben bringen soll, begeht einen Fehler nach dem anderen ...

"Knallhart" ist der perfekte Titel für dieses Jugendbuch, denn Gefühle lässt unser Protagonist nicht zu. Er wird einfach mitgerissen vom erbarmungslosen Sog des Lebens. Da ist nicht nur der sozialer Abstieg, mit dem der eigentlich sehr intelligente Junge hier konfrontiert wird, sondern auch eine stetig wachsende Verzweiflung, aus diesem ganzen Morast allein nicht mehr rauszukommen. Bitter ist auch, dass Michael nur wenig Hilfe erhält, denn seine Mutter ist mit ihrem eigenen Leben gnadenlos überfordert.

Auf gerade einmal 156 Seiten gibt Gregor Tessnow hier intensiven Einblick in das Leben eines Jugendlichen, der sämtliche Perspektiven verliert und sich von den falschen Freunden immer mehr auf den Weg der Kriminalität führen lässt. Michael lässt sich zu einem Raub animieren und wird schließlich sogar Drogenkurier. Der Leser ahnt hier von Anfang an, dass dies nicht gut ausgehen kann. Tragisch ist hier auch, dass es immer wieder Momente gibt, in denen er alles noch ins Gute hätte wenden können. 

Zum Ende gibt es ein knallhartes und auch sehr bitteres Finale, das sich einprägt und nachhallt. Der Autor hat definitiv einen sehr wichtigen Jugendroman erschaffen, der sehr schön aufzeigt, wie schnell gerade junge Menschen in eine Sackgasse geraten können. Ein starkes Werk!



"Knallhart" ist ein sehr intensiver Jugendroman über einen Junge, der auf den falschen Pfad gerät und sich dabei selbst verliert. Ein starkes und wichtiges Buch!

Ich vergebe 5 von 5.

Samstag, 13. April 2024

[Rezension] Kühles Grab - Lisa Gardner

 


Titel: Kühles Grab

Autor:  Lisa Gardner

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2013
Seitenzahl: 360
Cover: © Lingen Verlag
Begonnen: 22.03.2024
Beendet: 25.03.2024


Annabelle Granger musste als Kind immer wieder umziehen und hat niemals den Grund dafür erfahren. Nach dem Tod ihrer Eltern versucht sie, sich ein eigenes Leben aufzubauen, doch dann erfährt sie, dass mehrere Leichen gefunden werden mit und ein Medaillon, das sie als Kind ihrer besten Freundin geschenkt hat ... 

"Kühles Grab" beginnt sehr eindringlich und spannend mit der Geschichte der kleinen Annabelle, die immer wieder ihre Koffer packen muss, um eine neue Identität anzunehmen. Ihr Vater scheint panische Angst zu haben, doch Annabelle selbst ist zu jung, um all das zu verstehen. Nun ist Annabelle erwachsen und wird nach dem grausamen Fund von sechs mumifizierten Mädchenleichen mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Die Ermittlungen nehmen in diesem Buch einen großen Raum ein, was für meinen Geschmack stets die Spannung etwas drosselt. Als echten Thriller würde ich "Kühles Grab" nicht bezeichnen, denn dafür ist lange Zeit keine echte Gefahr spürbar. Dennoch gefiel mir hier Annabelles Lebensgeschichte und ihr Kampf im Erwachsenenalter, um endlich eine echte Identität zu erhalten.

Der Mittelteil war mir eine Spur zu ruhig, doch dafür hat es das Ende in sich, bei dem es so einige Überraschungen gibt. Der große Showdown hat mich hier auf jeden Fall gut unterhalten. "Kühles Grab" ist definitiv lesenswert! 




"Kühles Grab" besitzt einen starken Anfang und einen fesselnden Showdown, aber leider auch einige Längen im Mittelteil bei den Ermittlungen. Dennoch lesenswert!

Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 11. April 2024

[Rezension] Zurück nach Hollyhill - Alexandra Pilz

 


Titel: Zurück nach Hollyhill

Autor:  Alexandra Pilz

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2013
Seitenzahl: 352
Cover: © Heyne
Begonnen: 20.03.2024
Beendet: 22.03.2024


Emily erhält am Tag ihres Schulabschlusses einen Brief von ihrer vor vielen Jahren verstorbenen Mutter. Diese erzählt ihr von ihrem Heimatdorf Hollyhill, das sich in den Mooren von England befinden soll, aber auf keinen Karten eingezeichnet ist. Emily beschließt, in die Vergangenheit zu reisen und erlebt ein Abenteuer, bei dem sie tatsächlich etliche Jahre durch die Zeit reist ...

