Titel: Old Bones - Tote lügen nie
Autor: Preston & Child
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2020q
Seitenzahl: 394
Cover: © Knaur
Begonnen: 06.08.2026
Beendet: 10.08.2026
Lange ist es her, dass ich zuletzt ein Buch von Preston und Child gelesen habe, obwohl das Schriftsteller-Duo mich mit einigen sehr abenteuerlichen Geschichten sehr oft gut unterhalten könnte. "Old Bones" ist dabei wohl eine neuere Reihe, in der es sowohl um die Archäologin Nora Kelly als auch um die FBI-Agentin Corrie Swanson geht.
Thematisch hat mich dieses Buch direkt angesprochen, denn es geht um das verschollene Lager einer Gruppe von Siedlern, die 1846 in der Sierra Nevada vom Winter überrascht wurden. Angeblich hatten sie sogar einen Schatz bei sich, nach dem nun bei einer weiteren Ausgrabung gezielt gesucht wird. Zeitgleich gibt es einige Morde, die mit der Suche nach dem Camp in Verbindung zu stehen scheinen ...
Die Charaktere - allen voran Dr. Nora Kelly und auch Agentin Corrie Swanson - bleiben recht blass, da sie keine eigene Hintergrundgeschichte besitzen. So fokussieren sich die beiden Autoren auf die Handlung, in die sie immer wieder die wahre Geschichter der Donner-Gruppe und ihrem Lager einfließen lassen. Die Ausgrabung selbst weiß zu unterhalten, aber zu einem echten Thriller oder gar Abenteuerroman wird dieses Buch leider nicht. Stattdessen liest es sich stellenweise wie der Versuch, einen Krimi zu erschaffen, bei dem durch die fehlende Tiefe der Charaktere kaum mehr als zwei oder drei echte Verdächtige übrig bleiben. Das Ende fand ich daher wenig überraschend und die Erklärungen selbst etwas übertrieben.
Schlecht war das Buch für mich nicht, aber irgendwie fehlte mir dieser typische Sog, den ich sonst bei Preston und Child immer gespührt habe. Spannung war kaum vorhanden. Es gibt keine Cliffhanger und außer den Morden auch keine spürbare Gefahr, obwohl das abgelegene Gebiet ganz von allein schon eine gewisse Atmosphäre mit sich bringen würde. Ich denke nicht, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde.




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