Da meine liebe Autorenkollegin Sandra Pulletz noch nie etwas gemeinsam gelesen haben und gemerkt haben, dass wir beide gerade "Ghetto Kidz" von Morton Rhue gefunden beziehungsweise noch liegen hatten, gibt es hier eine spontane Leserunde in dieser Woche. Falls jemand das Buch auch noch zufällig liegen hat, darf er gerne miteinsteigen.
Wir lesen im eigenem Tempo und diskutieren in den jeweiligen Abschnitten.
Leseabschnitte
1. Abschnitt - Anfang bis Kapitel Fünfzehn
2. Abschnitt - Sechszehn bis Siebenundszwanzig
3. Abschnitt - Achundzwanzig bis Ende.
Ich wünsche uns viel Spaß :)

Allgemeines
AntwortenLöschenHey! Ich freue mich, dass wir das so schnell und spontan auf die Beine gestellt haben und freue mich auf die Leserunde.
LöschenIch freue mich auch sehr, denn wir haben ja echt noch nie etwas zusammen gelesen.
LöschenIch werde mich gleich mal dem ersten Abschnitt widmen.
ja, es ist schon cool, dass uns die Buchwelt auf diese Weise auch zusammengeführt hat jetzt :D
LöschenIch finde es cool, dass ein Zitat von Coolio im Buch zu finden ist. - Weiß nicht, wie das heutzutage ist, aber in meiner Jugendzeit war das ein riesen Hit, den jeder kannte.
LöschenOh ja, ich glaube, "Gangsta Paradise" ist noch immer ein echter Klassiker, den so gut wie jeder kennt und der echt perfekt zu dem Buch passt. Ich habe mal im Radio gehört, das der Coolio das Lied damals umschreiben und "zahmer" machen musste, als er damit berühmt wurde.
Löschen1. Abschnitt - Anfang bis Kapitel Fünfzehn
AntwortenLöschenPuhh, schon den Einstieg mit dem Jungen, der aus dem Fenster stürzte, fand ich total hart. Man wird hier wirklich in eine schonungslose Welt geworfen. Hinter dem Sturz steckt sicherlich mehr.
LöschenDas Wohngebiet, in dem ich aufgewachsen bin, wurde ja auch lange Zeit "Ghetto" genannt, weil sie es irgendwann eingezäunt haben wegen zu vielen Vorfällen. Aber so extrem wie hier war es natürlich nicht.
Kalon ist ein interessanter Protagonist, auch wenn man bei ihm merkt, dass er schon jegliche Hoffnung verloren hat und sich mehr oder weniger treiben lässt. Kaum zu glauben, dass er am Anfang erst 12 ist und schon so viel Negatives gesehen hat. Er kennt die Welt außerhalb des Ghettos überhaupt nicht. Er empfindet das alles dort als normal. Schießereien, Waffenhandel, Bandenkriege, Drogen, dann noch seine schwangere Schwester, die wohl auch nie dort rauskommt. Für ihn ist das eben normal und sein Leben.
Ich denke, Kalon wird unweigerlich in die Kriminalität abrutschen. Obwohl ihm ja der Lehrer sogar das mit der Schule vorschlägt und er sicherlich echt eine gute Chance hätte, da raus zu kommen. Aber was nützt das ohne Hoffnung? Ich habe bei ihm das Gefühl, dass er sein Schicksal einfach annimmt. Nun hat er ja auch eine Freundin aus einer anderen Gang. Das geht schon in Richtung "Romeo und Julia" eventuell.
Die Nebencharaktere finde ich auch spannend. Terrell, der unbedingt zu der Gang gehören will und dann als Kontrast Lightbulb, der echt intelligent zu sein scheint.
Ich bin echt angetan von der Story und mittendrin. Ich hätte die Abschnitte aber wohl eher nach dem Alter aufteilen sollen. Das habe ich gestern beim Durchblättern nicht gesehen. Es ist sicher spannend, nun Kalons Entwicklungen sehen zu können.
Man landet echt mitten in der Geschichte und schon der erste Absatz zeigt deutlich, wo wir uns befinden. So typisch, die Makkaroni! :D Auch die erwähnte TV Show macht schon deutlich, dass wir in den USA sind.
LöschenDas ganze erste Kapitel bringt uns Kalons Welt näher. Als Leserin kann ich mir sofort vorstellen, wie es in seiner Umgebung aussieht und zugeht. Die einfache Sprache macht es leicht sich hineinzuversetzen , auch die Ich-Form bringt uns Kalon sehr nahe.
Insgesamt erinnern mich die ersten Seiten an THUG, irgendwie spannend.
Es steht ja: "Ein kleiner Junge ist aus dem Fenster gefallen." - Wieso sagt er "gefallen" und nicht geschubst oder ähnliches? Erhöht natürlich die Spannung für den Leser. Aber gleich darauf erfährt der Leser, dass die Schuld den "Gangsters" zugewiesen wird.
LöschenIn Kapitel 2 wird das bestätigt, denn wir lesen, was Jamar erzählt.
Wir hier in D/Ö ... können uns das ja gar nicht wirklich vorstellen, wie es in so einem Ghetto abgeht. Solche Szenen kennen wir ja bloß aus dem TV oder aus Büchern.
LöschenJa, stimmt, es hat etwas Ähnlichkeit mit "The Hate u Give".
LöschenIch glaube, die Polizei hält sich aus solchen Gebieten heraus. Eswurde ja auch gesagt, dass die tagsüber noch Streife fahren, nachts die Gegend aber meiden. Die können sicher auch nichts machen. Die Sache mit dem Jungen wurde daher sicher auch gewollt lieber schnell als Unfall abgestempelt, bevor man da zwischen die Fronten gerät.
Kalon ist mit seinem Wissen rund um das Gitter ja auch nicht zur Polizei gegangen. Er ist vermutlich nicht mal auf die Idee gekommen. In solchen Gegenden klärt man das alles alleine. Schon schrecklich, sich das vorzustellen.
In den ersten sieben Kapiteln lernen wir Kalon als einen guten, braven Jungen kennen, der auch einer der wenigen ist, der in der Schule gut zurechtkommt.
LöschenMich hat es ein wenig getroffen, als der Lehrer Mr Brand vorschlug, er solle überlegen, in die bessere Schule zu wechseln und dann genau verstanden hatte, warum nicht. Irgendwie finde ich es ein bisschen traurig, wenn ich mir das vorstelle und mich in Kalons Gedanken reinversetze. Selbst auf der Munson High, wo alle hingehen, wäre er bald allein, weil alle bei Gangs dabei wären und oder kriminelle Dinge machen. Und der "brave" Kalon? Noch denkt er ja, dass er den Schulabschluss durchziehen wird.
2. Abschnitt - Sechszehn bis Siebenundszwanzig
AntwortenLöschen3. Abschnitt - Achundzwanzig bis Ende.
AntwortenLöschenFazit
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