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Montag, 27. Juli 2026

[Rezension] Das Labyrinth der träumenden Bücher - Walter Moers

  


Titel: Das Labyrinth der träumenden Bücher 

Autor:  Walter Moers

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2004

Seitenzahl: 432
Cover: © Knaus

Begonnen: 24.06.2026
Beendet: 28.06.2026


Da mich "Die Stadt der träumenden Bücher" regelrecht umgehauen hat, wollte ich direkt in die Fortsetzung eintauchen, was bei mir - als Leser, der keine Reihen mag - absolut selten ist. Die Geschichte spielt nun 200 Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Band. Hildegunst von Mythenmetz ist nun ein gefeierter Schrifsteller, hat jedoch seine Inspiration verloren und schreibt ohne echte Leidrnschaft. Als er einen Brief mit einem schlechten Manuskript und einer eindeutigen Botschaft bekommt, macht er sich auf den Weg nach Buchhaim, das nach dem Brand neu errichtet wurde.

Vom Stil und der Sprache besitzt diese Fortsetzung auf jeden Fall dasselbe Niveau wie der Vorgänger und auch die Illustrationen haben mir wieder gut gefallen. Leider ist die Handlung in diesem Buch wirklich sehr dünn und ein echtes Abenteuer erwartet den Leser hier leider auch nicht. Stattdessen erkunden wir Buchhaim und werden praktisch mit Fakten bombardiert.

Sehr ausschweifend wird auch der Puppetismus behandelt. Mythenmetz scheint - wie es sich für einen Autor gehört - regelrecht besessen von dem Thema zu sein. In seinem Nachwort entschuldigt sich der Autor selbst für die Ausschweifungen, aber irgendwie hat es für mich dennoch meine Euphorie für Zamonien etwas gedämpft.

Eigentlich ist es recht sympathisch und menschlich, dass dieser Teil nun so viele Schwächen aufweist. Das passt sogar ganz gut zu einem Schriftsteller, der die Inspiration und Liebe zum Schreiben verloren hat. Ich war von diesem Buch aber dennoch sehr enttäuscht, besonders da die Geschichte wohl erst im dritten Teil, den ich nicht besitzte, wirklich beginnt und mir hier alles recht leblos vorkam ...




Leider besitzt der zweite Band kein echtes Abenteuer und beschäftigt sich nur mit Buchhaim und dem Puppetismus und das auf sehr trockene, leblose Art. Schade!

Ich vergebe 3 von 5.

Donnerstag, 23. Juli 2026

[Rezension] Die Stadt der träumenden Bücher - Walter Moers


 Titel: Die Stadt der träumenden Bücher 

Autor:  Walter Moers

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2004

Seitenzahl: 464
Cover: © Piper



Begonnen: 21.06.2026
Beendet: 24.06.2026


Zum Start meines neuen Lesetagebuchs habe ich mir ein Buch ausgesucht, bei dem ich schon im Gefühl hatte, dass es ein einzigartiges Leseerlebnis sein wird. Tatsächlich erwartete mich ein echtes Abenteuer, das mit jedem Umblättern neue Überraschungen offenbarte und mich noch tiefer in meine geliebte Welt der Bücher hineinzog.

Walter Moers hat mit Zamonien eine Welt erschaffen, die jeder Leser einfach lieben muss. Gemeinsam mit dem Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz reisen wir nach Buchhaim, um uns auf die Suche nach dem Verfasser eines geheimnisvollen und viel zu perfekten Manuskript zu begeben. Hildegunst muss dabei einige Gefahren bestehen und das unterirdische Labyrinth überleben, in dem nicht nur Buchlinge, Bücherwurm und Harpyre lauern, sondern auch noch der Schattenkönig auf ihn wartet. 

Mich hat dieser detaillierte Welt, in der aich alles um Literatur dreht, direkt in den Bann gezogen. Die Illustrationen sind stimmig und ziehen den Leser immer tiefer in die Geschichte hinein, von der ich hoffe, dass sie niemals zu Ende gehen wird. Walter Moers Umgang mit Worten hat mich umgehauen und bei mir ein ähnliches Gefühl erzeugt wie das rätselhafte Manuskript, denn ich habe mih gefragt, ob ich als Schriftstellerin jemals auch nur ansatzweise dieses Niveau erreichen könnte.

