Samstag, 21. März 2015

[Autoreninterview] - Julia Meyer

Heute darf ich hier mal wieder eine junge Nachwuchsautorin begrüßen, die bereits drei Bücher veröffentlicht hat. Sie hat mir in einem spannenden Interview Rede und Antwort gestanden.

Hallo Julia!


Kannst du uns kurz etwas über dich erzählen, damit die Leser dich hier ein wenig kennenlernen können?

Geboren 1983 in der beschaulichen Heidestadt Lüneburg, entdeckte ich schon im Grundschulalter meine Freude am Geschichten erzählen. Viele Kurzgeschichten und Romane füllten schnell Blöcke und leerten Kulis. Ich habe ein paar VHS-Kurse besucht und 2001 wurde sogar mein Kurzkrimi aus einer Fülle von Manuskripten ausgewählt und in der TV-Zeitschrift "Funk Uhr" abgedruckt.
Ich lebe, zusammen mit meinem Freund, Hund und Katzen in Adendorf.

Erzähl uns doch kurz auch etwas zu deinen Büchern!

Mein erster Roman kam im Dezember 2013 raus, "Ricky Meinfeldt - Einsamer Wahn", ein dramatischer Thriller um die Untiefen der menschlichen Seele und das Zerbrechen eines Menschen am rauen Umgang miteinander. "Der Teufel im Pferd", ein Tierthriller, kam im Dezember 2014. Im Februar diesen Jahres erschien der erste Band aus einer Reihe „Helldriving – Brennender Asphalt“ – es ist eine blutige Adaption von Knight Rider, in der ein Mann zusammen mit seinem Wagen auf seine ganz eigene Art und Weise für Gerechtigkeit sorgt. Es werden weitere Romane kommen, natürlich, meinen Genres treu, aus dem Bereich Horror, Thriller, Fantasy, Drama und deren Mixturen.
Habe auch Shorts und Kurzgeschichten-Sammlungen im Auge.

Wie kam dir damals die Idee zu deinem ersten Buch „Ricky Meinfeld – Einsamer Wahn“, das ja ein sehr spezielles Thema beinhaltet?

Ich muss ehrlich sagen, ich wurde während meiner Schulzeit auch gemobbt, wie der „Held“ in dem Buch. Leider ist das keine Ausnahmeerscheinung, sondern nach wie vor für viele Kinder üble Realität. Gott sei dank war s damals nur in Ansätzen so, wie im Buch (als letzter im Sport gewählt werden). Meine Aussage: Geld macht nicht glücklich und jeder Mensch hat es verdient, mit Respekt behandelt zu werden. Es zeigt drastisch, was aus einem Menschen werden KANN, wenn es nicht der Fall ist.

Ich welchem Genre fühlst du dich am wohlsten?

Eigentlich bin ich ein Kind des Dunklen beim Schreiben: Abseitiges schreibe ich am liebsten, dabei muss es aber nicht nur blutig zugehen. Menschen am Limit liegen mir.

Stand es für dich von Anfang an fest, den Weg übers Self-Publishing zu gehen oder hast du auch versucht, Verlage anzuschreiben?

Den Weg als SP habe ich gewählt, da die Chancen via Verlag gegen Null tendieren, muss man einfach so sagen, zumindest, was große, bekannte Verlage betrifft. Viele nehmen nur noch Autoren, die ihnen von Literaturagenten empfohlen werden. Eine andere Autorin hat mich auf die Idee gebracht, es als Self-Publisher zu versuchen.



Wie fühlst du dich als Self-Publisherin? Es gibt ja viele Leute, die solchen Autoren eher negativ gegenüberstehen?

Ich muss ehrlich sagen, es ist teilweise leider wirklich so. Erst neulich hatte ich einen Blogger, der meinte, eines meiner Cover sehe dilettantisch aus, obwohl es von jemandem erstellt wurde, der viele Cover macht und das auch, wie ich finde, sehr gut. Das klingt also viel mehr danach, dass SP generell schlecht geredet wird. Leider kommt es immer wieder vor, dass „Hans von nebenan“ irgendwas geschrieben hat und meint, er sei der Beste. Diese oft unlektorierten Bücher gelangen auf den Markt und ziehen die guten SP Bücher in den Dreck. Ein gutes Lektorat/Korrektorat ist ein zwingendes Muss.

Hast du noch andere Interessen, außer lesen und schreiben?

Auf jeden Fall. Das Schreiben ist eine tolle Beschäftigung, vor allem, wenn das Wetter schlecht ist oder abends statt TV – schauen. Schwimmen, Rad fahren und Tiere sind Hobbys von mir, genauso aber auch lesen. Ich liebe Sportwagen und Opel, fahre selbst mit meinem Vectra OPC gern mal ne Runde. Sehr gern gehe ich essen und fahre in Freizeitparks oder treffe mich mit Freunden.

Hast du ein Vorbild?

Ein großes Vorbild ist ganz klar Stephen King. Er hat eine Reihe großartiger Bücher geschrieben, die einfach Meilensteine sind. Clive Barker und Richard Laymon finde ich aber auch toll. Ich versuche aber immer, meinen ganz eigenen Stil in die Bücher zu bringen und, auch wenn man das Rad nicht neu erfinden kann und auch nicht muss, neue Storys zu entwickeln, die es so noch nicht gab. 

Was war bis jetzt dein schönstes Erlebnis als Schriftstellerin?

Mein schönstes Erlebnis war, dass die Funk Uhr meinen Kurzkrimi „Josefs Braut“ ausgesucht und abgedruckt hat. Es ist ein tolles Gefühl, wenn das, was man schreibt, honoriert und geachtet wird. Die erste Lesung, die am 11.3.2015 mit „Ricky Meinfeldt“ sein wird, ist ein toller Erfolg. Sie findet in einer Selbsthilfegruppe statt. 

Wie motivierst du dich beim Schreiben? Und wie lange schreibst du an einem Projekt?

Das Schreiben fließt einfach so von selbst aus den Fingern. Wenn ich keine Lust habe, dann mache ich auch nichts, denn unter Zwang kommt leider nur Mist raus. Denke aber, das geht allen anderen Autoren auch so. Ab und zu schaue ich Horrorfilme oder lese Thriller/Horror von anderen Autoren, um neue Ideen zu finden. Es ist unterschiedlich, wie lange es dauert, bis ein Projekt fertig ist. Meist ist es von der ersten Idee bis zum letzten Satz zwischen 1 und 2 Jahren. 


Schreibst du schon an einem neuen Buch?

Schreibe parallel an mehreren Büchern, wie ich grade Lust und Zeit habe. Helldriving 2 und Der Teufel im Pferd 2 sind in Arbeit. Habe sie schon in meiner Jugendzeit geschrieben. Nun bin ich dabei sie zu überarbeiten. Weitere Ideen sind schon da.

Vielen Dank für deine Antworten. ;)

Ich hoffe euch hat das kleine Interview gefallen. Falls ihr noch Fragen an die Autorin habt, hinterlasst einfach einen Kommentar!

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