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Sonntag, 27. September 2026

[Rezension] Ein Drachen zum Fest - Gavin Black

 


Titel: Ein Drachen zum Fest

Autor:  Gavin Black

Genre: Krimi, Thriller

Erscheinungsjahr: 1987

Seitenzahl: 254
Cover: © Diogenes
Begonnen: 24.08.2026
Beendet: 26.08.2026


Ich habe mit diesem Buch begonnen und wusste gar nicht, dass es sich um einen Polit-Thriller handeln würde. Das ist ehrlich gesagt ein Genre, das mir gar nicht liegt und um das ich daher meistens einen großen Bogen mache. Dennoch wollte ich dem mir bisher unbekannten Schriftsteller eine Chance geben, denn die Geschichte beginnt sehr interessant.

Paul Harris, der wohl auch der Held anderer Werke von Gavin Black ist, reist ins neue China, um Schiffsmotoren zu verkaufen. Er nutzt die Chance, um eine alte Freundin zu besuchen, spürt jedoch gleich, dass er in dem Land nicht allzu willkommen zu sein scheint. Er wird nicht nur abgehört und überwacht, nein, plötzlich liegt auch noch eine Leiche in seinem Hotelzimmer. Ihm ist direkt klar, dass ihm dieser Mord angehängt werden soll ...

Als Protagonistin und großer Held hat mir der unerschrockende Paul Harris gefallen,  auch wenn spürbar ist, dass der Autor seine schützende Hand über ihn hält. Manchmal ist es mehr der Zufall, der ihn aus einer Schlägerei oder Schießerei unversehrt entkommen lässt. Mir gefiel der Einblick in ein China, in dem jeder Schritt überwacht wird und Intrigen gesponnen werden, um unerwünschte Menschen auszuschalten.

Ich war überrascht, dass mich dieses Werk doch letztendlich so gut unterhalten und zum Ende hin sogar überraschen konnte. Es steckt nämlich eine Person in den ganzen Machenschaften drin, die ich nicht erwartet hatte. Mein Lieblingsgenre wird es allerdings wohl eher nicht werden ...



Wohl mein erster Polit-Thriller, den ich komplett gelesen habe und der mich sogar überraschend gut unterhalten konnte!

Ich vergebe 4 von 5.

Dienstag, 22. September 2026

[Rezension] Die verschwundenen Studentinnen - Alex Michaelides

 


 Titel: Die verschwundenen Studentinnen 

Autor:  Alex Michaelides

Genre: Thriller, Krimi 

Erscheinungsjahr: 2021

Seitenzahl: 352
Cover: © Droemer

Begonnen: 18.08.2026
Beendet: 21.08.2026


Mariana, die als Traumatherapeutin arbeitet und besonders auf Gruppentherapien spezialisiert ist, wird von ihrer Nichte Zoe über einen Mord informiert. So kehrt Mariana an ihr früheres College im Cambridge zurück und ist sich sofort sicher, dass Professor Fosca der Mörder ist. Doch wie kann sie ihm die Tat nachweisen?

Mit "Die verschwundenen Studentinnen" habe ich mich von Anfang an schwer getan, obwohl der Stil sehr einfach und die Kapitel extrem kurz sind. Mariana als Therapeutin hätte eigentlich eine angenehme Protagonistin sein können, hätte ich bei ihr nicht pausenlos das Gefühl gehabt, dass sie sich überhaupt nicht für ihre Patienten interessiert. Bestes Beispiel ist hier Henry, der sie dringend braucht und so viele Hilfeschreie aussendet, von Mariana aber im Stich gelassen wird, damit diese ihre Nachforschungen in Ruhe anstellen kann.

Einen echten Bezug zu den Morden hat Mariana erst einmal nicht und so sind die Opfer für uns Leser auch nicht mehr als Namen. Es beginnt eine recht zähe Ermittlungsarbeit, die mit Psychologie und der griechischen Mythologie gewürzt wird. Das wirkt stellenweise recht trocken. Zu einem echten Thriller entwickelt sich das Buch nicht.

Einzig das Ende ist halbwegs überraschend, wenngleich ich nicht genau weiß, ob für mich wirklich alles zusammenpasste. Letztendlich war ich von diesem Buch allerdings stark enttäuscht, denn echte Spannung kam leider zu keinem einzigen Zeitpunkt auf.


Statt Spannung empfand ich bei diesem Thriller leider eher Langeweile und viel Unverständnis für die Protagonistin.