Alexandra Pilz besitzt einen lockerleichten Schreibstil, der mich schnell in der Geschichte ankommen ließ. Zu Beginn läuft allerdings alles sehr schnell und auch etwas konstruiert ab. Gerade ihr Weg nach Hollyhill war mir zu einfach gestaltet. Doch nach ihrer Ankunft geht es dann zum Glück spannender weiter und gerade die Geschichte des Dorfes fand ich sehr originell und fesselnd.

"Zurück nach Hollyhill" beschäftigt sich mit Zeitreisen. Emily erlebt ein großes Abenteuer, bei dem sie nicht nur mit ihrer eigenen Familie in Kontakt tritt, sondern plötzlich auch selbst in Gefahr schwebt. Auch eine kleine Liebesgeschichte gibt es, die allerdings auch etwas schnell ablief.

Ich habe dieses sehr jugendliche Buch gerne gelesen, auch wenn teilweise doch spürbar ist, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt. Einige Szenen hätten gerne noch etwas ausgebaut und spannender beschrieben werden können. Mein allererster Ausflug nach Hollyhill hat mir aber dennoch - auch als erwachsener Leser - auf jeden Fall Spaß gemacht!



"Zurück nach Hollyhill" besticht durch seinen lockerleichten Stil und der originellen Idee rund um das Dorf. Auch wenn mir einiges zu schnell ablief, habe ich das Buch gerne gelesen!

Ich vergebe 4 von 5.



Dienstag, 9. April 2024

[Rezension] Die Totdenkerin - Fran Dorf

 


Titel: Die Totdenkerin

Autor:  Fran Dorf

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1994
Seitenzahl: 400
Cover: © dtv
Begonnen: 19.03.2024
Beendet: 22.03.2024


Auf offener Straße wird eine Frau ermordet. Kurz darauf legt Laura Wade ein Geständnis ab, die jedoch gar nicht in der Nähe des Tatortes war. Der Psychologe David findet heraus, dass Laura der Meinung ist, die Frau nur durch ihre Gedanken getötet zu haben ...

"Die Totdenkerin" ist ein ruhiger, aber dennoch fesselnder Psychothriller, der sich mit einer Frau beschäftigt, die denkt, allein durch Gedankenkraft Dinge beeinflussen zu können. David, ihr Psychologe, versucht herauszufinden, ob sie an Schizophrenie leidet oder ob es tatsächlich eine paranormale Erklärung für ihr Geschehen gibt. Laura weiß nämlich genau, wie viele Schnitte der Mörder gesetzt hat.

Auch wenn es gerade im Mittelteil ein paar Längen gab, fand ich die psychologische Herangehensweise hier sehr spannend. Laura ist ein sehr interessanter, vielschichtiger und leider auch sehr verlorener Charakter. Sie verabscheut sich selbst, malt düstere Bilder und führt eine wenig liebevolle Ehe, an die sie sich aber voller Verzweiflung klammert.

Die Auflösung konnte ich allerdings schon sehr früh erahnen, wodurch das Ende trotz der psychologischen Herangehensweise auf mich doch etwas schwach wirkte. Gefallen hat mir das Buch aber dennoch.



"Die Totdenkerin" ist ein recht ruhiger Psychothriller über eine Frau, die denkt, allein mit ihren Gedanken andere Menschen töten zu können. Die psychologische Betrachtung ist gelungen, nur leider war das Ende etwas vorhersehbar.

Ich vergebe 4 von 5.


Sonntag, 7. April 2024

[Rezension] Am dunkelsten Tag - Nora Roberts

 


Titel: Am dunkelsten Tag

Autor:  Nora Roberts

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 593
Cover: © Blanvalet
Begonnen: 16.03.2024
Beendet: 20.03.2024


Simone will einfach nur einen entspannten Abend mit ihren Freundinnen im Kino verbringen, um die Trennung von ihrem Freund zu vergessen, doch dann beginnt dort im Einkaufszentrum eine Schießerei, die zahlreiche Opfer fordert - darunter auch ihre Freundin. Die Zeit nach dem grauenvollen Massaker ist für alle beteiligten Personen hart, vor allem, da es anscheinend noch jemanden gibt, der Rache will ...

