Donnerstag, 2. April 2026

[Spontane Leserunde] Der Richter und sein Henker - Friedrich Dürrenmatt

 


Erneut haben meine Autorenfreundin Sandra Pulletz und ich ein Buch entdeckt, dass wir gemeinsam spontan hier lesen. 

Dabei handelt es sich um "Der Richter und sein Henker" von Friedrich Dürrenmatt.

Da das Buch keine Kapitel und Einteilungen hat, lesen wir grob eingeteilt in drei Abschnitte.


Leseabschnitte

1. Abschnitt - Anfang

2. Abschnitt - Mitte 

3. Abschnitt - Ende


33 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ich freue mich, dass wir es wieder so spontan geschafft haben, diese Leserunde zu machen udn danke auch fürs Schnelle erstellen!!!

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    2. Oh ja, ich freue mich auch sehr, dass es so schnell und spontan geklappt hat. Vielleicht passt das auch besser zu uns als langfristiges Planen. :)
      Ich hatte mir das Buch schon vor einer Weile rausgelegt, aber erst jetzt das Gefühl gehabt, dass es Zeit ist.

      Welche Ausgabe hast du denn?

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    3. ich hab die von Diogenes. Und du? - spontan ist glaub ich meist ziemlich gut :D

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  2. Antworten
    1. Habe gerade gestartet und musste schon etliche Male schmunzeln!!!

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    2. Ich hab das Buch in meiner Ausgabe jetzt mal grob in 35 Seiten je Abschnitt aufgeteilt und den ersten Abschnitt jetzt beendet. Auf den ersten Problemen hatte ich ein paar Probleme mit der Sprache, doch daran habe ich mich schnell gewöhnen können. Es beginnt ja zum Glück auch sehr spannend mit dem Fund eines Toten, der auch noch Polizeileutnant ist. Irgendwie fand ich es witzig, aber auch bizarr wie der Dorfpolizist mit dem Toten durch die Gegend fährt. xD heute würde man einen Tatort ja unberührt lassen.

      Bärlach und seine gesundheitlichen Probleme, ist auch schräg, so viel wie er raucht. Aber damals hielt man Rauchen wohl noch nicht für gefährlich. Gemeinsam mit Tschanz ermittelt er nun also und eine Spur führt ja nun zu dieser Gesellschaft. Bin gespannt, was da noch rauskommt. Anfangs dachte ich irgendwie, Bärlach verdächtigt Tschanz, weil er seinen Verdacht nicht äußern wollte und es im Grunde noch keine Tatverdächtigen gibt.

      Kannst du dich denn noch an das Ende erinnern?

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    3. Ja, ganz dunkel erinnere ich mich noch an das Ende, aber so sicher bin ich mir nicht mehr *g also wird es spannend, aber wir sind ja erst am Beginn ...
      Es war irgendwie echt merkwürdig, das Buch in der alten Rechtschreibung zu lesen. Weiß nicht, ob du eine neuere Ausgabe hast?
      Auch Wörter wie "Tram" (bei uns in Ö gibt es das ja auch!) und "Bureau" ein Augenschmaus für mich!
      An die Sprache konnte ich mich recht gut gewöhnen, auch so ein "Bild" tauchte bei mir auf. Also bis jetzt ist alles düster und dunkel in meinem Kopf, wenn ich an die Umgebung im Buch denke.
      Den Bärlach (und den Namen!) finde ich ja ganz sympathisch ... und auch irgendwie witzig *g
      Besonders die Szene, als er bei der Vermieterin des Toten steht und redet u.a.:
      "Nein, er ist nicht in den Tropen, er ist mehr in der Höhe", sagt Bärlach ... und sie: "Mein Gott, im Himalaya?" Er: "So ungefähr ..." hihihi
      Auch die Szene mit dem Toten in der Gegend fahren... echt schräg, aber ja auch irgendwie witzig, was?

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    4. Ein Zitat habe ich mir noch notiert, als Tschanz Bärlach zuhause abholt, wo es nie verschlossen ist ... »Auch wenn ich fort bin. Es ist immer spannend, heimzukehren und zu sehen, ob einem etwas gestohlen worden ist oder nicht.« Zitat Bärlach - Irgendwie trifft es meinen Humor, weiß aber, dass das bestimmt nicht für jedermann ist ...

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    5. Ah, was mich ein wenig irritiert hat, waren die ganzen Namen der Orte ... ich kenne davon leider nichts und daher war es für mich eher verwirrend als erklärend.

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    6. Ich habe die Ausgabe von Rowohlt, von der ich oben das Bild hochgeladen habe, ist zwar neuer, aber ich glaube, sie haben vieles im Original gelassen. "Tram" ist aber eigentlich ein Wort, das in DE immer noch so benutzt wird.

