Sonntag, 1. Februar 2026

[Gemeinsame Leserunde] Wildflower-Reihe von V.C. Andrews - Band 1 bis 4

 Ab heute lesen wir hier die ersten vier Bände der Wildflower-Saga, wie gehabt jeder in seinem eigenem Tempo.



 Wer liest mit?

Nicole von Zeit für neue Genres

Andrea von Leseblick

und meine Wenigkeit ;)


Leseabschnitte

"Misty" 
1. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 4
2. Leseabschnitt - Kapitel 5 bis Epilog

"Star"
3. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 4
4. Leseabschnitt - Kapitel 5 bis Kapitel 8

"Jade" 
5. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 3
6. Leseabschnitte - Kapitel 4 bis Kapitel 7

"Cat"
7. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 4
8. Leseabschnitt - Kapitel 5 bis Epilog





72 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Guten Morgen ihr Lieben, ich bin froh, dass wir jetzt wieder zusammenkommen, zumal ich gestern einen emotionalen Tiefpunkt hatte. Leider ist meine Hündin sehr krank, da brauche ich gerade echt etwas Abwechslung und hoffe, dass die Leserunde da etwas helfen wird.

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    2. Guten Morgen Jessi,
      oh nein, was ist mit der Maus?
      Wenn du nicht drüber reden möchtest, ist das total ok.

      Bei kranken Tieren bin ich ja auch sehr schnell am Wasser gebaut.

      Fühl dich gedrückt.

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    3. Hi Andrea,
      Sie ist gestern beim Wandern ohnmächtig geworden :( leider scheint es ein Herzklappenfehler zu sein, sie bekommt nun herztabletten und ich hoffe, dass sie etwas Lebensfreude zurückbekommt. Leider
      Ist Tinka schon fast 13 Jahre und ich habe wohl etwas verdrängt, dass unsere gemeinsame Zeit nicht
      endlos ist. Sie ist ja seit 13 Jahren an meiner Seite, war immer bei allen sehr langen Wanderungen powervoll dabei, doch seit Dezember wird sie immer schlapper. Nun will sie mehr als sie kann. Das mit anzusehen ist echt schwierig für mich. :(

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    4. Ach Jessi, das tut mir so leid für Tinka und dich. Der arme Schnuffel. Es ist so hart. Ich musste mich ja letztes Jahr nach 16 Jahren von meinem Dimitri verabschieden und davor war er auch nicht mehr fit. Wir haben uns eine gute Zeit gemacht und wirklich viele schöne Momente gemeinsam genossen. Es ist wirklich schwer und ich drücke euch beide mal.

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    5. Vielen lieben Dank Nicole, ich klammere mich auch an die schönen Momente mit ihr und davon gab es zum Glück sehr viele. Sie begleitet mich ja nun echt fast 13 Jahre und hat all unseren Unsinn mitgemacht. Mit einem anderen Hund wäre das alles kaum möglich gewesen. Ich hoffe einfach, dass wir noch ein paar gemeinsame Abenteuer erleben dürfen. Zeit ist echt verdammt kostbar.

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    6. Ein kurzes Hallo, da Jessi so ein Tempo vorlegt. Nicht wundern, aber bei mir wird es wohl erst WE weitergehen. Hab nen krankes Kind zu Hause und morgen warten 13 Std Arbeit auf mich :/

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    7. Tinka wird morgen operiert, deswegen mache ich jetzt auch erst mal einen Stopp an der Stelle, an der ich bin. Ich wollte vor der OP erst mal genug schaffen von unserer Leserunde.

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    8. Oh, alles alles Gute für die Option. Die Daumen und alle vorhandenen Pfoten im Haushalt sind gedrückt.

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    9. Guten Morgen, die OP ist so weit gut verlaufen, war aber dennoch sehr anstrengend für uns alle.
      Ich werde heute aber entspannen und dabei dann auch hier wieder weiterlesen.

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    10. Ich habe es schon bei Insta gelesen. Freut mich, dass bei der OP alles gut verlaufen ist. Nun gute Genesung und viel Kraft für euch und Tinka.

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  2. "Misty"
    1. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 4

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    1. Mittlerweile bin ich in der Gruppentherapie von Dr. Marlowe angekommen.

      Interessant ist auf jeden Fall der Rahmen. Genau wie Misty empfinde ich es als Experiment der Psychiaterin, die vier Mädchen zusammenzubringen, damit sie sich austauschen. Misty, Star, Cat und Jade. Vier Mädchen mit ihren vier Geschichten, die sie sich gegenseitig erzählen sollen.

      Misty erzählt nun ihre Geschichte, von der Scheidung ihrer Eltern und wie mit Charles anbändelt. Bei ihrer Mutter stoßen wir auf ein häufiges Motiv von V. C. Andrews: Schönheit. Mistys Mutter will schön sein, hat Angst vorm Alter und investiert Zeit und Geld, um ihren jugendlichen Ideal zu entsprechen. Dieser krankhafte Schönheitswahn ist schon ein starkes Thema. Ich frage mich, ob alle Generationen gleichermaßen davon betroffen sind oder ob es da jemals einen Wechsel gibt. Jedenfalls ist mit dem Verlust der Schönheit bzw. der jugendlichen Schönheit (denn ein alter Mensch kann meiner Meinung nach genauso schön sein) sein, schon eine ganz schlimme Angst verbunden. Mistys Mutter hat sich davor gefürchtet, ihren Mann zu verlieren. Doch es ist trotz ihres Wahns und eigentlich sogar aufgrund des Wahns geschehen, weil sie sich wegen der Figur gegen ein zweites Kind gesperrt hat. Eigentlich ein interessanter Gedankengang.

      Mittendrin steckt Misty, die mit der Trennung nicht zurecht kommt. Sie vermisst die Eltern von früher, die gelacht und sich geliebt haben. Gleichzeitig kommt ihr auch der Gedanke, dass sie in früheren Jahren vieles nicht durchschaut haben. Für mich ist Misty an einem Punkt zum Erwachsenwerden, wo man gemerkt hat, dass die eigenen Eltern doch keine Helden, sondern ganz normale Menschen sind. Ich denke, das ist ganz normal.

      Charles kommt auf sie zu und sie lässt sich darauf ein. Sie beschreibt, wie wohlhabend er ist, wie gepflegt und spielt mit ihm.

      Misty geht in ihrer Selbstanalyse sehr erwachsen mit ihrer Geschichte um, finde ich. Das liegt wohl auch daran, dass sie schon länger in Therapie ist. Ansonsten hätte ich ihren differenzierten Blick als unrealistisch empfunden.

      Was hat es mit Emma auf sich? Die Schwester von Dr. Marlowe wirkt ein bisschen merkwürdig auf mich.

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    2. Wie Nicole schon gut zusammengefasst hat, gibt es wieder die typischen Themen, die Andrews (oder der Ghowtwriter?) aufgreift. Zum einen kommen wohl alle vier Mädchen aus zerbrochenen Familien, zum anderen ist da wieder dieses Thema mit der Angst vor dem Verlust der Schönheit. Ich finde es ja spannend, dass Frauen damit anders umgehen als Männer? Der Klassiker bei Männern ist ja eher sich eine jüngere Frau zu suchen, um sich selbst noch mal jung zu fühlen und nicht so sehr das Optische. Ich hoffe ja, dass es Frauen heutzutage etwas leichter mit allem haben, weil wir uns ja immer mehr Richtung "Mental Care" bewegen und lernen, eher auf uns als auf andere zu höre .

      Mistys Geschichte beinhaltet ja irgendwie viele typische Themen, das finde ich jetzt als Einstieg gut gewählt, auch wenn ich natürlich noch nicht weiß, was für ein Päckchen die anderen zu tragen haben. Aber Scheidungen, fremdgehende Ehemänner und auch so das Desinteresse der eigenen Eltern idas ist alles ja schon eher ein Normalzustand als eine "heile" Familie theoretisch bräuchte sich Misty dafür also nicht zu schämen, aber ich denke mal, zu der Zeit hat auch jeder noch den Schein bewahren wollen.

