Posts mit dem Label Spiele-Comic werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spiele-Comic werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 3. Dezember 2018

[Rezension] Spiele-Comic Noir: Loup Garou - Pegasus Spiele

Titel: Spiele-Comic Noir: Loup Garou
Genre: Spiele-Comic
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2018
Cover und Inhaltsangabe © Pegasus Spiele

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!



"Willkommen in einer Fantasy-Welt, in der neben Menschen auch Werwölfe, Vampire und andere Monster hausen. Du bist der Lehrling eines berühmten Magiers. Eines Tages wirst du im finsteren Wald von einem Werwolf angefallen und kannst dich fortan selbst in einen verwandeln, wenn du willst. Du erlebst in der Folgezeit viele Abenteuer und meisterst einige Kämpfe, bei denen dir deine Werwolf-Kräfte durchaus nützlich sind. Doch dann wartet deine ultimative Aufgabe auf dich: Immer mehr Werwölfe verschwinden spurlos, und die Vampire in ihrer Feste stellen plötzlich ein großes Heer auf  ..."




Loup Garou war nun mittlerweile mein vierter Spiele-Comic und ich bin nach wie vor überaus begeistert von diesem Spielprinzip. Im Gegensatz zu normalen Abenteuerspielebüchern werden diese Geschichten in Form von Comicbildern erzählt und wir als Leser schlüpfen in die Rolle des Protagonisten und müssen eigene Entscheidungen treffen und so einige Kämpfe bestreiten.

Während es in den "Sherlock Holmes Spiele-Comics" eher ums Lösen eines Falles ging, steht in "Loup Garou" ganz das Rollenspiel im Mittelpunkt, was hier wirklich unfassbar abwechslungsreich in die Geschichte eingebaut wurde. Es gibt keine unendlich lange Anleitung, nein, alles wird innerhalb des Comics sehr einfach erklärt, sodass selbst Anfänger in dem Bereich schnell in die Handlung einsteigen können.

So füllen wir zu Beginn erst einmal unseren Charakterbogen aus, den man sich auch ganz einfach auf der Homepage von Pegasus-Spiele ausdrucken kann. Im Laufe des Abenteuers werden wir so einige Gegenstände finden, einige Waffen und Kleidungstücke und sogar treue Begleiter, die an unserer Seite kämpfen!

Außerdem gibt es verschiedene Fähigkeiten, die wir erlernen können, wodurch unser Held noch einmal spezialisiert wird. All das und das Kampfsystem empfand ich als sehr angenehm und leicht, sodass man sich wirklich auf die Geschichte konzentriere konnte und nicht auf hundert Werte achten musste. Dennoch gab es sehr individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, wodurch dieser Comic durchaus mehrere Male gelesen werden kann.

Als Leser schlüpfen wir in die Rolle von Eoras, der sich zu Beginn "leider" in einen Werwolf verwandelt. Wir können im späteren Verlauf selbst entscheiden, wann wir uns verwandeln und wann wir besser in Menschengestalt bleiben, sodass auch hier noch einmal viele Richtungen aufgezeigt werden, in die sich die Geschichte entwickeln kann.

Neben der Suche nach dem vermissten Magier und dem Herausfinden, warum so viele Menschen beziehungsweise Werwölfe verschwinden, gibt es einige "Quests", die witzig in die ganze Geschichte eingebaut sind. Diese Quests sind wichtig, um an Goldstücke zu kommen, die benötigt werden, um die Ausrüstung zu verbessern!

Die Kämpfe, die zu Beginn noch recht einfach erschienen, werden im Verlauf viel härter und leider in vielen Fällen auch tödlich. Ich weiß nicht, wie oft ich bei einem der Kämpfe gestorben bin, aber zum Ende hin war es oft so, dass man nicht einmal mehr würfeln beziehungsweise die Scheibe bemühen musste, weil die eigenen Lebenspunkte so gering waren, dass der Kampf eh von Anfang an verloren war. Das war aber teilweise die eigene Schuld, weil ich es tatsächlich nicht geschafft habe, genug Leben wiederherzustellen. In dieser Hinsicht wird das Buch zum Ende hin aber echt hart und sehr herausfordernd.

Neben den Quests und den Kämpfen gibt es auch wieder einige Rätsel zu lösen, was auch großen Spaß gemacht hat! Ich fand diesen Spiele-Comic wieder äußerst gelungen und abwechslungsreich und kann wirklich sagen, dass mir diese Art noch eine Spur mehr gefällt als stinknormale Abenteuerspielebücher. Ich hatte einfach das Gefühl, noch tiefer in der Geschichte drin zu sein!