Nora Roberts habe ich in meiner Jugend gerne gelesen, da sie doch einen sehr einfachen Schreibstil besitzt und fesselnde Geschichten verfasst. "Am dunkelsten Tag" ist dabei sogar sehr bewegend und tiefgründig. Auf den ersten Seiten ist der Leser hier an dem tiefschwarzen Tag bei der Schießerei dabei und erfährt dadurch auch von den einzelnen Schicksalen. Besonders Simone, die damals ihre Freundin verliert, muss jahrelang darum kämpfen, nach der Tat zu sich selbst zu finden.

Es zeigt sich sehr schön, was ein solch dunkler Tag für Konsequenzen hat. Negative wie auch Positive. So ist da zum Beispiel der 19-jährige Reed, der ein Kind rettete und sich schließlich entscheidet, zur Polizei zu gehen. Gefallen hat mir hier auch Simones Hippie-Großmutter, die erkannt hat, dass man Schmerz auch in etwas Positives verwandeln kann.

Die Autorin schildert hier nicht nur die Jahre nach einer solchen Tat, sondern erschafft aus dieser Ausgangslage zugleich auch noch einen fesselnden Thriller, denn es gibt jemanden, der die Tat fortsetzen will und einen unfassbaren Hass auf die Überlebenden entwickelt.

Mich konnte dieses Buch von der allerersten Seite in den Bann ziehen. Es ist vielschichtig, spannend und bewegend! Auch wenn es die Liebesgeschichte für mich persönlich nicht gebraucht hätte, halte ich dieses Werk doch für eins der Stärksten von Nora Roberts!



Ein düsterer Tag und seine Konsequenzen für Opfer und Täter. Mich hat dieser vielschichtige  Roman nicht nur unterhalten, sondern auch bewegt. Eine klare Empfehlung!

Ich vergebe 5 von 5.


Freitag, 5. April 2024

[Rezension] Der Engel mit den schwarzen Flügeln - Petra Hammesfahr

 


 Titel: Der Engel mit den schwarzen Flügeln

Autor:  Petra Hammesfahr

Genre: Roman, Thriller

Erscheinungsjahr: 2000
Seitenzahl: 333
Cover: © Bastei Lübbe
Begonnen: 16.03.2024
Beendet: 19.03.2024


Kronbusch ist ein echtes Wohnparadies. Angela liebt das Leben dort, das sie mit vielen Freizeitaktivitäten füllt. Doch dann kommt es zum ersten Selbstmord und Angela wird zurück in ihre Vergangenheit katapultiert. Plötzlich ist sie kein Engel mehr ...

Ich mag Petra Hammesfahrs Bücher noch immer sehr gerne, auch wenn ich schon einige Schwächere Werke gelesen habe. Auch "Der Engel mit den schwarzen Flügeln" hat mich leider nicht so recht abholen können, obwohl mir die Grundstory ausgesprochen gut gefallen hat, geht es doch um eine augenscheinlich perfekte Siedlung, in der das Grauen schleichend Einzug hält.

Leider verliert sich die Autorin in diesem Buch immer wieder in der recht wirr erzählten Vergangenheit ihrer Protagonistin. Mit Angela hatte ich von Anfang an große Probleme und ihre Abschnitte empfand ich auch als ausgesprochen schwierig zu lesen. Auch die Beziehung zu ihrem Mann Martin fand ich irgendwie recht oberflächlich, dafür, dass die beiden einander immer wieder beteuern, wie sehr sie sich lieben.

Die Entwicklungen haben mich überrascht und sind untypisch für Hammesfahr, die sonst eher für Psychothriller und Krimis bekannt ist. Hier hat mich alles leicht an Stephen Kings "Carrie" erinnert und teilweise war sogar Potential für eine gruselige Stimmung da, doch das verpufft für mich leider zu oft. Vieles ist schnell offensichtlich und obwohl ich das Telekinese-Thema liebe, war es für mich hier nicht wirklich gut und glaubhaft eingebaut. Für mich war dieses Buch leider eines der schwächsten Werke, das ich bisher von Petra Hammesfahr gelesen habe. 