      Ich finde auch, dass Misty alles sehr differenziert erzählt, sie scheint das alles schon öfters durchgekaut und analysiert zu haben. Charles scheint auch nun so ein typischer Fehler zu werden, bei dem sie sicherlich etwas in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt. Ich bin gespannt was das für Lügen sein sollen.

      Emma fand ich auch merkwürdig, nicht nur wie lang ihr abstraktes Äußeres beschrieben wurde, auch was ihre Rolle in dem ganzen anbelangt? Da habe ich noch keine Idee.

      Welches Mädchen findet ihr dann nun nach dem ersten Abschnitt am interessantesten? Es gab bei den anderen bisher zwar nur Andeutungen, aber Stars Geschichte interessiert mich gerade schon sehr.

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    3. @ Jessi: Es geht schon vieles in Richtung Mental Care, da hast du Recht. Doch mit einen Blick auf Instagram habe ich meine Bedenken, ob es der Realität entspricht. Die ganzen Filter, all das übertriebene Make-up, etc. Da werden unerreichbare Schönheitsideale geschaffen. Ich selbst folge ein paar älteren Damen (auf Facebook), darunter Modells, die zeigen, dass Alter ein Privileg ist. Die finde ich super! Eine ist dabei, die oft ihr ungeschminktes Gesicht, ohne Filter, herzeigt und dazu schreibt, dass so das Gesicht einer 50jährigen aussieht und dass sie stolz drauf ist. Dabei zeigt sie auf ihre Falten, Flecken, usw. und betont, dass das normal ist. Diese Frau finde ich großartig. :D Jedenfalls glaube ich nicht, dass der Schönheitswahn vorbei ist, sondern sogar noch schlimmer geworden ist. Wobei ich denke, dass es nicht ganz wie früher ist, als man niemals "zu dünn" sein konnte.

      Ich finde Cat am interessantesten. Sie ist ganz anders als die anderen Mädchen. Sie ist etwas üppiger, wirkt weniger privilegiert, ist total verschüchtert und auch nicht so gut gekleidet. Wie ist es bei dir?

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    4. Bei Instagram habe ich irgendwie so eine Bubble, in der ich das Gefühl habe, dass es gar keine festgelegten Normen mehr gibt und Diversität doch ausgelebt wird, aber ich kann auch nicht sagen, ob
      unsere Gesellschaft im ganzen schon so weit ist. Ich habe nur das Gefühl, dass es besser und einfacher wird, "anders" sein zu dürfen. In den 90er/2000ern, in denen ich aufwachsen bin, sah
      das noch ganz anders aus, da hätte ich mich nie getraut, so wie heute rumlaufen. Da gab es ja auch im TV und den Medien so vorgefestigte Bilder eines "schönen Menschen", irgendwie sehe ich diese Vorgaben heute nicht mehr wirklich. Es ist bunter geworden und individueller. Ich hoffe, da mache ich mir nicht nur etwas vor. Natürlich sind wir noch weit davon entfernt, da zu sein, wo man sein könnte.

      So wie du, folge ich auch vielen Leuten, die keinen Filter nutzen und eben sich unbearbeitet zeigen. Für mich ist das auch eher normal geworden. Aber es liegt hier sicher auch an der Bubble. Ich weiß nicht, wie diese großen Influencer so drauf sind, gerade was auch so die jüngere Generation anbelangt.

      Ich kann mir aber nicht mehr so vorstellen, dass die Frauen noch wie damals leben und sich eben so sehr für Männer verändern wie es hier Mistys Mutter tut. Man muss sich nicht mehr verbiegen, um geliebt zu werden. Ich glaube, das haben wir Frauen mittlerweile gelernt.

      Ansonsten freue ich mich erst mal auf Stars Geschichte, die dann ja die nächste sein wird. Ich finde sie recht geheimnisvoll.



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    5. Juhu ihr beiden, mein langer Arbeitstag ist endlich zu Ende. Ich habe den Abschnitt heute morgen schon beendet, es tat sich aber keine freie Minute zum Abtippen auf.

      Ich bin gut angekommen.
      Emma macht mich neugierig. Ich rätsel auch fleißig, hab aber noch keine feste Idee. Vielleicht muss sie noch ein paar Mal in Aktion treten.

      Von den Mädels finde ich Star interessant, weil sie die einzige ist, die nicht bei den eltern lebt, wobei ich nicht sicher bin, ob die Mutter tot ist?!
      Und Cat, weil sie so ruhig ist. Hier vermute ich evtl starkes Mobbing in der Familie, vielleicht auch eine hübsche Mutter, die sich eine andere Tochter gewünscht hat.

      Ich verfolge bei Instagram ja das Leben normaler, wie auch prominenter Menschen und habe das Gefühl, dass viele Frauen im Rampenlicht kein Gefühl mehr für Schönheit haben. Ich bin ja total geschockt von diesen Monsterwimpern, Botoxlippen, die gleich platzen und allen anderen Kram. Früher war es zu braun vom Solarium, nun das. Und ich denke auch, dass es immer noch viele Frauen gibt, die sich für den Partner/Mann so verbiegen.

      Misty finde ich sehr reflektiert. In ihren Worten stecken wenig Emotionen. Bin gespannt, was da noch mit Charles kommt.

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    6. @andrea ich habe irgendwie schon jahrelang keine Botoxlippen mehr gesehen und auch keine schönheitsoperierten Menschen. Vielleicht ist es da echt gut, dass ich seit fast 20 Jahren keinen Fernseher mehr habe. Manche Sachen will ich auch einfach nicht sehen xD
      An die solariumverbrannten Mädels erinnere ich mich auch noch aus der Schulzeit, damals war auch jeder "fett", der nicht größe S hatte. Das fand ich extrem. Wurde damals aber auch im Fernsehen so vorgelebt irgendwie. Kein Wunder, dass gerade unsere Generation so mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte.

      Heutzutage ist vermutlich eher Rassismus das Hauptproblem an den Schulen.

      Bezüglich Frauen: Ich glaube, es hat geholfen, dass wir als Frauen heutzutage nicht mehr die Hausfrau sein müssen. Ich kenne zwar auch einige Autorenkolleginnen, die ihre Männer noch bedienen, aber viele ziehen doch ihr eigenes Ding durch und leben so wie sie wollen.

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    7. @ Jessi: Ich glaube, das kommt tatsächlich sehr auf die Bubble an. In meiner Bubble "müssen" Frauen mittlerweile alles sein. Karrierefrau, Mutter, Hausfrau, "Frau" an sich. Und wer eine Rolle davon nicht erfüllt, kommt beinah schon in Erklärungsnot. Egal, was eine Frau macht, es ist nicht ok. Man ist zu schick, zu ungepflegt, zu burschikos, zu weiblich, zu sehr geschminkt oder man macht nichts aus sich, zu dünn (man schaut nicht auf sich), zu dick (man lässt sich gehen), zu sportlich (das ist ja nicht mehr weiblich), zu unsportlich (man ist zu schwammig). Frauen sind immer "zu" und das kommt meist von den anderen Frauen. Anstatt sich gegenseitig zu unterstützen, wird immer nach dem "zu" gesucht, um sich daran aufzuhängen. Früher empfand ich das als viel geschmeidiger und meine Welt war in den Ansichten und im gegenseitigen Respekt viel bunter. Toleranz wurde gelebt und "leben" und "leben lassen" waren der Vibe. Mittlerweile ist vieles sehr kleinkariert geworden, wobei auf jedem I-Tüpfelchen herumgeritten wird, anstatt in Grauschattierungen zu denken. Ich finde das sehr traurig, bin aber zumindest in einem Alter, indem ich mir "meine Menschen" bewusst aussuche und mir die "anderen" egal sein können, wenn ich mich nicht auf sie einlassen will.

