Titel: Das Labyrinth der träumenden Bücher
Autor: Walter Moers
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2004
Seitenzahl: 432
Cover: © Knaus
Begonnen: 24.06.2026
Beendet: 28.06.2026
Da mich "Die Stadt der träumenden Bücher" regelrecht umgehauen hat, wollte ich direkt in die Fortsetzung eintauchen, was bei mir - als Leser, der keine Reihen mag - absolut selten ist. Die Geschichte spielt nun 200 Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Band. Hildegunst von Mythenmetz ist nun ein gefeierter Schrifsteller, hat jedoch seine Inspiration verloren und schreibt ohne echte Leidrnschaft. Als er einen Brief mit einem schlechten Manuskript und einer eindeutigen Botschaft bekommt, macht er sich auf den Weg nach Buchhaim, das nach dem Brand neu errichtet wurde.
Vom Stil und der Sprache besitzt diese Fortsetzung auf jeden Fall dasselbe Niveau wie der Vorgänger und auch die Illustrationen haben mir wieder gut gefallen. Leider ist die Handlung in diesem Buch wirklich sehr dünn und ein echtes Abenteuer erwartet den Leser hier leider auch nicht. Stattdessen erkunden wir Buchhaim und werden praktisch mit Fakten bombardiert.
Sehr ausschweifend wird auch der Puppetismus behandelt. Mythenmetz scheint - wie es sich für einen Autor gehört - regelrecht besessen von dem Thema zu sein. In seinem Nachwort entschuldigt sich der Autor selbst für die Ausschweifungen, aber irgendwie hat es für mich dennoch meine Euphorie für Zamonien etwas gedämpft.
Eigentlich ist es recht sympathisch und menschlich, dass dieser Teil nun so viele Schwächen aufweist. Das passt sogar ganz gut zu einem Schriftsteller, der die Inspiration und Liebe zum Schreiben verloren hat. Ich war von diesem Buch aber dennoch sehr enttäuscht, besonders da die Geschichte wohl erst im dritten Teil, den ich nicht besitzte, wirklich beginnt und mir hier alles recht leblos vorkam ...




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