      Das Gespräch mit der Vermieterin fand ich auch witzig, ich kann auch sagen, dass es exakt mein Humor ist. Auch das mit der offenen Haustür hat mir Bärlach irgendwie sympathisch gemacht. Da er bei der Polizei arbeitet, müsste er ja eigentlich wissen, wie schlecht die Welt sein kann.
      Er ist ein leicht schräger Typ auf jeden Fall.

      Ich denke mal, der Mord hat auch irgendwas mit Schmieds Job zu tun? Als Polizist macht man sich ja leicht Feinde. Bisher gibt es aber namentlich eigentlich noch keine echten Verdächtigen. Ich schließe Tschanz mal doch aus, weil er sich so bemüht hat, die Gesellschaft zu finden. Auch wenn ich da so ein Gefühl habe, dass er vielleicht aus einem gewissen Grund Bärlachs Partner wurde. Aber wir werden sehen.

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    7. Ich habe übrigens die Orte mal gegoogelt, aber da kam nichts raus. Sind wohl ausgedacht?

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    8. Ne, ich hab was gefunden. In der Schweiz zb Biel bei Bielersee in der Nähe von Bern

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    9. Stimmt, ich muss gestern etwas falsches eingegeben haben. Die Twannbachschlucht habe ich nun auch entdeckt!

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  3. Antworten
    1. Kurzzeitig dachte ich bei dem Abschnitt nun: "Oh nein, bitte nicht in die politische Richtung", denn von Gastmanns Gesellschaft da hab ich nichts gecheckt so recht. Mein politisches Interesse liegt ja auch bei Minus 100 etwa.
      Zum Glück wurde es dann aber doch noch interessant, als rauskam, dass Bärlach und Gastmann sich kennen. Das mit der Wette ist spannend und mit der 40 Jahre dauernden Jagd auch. Nun hat Bärlach also nur noch ein Jahr, um Gastmann oder wie auch immer sein richtiger Name ist hintr Gittern zu bringen. Hat was von Gut gegen Böse. Sehr stark fand ich auch das Kapitel mit dem Schriftsteller, meinst du das soll Dürrenmatt persönlich darstellen?

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    2. Ach, ich hatte mir hier noch notiert, dass es mich ein wenig an Sherlock Hilmes und Moriarty erinnert. Jeder steht auf einer Seite. Wäre witzig, wenn es am Ende hier auch noch so einen Kampf Gut gegen Böse geben würde.

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    3. Mir ging es gleich, ich dachte auch, oh nein zu viel Politik kommt da auf uns zu ... aber es waren ja echt viele Namen und so ganz verstehe ich den Sinn nicht ... Es gibt ja jetzt auch nicht gerade viel Verdächtige (also machen die vielen Namen da auch nicht Sinn)
      Aber ja, huiuiii eine Jagd also ... trotzdem bleiben hier viele Fragen offen (aber wir sind ja auch erst in der Mitte *g).

      Hey ja, an Sherlock dachte ich auch kurz :) Ist ja lustig!

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    4. Bin immer noch von der Sprache faziniert und gerade über das Wort "frug" (heute: fragte) gestolpert! Echt zu lustig! Aber die vielen Semikolon nerven mich ein wenig, ich mag die einfach nicht ...

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    5. Semikolon sind mir gar nicht so aufgefallen. Ich denke mal, mein Buch ist tatsächlich etwas Neuerer und sicherlich auch überarbeitet. Ich finde das Cover aber so nichtssagend. Ich hatte vorher auch gar keine Ahnung, worum es hier gehen wird.

      Witzig, dass du auch Angst vor einer Politik-Richtung hattest. Bei mir funktioniert der Kopf da meistens nicht und ich hab auch null Plan, was hinter dieser "dritten Abteilung" stecken soll, außer halt dass vermutlich viele Leute da drin stecken, manipulieren und jede Menge Geld fließt.

      Gastmann selbst erscheint mir momentan echt unantastbar, auch durch die Leute, die er um sich scharrt. Er hat ja auch den Anwalt, der ihn sicher aus allem heraushalten kann und wenn nötig wohl auch genug Zeugen immer für perfekte Alibis.

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    6. Ich finde es ja etwas seltsam, dass Gastmann und Bärlach sich so lange kennen und Bärlach ihm nichts nachweisen kann. Dabei erscheint mir Bärlach nicht unkompetent. Also hier wird in dem Abschnitt ja der Verdacht auf Gastmann gelenkt.

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    7. Gastmann wirkte immer so, als wäre er Bärlach einen Schritt voraus. Damals hatte er sich bei dem Mord ja auch herausreden können. Er weiß anscheinend, wie er mit Menschen umgehen muss, deswegen ist er heute wohl auch so einflussreich und hat die richtigen Leute um sich versammelt. Geld und ein gewisses Ansehen hilft ja immer sehr ...