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    8. @Nicole das finde ich ja echt interessant, dass sich jeder da eine eigene Realität erschafft und alles dadurch anders wahrnimmt. Ich habe mich mittlerweile eh von allen Menschen getrennt, die mir nicht gut getan haben und es ist sicher 20 Jahre her, dass ich mich mal mit jemanden verglichen habe. Ich empfinde vieles als viel leichter,wenn man sich mit niemanden mehr vergleicht oder auch sich einreden lässt, wie man zu sein hat.

      Und ich kenne echt keine Frauen, die echt so sind wie du beschreibst. Höchstens aus den 90er und 2000ern.

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    9. Vielleicht ist’s wirklich auch ein Generationending. Ich bin ja doch ein bisserl älter als du XD Es geht weniger ums Vergleichen, sondern eher darum, andere kleinzuhalten. Im Job fliegen spitze Kommentare oftmals wie Giftpfeile durch die Gegend.
      Wenn ich so drüber nachdenke, hat das bei mir eigentlich erst mit dem jetzigen Job angefangen. Da sind viele in meinem Alter oder älter, und teilweise gibt es böse Stutenbissigkeit. In meinen früheren Jobs war das völlig anders.

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    10. Ja, vieles liegt wohl echt am Umfeld, es ist eigentlich wie mit der Familie, die einen so prägt. Später im Leben übernehmen das wohl andere.

      Ich bin auch echt froh und dankbar Autorin zu sein und so immer für mich allein zu arbeiten
      Ich komme mit gewissen Dingen in der Welt nicht klar. Mein Mann hatte ja such schon Jobs, in denen Mobbing echt noch krass vorhanden war, auch Rassismus. Er hatte zeitgleich aber auch Jobs, in denen man dafür unterschreiben musste, respektvoll miteinander umzugehen und Leute rausgeflogen sind, die andere ausgegrenzt haben. Ich glaube, heutzutage muss man sich halt auch nicht mehr alles gefallen lassen.

      Hin und wieder hören wir ja auch beim Wandern mal gemeine Sachen über unser Aussehen, aber das tangiert mich nicht mehr so recht, weil das mehr über die andere Person und ihre Unzufriedenheit aussagt. Oft ist es auch so furchtbar oberflächlich, weil den Leuten selten was Kluges einfällt.

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  3. 2. Leseabschnitt - Kapitel 5 bis Epilog

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    1. So, ich finde, Mistys Geschichte ging ja nun recht harmlos zu Ende. Sie hat Lloyd kennengelernt, den sie wirklich mochte und joa, ihre gemeinsame Flucht endete sehr schnell. Ich fragte mich, ob sie Lloyd irgendwann noch mal wiedersehen wird.

      Das mit Charles löste sich ja nun recht einfach, hätte da noch ne größere Sache erwartet.

      Zentral ging es bei Mistys Geschichte nun wohl darum, dass sie zwischen ihren Eltern stand, und so hin und her gerissen war, wie sie sich selbst verhalten soll. Sie hat ja verschieden Sachen vorgelebt bekommen.

      Die Bezeichnung "Waise mit Eltern" fand ich bei ihr ganz passend. Sie fühlte sich allein und es war ganz gut, dass sie sich nun öffnen konnte. Für mich haben ihre Eltern beide gleich viel Schuld an der ganzen Sache, sie haben ihr Kind definitiv vernachlässigt.

      Ansonsten muss ich ehrlicherweise sagen, dass mir bisher der typische Andrews-Sog fehlt. Als Autorin fühlte sich auch alle etwas so an, als wäre es hier der typische "Show dont tell"-Fehler begangen. Natürlich wurde es bewusst so aufgebaut, dass alle Mädchen nun erst mal ihre Story erzählen, aber dadurch bleibt doch eine gewisse Distanz vorhanden. Mistys Geschichte war aber auch sehr klischeebeladen, die Eltern passen halt direkt in ein typisches Muster. Ich bin gespannt, ob Stars Story lebhafter wird!

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    2. Also so ganz angetan bin ich von Mistys Geschichte nicht. Ich hoffe für die Gesamtwirkung, dass sich die Geschichten unterscheiden. Misty und Jade scheinen für mich augenscheinlich zB den gleichen Background zu haben.
      Dieses zwischen den Stühlen stehen, nicht gesehen werden, ausreißen wollen... alles nachvollziehbar, aber dennoch hat mir ein wenig Pepp, oder wie Jessi es sagt "Sog" gefehlt.

      Cathy macht mich weiterhin neugierig, ihre Mutter wurde ja nun beschrieben und sie ist anders als gedacht.

      Auf Star bin ich nun auch gespannt. Irgendwie habe ich ein Gefühl, dass sie vllt ein Kind aus einer Vergewaltigung war. Bei der Aussage von Misty stutzte sie so bzw. redete gegen.

      In Einzelbewertung wäre Misty 3 Sterne. Da ich die Bücher aber gebündelt lese, kann Misty noch durch Star "aufgewertet" werden.

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    3. @andrea ja, für mich wäre die erste Geschichte auch vom Gefühl her nicht mehr als 3 Sterne. Ich hoffe auch, dass es sich noch steigert.

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    4. Nun erzählt Misty von ihrer Rebellion und wie sie bei ihren Eltern zwischen zwei Stühlen steht. Ganz schlimm finde ich, dass sich die Eltern nur auf sich fokussieren und darauf, dem anderen wehzutun. Sie arbeiten gegeneinander und verwenden Misty als Schlachtwert gegeneinander. Mistys Mutter Gloria gibt das anderen Frauen gegenüber sogar offen zu. Nicht einem Moment hält einer von ihnen inne und fragt sich, was sie ihrem Mädchen eigentlich antun. Wie es ihr damit geht und wie man ihr durch die Situation helfen kann. Ich weiß schon, bei so einer Trennung haben die „Trennenden“ vermutlich so viel mit sich selbst zutun, dass sie dazu gar nicht in der Lage sind, sich um jemand anderen zu kümmern. Denn auch wenn jemand behauptet, dass eine Scheidung nach langer Zeit herbeigesehnt oder vernünftig war, es tut sicherlich jedem Beteiligten weh.

      Auch hier sind spannende Gedanken von Misty dabei. Zum Beispiel, wie es kommt, dass man jemanden liebt und auf einmal nicht mehr? Man verspricht jemanden, für immer da zu sein, und wendet sich dann ab? Man lässt sich scheiden, statt gemeinsam am Problem zu arbeiten?

      Mistys Rebellion gegen das Verhalten der Eltern kreuzt sich mit der Unbefangenheit der Jugend. Zuerst lässt sie sich auf den gepflegten, reichen und arroganten Charles ein, der sich als richtiger Arsch entpuppt und später mit Lloyd hat sie auch nicht gerade einen strahlenden Prinzen erwischt. Wobei Lloyd in meinen Augen einen guten Charakter hat, nur eben selbst total vernachlässigt wird. Schade, dass die Geschichte der beiden nicht gut ausgegangen ist, weil Lloyd den Laden überfallen hat. Nun sitzt er im Jugendgefängnis und hat, außer dem einen Brief, keinen Kontakt mehr zu Misty. Ich verstehe nicht ganz, warum Misty eine Bewährungsstrafe bekommen hat. Eigentlich war sie am Überfall nicht beteiligt, das hat Lloyd sogar ausgesagt. Sie saß ja nur auf dem Motorrad und hat gewartet.