Der Autor lässt nicht nur die zahlreichen Orten, die Hildegunst besucht, lebendig werden, sondern auch die skurillsten Geschöpfe. Sein Ideenreichtum scheint nahezu grenzenlos zu sein. Für mich war "Die Stadt der Träume Bücher" ein großes Highlight und so stark, dass ich direkt in den zweiten Band eintauchen möchte, weil ich Zamonien bereits vermisse!




Ein einzigartiges Leseerlebnis, bei dem man saß Gefühl hat, mit jedem Umblättern tiefer in die Geschichte hineingezogen zu werden. Ein Meisterwerk, das jeder gelesen haben sollte, der Literatur liebt!

Ich vergebe 5 von 5 mit Extratropfen.

Sonntag, 12. Juli 2026

[Rezension] Mortlock - Jon Mayhew

 


Titel:  Mortlock

Autor:  Jon Mayhew

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 384
Cover: © Aufbau Verlag

Begonnen: 10.06.2026
Beendet: 13.06.2026


Fantasy ist ja sonst nicht mein bevorzugtes Genre, doch ich versuche immer wieder, auch hier ein paar Schätze zu finden. Zu "Mortlock" von Jon Mayhew gibt es keinerlei Rezensionen im Internet  und genau das hat mein Interesse geweckt. Das Buch hat mich tatsächlich direkt packen können, denn es wird erst einmal die Geschichte einer geheimnisvollen Blume mit dem Namen Amarant erzählt. Drei Freunde wollen die Blumen und die damit verbundene Macht haben, doch erkennen dann die Gefahr und leisten einen Schwur, damit niemand die Amarant an sich reißt.

Viele Jahre später lernen wir Josie kennen, die bei ihrem Onkel, der einer der drei Freunde ist, lebt. Sie ist Messerwerferin in einen Varieté und hört zum ersten Mal von der Blume, als drei seltsame Tanten auftauchen und ihr Onkel stirbt. Für Josie beginnt ein großes Abenteuer, bei dem sie sowohl ihren Vater als auch ihre Herkunft kennenlernt.

Mir gefiel die kreative Ausgangslage von diesem Buch sehr und dachte, tatsächlich mal wieder auf einen Schatz gestoßen zu sein. Die Jagd nach der Amarant besitzt ein ordentliches Tempo, das für mich allerdings zum größten Problem wurde. Alles überschlägt sich nämlich irgendwann und verpufft dann in ein Ende, das kaum unspektakulärer sein könnte. Ich war doch sehr enttäuscht darüber, wie einfach es sich der Autor macht. 

Josie fand ich sympathisch, auch wenn es mir bei ihr doch an Tiefe gefehlt hat. Auch ihren Bruder lernt man leider nur recht oberflächlich kennen und letztendlich sind es auch gar nicht die beiden, die das ganze Problem mit der Amarant lösen. Schade ist zudem, dass dies wohl der erste Teil einer Reihe ist, von der ist im Deutschen jedoch nur diesen Auftakt gibt. Wer sich für die ganze Reihe interessiert, sollte also eventuell lieber gleich mit dem Original starten.


Mut Fantasy tue ich mich ja nach wie vor sehr schwer, war hier aber überrascht, wie gut ich doch in der sehr kreativen Geschichte ankam. Leider kam ich mit dem Tempo nicht klar und das Ende war mir viel zu unspektakulär ...

Ich vergebe 3 von 5.

Donnerstag, 7. Mai 2026

[Rezension] Biss zum ersten Sonnenstrahl - Das kurze zweite Leben der Bree Tanner - Stephenie Meyer

 


   Titel: Biss zum ersten Sonnenstrahl - Das kurze zweite Leben der Bree Tanner

Autor:  Stephenie Meyer

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2010

Seitenzahl: 208
Cover: © Carlsen
Begonnen: 09.04.2026
Beendet: 13.04.2026


Ich bin schon seit meiner Jugend ein großer Fan der Twilight-Saga und so habe ich dieses Buch mal mitgenommen, als es mir in einem öffentlichen Bücherschrank in die Hände fiel. Hier erfahren wir das Geschehen nämlich einmal aus der Sicht einer neugeborenen Vampirin, für die das Trinken von Blut etwas vollkommen normales ist.

Bree war in "Biss zum Abendrot" nur ein recht kleiner Nebencharakter, bekommt hier aber nun eine eigene Story. Sie ist Teil von Rileys Armee und freundet sich mit Diego an, der zu ihrem einzigen Vertrauten wird. Mit ihm gemeinsam beginnt sie, gewisse Dinge zu hinterfragen und deckt dabei auch Rileys Lügen auf.