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    8. Da hast du recht!
      In der Zwischenzeit sagt Bärlach ja, dass er Gastmann nie wirklich verdächtigt hat, aber ihm den Mord zuschieben wird. Und hier erfahren wir dann auch, dass Bärlach der "Richter" ist: "... und so bin ich auch der einzige, der dich richten kann." Und der Leser erfährt, dass dies am "heutigen" Tage passiert. Bin gespannt.

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  4. Antworten
    1. Haha, was für win geniales Ende, irgendwie hatte ich gar nicht mit einer Wendung gerechnet, obwohl ich Tschanz ja schon am Anfang verdächtigt habe. Irgendwie hatte ich bei ihm so ein Gefühl, weil Bärlach ihn ja unbedingt dabei haben wollte obwohl er im Urlaub war.

      Die Szene beim Arzt fand ich etwas seltsam. Kann man wirklich vorhersagen, dass der nächste Anfall in genau vier Tagen auftritt? Es war auf jeden Fall spannend, sass Bärlach ja die Zeit davonlief. Er ist alt und am Ende seiner Kräfte, will Gastmann aber endlich bestraft sehen.

      Dies übernahm ja dann Tschanz und ich dachte erst, dass dies nun echt einfach ablief. Ich hätte erwartet, dass sich Gastmann nach der Drohung von Bärlach etwas besser schützt. Aber er hielt sich wohl für sehr mächtig, was?

      Die Szene am Ende bei Bärlach fand ich echt stark. Er spielt Tschanz vor, stark und gesund zu sein, um dann den Fall Schmied aufzulösen. Dass er Tschanz dann laufen lässt, hätte ich nicht erwartet, aber er hat ihn ja als Henker benutzt. Mit Gastmanns Tod hat er nun wohl seinen Seelenfrieden erhalten.

      Ein sehr starkes Werk! Hat mir gefallen!

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    2. Das gesamte Arztgespräch fand ich surreal! :D

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    3. Absolut! Fragt such auch, was Bärlach genau hat. Ich vermute mal Krebs?
      Das mit den Akten war ja auch so ne Sache, die der Arzt ihm hätte mitteilen können!

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    4. So nun bin ich auch am Ende. Es ging dann ziemlich schnell :D Bärlach hatte immer schon tschanz in Verdacht und so war es dann auch er ... Hätte auch nicht erwartet, dass er Tschanz gehen lässt, aber der richtete sich dann selbst ... hätte ich auch nicht erwartet ... Bärlach schiebt mir die Figuren auch ganz schön hin und her. Und er hat ja ziemlich lange geplant, damit er Gastmann endlich fassen kann. Wobei fassen hier eigentlich falsch ist, denn er hat ihn und Tschanz nur überlistet ... Da Bärlach schwer krank ist, ist es für mich nachvollziehbar, dass er Gastmann noch vor seinem Tod schnappen will. Oder zumindest Gerechtigkeit erreichen will. Natürlich steht die moralische Frage im Vordergrund: Kann man Unrecht tun, um Gerechtigkeit zu schaffen?

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    5. Ich finde wa klasse, dass Dürrenmatt in jedem Buch so viele moralische Fragen aufwirft. Das regt ja auch hier zum eigenem Interpretieren an.

      Vermutlich wäre es auch nicht möglich gewesen, Gastmann auf andere Art (per Gesetz) zu bestrafen. Ich denke mal, Bärlach wollte sicherlich auch nicht selbst zum Mörder werden? So hat er nur die Hand des Mörders geführt. Stellt sich ja auch die Frage, wie viel Schuld ihn dadurch selbst trifft!

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    6. So ist es! Aber dieser Gastmann war sicher ein interessanter Typ, wenn er 40 Jahre lang Verbrechen machen konnte ohne erwischt zu werden ...

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  5. Antworten
    1. Ein spannender und überraschener Krimi, besonders das Zusammenspiel von Bärlach, Tschanz und Gastmann. Der Stil ist etwas altmodisch: viele Semikolons, häufige Satzanfänge mit "Er", lange Sätze, wirkt an manchen Stellen schwerfällig und altfadrisch (zumindest in meiner Ausgabe). Ein etwas gewöhnungsbedürftiger Stil. Dafür gute Themen wie Fragen zu Moral, Gerechtigkeit und dem Unterschied zwischen Gesetz und richtigem Handeln ...

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    2. Sehr gut zusammengefasst. Mich hat der Stil nur auf den ersten Seiten gestört, danach war ich einfach in der Story drin. Denke aber, dass meine Ausgabe doch etwas moderner war als deine. Mir gefällt sein Stil, denn irgendwie transportiert er so schön die damalige Zeit in unsere.

      Viele Themen werden angesprochen und der Leser selbst zu einem Urteil über die beliebte Schuldfrage gezwungen. Das gefällt mir an solch alten Kriminalromanen immer sehr. Als Leser wird man nicht in eine Richtung gedrängt, sondern erlebt alles einfach mit und darf sich dann selbst ein Urteil bilden. Sehr stark!

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