      Interessant ist tatsächlich der Rahmen. Die vier Mädchen, die sich in Begleitung der Psychiaterin gegenseitig ihre Geschichten erzählen. Jetzt, nach der ersten Geschichte, fühlt es sich für mich an, als ob die Mädchen tatsächlich zueinander Vertrauen und sogar eine Verbindung aufbauen. Vielleicht ist diese Dr. Marlowe eine sehr, sehr kluge Frau.

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    5. Mir hat's tatsächlich gefallen. Ich mag auch den distanzierten Stil, weil ich die Handlung dadurch etwas "sachter" vermittelt bekomme, und bin bei 4 Sternen angelangt.

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    6. Bezüglich Mistys Bewährungsstrafe: In Amerika ist das Strafsystem teilweise ja eh sehr gestört, da reicht es manchmal aus, nur in der Nähe eines Verbrechens zu sein oder auch einen Straftäter in irgendeiner absurden Form bei der Durchführung einer Tat "geholfen" zu haben. Ich habe dazu mal eine interessante Doku gesehen, da wurde zum Beispiel jemand zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, der dem Täter einen Wagen geliehen hat, mit dem dann das Verbrechen begangen wird. Obwohl die besagte Person nichts davon wusste, für was der Wagen missbraucht wurde ...

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    7. Noch eine persönliche Anmerkung, bevor ich das noch vergesse: Ich arbeite in meiner Jugend ja selbst oft in Therapien und in Kliniken. Eine ganze Zeit war ich tagtäglich in einer Tagesklinik und da gab es einmal die Woche auch so etwas, was die Mädchen hier machen. Einer durfte eine Stunde lang "in die Gruppe gehen" (so wurde das genannt!) und man konnte halt alles über sich erzählen da und auch eben, was einen belastet. Ich hab dadurch natürlich einiges gehört, einmal habe ich das dann selbst gemacht und ich muss sagen, dass hat mehr geholfen als Gespräche mit Therapeuten, weil sie Leute halt Ähnliches erlebt haben und genau wussten, wie es sich anfühlt. Also das ist echt sinnvoll, sich da Gleichgesinnte zu suchen, die einen wirklich verstehen können.

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    8. @ Jessi: Das mit dem Wagen ist richtig verrückt.

      Kann ich mir gut vorstellen, dass eine Therapie in der Gruppe unter Leitung eines Therapeuten sinnhafter ist, als mit dem Therapeuten selbst zu sprechen. Und ich finde es schön, dass es für dich eine positive Erfahrung gewesen ist. Außerdem finde ich es total mutig, dass man sich einer Gruppe öffnet und über sich erzählt. Da gehört einiges dazu.

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  4. "Star"
    3. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 4

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    1. Ich habe nun auch schon mit Stars Geschichte begonnen. Sie hat also eine alkoholkranke Mutter, die auch öfter mal ausgerastet ist und im Grunde total überfordert mit ihrem Leben ist, wie das mit Rodney beweist. Stars Problem ist hier definitiv auch Vernachlässigung, ihr Vater macht sich aus dem Staub und die Mutter lacht sich einen neuen Kerl an. Die beiden Kindern können dann sehen, wie sie klarkommen. Ein weiterer Klassiker irgendwie.

      Ich kann gut verstehen, dass Star da gedanklich immer an einen anderen Ort reist. Dass sie da in der Schule die Kontrolle über sich verloren hat, beweist ja, wie viel Kraft es sie kostet, die Verantwortung für sich und auch ihren Bruder zu übernehmen. Ich hab ja auch in einem ähnlichen Alter eine Panikstörung entwickelt und bei mir waren seit jeher Bücher so eine gute Fluchtmöglichkeit. Ich kann sie auf jeden Fall verstehen.

      Ein klein wenig erfahren wir hier auch über Dr. Marlowe, das bleibt aber recht schwammig alles. Das gemeinsame Pizzaessen hätte man eventuell auch für ein stärkeres Miteinander nutzen können und für mehr Aktionen außerhalb der Erzählung, die auch hier irgendwie wieder Distanz schafft.




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    2. Das geht mir ordentlich nahe, wie Star ihr Leben bei ihren Eltern beschreibt. Da war kein einziger schöner Familienmoment dabei. Die Mutter eine Säuferin, der Vater steht hilflos daneben, das geht mir sehr, sehr nahe. Wie kann man nur so zu Kindern sein? Es gibt viele Kinder, die in zerrütteten Familien aufwachsen, doch wenn die Eltern nicht einmal für die körperliche Grundversorgung sorgen, dann trifft mich das. Star kümmert sich um den kleinen Bruder, kommt ständig in der Schule zu spät, träumt sich in Folge ins Leben anderer Menschen und diese Panikattacke fand ich auch sehr schlimm. Beschämend, dass zu diesem Zeitpunkt nicht einmal die Pädagogen an der Schule aufhorchen, als Star direkt vorm Direktor in Panik verfällt. Dann zieht auch noch dieser Aaron zu ihnen in die Wohnung, und ich bin mir sicher, dass dieser Einzug das Quäntchen zum Eskalieren der Situation ist. Stars Mutter ist krank und hätte wohl Hilfe gebraucht. Schade, dass ihr Mann das alles übersehen hat und einfach abgehauen ist. Wenigstens haben sie ihre Granny, die sich jetzt um die Kinder kümmert.

      Die Situation bei Dr. Marlowe gibt nicht viel mehr her als bei Misty. Wie erfahren ein bisschen mehr über Dr. Marlowe selbst, aber auch nichts Greifbares. Ich habe den Eindruck, dass die Gruppendynamik zwischen den Mädchen weniger als im 1. Teil beschrieben wird. Das kann ja jetzt noch kommen.

      Die distanzierte Erzählweise gefällt mir. So ist es für mich einfacher, das Geschehen zu verkraften, weil es auch meine Emotionen auf Abstand hält.

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    3. @Nicole das ist ein guter Punkt bezüglich der Distanz, denn es macht das Ertragen der Geschichte auch für mich viel leichter. Vom Lesegefühl ist es aber echt nicht so intensiv wie alle anderen Bücher, die wir bisher hatten. Bei den anderen Büchern habe ich echt mehr mitgelitten, hier lese ich auch ohne große Emotionen.

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    4. Hallo in die Runde. Die Distanziertheit gefällt mir glaub ich auch gut. Irgendwie passt es für mich so auch zum Thema Therapie/Gruppensitzung.

      Beim Pizzaessen hätte ich mir eine kleine Auflockerung gewünscht. Vielleicht ein paar Lächeln auf den Lippen, aber vielleicht haben sie auch einfach nicht die Muße zum Lächeln.

      Nun zu Star. Diese Geschichte bisher würde sich auch super als eigenständiger Roman machen. Wenn dieser sehr dicht erzählt wäre, hätte ich glaub ich sehr zu kämpfen. Und ihr werdet Lächeln, ich habe gestern ein HB bon einer Arbeiterfamilie in Glasgow gewonnen. Denke, dass wird in eine ähnliche Richtung gehen, außer dass der Junge seiner Mutter Stütze sein will.

      Stars Erfahrungen prägen und dafür erscheint sie mir von Anfang an noch sehr gefasst und offen. Vom Verhalten her, würde ich Cats Verhalten an dieser Stelle verstehen und ich werde immer neugieriger, was bei ihr und auch Jade los ist.

      Die Geburt des Bruders, der Weggang des Vaters, das Dazwischen und nun dieser neue Mann. Als sie im Sonntagsdres rein kam, wusste ich sofort, dass sie geheiratet hatten. Aber wie geht dies wirklich rechtlich? Wenn sie eigentlich noch eine Fisher ist. Ich freu mich aufs Weiterlesen.
      Ich schreibe gerade aus dem Hotelbett. Wir hatten einen blöden Januar und gönnen und eine Auszeit. Nach der Frühstückssuche freue ich mich heute auf ganz viel Zeit in Buchhandlungen. Brauche mal wieder das Stöbern.
      Bis später.