Ich vergebe 2 von 5.

Freitag, 18. September 2026

[Rezension] Mörderfinder - Die Spur der Mädchen - Arno Strobel

 


 Titel: Mörderfinder - Die Spur der Mädchen

Autor:  Arno Strobel

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2021

Seitenzahl: 342
Cover: © Fischer
Begonnen: 14.08.2026
Beendet: 17.08.2026


Mit Arno Strobel hatte ich nach einigen sehr schwachen Werken eigentlich schon abgeschlossen. Doch dann fand ich den ersten Teil seiner Krimireihe in einem Bücherschrank und konnte diesen auch noch in einer Leserunde lesen. Zum Glück habe ich Strobel noch eine Chance gegeben, denn "Mörderfinder - Die Spur der Mädchen" war seit langem mal wieder ein Thriller, der mich wirklich gepackt und mitgerissen hat.

Sehr unheimlich beginnt die Geschichte für einen Vater, der vor sechs Jahren seine Tochter verloren hat. Nun findet er Lenis Schulrucksack und andere persönliche Gegenstände, die andeuten, dass sie zurück sein könnte. Zeitgleich verschwinden wieder Kinder und es scheint, dass der Täter von damals wieder zuschlägt.

Als Ermittler tritt hier Max Bischoff auf, der eigentlich den Polizeidienst hinter sich gelassen hat und nun Dozent an einer Uni ist. Er bringt den Studenten bei, sich in die Täter hineinzuversetzen, wird nun aber von Lenis Vater beauftragt, herauszufinden, was geschehen ist. Dabei offenbart sich eine sehr grauenvoll Geschichte, die mich beim Lesen oft an meine Grenzen gebracht hat.

Sehr aufwühlend ist das Thema, geht es doch um Kinder, die misshandelt werden. Das hat mich an einigen Stellen echt an meine Grenzen gebracht und ein paar Mal sogar Übelkeit ausgelöst. 

Spannend bleibt die Tätersuche, die hier pausenlos zum Miträtseln einlädt. Teilweise lässt sich das Puzzle selbst zusammensetzen, da es nicht allzu viele Verdächtige gibt. Ich hatte in eine andere, etwas kompliziertere Richtung gedacht, war aber auch so mit dem stimmigen Ende zufrieden. Mit diesem Werk hat mich Arno Strobel wieder zurückerobert. Ich hoffe, noch weitere Teile der Reihe zu finden!



Ein spannender Thriller, der aufwühlt und mich ein paar Mal an meine Grenzen gebracht hat. Damit hat Strobel mich als Leser zurückgewonnen!

Ich vergebe 5 von 5.

Dienstag, 8. September 2026

[Rezension] Old Bones - Tote lügen nicht - Preston & Child

   


Titel: Old Bones - Tote lügen nie

Autor:  Preston & Child

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2020q

Seitenzahl: 394
Cover: © Knaur
Begonnen: 06.08.2026
Beendet: 10.08.2026


Lange ist es her, dass ich zuletzt ein Buch von Preston und Child gelesen habe, obwohl das Schriftsteller-Duo mich mit einigen sehr abenteuerlichen Geschichten sehr oft gut unterhalten könnte. "Old Bones" ist dabei wohl eine neuere Reihe, in der es sowohl um die Archäologin Nora Kelly als auch um die FBI-Agentin Corrie Swanson geht.

Thematisch hat mich dieses Buch direkt angesprochen, denn es geht um das verschollene Lager einer Gruppe von Siedlern, die 1846 in der Sierra Nevada vom Winter überrascht wurden. Angeblich hatten sie sogar einen Schatz bei sich, nach dem nun bei einer weiteren Ausgrabung gezielt gesucht wird. Zeitgleich gibt es einige Morde, die mit der Suche nach dem Camp in Verbindung zu stehen scheinen ...

Die Charaktere - allen voran Dr. Nora Kelly und auch Agentin Corrie Swanson - bleiben recht blass, da sie keine eigene Hintergrundgeschichte besitzen. So fokussieren sich die beiden Autoren auf die Handlung, in die sie immer wieder die wahre Geschichter der Donner-Gruppe und ihrem Lager einfließen lassen. Die Ausgrabung selbst weiß zu unterhalten, aber zu einem echten Thriller oder gar Abenteuerroman wird dieses Buch leider nicht. Stattdessen liest es sich stellenweise wie der Versuch, einen Krimi zu erschaffen, bei dem durch die fehlende Tiefe der Charaktere kaum mehr als zwei oder drei echte Verdächtige übrig bleiben. Das Ende fand ich daher wenig überraschend und die Erklärungen selbst etwas übertrieben.

