Freitag, 18. Oktober 2013

Burnout - Alice Spogis

Heute komme ich mal wieder zu einem Buch, das ich bei Lovelybook in einer Leserunde lesen durfte. Es handelt sich hierbei um den Krimi "Burnout" von Alice Spogis aus dem Suttonverlag. Da ich aus diesem Verlag schon einmal ein Buch gelesen hatte, das ich ganz gut fand, dachte ich mir, dass ich mich einmal für die Leserunde bewerbe

Inhalt:

Ella Brandt ist total fertig und will auf Juist in einer Klinik endlich zur Ruhe finden. So schlimm, wie gedacht, sind die anderen Patienten der Dunenburgklinik überhaupt nicht, mit ihrer Zimmernachbarin Mascha versteht sie sich sogar richtig gut. Dann jedoch geschieht etwas unfassbares: Mascha wird tot aufgefunden und schnell wird Ella klar, dass etwas ganz und gar nicht stimmt....

Cover

Das Cover finde ich wirklich sehr hübsch und ansprechend. Der Suttonverlag gibt sich bei der Coverauswahl wirklich sehr große Mühe.

Charaktere

Das Buch ist teilweise aus der "Ich"- Perspektive geschrieben, was mir den Einstieg etwas schwerer gemacht hat, da man doch recht wenig über Ella erfahren hat. Oft musste ich noch mal kurz den Klappentext lesen, um überhaupt zu erfahren, wer Ella ist. Nach etwa einem drittel des Buches wurde es dann aber klarer und ich konnte mich etwas mehr mit Ella anfreunden, obwohl sie mir nie wirklich sympatisch wurde. Leider konnte mich das Buch nicht so in den Bann ziehen wie es bei anderen Lesern der Leserunde der Fall gewesen war.Für mich war die Geschichte etwas zu seicht, ich konnte mir noch nicht einmal vorstellen, dass Ella Burnout hatte. Vielleicht hätte man hier auch einen anderen Titel wählen können, um das Hauptaugenmerk nicht auf diese Erkrankung, sondern auf die Klinik zu legen.

Meine Meinung

Alice Spogis hat wirklich einen sehr guten Schreibstil, der sehr beschreibend ist. Leider hat mich dieser Schreibstil, der für mich anfangs nicht so recht zu einem Krimi passen wollte, etwas am "reinkommen" gehindert, sodass ich mich durch die ersten 100 Seiten etwas durchquälen musste. Ich finde der Stil der Autorin würde besser zu einem anderen Genre passen.

Wirklich Spannung konnte sich für mich nicht aufbauen, da mir immer irgendwie etwas gefehlt hat und einige Szene endlos ausgebreitete worden, während andere keinen Einfluss auf die Geschichte hatte. Aber das Buch ist ja ein Ddebütroman, was bedeutet, das man noch eine Menge lernen kann. Für einen Debütroman ist der Schreibstil auf jeden fall schon perfekt, fast vergleichbar mit großen Schriftstellern.

Das Ende konnte mich letztendlich nicht so mitreißen wie ich es mir gewünscht hätte. Ich gehe hier jedoch von meiner eigenen Meinung aus. Den meisten aus der Leserunde hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. ;)
Mir hatte einfach ein Spannungsbogen gefehlt, auch wenn es ein Krimi ist, sollte es schließlich unterhalten und auch drängen, weiterzulesen.

Fazit

Ein Krimi, der zwar sehr gut geschrieben ist, mich aber leider nicht vom Hocker reißen konnte.

Wir vergeben 3 von 5 Käseratten.

1 Kommentar:

  1. Das Buch weist weniger einen Spannungsbogen auf, als eine kontinuierliche Steigerung der Spannung. Ich habe es so ausgedrückt, dass die Spannung auf leisen Sohlen kommt. Dieser Thriller ist halt auch eine psychologische und charakterliche Studie, die mir aber mit den sehr treffenden Vergleichen der Autorin sehr gut gefallen hat.

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