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    5. Andrea, das freut mich total für euch, dass ihr euch eine Auszeit gönnt. So soll es zwischendrin mal sein, damit man wieder zu Atem kommt. <3

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    6. @Andrea ich hoffe, du kannst dich gut erholen. Ihr seid in Leipzig, oder?
      Als ich noch in eurer Ecke gelebt habe, war das auch meine Seelenstadt irgendwie, aber hauptsächlich weil es damals ein Traum für Urban Explorer war mit den ganzen List Places.

      Ich glaube bei dem einzelnen Geschichten wurde wohl Wert darauf gelegt, dass es sich von einer Erzählung zur nächsten steigert. Ich denke, Cat hat wohl auch dann die schlimmste Vergangenheit von allen. Sie wirkt irgendwie auch am Verschlossensten von allen.

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    7. Wir sind seit gestern Nachmittag wieder in der Altmark/zu Hause.

      War ein entspanntes WE. Wirklich schön. Ich hatte in einer Buchhandlung wirklich kurz "Lost Places in Leipzig" in der Hand.

      Da kenne ich mich leider nicht aus.
      Finde das Thema interessant, aber da gibt es Menschen, die da mehr Sinn hinter sehen, als ich 😅

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  5. 4. Leseabschnitt - Kapitel 5 bis Kapitel 8

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    1. Stars Geschichte fand ich auf jeden Fall interessanter als die von Misty, auch wenn für mich wieder die Distanz zu spüren war.

      Die Geschichte von Steve fand ich hier sehr traurig, sie zeigt doch, wohin sich das alles entwickeln kann. Die beiden hatten sich echt gefunden, man hat gespürt, wie wichtig es ist, Gleichgesinnte zu treffen und damit einfach Menschen, die einen wirklich verstehen können. Nur hatten Steve und Star sich nicht wirklich gegenseitig helfen können. Dafür steckten sie wohl zu tief in ihren eigenen Problemen drin.

      Stars Mutter verschwand ja recht schnell, vielleicht ist das aber auch besser so. Wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann dass es nie gut ist, sich an Leute zu binden die einen nicht gut tun. Star und Rodney sind besser ohne diese Frau dran! Die Großmutter scheint ja auch echt toll zu sein. Fragt sich nur, wie lange sie noch für die beiden da sein kann.

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    2. Star und Rodney sind also zur Granny gekommen, weil sich Stars Mutter abgesetzt hat. Es hätte den beiden Schlimmeres passieren können, denn bei der Granny sind sie sicherlich besser aufgehoben.

      Dann erfahren wir mehr über Stars erste Liebe und welche tragische Wendung alles genommen hat. Sie ist verliebt und der Junge fällt ins Koma, weil er von seinem Vater verprügelt wurde. Dieser Teil hat mich weniger mitgenommen, obwohl die Ereignisse total tragisch sind. Vielleicht liegt es daran, dass Star von daheim aus so viel erdulden musste, dass ich hier nicht mehr mitfühlen konnte.

      Nach wie vor mag ich es, dass eine emotionale Distanz zu den Ereignissen durch die Rahmenhandlung geschaffen wird. Dadurch, dass Star ihre Geschichte erzählt, bin ich nicht so tief in der Geschichte drin und halte es mehr aus. Aber es stimmt auf jeden Fall, dass dieses Vorgehen kaum dem Stil der Autorin entspricht.

      Außerdem würde ich mir wünschen, dass der Rahmen etwas ausgefeilter erzählt werden würde. Beim Lesen wird man auch hier auf Abstand gehalten und erfährt kaum mehr über die Mädchen und Dr. Marlowe.

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    3. Ich habe mich gefragt, ob die Geschichten der Mädchen vielleicht nach "Garten der Versuchung" spielen und es in dem "Hauptband" ev. um Dr. Marlowe und ihre Schwester Emma geht. Den Klappentext habe ich bewusst nicht gelesen.

      @ Jessi: Stimmt, Stars Geschichte war von der Handlung her viel interessanter als Mistys Geschichte. Es liegt wohl auch daran, dass es Misty zumindest nicht an der Grundversorgung gemangelt hat und sie im Vergleich zu Star "nur" ein Scheidungskind ist. Wodurch ich keinesfalls ihre Situation herunterspielen will.

      Bei Star kann ich es übrigens etwas besser nachvollziehen, dass sie auf Bewährung ist, weil sie doch das Leben anderer Menschen gefährdet hat, als der Unfall verursacht wurde. Dieses amerikanische System kann schon sehr hart sein, dennoch glaube ich, dass Star in ihrem Fall davon profitiert. Dadurch wird ihr kostenlos die Therapie ermöglicht.

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    4. Mich hat die Story von Star und Steve auch nicht so recht mitfühlen lassen, das lag bei mir aber eher daran, dass alles zu schnell erzählt wird. Gerade zu gewissen anderen Personen in den Erzählungen hat man keinen rechten Bezug, weil eben nur über sie erzählt wird. Steve besitzt ja sicher auch eine tiefere eigene Geschichte, die wir nur ganz oberflächlich mitbekommen durften.

      Interessanter Gedanke, dass der letzte Teil vielleicht vor alledem spielt. Eventuell geht es da echt um Dr. Marlowe und ihre Schwester. Den klappentext habe ich hier auch nicht gelesen, meine erste Vermutung wäre aber irgendwie ein gemeinsames Abenteuer der vier Mädels wie im letzten Buch.
      Irgendwie fehlt mir auch bisher eine Verbindung aller vier. Klar, sie verstehen einander, aber mehr ist da für mich nicht.

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    5. Die zweite Hälfte von Star hat mir auch gefallen. Die Geschichte hat bei mir deutlich mehr gewirkt, als die erste. Durch die Granny hat die Geschichte auch irgendwie was positives. Ich fand den Abschied der Tagessitzung echt süß, wie sich alle von der Grandma verabschiedet bzw. sie gegrüßt haben. Sie haben anscheinend alle erkannt, wie wichtig diese Person in Star's Geschichte war.

      Ich hätte gern am Ende noch etwas mehr über Rodney erfahren. Gab es dazu am Anfang der Geschichte was. Ich habe nur im Kopf, dass Schule nicht sooo einfach für ihn ist.

      Steve, die Annäherung der beiden war so vorsichtig und schön zu lesen. Man könnte sagen, gesucht und gefunden. Auch die Erklärung von Dr. Marlowe, dass er Rodney das gegen wollte, zB beim Vergnügungspark, was er nicht hatte als Kind. Und gleichzeitig Star, die sowas wie Eifersucht spürt, weil ihr entgegengebrachte Aufmerksamkeit wieder fehlt.

      Das Steve seine Geschichte kurzzeitig etwas in den Vordergrund geraten ist, hat mich nicht gestört. Ein tragisches Ende. Und ein Zeichen, was passieren kann, wenn man sich wehrt und evtl etwas gegen den stärkeren Part sagt.

      Für mich volle Punktzahl. Ergibt Band 1 +2 = 4 Sterne.

      Ich hätte übrigens gestern auch schon mit Jade anfangen können, hätte ich zeitlich nicht gedacht, aber ich habe das Buch natürlich nicht mitgenommen gehabt. Starte heute Abend mit dem dritten Band.

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  6. "Jade"
    5. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 3

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    1. Mit Jade habe ich auch schon begonnen, anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit ihr, sie wirkt doch manchmal sehr überheblich. Sie besitzt eigentlich eine ähnliche Story wie Misty, nur das hier wohl von Anfang an keine echte Liebe vorhanden war. Gesellschaftlicher Zwang hat wohl dafür gesorgt, dass ihre Eltern sich für ein Kind entschieden, schließlich entspricht das der Norm. Eine Scheidung ja irgendwie auch, inklusive Schlammschlacht um das Sorgerecht. Ein weiterer Klassiker hier also. Mutter und Vater geht es nur ums Gewinnen, mehr nicht und das ist hier echt abartig wie Jade benutzt wird.