Das relativ dünne Büchlein liest sich sehr leicht und es passiert auch relativ viel auf einmal, denn wie verfolgen nur eine sehr kurze Zeitspanne in Brees neuem Leben als Vampirin. Das erzeugt zwar eine gewisse Spannung, aber der Leser dieses Buches weiß natürlich schon viel mehr als die Protagonistin. Überraschungen gibt es nicht und es ist auch kein Platz für echte Charakterentwicklung.

Natürlich treffen wir hier auch auf einige Bekannte. Mir gefiel es, diese Mal aus einer anderen Sicht zu betrachten, aber ich halte "Biss zum ersten Sonnenstrahl" nicht unbedingt für ein Must-Read. Vermutlich werde ich dieses Buch auch relativ schnell wieder vergessen haben, da ich emotional keine echte Beziehung zu Bree aufbauen konnte. Dabei steckt in ihr - wie Stephenie Meyer es auch erkannt hat - sehr viel Potenzial!


Als großer Fan der Twilight-Saga muss ich sagen, dass dieser Blickwinkel zwar interessant ist, man das Buch aber nicht unbedingt als Ergänzung braucht ...

Ich vergebe 3 von 5.

Samstag, 28. März 2026

[Rezension] Hüter der fünf Leben - Nica Stevens

 


 Titel: Hüter der fünf Leben

Autor:  Nica Stevens

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 288
Cover: © Carlsen
Begonnen: 02.03.2026
Beendet: 11.03.2026



Mit Fantasy tue ich mich ja immer etwas schwer. Dennoch habe ich dieses Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen, denn es hat mich angesprochen, dass die Protagonist Vivirn hier in einen kanadischen Nationalpark reist und dort auf Liam trifft, den sie schon seit Kindertagen kennt, doch der sich ihr nie angenähert. 

In diesem Jahr wirkt Liam besonders geheimnisvoll. Er verbringt viel Zeit in der Wildnis und hat ein seltsames, leuchtendes Mal auf der Brust. Mit dieser Entdeckung beginnt auch das große Abenteuer in diesem Buch, denn Vivien ergründet mit Liam gemeinsam seine Vergangenheit und kommt dadurch den "Hütern der fünf Leben" auf die Spur.

Ich fand die Geschichte sehr kreativ und einzigartig. Zudem erzählt die Autorin alles sehr flott und verzichtet darauf, aus der ganzen Idee eine Reihe zu machen. Langeweile kam bei mir zu keinem Zeitpunkt auf, allerdings fühlte es sich ein wenig so an, als würde gewisse Handlungen zu schnell erzählt werden. Gerade das Vertraute zwischen Liam und Vivien kam mir zu schnell. Daher konnte ich die Emotionen zwischen den Beiden nicht wirklich spüren.

Dennoch hat mich das Buch auf jeden Fall positiv überrascht und bis zur letzten Seite in den Bann ziehen können. Ich kann sie daher auch Lesern empfehlen, die auch etwas Schwierigkeiten mit dem Fantasygenre haben!


Ein origineller und einzigartiger Fantasyroman mit interessanten Protagonisten und einer spannenden Handlung. Manches wird nur eine Spur zu schnell erzählt ...

Ich vergebe 4 von 5.

Montag, 16. Februar 2026

[Rezension] Süßer Mond: Die dunklen Wächter - Rachel Hawthorne

 


Titel: Süßer Mond: Die dunklen Wächter

Autor:  Rachel Hawthorne

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2010

Seitenzahl: 256
Cover: © Goldmann
Begonnen: 26.01.2026
Beendet: 28.01.2026


Fantasybücher lese ich relativ selten, da mir oft der Zugang zu den Welten fehlt, doch da ich Werwölfe mag, musste ich dieses Buch - das natürlich der erste Teil einer Reihe ist - einfach einmal ausprobieren und was soll ich sagen? Mir hat das Buch, das sogar definitiv "Twilight"-Vibes besitzt, echt gut gefallen.

Die Geschichte ist einfach aufgebaut und der Stil schnörkellos und leicht. So ist man direkt in der Handlung drin, die sich um Kayla dreht, die den Sommer als "Sherpa" in einem Wald arbeitet. Über die Bezeichnung "Sherpa" für die Jugendlichen, die hier als Wildnisführer arbeiten, bin ich anfangs erst mal gestolpert, kam sie mir doch etwas deplatziert vor. Ich fand die Idee hinter diesem Job aber ganz passend.

