Donnerstag, 2. Oktober 2014

Das Hexenmädchen - Max Bentow

Ich hatte das große Glück bei Lovelybooks ein signiertes Exemplar von Max Bentows "Das Hexenmädchen" zu gewinnen. Ich habe mich tierisch darüber gefreut, da ich schon ein Buch rund um den Ermittler Niels Trojan gelesen haben. Natürlich habe ich mich gleich in die Geschichte gestürzt.

Inhalt

Den Berliner Kommissar Nils Trojan erwartet ein albtraumhaftes Szenario, als er mitten in der Nacht am Schauplatz eines Verbrechens eintrifft: Ein Mann wurde in seiner eigenen Küche auf grausame Weise hingerichtet. Und noch bevor Trojan Atem holen kann, schlägt der Mörder wieder zu. Der Kommissar hat nicht den geringsten Anhaltspunkt, doch nachdem zwei kleine Mädchen spurlos verschwinden, beschleicht ihn der Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen den Fällen besteht ... Warum haben die Kinder von einer mysteriösen „Hexe“ gesprochen, die sie in Angst und Schrecken versetzt?

Charaktere

Natürlich steht wieder der Kommissar Nils Trojan im Mittelpunkt, gleich zu Beginn stellt er Leser fest, dass es dem Ermittler nicht sonderlich gut geht. Er wird von Panikattacken heimgesucht. Was mir hier bei den Stellen zu Trojan gefallen hat ist, dass sein Privatleben immer nur kurz angeschnitten wird. Ich bin kein großer Fan von den immer gleichen Ermitllerproblemen, aber ich fonde Max Bentow hat das in seinen Romanen gut gelöst. Die einzelnen Abschnitte sind sehr kurz geraten und schwächen so die Spannung des eigentlichen Falls nicht.

An Max Bentows Büchern finde ich toll, dass es die verschiedensten Sichtweisen gibt. Jedes Kapitel fängt etwas mysteriös an, das ist eben einfach sein Stil, aber dem Leser werden die Zusammenhänge schnell klar. Seine Bücher sind auf jeden Fall zum mitdenken und das gefällt mir sehr gut.

Meine Meinung

"Das Hexenmädchen" hat mich von Anfang an gefesselt. Die Morde sind sehr schrecklich und dadurch, dass man alles aus den verschiedensten Perspektiven miterlebt wird es umso grausamer und realistischer. Max Bentow versteht es, Spannung aufzubauen. Die kurzen Kapitel machen es einen fast unmöglich mit dem Lesen aufzuhören. Immer wieder sagt man sich: "Nur noch eins" und letztendlich liest man dann viel mehr.

Das Buch ist teilweise auch aus den Sichtweisen der Kinder geschrieben, die von einer seltsamen Hexe berichten. Am Anfang fragt sich der Leser natürlich, ob diese Hexe real ist beziehungsweise was genau dahinter steckt. Hier hat der Autor eine sehr spannende Geschichte konstruiert, ich wusste bis zum Ende nicht wie das alles zusammen gehört. Umso überraschter war ich schlussendlich über die Auflösung!

Auch die Anspielungen auf "Hänsel und Gretel" haben mir sehr gut gefallen. Ich bin ja selbst ein großer Märchenfan und finde es toll, wenn ein solches Thema auch in Thrillern und Krimis aufgegriffen wird.

Als Schwachstelle des Buches muss ich jedoch erwähnen, dass das Ende meiner Meinung nach noch einen Hauch tiefgründiger hätte sein können. Ich hätte gerne mehr über den Täter erfahren, mehr über seine Beweggründe, für mich war das teilweise etwas zu schnell rüber gebracht. Aber dennoch hat mir diese Überraschung am Ende gefallen, auch wenn ich irgendwie etwas komplett anderes erwartet hätte.

Fazit

Ein toller Thriller mit einer sehr unheimlichen Geschichte!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten!


1 Kommentar:

  1. Ich habe bisher erst die ersten beiden Teile gelesen (Der Federmann und Die Puppenmacherin) aber bin total begeistert von Max Bentow und Nils Trojan (und Jana Michels ^^).
    Die anderen beiden Teile werden auch noch Einzug halten :)

    http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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