Schlecht war das Buch für mich nicht, aber irgendwie fehlte mir dieser typische Sog, den ich sonst bei Preston und Child immer gespührt habe. Spannung war kaum vorhanden. Es gibt keine Cliffhanger und außer den Morden auch keine spürbare Gefahr, obwohl das abgelegene Gebiet ganz von allein schon eine gewisse Atmosphäre mit sich bringen würde. Ich denke nicht, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde.



Eher ein Krimi als ein Thriller. Thematisch hat mich das Buch überzeugt und auch die Ausgrabung hat mich unterhalten, doch ansonsten fehlte es an Spannung und mitreißenden Charakteren ...

Ich vergebe 3 von 5.

Samstag, 5. September 2026

[Rezension] Die Fremde in meinem Haus - JP Delaney

 


Titel: Die Fremde in meinem Haus 

Autor:  JP Delaney

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2023

Seitenzahl: 382
Cover: © Penguin

Begonnen: 03.08.2026
Beendet: 05.08.2026


Vor fünfzehn Jahren hat Susie ihre Tochter Sky zur Adoption freigegeben. Nun, nach einigen Fehlgeburten, bereut sie es. Doch dann nimmt ein Mädchen namens Anna den Kontakt zu ihr auf und behauptet, ihre Tochter zu sein. Susie öffnet nicht nur ihr Herz für Anna, die einige Probleme mit ihren Adoptiveltern zu haben scheint, sondern lässt sie auch Teil ihres Lebens werden ..

Ein wenig verzweifelt bin ich gerade auf der Suche nach einem Thriller, der mich mal wieder richtig in den Bann zieht. Von JP Delaney habe ich bereits zwei andere Bücher gelesen, von denen mir einst sehr gut, das andere weniger gefallen hat. Ich mag seinen Schreibstil und die sehr kurzen Kapitel aus den unterschiedlichsten Sichtweisen, die es ermöglichen, durch die Story zu fliegen. Gepackt hat mich die Geschichte von Susie und Anna allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt.

Mir fehlte es bei den Charakteren an Tiefe. Es ist recht früh offensichtlich, worauf alles hinausläuft. Für mich war das Buch eher ein Familiendrama als ein Thriller. Die kleinen Geheimnisse aller Personen offenbart der Autor zu früh und unspektakulär, wodurch man schon in der Mitte der Geschichte das Gefühl hat, das eigentlich bereits alles erzählt ist und nicht mehr viel kommen wird. So war es tatsächlich auch. 

Schlecht ist das Buch sicherlich nicht, aber es ist weit davon entfernt, ein Thriller zu sein. Viele wichtige Themen werden zwar angesprochen, aber oft wirft der Autor nur mit Fachbegriffen um sich ohne dabei in die Tiefe zu gehen oder sich mit gewissen Dingen intensiver auseinanderzusetzen. So bleibt das meiste sehr oberflächlich. Unterhaltsam war für mich nur die erste Hälfte des Buches, danach fiel die Spannung immer mehr ab. Leider fehlt auch ein echtes Finale ...


Die kurzen, knackigen Kapitel tragen zwar durch die Geschichte, doch den Charakteren fehlt es an Tiefe und der Story an Spannung und Wendungen.

Ich vergebe 3 von 5.

Dienstag, 1. September 2026

[Rezension] Alpträume - Paula Gosling

  


Titel: Alpträume

Autor:  Paula Gosling

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 1998

Seitenzahl: 284
Cover: © Rowohlt

Begonnen: 30.07.2026
Beendet: 03.08.2026


Momentan scheine ich bei der Auswahl meiner Bücher kein glückliches Händchen zu haben, denn abermals erwies sich eine Geschichte als eine doch sehr zähe und langweilige Lektüre. Dabei versprach der Klappentext von "Alpträume" jede Menge Spannung, sollte es doch um einen Jungen gehen, der nach dem Tod seines Vater an Alpträumen leidet ...

Max steht jedoch nicht im Fokus, sondern vielmehr seine Mutter Tess, die plötzlich seltsame Anrufe bekommt und anscheinend irgendwas rausrücken soll, was ihr Mann jemand schuldet. Damit ist im Grunde auch schon die ganze Geschichte erzählt, denn es geht um Geld und Verbrecher, die dieses unbedingt haben wollen. 

