Montag, 28. September 2026

[Rezension] Das Hallenbad - Gabriele Wohmann

 


 Titel: Das Hallenbad

Autor:  Gabriele Wohmann

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2002

Seitenzahl: 190
Cover: © Piper
Begonnen: 25.08.2026
Beendet: 27.08.2026


"Das Hallenbad" von Gabriele Wohmann habe ich schon vor einigen Jahren aus einem Bücherschrank befreit. Nach dem Lesen des Klappentextes wusste ich nicht so recht, ob es sich um einen Jugendroman oder ein Buch für Erwachsene handelt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich auch nach dem Lesen nicht genau weiß, an wen sich dieses Werk primär richtet.

Gabriele Wohmann besitzt auf jeden Fall einen einzigartigen Stil, der den Leser in die Gedankenwelt von Mona zerrt. Wie alt Mona ist, wird nicht gesagt, doch es wirkt, als stünde sie gerade kurz vor der Pubertät. Mona ist einauf jeden Fall eine interessante Protagonistin, die sich eine eigene Realität erschafft, in dem sie Geschichten erfindet. Kurzum kann man sagen, dass sie all ihre Mitschüler, ihre Eltern und auch ein wenig sich selbst beschwindelt, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So behauptet sie beispielsweise, dass sie in Amerika im Death Valley gelebt hat.

Monas Geschichten sind kreativ. Keine Frage. Ich konnte mich selbst ein wenig in ihr erkennen. Aber es ist teilweise auch sehr anstrengend, dass beinahe das gesamte Buch ein einziges Abdriften in ihre Fantasiewelt ist. Um dem Schwimmunterricht in der Schule zu entkommen, schreibt sie schließlich an einem Aufsatz, den niemand verlangt hat und der erklären soll, wieso sie nicht ins Wasser kann. Dieser Aufsatz nimmt einen großen Raum ein.

Obwohl es sich zentral sicherlich um das Hallenbad und Monas Angst davor drehen soll, fehlte mir der rote Faden. Zudem hat sich die Autorin entschieden, die direkte Rede nicht mit Anführungszeichen zu markieren, was ich in Büchern immer als recht anstrengend finde. Monas Gedanken driften immer und her, sind oft nicht greifbar und mir wurde beim Lesen daher oft schwindelig. "Das Hallenbad" ist in seiner Form und Erzählweise beeindruckend und einzigartig, aber ich glaube, ich war nicht das geeignete Publikum, weil ich das, was die Autorin ausdrücken wollte, nicht zu greifen bekam!



Die Geschichte eines Mädchens, das sich in ihre Fantasiewelt verzieht, ist auf der einen Seite sehr beeindruckend, doch leider konnte ich den Kern dieser Erzählung nicht erreichen!

Ich vergebe 3 von 5.

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