Donnerstag, 4. September 2014

Todeswächter - Veit Etzold

Seit "Final Cut" bin ich großer Fan des Thrillerautoren Veit Etzold. Mit "Todeswächter" kam nun vor kurzem der dritte Fall für Clara Vidalis Ich mag die Ermittlerin sehr (Und das kommt bei mir nicht oft vor!), weswegen ich mich auch auf dieses Buch sehr gefreut habe.

Inhalt

Erschienen bei Bastei Lübbe
Eine Serie rätselhafter Morde erschüttert Berlin. Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung - außer der Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren Zeitraum bei den Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind hier womöglich mehrere Mörder am Werk?


Meine Meinung

Das Buch fängt gleich ungemein spannend an. Es wird eine Leichte gefunden. Eine Frau ist unter einer SM-Maske erstickt. Hier musste ich gleich zu Beginn schlucken, ein sehr schlimmer und vor allem langsamer Tod. Ich hatte eine Gänsehaut, als diese Stelle aus der Sicht des Täters beschrieben wird. Veit Etzold entführt einen wieder einmal in die Abgründe der menschlichen Psyche und schockt mit sehr detaillierten Beschreibungen der Mordszenen. Auch für mich als Thrillerliebhaber war das manchmal sehr hart, aber ich mag sowas ja, ;)

Es folgen weitere Morde, die Opfer haben scheinbar nichts miteinander zu tun und doch findet die Ermittler bei jedem eine Münze. Zudem sind Verwandte der Opfer verschwunden. Haben sie etwas damit zu tun? Oder steckt doch ein und derselbe Täter dahinter?


Nach und nach lernt man auch die Geschichte des Täters kennen, eine sehr traurige Geschichte einer zerbrochenen Seele. Hier hat Veit Etzold eine sehr emotionale Geschichte, sehr tiefgründige Geschichte erschaffen. Eine Geschichte, die zum mitfühlen einlädt. Man versteht die Beweggründe des Täters sehr gut, ja ich hatte fast Mitleid mit ihm und hab verstanden, warum er so handeln MUSSTE: Ja, musste. Manche Täter werden von der Gesellschaft zu diesen gemacht. Das vergisst man in der heutigen Zeit sehr schnell...


Den einzigen Minuspunkt den ich hier leider erwähnen muss ist die Tatsache, dass man schnell weiß, wer der Täter ist. Ich habe bereits nach der Hälfte des Buches einen Verdacht gehabt, der sich letztendlich bestätigt hat. Leider waren die Stellen, wo immer wieder auf den Täter hingedeutet wurde, deswegen nicht so spannend, wie der Autor es beabsichtigt hatte. 


Auf jeden Fall hatte ich aber einige spannenden Stunden mit dem Buch. Auch Clara Vidalis und ihr Team konnten mich wieder begeistern, auch wenn meiner Meinung nach die Ermittlung nicht ganz so intensiv wie in den vorherigen Teilen ablief. Augenmerk wurde hier eher auf die Entwicklung des Täters gelegt, weswegen ich diesen Thriller eher als Psychothriller beschreiben würde. Ich bin bereits auf den vierten Teil gespannt!



Fazit

Spannend und sehr emotionale Geschichte, nur der Täter ist etwas vorhersehbar.


Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

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