Dienstag, 10. März 2026

[Rezension] Tage des letzten Schnees - Jan Costin Wagner

 


Titel: Tage des letzten Schnees

Autor:  Jan Costin Wagner

Genre: Roman, Krimi

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 320
Cover: © Goldmann
Begonnen: 17.02.2026
Beendet: 19.02.2026


Jan Costin Wagners Bücher lassen mich einfach nicht los und so habe ich mich wieder einmal mit dem sensiblen Ermittler Kimmo Joentaa und einem Fall beschäftigt, der aus vielen Handlungssträngen besteht. Erzählt wird erst einmal von einem Autounfall, bei dem die 11-jährige Anna stirbt. Ihr Vater zerbricht förmlich an dem Verlust, obwohl Joentaa versucht, ihm Trost zu spenden. Schließlich werden zwei Leichen auf einer Parkbank, die anfangs nicht identifiziert werden können, aber Teil von einer eigenen Geschichte sind ...

Der Autor lässt sich bei diesem Krimi wieder einmal nicht in die Karten schauen. Es gibt insgesamt drei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick keinerlei Parallelen aufweisen. Neben der Geschichte rund um den Autounfall und Joentaas Trauerarbeit geht es noch um den Familienvater Markus Sedin, der auf einer Geschäftsreise eine Affäre mit einer jungen Frau aus Ungarn beginn, sie sogar besucht und ihr schließlich eine Wohnung besorgt. Zudem gibt es rätselhafte Einblicke in einen Chatverlauf, in dem anscheinend ein Amoklauf angekündigt wird.

Am Ende werden dann auch die Parallelen klar, auch wenn es hier eher um Zufall als um echte Ermittlungsarbeit geht. Doch dies gefiel mir hier tatsächlich, denn mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet. Auch Joentaas Leben findet mal wieder eine Wendung, die mich echt hart getroffen hat. Hier bin ich gespannt, wie es mit ihm weitergehen wird.


Ein melancholischer, vielschichtiger Krimi, der auf langweilige Ermittlungsarbeit verzichtet und anhand von drei Handlungssträngen eine große Tragödie aufzeichnet. Für

Ich vergebe 5 von 5.

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