      Jade, aufgewachsen im Luxus, merkt also erst jetzt, was ihr eigentlich schon immer gefehlt hat: Echte Liebe und wahres Interesse. Ihre Eltern tun jetzt nur so, als wären sie Eltern. Der Vergleich mit der Firma ist bitter, aber sehr nahe an der Wahrheit. Puhh, mir tut sie auf jeden Fall leid. Das Ende von dem Kapitel deutet ja nun auch an, dass sie weggelaufen ist und dass niemandem das aufgefallen ist.

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    2. Weiter geht es mit Jade, dem Mädchen mit den grünen Augen. Ich musste ja immer schmunzeln, wenn sie von sich behauptet, dass sie kein Snob ist. Gleichzeitig betrachtet Jade die anderen Mädchen als unkultiviert, wobei ich von den anderen keinen unkultivierten Eindruck habe. Jade und Star liefern sich gern ein Geplänkel. Von den Lebensumständen her sind sie sehr, sehr verschieden, dennoch vereint sie beide Schmerz.

      Jades Leben klingt absolut märchenhaft, solange man nicht genau hinsieht. Reichtum, wohin man blickt. Ein riesiges Haus mit 800 Quadratmeter, Köchin, Gärtner, Chauffeur und ein begehbarer Kleiderschrank. Es fehlt an nichts. Mir gefällt, dass Jade sehr reflektiert damit umgeht und ihr bewusst ist, dass sie in einem Kokon aus materiellem Reichtum aufgewachsen ist. Zudem mag ich, dass sie sich für den Reichtum nicht schämt, denn ihre Eltern haben dafür gearbeitet und sich den materiellen Wohlstand aufgebaut. Die Kosten muss aber Jade dafür bezahlen. Für mich auch nicht verständlich, wie sich Menschen lieben können und auf einmal nicht mehr. Ihre Eltern stand plötzlich in ständiger Konkurrenz mit sich selbst, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen. Ganz schlimm, dass Jade als Trophäe der Scheidung herhalten soll und mit ihr sozusagen der Gewinner des Konflikts gekürt wird. Egal ob ihr Mutter oder ihr Vater, jeder sieht nur sich selbst und den Drang zu gewinnen. Wer definitiv verliert ist Jade. Auch hier bin ich wieder einmal schockiert, wie wenig man sich für das eigene Kind interessieren kann. Vor der Scheidung wirkte Jade wie eine Bürde für die beiden. Haarklein war ausverhandelt, wer sich wofür Zeit nehmen muss und wofür wer finanziell auskommt. Wie sie während des Scheidungskrieges mit ihr umgehen, ist regelrecht toxisch. Sie wird als Werkzeug eingesetzt, um den anderen auszuspionieren, zu schaden, etc. Was machen diese Eltern da bloß?

      Der Rahmen der Therapiesitzung bzw. in der Praxis bleibt wieder recht blass. Emma ist wieder da und die Mädchen merken, dass sie eine sehr einsame Person ist. Langsame frage ich ich mich, ob wir jemals mehr über Dr. Marlowe und ihre Schwester Emma erfahren werden.

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    3. Ich hoffe, dass wir jemals mehr über Emma und Dr. Marlowe erfahren ;)

      Jade, auch ich habe bei ihr immer die grünen Augen vor Augen.
      Hier war ich mir immer unsicher, in welche Richtung ihre Geschichte geht, weil sie doch oft bei den anderen einwarf, dass es bei ihr ähnlich ist.

      Der "Fall", der hier beschrieben wird, ist für mich ein wahrgewordenes Scheidungskind. Fragt mich nicht wieso, Scheidungskinder werden ja alle bezeichnet, bei denen die Eltern getrennt sind und eine Scheidung erfolgt ist. Aber für mich persönlich ist ein Scheidungskind ein, welches diesen Krieg zwischen den Eltern miterlebt hat bzw. auf dessen Schultern er ausgetragen wurde. Dieses typische "sagt deiner Mutter... richte deinem Vater aus..." eine Katastrophe!

      Ich kann hier tatsächlich nicht einschätzen, ob von einem Elternteil Liebe ausgeht und einem wirklich was an Jade liegt. Ich bin aber nicht immer sofort Partei Mutter, wie es als Standardausgang bezeichnet wird. Interessant auch, dass der Vater nicht auszieht, weil es zu seinem Nachteil wäre, a la er ging ohne sein Kind. Arbeiten tun beide viel. Ihr wisst es vielleicht schon. Ich würde mich freuen, wenn keiner der beiden das Sorgerecht bekommt und das Sorgerecht bei höherer Instanz bleibt, bis sie volljährig ist.

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  7. 6. Leseabschnitte - Kapitel 4 bis Kapitel 7

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    1. Ich hätte nicht erwartet, dass mich gerade Jades Geschichte noch schocken kann. Die Sache mit ihrem Internetfreund war echt krass, vor allem, wie er sie da nackt gefesselt hat. Puhh, das war wieder so ein Andrews-Moment und hier war ich echt mal froh, dass alles so distanziert berichtet wird und man halt schon wusste, dass Jade da heil herausgekommen ist.
      Alles ging ja noch mal echt gut aus, traurig und bitter aber, dass die Eltern von dieser Geschichte nie etwas erfahren haben, ja, noch nicht mal merkten, dass ihr Kind weg ist und in Gefahr war.

      Dann die Richtersache und das mit den Schlaftabletten, die wohl nur ein Hilfeschrei waren, weil der Druck einfach zu groß war. Ich sehe es wie der Richter, sie sollte eigentlich ganz wo anders und fern ihrer Eltern leben. Nur wo wäre das?

      Bisher hat mir Jades Geschichte doch am meisten gefallen. Auch wenn mir auch hier wieder das 5-Sterne-Gefühl fehlte.

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    2. In diesem Chatfreund aus San Francisco (Craig) findet Jade etwas Ablenkung, weil sie gar so unter Druck gesetzt und von ihren Eltern aus dem eigenen Leben vertrieben wird. Bei der Flucht nach San Francisco hatte ich schon eine Ahnung, dass jemand hinter dem Chat versteckt. Dass es gar so krass wird, hätte ich nicht gedacht. Auf einmal sind wir fast mitten in einem Thriller gesteckt. Das war ordentlich beängstigend als Jade von diesem Irren eingesperrt wurde. Der war absolut verrückt. Ich war froh, dass ich wusste, dass sie da rauskommen wird. Trotzdem habe ich mitgefiebert, wie sie die knarzende Treppe runter ist und den Typen ausgetrickst hat. Zieht sie der nackt aus und fesselt sie ans Bett, um ihr Kinderbücher vorzulesen. Das ist mal eine richtig schräge Angelegenheit und mir sträuben sich die Nackenhaare bei der Vorstellung.

      Sehr, sehr traurig, dass ihre Abwesenheit niemanden aufgefallen ist. Was denken sich diese Eltern, sie vollkommen allein daheim zu lassen und sich nicht einmal zwischendurch zu erkundigen? Schlimm finde ich aber, als Jade von ihrem furchtbaren Abenteuer in San Francisco erzählt, niemanden diesen Irren aufgreift oder zur Verantwortung zieht. Diesmal ist Jade entkommen, aber was ist, wenn es Craig wieder gelingt, ein Mädchen anzulocken?