Das Thema Telekinese ist sonst für mich eigentlich immer recht spannend, hier konnte es mich aber nicht so recht abholen, da mir die Story zu wirr und unausgeglichen war. 

Ich vergebe 2 von 5.



Mittwoch, 3. April 2024

[Rezension] Jeder Schritt von dir - Christine Fehér

 


Titel: Jeder Schritt von dir

Autor:  Christine Fehér

Genre: Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2009
Seitenzahl: 224
Cover: © cbt
Begonnen: 13.03.2024
Beendet: 15.03.2024


Alexandra himmelt einen Fernsehstar an und lernt dann Arved kennen, der diesem sehr ähnelt. Sofort ist sie felsenfest davon überzeugt, dass sie für einander bestimmt sind. Blöd nur, dass Arved bereits eine Freundin hat, doch davon lässt sich Alexandra nicht abhalten. Sie bombardiert Arved mit SMS, Briefen und Anrufen. Schließlich verfolgt sie jeden seiner Schritte ...

"Jeder Schritt von dir" nähert sich dem Stalking-Thema sehr sensibel sowohl von der Täter- als auch der Opfersicht an. Wir leben erst einmal Alexandra kennen, die als Kind vom Vater verlassen wurde und sich seitdem danach sehnt, wirklich geliebt zu werden. Relativ schnell ist sie Besessen von der Liebe und auch von Arved. 

Auch Arveds Reaktionen werden hier genau durchleuchtet. Obwohl Alexandras aufdringliches Verhalten natürlich nicht richtig ist, macht auch er Fehler indem er ihr näher kommt und anfangs keine klaren Worte findet, um sie auf Abstand zu halten.
Ich fand es hier sehr spannend, beide Sichten zu erleben und auch zu sehen, wie Arveds Umfeld auf das Stalking reagiert. Anfangs wird dieses nicht ernst genommen, denn schließlich ist Alexandra "nur" ein Mädchen.

Ich empfand "Jeder Schritt von dir" als fesselnden Jugendroman, der ein sehr wichtiges Thema von vielen Seiten beleuchtet. Dabei unterhält die Geschichte nicht nur, sondern zeigt auch sehr schön den Prozess hinter solch einer Obsession auf. Ein starkes Werk!



"Jeder Schritt von dir" ist ein spannender Jugendroman, in dem Liebe zur Besessenheit wird und ihn Stalking gipfelt! Toll, dass hier alle Seiten durchleuchtet werden!

Ich vergebe 5 von 5.


Montag, 1. April 2024

[Leserunde] Nacht über Eden - V.C. Andrews

 Wir sind nun schon beim vierten Band der Casteel-Saga von V.C. Andrews angelangt. Wer spontan noch mit einsteigen will, kann das gerne jederzeit tun! Wir freuen uns, gemeinsam die düstere und auch sehr erschreckende Geschichte der Casteels zu verfolgen!




Wer liest mit?

Nicole von Zeit für neue Genres

Andrea von Leseblick

Martina von Martinas Buchwelten

und meine Wenigkeit ;)


Leseabschnitte

1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 6

2. Abschnitt: Kapitel 7 bis Kapitel 11

3. Abschnitt: Kapitel 12 bis Kapitel 15

4. Abschnitt: Kapitel 16 bis Kapitel 19

5. Abschnitt: Kapitel 20 bis Ende


Ich wünsche uns allen viel Spaß und eine rege Diskussion!

Samstag, 30. März 2024

[Rezension] Über uns die Sterne - Kate Glanville

 


Titel: Über uns die Sterne

Autor:  Kate Glanville

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2016
Seitenzahl: 400
Cover: © Lübbe
Begonnen: 12.03.2024
Beendet: 15.03.2024


Alexandra himmelt einen Fernsehstar an und lernt dann Arved kennen, der diesem sehr ähnelt. Sofort ist sie felsenfest davon überzeugt, dass sie für einander bestimmt sind. Blöd nur, dass Arved bereits eine Freundin hat, doch davon lässt sich Alexandra nicht abhalten. Sie bombardiert Arved mit SMS, Briefen und Anrufen. Schließlich verfolgt sie jeden seiner Schritte ...

