Montag, 3. August 2026

[Rezension] Aschenputtel - Kristina Ohlsson

 


 Titel: Aschenputtel

Autor:  Kristina Ohlsson

Genre: Thriller, Krimi

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 496
Cover: © Blanvalet

Begonnen: 01.07.2026
Beendet: 06.07.2026


"Aschenputtel" beginnt mit einem sehr fesselnden Moment in einem Zug, der außerplanmäßig anhält. Eine Mutter steigt aus und wird so von ihrer Tochter getrennt, die daraufhin spurlos verschwindet, nur ihre Sandalen bleiben zurück ...

Ein echter Thriller ist dieses Buch sicherlich nicht, sondern eher ein Krimi, der wohl auch gleichzeitig dazu dient, Alex, Peder und Frederika als Ermittler einzuführen. So gibt es wie es für das Genre typisch ist, auch jede Menge Privates, was mich jedoch mal wieder vom eigentlichen Fall abgelenkt hat. Ich weiß allerdings, dass es Leser gibt, die solch persönliche Einblicke lieben. In diesem Teil geht es vor allem um Frederika, die von ihren Kollegen als sehr empathielos und unfähig betrachtet wird.

Der Fall selbst hat mir gefallen, denn wir bekommen auch teilweise Einblick in den Kopf des Täters. Es gibt auch einige Schockmomente, was hier sehr nahe geht, weil es sich bei den Opfern ja um Kinder handelt.

Das Motiv fand ich passend und die Hintergründe wirklich erschreckend. Zum Ende hin ist allerdings spürbar, dass dies das Debüt der Autorin ist, denn der Täter wird schnell und etwas lieblos präsentiert. Potenzial, sich in den nächsten Bänden zu steigern, ist auf jeden Fall vorhanden. Ich würde tatsächlich auch noch einen Teil der Reihe lesen, wenngleich mich das Privatleben der Ermittler nicht interessiert.



Ein recht klassisch aufgebauter Fall, der aber zu fesseln weiß, wenngleich auch mal wieder viel zu viel Privates der Ermittler enthält.

Ich vergebe 4 von 5.

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