      Dann geht es wieder um die Scheidung der Eltern und deren Machtspiel um das Sorgerecht. Als Jade beim Richter aussagt, merkt man, dass dieser ein gutes Gespür hat und vor allem ein solides Urteil fällen will. Er nimmt sich Zeit, alles abzuwägen, ihr zuzuhören und überlegt auch, welche Fragen er ihr stellt, um zu einer Bewertung zu kommen. Die Sachlage hat er wohl schnell durchschaut, wie sehr das Mädchen von den Eltern unter Druck gesetzt wird.

      Der Hilferuf mit den Schlaftabletten hat das elterliche Gezerre beendet. Ich hoffe, dass es so bleiben wird. Für mich fühlt es sich fast wie ein Happy End für Jade an.

      Für mich war es auch wieder eine gute Geschichte. Mit diesem Krimi-Part um den Chatfreund Craig hatte ich nicht gerechnet. Das war mittendrin mal ein feiner Kniff, der Jades Geschichte von den den anderen beiden unterscheidet.

      Jetzt haben wir etwas mehr über Emma erfahren. Sie ist ein Rosaroter-Brillen-Mensch und hat viel zu früh geheiratet. Dr. Marlowes Vater war wohl ein sehr überzeugender Mann.

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    3. @ Jessi: Die Szenen in San Francisco waren wirklich heftig. Da bin ich auch sehr froh, dass sich der Andrews-Stil nicht in vollem Umfang zeigt, denn dass wäre wohl sehr schwer zu verkraften gewesen.

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    4. Jedes Eltern sind echt schrecklich, ich finde ja Desinteresse ist schon mit das schlimmste, was man einem Kind antun kann. Ich spreche da ja auch aus Erfahrung leider. Letztendlich macht das alles aber auch stärker und ich glaube, dass Jade auch eine Menge gelernt hat. Man kann die eigenen Eltern eh nicht ändern und Liebe lässt sich nun mal nicht erzwingen. Es gibt ja auch Familien, in denen vieles nur vorgespielt wird, eben auch Interesse, das vielleicht gar nicht wirklich da ist .

      Als Richter, gerade in so Sorgerechtsfällen, muss man echt sensibel sein und vor allem auf die Bedürfnisse des Kindes achten. Jade weiß nur im Grunde gar nicht, was sie will. Ich denke mal, von ihrer Seite ist da auch keinerlei Liebe vorhanden. Ihre Eltern sind wie Fremde für sie.

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    5. Ich musste heute morgen direkt nach Jades Flucht aus dem Haus aufhören zu lesen. Vorher? Keine Chance. Wirklich ein kleiner Thriller. Mir kam er an der Tür noch so nett vor, dass Craig dann so viel aus dem Emails erzählt hat, kam mir komisch vor und als er sie ins Zimmer geleitete zum warten, wusste ich, JETZT passiert was. Wirklich gruselig und im Detail wäre das wirklich schwer zu ertragen gewesen.

      Hier kam auch gleich mein Gedanke auf, dass dss Thema Missbrauch noch fehlt und irgendwie erhärtet sich mein Verdacht, dass es die stille, vorsichtige Cat getroffen hat.

      Zu den Eltern kann ich nicht viel sagen. Alles sehr materialistich. Auch nach dem Tablettencocktail, erscheint das Thema Haus wichtiger, als Jade.

      So langsam spürt man aber, dass die Mädels sich annähern wollen.

      Bei mir ruft dad Bett. Werde morgen früh direkt weiterlesen.

      Habt alle eine gute Nacht.

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    6. @Andrea Für Cats Geschichte wirst du sehr stark sein müssen, denn deine Vernutung ist richtig!

      Ich finde ja, die ersten drei Geschichten ähneln sich doch sehr, auch wenn die Eltern sich etwas unterscheiden geht es doch hauptsächlich um pures Desinteresse und Vernachlässigung.

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    7. Stimmt, die ersten drei Geschichten sind sich ähnlich, wenn auch das Umfeld und die Bedingungen verschieden sind.

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  8. "Cat"
    7. Leseabschnitt - Prolog bis Kapitel 4

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    1. Cats Geschichte fängt schon einmal etwas anders an als die der anderen. Bisher war der Startpunkt immer bei Dr. Marlowe, entweder direkt vor der Praxis oder beim Betreten. Bei Cat erhalten wir gleich einen Einblick in ihr zuhause.

      Für Cat ist es jedenfalls eine außerordentliche Stresssituation auf die sie sogar körperlich reagiert. Sie muss sich daheim übergeben, weil ihr die Situation so arg auf den Magen schlägt. Auch bei der Auswahl ihres Kleids waren wir dabei und haben einen ersten Eindruck von ihrer strengen und bigotten Mutter erhalten. Schlimm, dass die Mutter derart gegen die Therapie ist. Bei einer Person, die so sehr auf Privat- und Intimsphäre setzt, ist es dennoch gut nachvollziehbar.

      Cats Erzählung dürfte wohl die schwerwiegendste sein. Sie nähert sich in sehr kleinen Schritten dem Kern der Geschichte an. Derzeit deuten alle Signale in Richtung Missbrauch durch den Adoptivvater. Was haben wir über Cat erfahren? Sie ist adoptiert und wusste das lange Zeit nicht. Ihre Mutter ist äußerst prüde. Sie lehnt Nacktheit absolut ab und körperliche Leidenschaft scheint bei ihr richtige Zorneswallungen auszulösen. Cats frühe Entwicklung geht ihr dabei ganz schön gegen den Strich. Interessant ist beschrieben, wie sehr Cat unter dieser frühen Entwicklung leidet. Mir kam es häufig vor, dass Mädchen eher unter einer späteren Entwicklung leiden. Wie schlimm es ist, wenn alles ein bisschen früher als bei den anderen losgeht, habe ich noch nie so genau betrachtet. Jedenfalls ist es für mich auch wieder eine interessante und erweiternde Perspektive.

      Die Mädchen necken sich gegenseitig und haben sogar zum Club ausgerufen. Bisher spüre ich ihre Verbindung nicht, doch sie scheinen sich zu bemühen und an einer gegenseitigen Freundschaft interessiert zu sein.

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    2. Bisher fühlte sich jede Geschichte auf ihre Weise unangenehm an. Doch sobald es um die körperliche Unversehrtheit geht, beginnt sich alles in mir zu winden. Das war bei Star so, die von ihren Eltern auf’s Gröbste vernachlässigt wurde, und die bisherigen Andeutungen auf den sexuellen Missbrauchen drehen mir den Magen um.

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    3. Ich dachte mir auch schon, dass Cats Geschichte wohl die extremste sein wird. Bei der Badewannenszene mit dem Vater bekam ich eine Gänsehaut! Es deutet schon an, in welche Richtung es geht, fragt sich, ob die Mutter von alledem etwas mitbekommen hat oder nicht.

      Man spürt bei Cat richtig, dass sie gar nicht genau wusste, wie sie mit ihrer frühen Entwicklung zur Frau umgehen sollte. Die Mutter hat es versucht zu unterbinden, während der Vater plötzlich Interesse zeigt. Sie steht also auch verloren zwischen ihren Eltern. Spannend fand ich hier auch, dass es zu Beginn einen Einblick in ihr Zuhause gab, das hätte ich irgendwie auch im Nachhinein bei den anderen Storys noch schön gefunden. So eine Momentaufnahme!

      Ich bin gespannt, habe aber auch etwas Angst vor dem, was nun noch kommt!

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    4. Dass es bei Cat am Ende noch einen "Knaller" gibt, haben wir alle geahnt. Ihre Ängstlichkeit, ihre sehr zurückgezogene Persönlichkeit kommt ja nicht von irgendwo her. Nur vor was hatte sie eigentlich Angst? Sie muss sich doch eigentlich überall wohler fühlen, als Zuhause.
      Das körperlicher Missbrauch im Raum steht ist nun klar. Aber ich kann ihr Auftreten in der Gruppe, vor allem bei Misty am Anfang nicht so recht einordnen.