Kayla kehrt auf diese Weise in den Wald zurück, in dem ihre Eltern einst ums Leben kam und fühlt sich sofort zu Lucas hingezogen. Da sie ihn jedoch für unerreichbar hält, fängt sie etwas mit einem anderen Jungen an. Das Werwolfs- beziehungsweise Gestaltwandler-Thema wird hier sehr interessant eingebaut und es gibt auch einige kleinere Überraschungen. Zudem kommt die Geschichte ganz ohne Kitsch aus, besitzt aber dennoch starke Momente zwischen den beiden Protagonisten. Ich bin positiv überrascht von diesem Reihenauftakt und dieser beschriebenen Welt. Die Fortsetzungen würde ich tatsächlich lesen, wenn sie mir in die Hände fallen!


Ein einfach aufgebaute Werwolfsgeschichte mit "Twilight"-Vibes, die auf jeden Fall zu unterhalten weiß und mich positiv überrascht hat! 
 
Ich vergebe 5 von 5.

Samstag, 2. November 2024

[Rezension] Everflame 1 - Feuerprobe - Josephine Angelini

 


Titel: Everflame, Band 1, Feuerprobe

Autor:  Josephine Angelini

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Erscheinungsjahr: 2014

Seitenzahl: 480
Cover: © Dressler
Begonnen: 01.10.2024
Beendet: 05.10.2024


Lily leidet an einer Vielzahl von Allergien, die ihr Leben komplett einschränken. Ihr bester Freund Tristan ist ihr ein großer Trost. Schon lange ist sie in ihn verliebt, doch er ist noch nicht bereit, sich an ein einziges Mädchen zu binden. In einer ereignisreichen Partynacht findet sich Lily plötzlich in einer anderen Welt wieder, in der es Hexen gibt und sie ihrer eigenen Doppelgänger begegnet ...

"Everflame - Feuerprobe ist der erste Teil einer Trilogie. In dieses Buch habe ich vor vielen Jahren schon einmal hineingelesen, es jedoch recht schnell abgebrochen, da ich mit der anderen Welt, in der Lily sich plötzlich zurechtfinden muss, nicht warm wurde. Leider wurde ich nun auch beim zweiten Lesen nicht so recht warm mit der Story. Dieses Mal habe ich mich aber bis zum Ende gekämpft.

In dieser anderen, alternativen Welt geht es um einen großen Krieg, der bald seinen Anfang nehmen wird und Lily ist erst einmal recht lange auf der Flucht, auf der sie dann lernt, selbst Magie einzusetzen. Die Charaktere sind durchaus gelungen, besonders Rowan, der zu Lilys Weggefährten wird. Auch die Ideen rund um Salem, die dreizehn Städte und auch die Macht, die alle Hexen über die Bevölkerung haben, fand ich originell, denn es gibt hier viel Platz für Kritik an unserer Welt.

Die Hitze und Energie, die von Lily ausgeht, war für mich dennoch nicht spürbar. Zu lang war für mich ihre Flucht, zu eintönig der Weg zum großen Finale, das natürlich mit einem offenen Ende Lust auf den zweiten Teil machen soll. Auf diesen werde ich allerdings verzichten.



Mich konnte dieses Buch, das ich vor Jahren abgebrochen hatte, nun auch nicht so in den Bann ziehen, obwohl die Autorin einige grandiose Ideen einbaut und die Charaktere sympathisch sind ...

Ich vergebe 3 von 5.



Freitag, 27. September 2024

[Rezension] Zweilicht - Nina Blazon

 


Titel: Zweilicht

Autor:  Nina Blazon

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2011

Seitenzahl: 416
Cover: © cbt
Begonnen: 25.08.2024
Beendet: 28.08.2024


Jay, der gerade erst als Austauschschüler nach New York gekommen ist, findet sich nicht nur zwischen zwei geheimnisvollen Mädchen wieder, sondern auch zwischen zwei Realitäten. So beginnt das wohl größte Abenteuer seines Lebens ...

Nina Blazon hat mir schon einige wundervolle Lesestunden beschert und so war ich froh, mal wieder ein Buch von ihr entdeckt zu haben. Die Geschichte rund um Jay, die zwei Wirklichkeiten mit dem Mondmädchen und der erbarmungslosen Jagd besitzt viele originelle Einfälle, war mir allerdings etwas zu distanziert erzählt.