Wieder einmal ein toller Spielecomic, der ein tolles und abwechslungsreiches Abenteuer bereit hält!
Klare Empfehlung!

Donnerstag, 19. Juli 2018

[Rezension] Spiele-Comic Noir: Gefangen!

Titel: Spiele-Comic Noir: Gefangen
Autor:  Mc & Manuro
Genre: Spiele-Comic
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2018
Cover und Inhaltsangabe © Pegasus Spiele



"Deine halbwüchsige Tochter wurde auf offener Straße verschleppt! Die Entführer kontaktieren dich und fordern dich auf, dich in einem verlassenen Herrensitz mitten im Wald einzufinden, wo sie deine Tochter gefangen halten! Ohne zu zögern begibst du dich dorthin und musst bald erkennen, was in Wahrheit hinter der Entführung steckt und wen die Entführer wirklich wollen – dich! Aber zum Glück bist du hier der Held und kannst im Wettstreit gegen die Zeit mit den passenden Entscheidungen und auch dem nötigen Maß an Feuerkraft alles zu einem guten Ende bringen."




Nachdem ich mittlerweile schon einige Fälle mit den beiden Spiele-Comics rund um "Sherlock Holmes" lösen durfte, stand nun ein eher düsteres Abenteuer auf den Plan. Mit "Gefangen" startet Pegasus Spiele eine neue Reihe, die hier mit dem Verschwinden eines Mädchens beginnt. Wir, der Vater der Entführten, müssen unsere Tochter finden, die irgendwo in einem alten Herrenhaus festgehalten wird.

Dabei stellen sich uns so einige Gefahren in den Weg. Wir müssen selbst entscheiden, welchen Fährten wir folgen, welche Gegenstände wir mitnehmen und wann benutzen und wir müssen jeden einzelnen Raum gut durchsuchen. Hier verstecken sich oftmals kleine Details, die man auf dem ersten Blick nicht wahrnimmt.

Aber erst einmal zurück zum Anfang. Hier gibt es erst einmal einen Charakterbogen. Man kann Werte für Stärke, Geschick und Willenskraft vergeben und findet außerdem seine Gesundheitsanzeige und einen Zeitstrahl. In diesem Abenteuer arbeitet die Zeit nämlich gegen uns, was noch einmal für einen ordentlichen Adrenalinschub sorgt. Als Spieler müssen wir zahlreiche Entscheidungen treffen, dabei aber auch die kleinen "Sanduhrsymbole" im Auge behalten. Läuft die Zeit ab, ist auch unsere Tochter verloren ...

Doch nicht nur die Zeit stellt ein echtes Problem dar. Im Herrenhaus selbst gibt es noch einige Überraschungen, ja, ganz böse Überraschungen. Hier waren wir teilweise echt geschockt, was für Auswirkungen eine einzelne Entscheidung doch nehmen kann. Bei unserem ersten Versuch (Ich habe das Buch wieder mit meinem Mann gelesen) sind wir auch direkt gestorben, bevor wir unsere Tochter finden konnten. Beim zweiten Versuch kamen wir zwar bis zum Ende, aber es war ein bitterböses ...

Überrascht waren wir, wie viele Entscheidungsmöglichkeiten und Räume es doch gibt. Auch die Hintergrundgeschichte hat uns gut gefallen und war ausgesprochen atmosphärisch eingebaut. Teilweise hatte ich tatsächlich Herzrasen, als es wieder einmal brenzlig wurde und ich habe mich tatsächlich wie der Held dieser Geschichte gefühlt. Ein wahnsinnig toller Spiele-Comic, den man wirklich unzählige Male spielen kann, da es wirklich sehr viele Dinge zu entdecken gibt!




Dieser Spiele-Comic hat uns absolut in den Bann gezogen. Wir haben ihn bereits zwei Mal gespielt und immer wieder neue Sachen entdeckt. Ein tolles, gruseliges und vor allem atmosphärisches Abenteuer, in dem man selbst die Entscheidungen trifft. Ein echtes Highlight!

Samstag, 13. Januar 2018

[Rezension] Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 02 - Die Moriarty-Akte

Titel: Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 02 - Die Moriarty-Akte
Genre: Spiele-Comic
Erscheinungsdatum: 2017
Anzahl der Seiten: 275
Cover und Inhaltsangabe © Pegasus Spiele



Heute stelle ich euch einmal wieder einmal ein Buch der besonderen Art vor. Der erste Teil des "Spiele-Comics" von Pegasus Spiele hat mich im letzten Jahr, in dem ich auch meine große Leidenschaft für Sherlock Holmes entdeckt habe, regelrecht vom Hocker gehauen. Die Idee, einen Comic mit diesem typischen "Abenteuerspielebüchern" zu verbinden, hat mir ausgesprochen gut gefallen und die ganzen Rätsel fand ich kniffelig und überaus genial!