Ein echter Thriller war "Alpträume" für mich nicht, denn im Grunde ermittelt Detective Sergeant Tim Nightingale in einem recht typischen Krimifall, der sich sehr schnell durchschauen lässt und demnach keinerlei Überraschungen mehr bereithält. Schade ist hier auch, dass Max und seine Alpträume im Grunde gar keine große Rolle für die Geschichte spielen. Mir war das Buch leider viel zu vorhersehbar und spannungsarm.



Ein sehr vorhersehbarer, sehr zäher Krimi ohne Spannung! 

Ich vergebe 2 von 5.

Sonntag, 30. August 2026

[Rezension] Die zweite Schwester - Claire Kendal

   


Titel: Die zweite Schwester 

Autor:  Claire Kendal

Genre: Thriller, Roman

Erscheinungsjahr: 2018

Seitenzahl: 478
Cover: © Ullstein
Begonnen: 27.07.2026
Beendet: 30.07.2026


Melanie kann einfach nicht akzeptieren, dass ihre ältere Schwester einfach nicht mehr da ist. Obwohl sie sich um den Sohn kümmern müsste, den Miranda zurückgelassen hat, kämpft sie noch immer darum, die Wahrheit hinter dem Verschwinden herauszufinden.  Sie will nämlich nicht glauben, dass der verurteilte Serienkiller Jason Thorne dahinterstecken könnte. Dabei lockt sie allerdings jemanden an, der die ganze Wahrheit kennt ...

Ich war eigentlich auf der Suche nach einem spannenden Thriller, fand in diesem Buch aber leider nur eine recht langatmige Spurensuche einer Frau, die endlich wissen will, was mit ihrer Schwester geschah. Lange passiert in diesem Buch nichts, denn erst einmal werden die Charaktere eingeführt, die allesamt sehr unsympathisch sind und nur aus Melanies Sicht betrachtet werden. Halbwegs interessant ist nur Melanie, die noch immer im Geiste mit ihrer Schwester spricht und ihr Leben durch den Verlust nicht mehr im Griff hat.

Selten habe ich ein Buch gesehen, bei dem wirklich jede noch so kleine, unwichtige Szene so dermaßen in die Länge gezogen wird. Herzstück der Geschichte hätte eigentlich der Besuch beim Serienkiller sein sollen, den die Autorin dann auch streckt und mit so vielen unwichtigen Dialogen füllt, dass die gesamte Story immer wieder für zehn oder auch mehr Seiten stagniert. 

Das Ende war dann so vorhersehbar, dass ich auf den letzten Seiten eine riesige Enttäuschung gespürt habe. Eine gewisse Person hielt ich nämlich für die typische falsche Fährte, da es viel zu einfach und offensichtliche wäre, wenn sich diese als Täter entpuppt, doch leider wählt die Autorin diesen sehr unoriginellen Weg.
Von einem Thriller war "die dritte Schwester" für mich leider meilenweit entfernt und durch die vielen Länge wird mir kaum etwas positiv in Erinnerung bleiben.


Vorhersehbar und stark in die Länge gezogen bietet dieser Thriller leider kaum Spannung ...
Ich vergebe 2 von 5.

Donnerstag, 27. August 2026

[Rezension] Wenn wir uns wiedersehen - Mary Higgins Clark

  


Titel: Wenn wir uns wiedersehen

Autor:  Mary Higgins Clark

Genre: Thriller, Roman

Erscheinungsjahr: 2001

Seitenzahl: 364
Cover: © Heyne
Begonnen: 24.07.2026
Beendet: 27.07.2026


Mary Higgins Clarks Bücher begleiten mich auch durch dieses Jahr und ich bin immer froh, wenn sie etwas originellere Themen aufgreift und auf die typischen naiven und zu abhängigen Frauen als Protagonistin verzichtet. Das war in diesem Buch zum Glück der Fall.

In "Wenn wir uns wiedersehen" geht es um Molly, die ihren Mann erschlagen haben soll, aich selbst aber nicht mehr an die Tat erinnert. Kurz zuvor hat sie herausgefunden, dass ihr Mann Gary eine Affäre hatte und von dieser Frau sogar ein Kind erwartet. So gesehen hat sie also ein recht eindeutiges Motiv. Als sie nach sechs Jahren aus dem Gefängnis kommt, erhält Molly überraschenderweise Hilfe von einer alten Freundin. Fran will sie nicht nur für eine Show über wahre Verbrechen gewinnen, sondern ihr helfen, endlich die Wahrheit herauszufinden. Dabei stochern die beiden in ein Wespennest herum ...