Mit Jay wurde ich leider das ganze Buch über nicht warm, da ich bei ihm keine echten Emotionen spüren konnte. Seine Verwirrung war für mich ansteckend und obwohl die Autorin eine wirklich interessante Wendung einbaut, konnte ich bis zum Ende die ganze Welt beziehungsweise die Welten nicht so recht greifen. Ich kam mir vor, als wäre ich auf der ersten Seite ins eiskalte Wasser geworfen und bei dem Versuch, mich an die Charaktere zu klammern noch weiter untergegangen. Die Charaktere waren nämlich durchwegs sehr interessant, aber es fehlte ihnen einfach an Tiefe. Viele wirken nur, als wären sie Mittel zum Zweck.

"Zweilicht" besitzt auf jeden Fall sehr starke Momente und mir gefiel auch die Anspielungen auf "Romeo und Julia" sowie die Überraschung, was die beiden Mädchen anbelangt. Nur war es mir letztendlich zu viel Action und viel zu wenig Tiefe. Ich empfand andere Bücher der Autorin als deutlich spannender!


Nina Blazon verbindet in "Zwielicht" viele interessante Ideen, konnte mich aber nicht so recht abholen, weil mir alles zu verwirrend und distanziert geschildert war. 

Ich vergebe 3 von 5.


Dienstag, 20. August 2024

[Rezension] Schattenblüte - Die Verborgenen - Nora Melling

 


Titel: Schattenblüte - Die Verborgenen

Autor:  Nora Melling

Genre: Fantasy, Dark Fantasy

Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 352
Cover: © Rowohlt
Begonnen: 15.07.2024
Beendet: 18.07.2024


Luisa ertrinkt förmlich in der Trauer um ihren jüngeren Bruder, der vor kurzem verstorben ist und beschließt, sich das Leben zu nehmen. Doch ein geheimnisvoller Junge namens Thursen hält sie davon ab und Luisa stößt zu anderen Leuten, die im Wald leben und sich in Wölfe verwandelt können. Schnell erkennt sie, dass auch Thursen zu diesem Rudel gehört und sich irgendwann nicht mehr zurück in einen Menschen verwandeln kann ...

Von Luisa geht von Anfang an eine gewisse Melancholie aus. Ihr Schmerz sickert förmlich durch die Seiten und das hat mich von Anfang an stark an die Geschichte gekettet. Spannend sind dann auch die "Verborgenen", die im Wald leben und ihr menschliches Leben kompletthinter sich lassen wollen. Luisa passt natürlich von Anfang an perfekt dazu. 

Das Kennenlernen zwischen Luisa und Thursen lief mir allerdings eine Spur zu schnell ab. Kaum haben sie ein paar Worte gewechselt scheint es hier schon die große Liebe zu sein. Das hat mich gerade zum Anfang an etwas gestört und ich hatte nach dem relativ frühen Kuss dann auch irgendwie das Bedürfnis, das Buch abzubrechen. Ich bin allerdings froh, es nicht getan zu haben, denn die Geschichte wird noch sehr spannend, tragisch und berührend. Mir gefiel besonders Luisa Kampf um jeden einzelnen Tag mit Thursen, aber auch ihre eigenen Entwicklungen zu einem Menschen, der plötzlich sieht, wie wundervoll das Leben sein kann.

Mich hat Nora Melling mit diesem Buch auf jeden Fall mitreißen können und ich würde auch direkt den zweiten Band lesen, wenn er mir einmal in die Hände gefällt. Trotz der etwas zu schnell ablaufender Lovestory war dies eine wirklich originelle und mutige Werwolfgeschichte!




Auch wenn ich durch die etwas zu schnell zueinanderfindenen Protagonisten kurz einen Hänger bei diesem Buch hatte, muss ich doch sagen, dass mich die originelle Story echt mitreißen konnte. Mal eine ganz andere Art der Werwolfgeschichte!

Ich vergebe 4 von 5.

Freitag, 2. August 2024

[Rezension] House of Night - Gezeichnet - Kristin Cast und P.C. Cast

 


Titel: House of Night - Gezeichnet (Band 1)

Autor:  Kristin Cast & P.C. Cast

Genre: Fantasy, Jugendbuch

Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 464
Cover: © Bastei Lübbe
Begonnen: 28.06.2024
Beendet: 02.07.2024


Urplötzlich taucht ein mysteriöses Zeichen auf der Stirn der 16-jährigen Zoey auf und ihr ist klar, dass sie gezeichnet wurde und damit in House of Night eine Ausbildung zum Vampyr absolvieren muss. Doch schnell wird klar, dass Zoe keine normale Jungvampyrin, nein, sie hat ganz besondere Fähigkeiten und Kräfte ...