      Am gruseligsten empfand ich wohl, das Krabbelfingerspiel. Hätte mir das ein Mädchen erzählt und sich dabei so über dieses Spiel gefreut, wäre ich wohl mit offenstehendem Mund aus allen Wolken gefallen.

      Ich bin nun neugierig, wie lange das schon geht und ob ihre Wahrnehmung sogar in die Richtung geht, dass es ok/normal ist, weil sie es nicht kennt und vllt die einzige Nähe ist, die sie kennt.

      Habe Bauchschmerzen, was auf den letzten Seiten kommt. Die hebe ich mir für heute Abend auf.

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  9. 8. Leseabschnitt - Kapitel 5 bis Epilog

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    1. Puh, das war wohl der härteste Abschnitt in diesem Buch. Der "Vater" und seine Lektionen, puhh, da wurde mir echt übel. Cat hat gar nicht verstanden, was da mit ihr passiert ist, sie hat sich eigentlich sogar über das Interesse ihres Vaters gefreut. Schockiert hat mich hier echt, wie er sie manipuliert hat, sowohl mit den Geschenken, als auch mit der Offenbarung über die Adoption, nur um dann ihre Schwäche auszunutzen. Cat tut mir hier echt leid. Stark, wie sie das alles nun erzählen konnte. Das muss doch unfassbar schwer sein, dass alles im Nachhinein noch mal hochkommen zu lassen.

      Dass am Ende auch noch ihre Mutter offenbart hat, dass sie in Wahrheit ihre Schwester ist, hat sich hier zum ersten Mal richtig Andrew-Typisch angefühlt. Ich fand Cats Geschichte auf jeden Fall am intensivsten von allen, muss aber sagen, dass hier die Verbindung der Mädchen untereinander für mich kaum eine Entwicklung bekam. Es hätte da doch irgendwie noch einen stärkeren Moment zwischen allen gebraucht, gerade, da nun alle die Geschichten der anderen kennen. Zusammenhalt oder gar Freundschaft spüre ich da noch nicht wirklich.

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    2. Cats Geschichte empfand ich als etwas schräg. Der Missbrauch durch den Adoptivvater ist sehr merkwürdig abgelaufen. Wie er Schritt für Schritt vorgegangen ist, um sie letztendlich ins Bett zu kriegen, war so etwas von abstoßend. Dieser Deckmantel, dass er ihr lernen will, was auf sie zukommen wird, da schüttelt es mich.
      Ich finde, dass Cats Gedanken dazu wirklich gut erzählt sind. Was sie sich jeweils gedacht hat, dass sie zwischenzeitlich sogar stolz war, weil sie anderen Mädchen etwas voraus hat, und auch, dass ihr einiges seltsam vorgekommen ist.
      Auch die Art und Weise wie Cat innerhalb der Gruppe davon erzählt, empfand ich als authentisch. Wie es nach und nach aus ihr tröpfelt, manchmal geht es für sie einfacher, dann gerät sie wieder ins Stocken. Wirklich gut gemacht.
      Zu Cats Mutter kann ich gar nicht viel sagen. Traurig, dass sie in dieser arrangierten Ehe gelandet ist. Vermutlich wäre ein Leben als Ordensschwester für sie erfüllender und weitaus angenehmer gewesen. Ich verstehe nur nicht ganz, warum ihre Eltern Cat nicht selbst aufziehen wollten und sie stattdessen der eigenen Tochter zur Adoption gegeben haben. Ist ja nicht schlimm, wenn man einen Nachzügler bekommt.

      Dr. Marlowe und ihre Schwester Emma werden vermutlich ein Geheimnis bleiben. Die Mädchen haben sich durch die Gespräche gehangelt, sich gegenseitig aufgerichtet und sich gegenseitig Hilfe angeboten. Das finde ich sehr schön.

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    3. @ Jessi: Ich bin ganz bei dir. Die Rahmenhandlung um die Mädchen fühlte sich dann doch sehr lose an. Da gab es keinen großen Knall oder den Eindruck, dass sie nun richtig zusammengeschweißt sind. Da hat ein Quäntchen gefehlt.

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    4. Ich glaube, der Vater hat sie so geschickt manipuliert, dass Cat es am Ende selbst sogar ein klein wenig wollte und gar nichts Falsches mehr daran gesehen hat. Das fand ich irgendwie am schlimmsten an seinem Verhalten, dieses Spiel mit ihrer Psyche
      Er hat sie einfach ausgenutzt, um es ganz klar zu sagen. Vermutlich dachte er auch noch, ihr einen Gefallen zu tun, weil er ihr alles "beigebacht" hat. *Kotz*


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    5. Hallo ihr Zwei,
      ich bin schon seit 2 Tagen durch, kam aber nicht an den PC. Nun tippe ich doch auf dem Handy.

      Also die Beschreibungen fand ich auch ekelhaft. Lektionen, so habe ich von Missbrauch auch noch nicht gelesen. Andererseits Cathys Unwissenheit, das Nichterkennen, dass da ganz gehörig was falsch läuft. Die Blindheit der Mutter, die irgendwie mit sich selbst nicht im Reinen war. Und ja, der "ich bin deine Schwester- Moment" kam aus dem Nichts und dennoch typisch Andrews. Der Einwurf, dass die Eltern sich auseinandergelebt hatten, dann wieder zusammen gefunden hatten und im höheren Alter noch ein Kind entstand. Naja.

      Ich bin gleich so mutig und lese innden KT von Band 5 rein. Will nun wissen, ob es um die Freundschaften geht oder um Dr. Marlowe und Emma.

      Die Dynamik fand ich gerade bei Cathy auch mau. Die einzigen Einwürfe waren "lass sie doch reden". Wenig Emotionen bei dieser Geschichte.

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    6. Den Klappentext habe ich nun auch schon mal gelesen, wollte auch wissen, wie es nun weiter gehen wird. Wollen wir den letzten Teil dann auch in einer Leserunde lesen? Wenn ja, könnt ihr das Datum wie immer entscheiden. Ich mag die Reihe auf jeden Fall abschließen, auch wenn sie etwas schwächer als alle anderen war.

      Noch etwas zu den Eltern und damit auch zur zeitlichen Einordnung: Sind wir in den 80ern? Oder später? Anscheinend hatten die Eltern ja ein Problem damit, in ihrem Alter noch ein Kind aufzuziehen. Sicher weil sie Angst vor der gesellschaftlichen Meinung ... aber in welcher Zeit war dies denn wirklich noch schlimm?

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    7. Juhu, ich habe nochmal nachgeschaut. Alle Bände sind 1999 erschienen. Dann denke ich beinahe, dass sie in den 90er Jahren spielen. Fand es gab dieses Mal wenig Andeutungen, an denen man die Zeit festmachen könnte. Egal ob Musik o.ä.

      Ich hatte jetzt im Februar eigentlich noch andere Bücher (Challengebücher) auf dem Schirm, aber da es im März mit "Der Übergang" los geht, sieht es da auch mau aus.

      Was meint Nicole?
      Wie sieht deine Leseplanung im Februar aus?

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    8. Hier bin ich nun auch wieder. :P Die letzten Tage waren etwas anstrengend.

      Es wäre toll, wenn wir den letzten Band gemeinsam lesen. Februar geht sich bei mir wahrscheinlich nicht mehr aus. Morgen starten Martina und ich mit dem letzten Band der Bahlow-Saga. Das ist ein dickes Ding und ich kann schwer einschätzen, wie lange ich dafür brauche. Ev. schieben wir es noch um den 23. Februar ein? Ansonsten würde es bei mir ab dem 13. März wieder gehen, weil davor wieder eine längere Dienstreise ist. Was meint ihr?

      Ich denke übrigens auch, dass diese Reihe in den 90ern spielt.

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