Mir gefiel die kritische Betrachtung des Gesundheitssystems, in dem es mehr un Geld als um den Menschen geht. Alles scheint sich hier nämlich um die Klinik zu drehen, in der Gary vor seinem Tod tätig war. Gleichzeitig erscheinen aber noch andere Verdächtige und weitere Tote, die zeigen, dass der wahre Täter nicht will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Ein klein wenig träge wirkt die Geschichte an einigen Stellen. So dauert es auch sehr lange bis Molly sich mit der Affäre ihres Mannes trifft, obwohl dies eigentlich die erste Anlaufstelle wäre, um Antworten zu finden. Ich empfand Fran zudem auch als viel tatkräftiger als Molly. Fran unterstützt ihre Freundin und ist es, die immer mehr Wahrheiten ausgräbt. Das Ende hatte ich in Teilen leider schon erwartet, denn vieles war mir eine Spur zu offensichtlich. Dennoch war dies für mich  mal wieder eins der stärkeren Bücher von Mary Higgins Clark, wenn auch nicht ihr Bestes!



Nicht das stärkste Buch von Mary Higgins Clark, aber dennoch eins von ihren besseren und kreativeren.

Ich vergebe 4 von 5.

Mittwoch, 12. August 2026

[Rezension] Böses Blut - Hilary Norman

  


Titel: Böses Blut

Autor:  Hilary Norman 

Genre: Roman, Thriller

Erscheinungsjahr: 2003

Seitenzahl: 574
Cover: © Bastei Lübbe

Begonnen: 09.07.2026
Beendet: 13.07.2026


Hilary Norman hat mich mit ihren Büchern schon durch meine Jugend begleitet und ich weiß, dass ich auch diesen Thriller damals bereits verschlungen habe. Auch beim zweiten Lesen hat mich die Lebensgeschichte von Laura direkt in den Bann gezogen und sehr berührt.

Wie erfahren erst einmal, wie Laura schon früh ihre Eltern verliert und dann in ein Mädchenpensionat gesteckt wird, in dem sie von ihrem Mitschülerin gemobbt wird. Auf einem Schulausflug eskaliert alles und sie ersticht die Anführerin der Mädchenclique. Diese eine Tat und die anschließende Zeit im Gefängnis prägen sie. Als sie ihren späteren Mann Roger kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er sie nur auserwählt hat, weil sie seiner Meinung nach "böses Blut" besitzt ...

Ich liebe den leichten Schreibstil von Hilary Norman, der dennoch Tiefgang besitzt. Die Charaktere haben allesamt ihre Probleme, Narben und auch ihre Geheimnisse. Besonders interessant fand ich Laura beste Freundin Gus und ihre Geschichte, die auch gut ein eigenes Buch hätte füllen können. Mir gefiel der Zusammenhalt zwischen den beiden Frauen.

Für mich war "Böses Blut" ein echter Psychothriller. Besonders die Ehe mit Roger, in die Laura förmlich hineingezogen wird, sorgt für Gänsehaut. Roger ist nämlich einer der abartigsten Männer, den ich jemals in einem Buch getroffen habe. Sein Umgang mit seiner Frau hat mich echt geschockt. Mir tat Laura, die eigentlich nur ihren Platz sucht, furchtbar leid. Zum Ende hin eskaliert alles und auch wenn es sich auf den ersten Blick einfach löst, findet Roger hier doch nahezu die perfekte Rache. Für mich gehört dieses Buch definitiv zu den stärksten Werken der Autorin, das einen echten Sog ausübt. Ich werde an Lauras Geschichte sicher noch eine Weile zu knabbern haben!


Als großer Fan der Autorin halte ich "Böses Blut" für eins ihrer stärksten Bücher mit einem unfassbare Sog und vielschichtigen Charakteren!

Ich vergebe 5 von 5.

Freitag, 31. Juli 2026

[Rezension] Wo waren Sie, Dr. Highley? - Mary Higgins Clark

   


Titel: Wo waren Sie,  Dr. Highley?