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir gut. Sehr schnell wird der Leser gemeinsam mit Zoe ins eiskalte Wasser geworfen und muss sich mit ihr in dem Vampyrinternat zurechtfinden. Die vielen Ideen des Autorenduos gefielen mir hier ausgesprochen gut, vor allem, was den Unterricht, die Rituale und auch die Geschichte der Göttin Nyx anbelangt.

Dieser erste Band dient wohl in erster Linie dazu, das Internat und auch die ganzen Hintergründe der Vampyre zu beleuchten. Die Charaktere kamen mir hier ein wenig zu kurz, vor allem Zoe, die ich noch nicht so recht ins Herz schließen konnte, weil sie mir oft zu gehässig und verurteilend war, obwohl sie genau das an an Aphrodite die ganze Zeit kritisiert. Die kleine Liebesgeschichte in diesem Buch war zum Glück nicht besonders füllend, denn so recht verstehen, was Zoe an diesem Typen findet, konnte ich nicht. Für die beiden sehe ich da keine echte Zukunft.

Ich empfand den ersten Band der doch sehr langen Reihe als durchaus interessant, habe mich jedoch entschieden, sie nicht fortzusetzen, da sie mich doch nicht so fesseln konnte, dass ich wirklich motiviert bin, alle Teile zu lesen. Ich bin dennoch froh, hier einmal einen Einblick in das "House of Night" bekommen zu haben!



Der erste Band dieser Reihe verbindet viele kreative Ideen und besitzt mit dem Vampyrinternat einen tollen Schauplatz, nur die Charaktere kommen hier doch etwas zu kurz ...


Ich vergebe 4 von 5.


Sonntag, 24. März 2024

[Rezension] Schattenlord - Gestrandet in der Anderswelt - Susan Schwartz


 Titel: Schattenlord - Gestrandet in der Anderswelt

Autor:  Susan Schwartz

Genre: Roman, Fantasy

Erscheinungsjahr: 2011
Seitenzahl: 306
Cover: © RM Buch und Medien Vertrieb GmbH
Begonnen: 05.03.2024
Beendet: 09.03.2024


Auf dem Rückflug von den Bahamas fliegt das Flugzeug in ein rätselhaftes Loch und stürzt schließlich in einer fremden Welt ab. Die Passagiere, unter denen sich auch Laura und Zoe befinden, finden sich in einer seltsamen Wüste wieder, müssen ums Überleben kämpfen und sich schließlich auch mit den Bewohnern dieser Welt auseinandersetzen ...

"Schattenlord - Gestrandet in der Anderswelt" ist der erste Band einer Reihe, die 15 Bände umfasst. Zufällig fiel mir dieser erste Teil in einem Bücherschrank in die Hände und da es ein wenig nach der Serie "Lost" klang, habe ich mich einmal auf die Geschichte eingelassen - auch wenn ich die anderen Teile wohl nie lesen werde, da ich kein Fan von Reihen bin.

Der Schreibstil von Susan Schwartz ist sehr angenehm und es gibt hier einige interessante Charaktere unter den Überlebenden. Auch die Welt ist sehr fantasievoll beschrieben, auch wenn nich unklar ist, was genau es mit dem Schattenlord auf sich hat. 

Laura ist hier mehr oder weniger die Protagonistin, die mir im Gegensatz zu anderen Personen aber noch etwas blass erschien. In den nächsten Teilen ist aber sicherlich noch genug Zeit, um ihren Charakter zu formen. Die Geschichte bleibt sehr geheimnisvoll und hat mich - bis auf die Kampfszenen - überraschend gut unterhalten. Ein wenig Luft nach oben ist hier noch, gerade auch was das Einbauen von Überraschungen/Wendungen anbelangt. Wer weiß, ob mir irgendwann noch ein weiter Teil in die Hände fällt ...



"Schattenlord - Gestrandet in der Anderswelt" ist ein interessanter und kreativer Auftakt einer Fantasyreihe, die ich aufgrund der Länge aber wohl nicht komplett lesen werde ...

Ich vergebe 4 von 5.