Auffallend ist erst einmal der Zeichenstil: Im ersten Teil war er kindlicher gehalten, im zweiten ist er düsterter und das hat mir eindeutig viel besser gefallen!

An der Seite von Sherlock Holmes und Watson haben wir im ersten Teil vier Fälle lösen müssen, im zweiten Teil sind es zwar nur drei, aber diese sind intensiv und sehr gut konstruiert.

Die Spielmechanik wird im zweiten Teil nur kurz erläutert, es gibt aber dieses Mal kein Tutorial, weswegen ich Anfängern im Bereich der Abenteuerspielebücher empfehlen würde, erst den ersten Teil auszuprobieren.

Wie gehabt können wir uns den Ermittler aussuchen, allerdings gibt es ein großes Highlight in diesem Teil: Ab dem zweiten Teil können wir auch Moriarty, als Sherlocks Erzfeind wählen, der eine besondere Fähigkeit hat: Er kann Leute bedrohen, um ihnen ein Geheimnis zu entlocken!

Ich bin die Fälle zusammen mit meinem Mann angegangen und wir hatten viel Spaß dabei, alles zu rekonstruieren. In der ersten Geschichte haben wir uns für Sherlock Holmes entschieden, der deutlich schwerer ist, da er den Verdächtigen "nur" drei Fragen statt vier stellen darf. Ich bin allerdings so ein großer Fan, das ich einfach in seine Rolle schlüpfen musste.

Der erste Fall hat es hier bereits in sich. Es gibt viele kleine Rätsel, die wir lösen müssen und die uns Stück für Stück der Lösung näher bringen. Außerdem müssen wir in der Rolle des Ermittlers selbst eins und eins zusammenzählen, ganz gleich wie viele Hinweise wir überhaupt gefunden haben! Zusätzlich sammeln wir hier Edelsteine, die uns am Ende noch behilflich sein werden!

Wir müssen sagen, dass die Rätsel hier deutlich schwerer sind als die im ersten Teil. Wir sind auf einige Dinge gekommen, andere Details konnten wir nicht einordnen. Die Stories sind auf jeden auf dem Niveau der Geschichten von Arthur Conan Doyle!

Den zweiten Fall sind wir dann mit Moriarty angegangen, was ebenfalls tierischen Spaß gemacht hat. Hier verlassen wir den Zug, der hier im Zentrum aller Fälle steht, kurz und müssen den Mord am Bankdirektor aufklären. Dieser Fall war auch der einzige, den ich fast vollständig lösen konnte!

Der letzte Fall war dann aber mein absoluter Favorit. Es geht um eine vermisste Prinzessin und auch hier waren wir auf der richtigen Spur, waren dann aber doch überrascht, was die Auflösung angeht. Ich würde sagen, dass die Fälle recht schwer sind, mit einigem Überlegen aber dennoch lösbar. Natürlich kommt es auch hier wieder einmal darauf an, welche Hinweise gefunden werden und was die Verdächtigen einen erzählen!

Hier kommen wir auch zu unserem einzigen Kritikpunkt, der uns aber gerade zu Anfang extrem verwirrt hat: Wiggins. Wer zur Hölle ist Wiggins? Immer wieder wird erwähnt, dass einzelne Dinge nur mit Wiggins gefunden werden können, doch leider treffen wir Wiggins nirgends ... Gerade am Anfang waren wir deswegen so verwirrt, dass wir viele Wege doppelt gegangen sind, um zu schauen, ob wir etwas übersehen haben ... Leider klärt der Verlag erst am Ende auf, dass es sich bei Wiggins um einem Charakter handelt, den sie auf Spielemessen verteilt haben, der also für den normalen Leser erst einmal nicht auffindbar ist ...

Die Sache mit Wiggins war echt schade und hat uns ein wenig verärgert, aber letztendlich hat doch der Spielspaß überwogen und wir freuen uns schon jetzt auf einen weiteren Teil, in dem hoffentlich wieder Moriarty mit dabei ist!



Drei wahnsinnig knifflige Fälle, die wir hier an der Seite von Sherlock Holmes, Watson oder Moriarty lösen müssen. Alle drei Geschichten haben das Niveau der alten Holmes-Stories und haben mich als riesiger Fan absolut überzeugen können. Die Sache mit Wiggins, der für den normalen Leser nicht auffindbar ist, hätte eigentlich einen Abzug verdient, aber ich hatte solch einen großen Spaß und so viele tolle Ratestunden, dass ich dem Verlag dies verzeihe! Weitere Spiele-Comics mit Sherlock Holmes bitte!