Autor:  Mary Higgins Clark

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 1992

Seitenzahl: 316
Cover: © Heyne 

Begonnen: 29.06.2026
Beendet: 01.07.2026


Mary Higgins Clark ist mit ihren Büchern fester Bestandteil meines Lebens, denn ihre Geschichten bieten solide und leicht zugängliche Unterhaltung - auch wenn sie selten Highlights sind.

In "Wo waren Sie, Dr. Highley" geht es um einen Arzt, der schon auf den ersten Seiten eine Leiche fortschaffen muss - dabei aber von der Richterin Katie, die zufällig gerade im Krankenhaus liegt, beobachtet wird. Der Täter selbst ist also von Anfang an bekannt, dennoch ist eine gewisse Spannung durch die sehr kurzen Kapitel weiterhin vorhanden.

Mir gefiel das Krankenhaus als Schauplatz und auch der kleine Einblick in die Welt der Medizin, auch wenn das, was Dr. Highley hier tut, wohl in der Realität nicht machbar ist. Es besitzt allerdings einen guten Unterhaltungswert. Mary Higgins Clark hätte hier aber auch gerne mehr Wissen einbauen können.

Weniger gefallen hat mir die Tatsache, dass der Arzt hier viel zu viele Beweise hinterlässt und alles viel zu offensichtlich erscheint. Das ganze Puzzle lässt sich relativ leicht zusammensetzen und Katie war mir in vielerlei Hinsicht zu naiv. Ich verstehe nicht, wieso Frauen in solch älteren Werken immer so schwach dargestellt werden müssen ...



Pure Durschnittskost von Mary Higgins Clark. Für zwischendurch nicht schlecht, da die kurzen Kapitel einen schnellen Zugang ermöglichen, aber ansonsten fehlt einiges, damit diese dünne Story in Erinnerung bleibt ...

Ich vergebe 3 von 5.

Mittwoch, 29. Juli 2026

[Rezension] Gottlos - Karin Slaughter

  


Titel: Gottlos

Autor:  Karin Slaughter

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2008

Seitenzahl: 512
Cover: © Rowohlt 

Begonnen: 25.06.2026
Beendet: 29.06.2026

Da mich Karin Slaughter vor einiger Zeit mit "Die falsche Zeugin" wieder daran erinnert hat, wie gerne ich sie in meiner Jugend gelesen habe, griff ich nun zu "Gottlos", das allerdings Teil einer Serie rund um die Ermittler von Grant County ist.

Der Fall selbst ist interessant, denn es geht um ein Mädchen, das lebendig begraben wurde. Die Spur führt schnell zu einer religiösen Farm, auf der Abby zuvor gelebt hat und es wird klar, dass die Wahrheit hinter dem Mord dort verborgen liegt.

Ich kenne die vorherigen Teile nicht, habe aber gespürt, dass hier einige Geschichten der Ermittler und auch der Gerichtsmedizinerin Sara fortgesetzt werden. So geht es um ihre Beziehung zu dem Chief Jeffrey, die nach einem Seitensprung neu entflammt, obwohl noch einiges zwischen ihnen steht. Zeitgleich wird auch von der Polizistin Lena erzählt, die von ihrem Freund geschlagen wird. Diese ganzen privaten Probleme lenken stark vom eigentlich Fall ab.

"Gottlos" war für mich kein echter Thriller, denn es gab so gut wie keine Spannung. Die Ermittlungen innerhalb der Sekte liefen sehr ruhig ab und bestanden im Grunde nur aus Gesprächen, die zeigen sollten, wie fanatisch die Gemeinschaft ist. Mir fehlte hier auch das Originelle, denn irgendwie lag das Motiv für den Mord dadurch auch schnell auf der Hand.

Dieses Buch hat mir mal wieder klar gezeigt, wieso ich mit Ermittlerkrimis selten etwas anfangen kann. Die ganzen klischeehaften Probleme, die zu sehr vom eigentlichen Fall ablenken, langweilen mich. So war es für mich auch hier schwer, bis zum Ende am Ball zu bleiben. Eine echte Wendung gab es hier leider auch nicht. Das Buch hat sich für mich leider nicht gelohnt. 


Für mich war "Gottlos" wieder einmal ein typischer Ermittlerkrimi, in dem die persönlichen Probleme zu sehr vom eigentlichen Fall ablenken. Die breite Masse an Lesern scheint das zu lieben, mich langweilt es zu Tode ...
Ich vergebe 2 von 5.