"Jeder Schritt von dir" nähert sich dem Stalking-Thema sehr sensibel sowohl von der Täter- als auch der Opfersicht an. Wir leben erst einmal Alexandra kennen, die als Kind vom Vater verlassen wurde und sich seitdem danach sehnt, wirklich geliebt zu werden. Relativ schnell ist sie Besessen von der Liebe und auch von Arved. 

Auch Arveds Reaktionen werden hier genau durchleuchtet. Obwohl Alexandras aufdringliches Verhalten natürlich nicht richtig ist, macht auch er Fehler indem er ihr näher kommt und anfangs keine klaren Worte findet, um sie auf Abstand zu halten.
Ich fand es hier sehr spannend, beide Sichten zu erleben und auch zu sehen, wie Arveds Umfeld auf das Stalking reagiert. Anfangs wird dieses nicht ernst genommen, denn schließlich ist Alexandra "nur" ein Mädchen.

Ich empfand "Jeder Schritt von dir" als fesselnden Jugendroman, der ein sehr wichtiges Thema von vielen Seiten beleuchtet. Dabei unterhält die Geschichte nicht nur, sondern zeigt auch sehr schön den Prozess hinter solch einer Obsession auf. Ein starkes Werk!



"Jeder Schritt von dir" ist ein spannender Jugendroman, in dem Liebe zur Besessenheit wird und ihn Stalking gipfelt! Toll, dass hier alle Seiten durchleuchtet werden!

Ich vergebe 4 von 5.


Donnerstag, 28. März 2024

[Rezension] Der Geschichtenerzähler - Patricia Highsmith

 


Titel: Der Geschichtenerzähler

Autor:  Patricia Highsmith

Genre: Roman, Krimi

Erscheinungsjahr: 1977
Seitenzahl: 217
Cover: © Diogenes
Begonnen: 09.03.2024
Beendet: 13.03.2024


Sydney und Alicia leben recht einsam in einem Haus in England und spüren beide, dass ihre Ehe so gut wie vorbei ist. Syd, der als Schriftsteller arbeitet, ertappt dich immer wieder, wie er sich ausmalt, Alicia umzubringen. Als Alicia scheinbar spurlos verschwindet und Syd sich selbst in seinen Gedanken verliert, beginnt er, sich für einen Mörder zu halten und auch die Leute sind schnell davon überzeugt, dass er seine Frau umgebracht hat ...

Mal wieder durfte ich ein Buch meiner Lieblingsautorin verschlingen, das mir - was mein eigenes Schreiben betrifft - mal wieder einen Motivationsschub verpasst hat. Mit Syd konnte ich mich hier gleich identifizieren. Er lebt in seiner eigenen Welt, denkt sich Geschichten aus und schreibt sowohl an einem Buch, als auch mit einem Freund an einer Fernsehshow. Gleichzeitig stellt er sich immer wieder vor, wie er seine Frau tötet. Dabei verliert er sich immer mehr in seiner eigenen Fantasie.

Als Alicia eine Auszeit nehmen will und sich weder bei ihrer Familie noch bei ihren Freunden meldet, rückt Syd schnell in den Fokus der Verdächtigungen, denn seine Nachbarin hat gesehen, wie er einen Teppich fortgeschafft hat. Ein Teppich, in dem eine Leiche versteckt sein könnte? 

Patricia Highsmith hat hier einen eindringlichen Roman verfasst, der sehr schön aufzeigt, wie schnell ein Mensch, der nicht ganz der Norm entspricht, ins Zentrum der Verdächtigungen geraten kann und selbst von Freunden und Bekannten als Mörder betrachtet wird. Ich habe Syd bewundert, der trotz allem immer noch einen kühlen Kopf bewahren konnte und seinem eigenen Charakter treu geblieben ist. Er ist ein spannender und vielschichtiger Protagonist, dem viel zuzutrauen ist, dem man als Leser aber gleichzeitig viel verzeihen kann. Bis zum Ende bleibt der Roman fesselnd und gipfelt dann in einem tragischen, aber wirklich sehr passenden Ende!




"Der Geschichtenzähler" ist ein weiterer grandioser Roman von Patricia Highsmith, der sich damit beschäftigt, wie schnell ein Mensch als Mörder abgestempelt wird und wie schnell dieser Strudel dann einen ganz eigenen Sog entwickelt. Ein grandioses Werk!


Ich vergebe 5 von 5.